Wer hier viele Barock- und Jugendstilbauten erwartet, wird enttäuscht werden, besser sieht es für Fans des Funktionalismus aus. Auf jeden Fall ist die Stadt etwas Besonderes …
Es gibt wohl wenige Städte auf der ganzen Welt, die so durch eine Familie, einen Unternehmer geprägt wurden wie Zlín. Auch wenn die Geschichte der Stadt weit zurückreicht, ihr heutiges Bild ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Baťa. Die Lebens- und die Unternehmensgeschichte dieser Familie allein ist es schon wert, Zlín zu besuchen – und dann gibt es noch einiges, was man hier gesehen haben muss. Und wer gerne sich dann gerne in die Natur hinauswagt, gerne eine kleine Schiffs- oder Radtour macht, der kann diese Abwechslung auch gleich beim Baťa Kanal (Batův Kanal) genießen.
Die Geschichte der Stadt
Die Anfänge von Zlín entwickeln sich rund um eine kleine Burg im 13. Jahrhundert. 1322 wird Zlín erstmals urkundlich als Besitz von Königin Eliška, der Witwe des böhmischen Königs Wenzel II. erwähnt. 1358 wird die Gemeinde Eigentum des Bischofs Albrecht von Šternberk, der Kaiser Karl IV. sehr nahestand. Der Besitz bleibt lange Zeit in der Hand der Familie Šternberk.

1397 erhalten die Zlíner weitreichende Rechte und Privilegien, wodurch die ökonomische Entwicklung der Stadt vorangetrieben wird.
In den Hussitenkriegen verlieren die Šternberks einen Großteil ihrer Besitztümer und müssen 1437 auch ihre Zlíner Besitzungen verkaufen. Die ganze Region leidet zu dieser Zeit unter den ständigen Einfällen der Ungarn, die gegen König Georg von Poděbrady kämpfen. Seine Truppen schlagen 1470 in der Nähe von Zlín ihr Quartier auf.

1509, 1516, 1571 und 1592 – Friede ist wieder eingekehrt – erhalten die Bürger von Zlín eine Reihe weiterer Rechte. Handel und Handwerk – überwiegend das Textilgewerbe, Töpfereien und das Schusterhandwerk florieren, ein neues Zeitalter des Wohlstandes beginnt für die Stadt. Die Häuser werden neu gebaut oder vergrößert, 1566 wird ein neuer Kirchturm gebaut, 1582 bekommt die Stadt ihre eigene Schule und 1586 wird das neue Rathaus fertig gestellt.
1578-1580 wird die Zlíner Burg in ein Renaissance-Schloss umgebaut.

1605 plündern allerdings die Ungarn wieder die Stadt und setzen viele Häuser in Brand. Auch im 30jährigen Krieg (1618-1648) wird hier wieder gekämpft: Die Habsburger Armee fällt immer wieder in die Stadt ein, ebenso die Heere der Polen und der Ungarn. Wieder und wieder wird die Stadt zerstört. Viele Bürger verbünden sich mit den Rebellen gegen die Habsburger.

1644 werden fünf Zlíner Bürger nach der blutigen Unterdrückung der Rebellion enthauptet. Es braucht an die 100 Jahre bis sich die Stadt von den Auseinandersetzungen und Zerstörungen in dieser Zeit erholen kann.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts beginnt die Stadt wieder aufzublühen: eine Leinenfabrik siedelt sich an und Mitte des 19. Jahrhunderts kommen weitere größere Industrieunternehmen dazu: 1850 wird eine Streichholzproduktion eröffnet, 1870 eine Schuhfabrik – doch beide werden bald wieder geschlossen.
Die Baťa Stadt
Die große Stunde schlägt für Zlín am 21.9.1894: Die Geschwister Tomáš, Antonín und Anna Baťa gründen die Baťa Schuhfabrik. Durch das unternehmerische Geschick – vor allem der beiden Brüder – wird Zlín zu einem anerkannten Zentrum der Schuhproduktion.

Während des 1. Weltkrieges liefert Baťa Millionen von Schuhen an die österreichisch-ungarische Armee, die Produktion wird weiter ausgebaut. Am Ende des Krieges arbeiten 4.000 Menschen bei Baťa. Doch nun kommen schwierige Zeiten auf das Unternehmen zu: Die Nachfrage sinkt, die Produktion geht zurück, Baťa muss Mitarbeiter entlassen. Durch eine geniale, wenn auch einschneidende Maßnahme überlebt das Unternehmen: im September 1922 verbilligt Baťa seine Schuhe um 50% und gewinnt dadurch sofort tausende neue Konsumenten und steigt zur Nummer 1 am tschechoslowakischen Markt auf.

Von 1923 bis 1938 wird die Fabrik mit einem Komplex aus dutzenden modernen Gebäuden erweitert und mit modernsten Maschinen ausgestattet. Das Sortiment wird laufend erweitert: Baťa produziert nicht nur Schuhe, sondern auch Gummi, chemische Produkte, Textilien und Maschinen.

1923 wird Tomáš Baťa Bürgermeister der Stadt. Sein Unternehmen finanziert und baut drei Warenhäuser, ein Hotel, ein Kino, ein Krankenhaus, Schulen, Filmstudios und tausende Häuser. Baťa holt bedeutsame Architekten in die Stadt, die mit ihrer Architektur und ihren Werken von nun an das Stadtbild prägen: Kotěra, Gahura, Karfik, Lorenc und Le Corbusier arbeiten in Zlín.

1932 stirbt Tomáš bei einem Flugzeugabsturz, drei seiner Mitarbeiter übernehmen das Management der Firma. Die in Zlín ansässige Konzernzentrale unterhält inzwischen Fabriken und Tochtergesellschaften in Europa, Amerika, Asien und Afrika – 1938 hat Baťa weltweit über 65.000 Mitarbeiter.

Doch das Münchner Abkommen und die deutsche Besatzung während des 2.Weltkriegs stoppen die Entwicklung des Unternehmens. 1944 wird ein großer Teil des Werkes bei Luftangriffen der Alliierten zerstört.

Im Oktober wird das Unternehmen nationalisiert und die Familie verlegt den Firmensitz von Zlín nach Kanada (Batawa, Toronto).
Die Zeit nach Baťa
Die Kommunisten übernehmen die Kontrolle über den nationalisierten Industriekomplex und auch die führenden Funktionen in der Stadt. Zlín wird in Gottwaldov (nach dem kommunistischen Präsidenten Gottwald) umbenannt.

In den 40er Jahren erholt sich die Stadt langsam wieder: 1946 wird ein Sinfonie-Orchester gegründet und ein Theater eröffnet. Zlín wird Ausgangspunkt für die Weltreisenden Jiří Hanzelka und Miroslav Zikmund. Die Gottwaldover Filmstudios werden durch die Regisseure Karel Zeman und Hermína Týrlová weltbekannt.

Nach dem Fall des kommunistischen Regimes 1989 wird die Stadt wieder auf Zlín unbenannt und entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt der Firmengründer und Finanz-, kultureller und universitärer Institutionen.

Auch an Baťa erinnert man sich wieder gerne bei Führungen. Das Hochhaus ist heute eine der Top-Sehenswürdigkeiten, die Villa wird renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ein Museum erinnert an seinen Lebensweg, auch eine Universität wird nach ihm benannt und ein Memorial erinnert an die Gründungsgeschwister und den Flugzeugabsturz von Tomáš Baťa– eine von der Familie gegründete Stiftung unterstützt diese Arbeiten. Tomáš Baťa Junior, der Sohn von Tomáš, dem Unternehmensgründer kommt kurz vor seinem Tod noch einmal auf Besuch nach Zlín zurück und wird vom damaligen Präsidenten Vaclav Havel empfangen.
Die Sehenswürdigkeiten
Areal der Baťa Werke
Das funktionalistische Aussehen der Stadt ist stark durch die Bauwerke der Baťa Bauten geprägt, Der Fabriksaufbau begann bereits 1906, die typischen Architekturmerkmale erschienen jedoch erst 1924 beim Umbau der Fabrik, bei der eine völlig neue Bautechnologie eingesetzt wurde, deren Grundelement ein Modul mit der Größe 6,15 x 6,15 Meter war.

Das Stahlbetonskelett war mit Ziegelfensterbänken und Fenstern ausgefüllt. Weitere typische Merkmale der „Baťa-Architektur“ sind die Flachdächer, die Fassaden aus unverputzten roten Ziegeln, das Stahlbetonskelett und die Stahlfensterrahmen.

Funktionalität war Trumpf: Die zwei- bis fünfstöckigen Objekte waren schachbrettartig in große Erzeugungskomplexe gereiht und mit einer Transportanlage verbunden.

Baťa sorgte auch für die Unterkunft seiner Arbeiter: Bereits 1927 begann der Aufbau eines Stadtviertels (gut vom Wolkenkratzer aus zu sehen) für die Unterkünfte der jungen „Baťa-Arbeiter“. Drei bis fünfstöckige Häuser nach einem Projekt des Architekten František Grahura wurden 1937 vollendet.
760 01 Zlín, Vavrečkova ulica
Der Wolkenkrater – das 21. Verwaltungsgebäude
Es ist die Sehenswürdigkeit von Zlín, die man einfach besucht haben muss! Aus den verschiedensten Gründen:
- Der Aussicht wegen – man kann mit dem Lift hoch hinauf auf die Terrasse fahren und dort nicht nur im Café eine Stärkung zu sich nehmen, sondern auch die tolle Aussicht über die Stadt genießen
- Der Aufzug mit dem Büro von Tomáš Baťa und der Pater Noster
- Die „Katze“, die rund ums Gebäude führt und das Fenster putzen erleichterte.
Aber der Reihe nach.

Das 1938 fertig gestellte Verwaltungsgebäude war zu seiner Zeit einer der höchsten Bauten Europas und auch heute beeindruckt der Bau noch, wenn man vor ihm steht und in die Höhe blickt. Das 77.5 Meter hohe, siebzehnstöckige Haus ist ein Meisterwerk des Architekten Vladimir Karfik. Jedes Stockwerk bietet eine Bürofläche für 200 Mitarbeiter. Aufzüge, Stiegen, Toiletten und die Klimaanlage sind außerhalb der Büroräume angebracht. Das Gebäude ist komplett klimatisiert, hat Schnellaufzüge (es staut sich aber trotzdem zur Mittagszeit) und zwei sogenannte Pater Noster (leider meistens außer Betrieb).
Das Aufzugsbüro
Besonders sehenswert ist der Spezialaufzug von Tomáš Baťa. Das 6 x 6 Meter große Büro des Firmengründers wurde in einen Aufzug eingebaut: mit Telefonen, Klimaanlagem ja sogar mit Waschbecken. Nach wie vor ein Meisterwerk der Technik. Durch die Fenster dieses „Büros“ kann man fast das komplette Fabriksgelände überschauen – die Büros auf den einzelnen Stockwerken sowieso.

Obwohl es nicht ganz sicher ist, ob Tomáš Baťa dieses Büro je benutzte (heute meint man: eher nicht) zeigt es aber trotzdem, wie effizient der Gründer der Schuhwerke gedacht haben muss. Immer und überall erreichbar – alles im Blick; und das ganz ohne Handy und Social Media.

Die Executive-Etage
Im 8. Stockwerk des Wolkenkratzers kann man sich in die authentische Atmosphäre der 1930er Jahre zurückversetzen. Hier ist die Einrichtung mit ihren Linoleumböden und den Holzverkleidungen originalgetreu erhalten geblieben. Eine Ausstellung führt durch die Geschichte des Unternehmens Baťa und seiner Satellitenstädte. Allerdings ist der Besuch nur unter der Woche möglich und man sollte seinen Wunschtermin auf jeden Fall vorab checken.

Ebenfalls bemerkenswert ist die „Katze“, eine Schiene, die sich wie eine Schlange im obersten Geschoss rund um das Gebäude schlängelt und die das Fenster putzen erleichtern sollte.
Heute ist das Gebäude Sitz der Landkreisregierung und des Finanzamts.

Mein Tipp: Die Aussichtsterrasse mit Katze und das Café kann ohne Führung besucht werden. Außerdem könnt ihr auch einen Blick auf den Pater Noster werfen.

Allerdings wäre es echt schade, den Wolkenkratzer zu besuchen und das „Aufzugs-Büro“ nicht zu sehen – und das gibt es nur mit Führung. Daher meine Empfehlung: Unbedingt eine Führung buchen! Dies könnt ihr auf der Website des Museums Südostmährens machen: www.muzeum-zlin.cz
Mehr über Öffnungszeiten, Buchungen etc findet ihr auch hier: https ://www.ic-zlin.de/25199-stadtbesichtigung (Deutsch)
760 01 Zlin, třída Tomáše Bati 21
Das Baťa Institut
In den Gebäuden 14 und 15 Im Baťa Areal ist nicht nur das ehemalige Schuhmuseum (um ein Vielfaches um die Lebensgeschichte und Philosophie von Baťa erweitert) untergebracht, sondern auch die Kreisgalerie für bildende Kunst und die František Bartoš Kreisbibliothek.

Das 14|15 Baťa Institut ist durch die Umwandlung von zwei Fabrikgebäuden des ehemaligen Industrieareals, die von dem Architekten Jiří Voženílek entworfen und in den Jahren 1946 bis 1949 erbaut wurden, entstanden.
Die Kreisgalerie für bildende Kunst in Zlín
Hier wird die Zlíner Architektur, der hiesige Urbanismus und das Industriedesign der Stadt präsentiert. Aber auch Werke tschechischer Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie Alfons Mucha, Emil Filla, Bohumil Kubišta, Josef Čapek, Jan Zrzavý, Jindřich Štýrský, Toyen oder Otto Gutfreund, Vincenc Májovský und anderen ausgestellt. Leider fehlte bei unserem letzten Besuch die Zeit in der Galerie vorbeizuschauen, was ich aber das nächste Mal keinesfalls verpassen möchte.
Das Baťa-Prinzip: heute Phantasie, morgen Wirklichkeit
Diese ständige Ausstellung, für die das Museum für Südostmähren verantwortlich zeichnet, müsst ihr einfach gesehen haben. Sie stellt die Geschichte des Unternehmens Baťa seit seiner Gründung im Jahr 1894 bis zur Verstaatlichung des tschechoslowakischen Teils des Konzerns nach dem Zweiten Weltkrieg dar.

In die Schau ist auch das ehemalige Schuhmuseum integriert, das als eines der ältesten der Welt gilt, und nicht nur Schuhe aus aller Herren Länder und Jahrhunderte zeigt, sondern auch die Technologie der Schuherzeugung und die Entwicklung der Schuherzeugung in Zlín.

Es ist fast unbeschreiblich, wie viele unterschiedliche Typen, Moden, Materialien zu Schuhen oder „Schuhähnlichen“ verarbeitet wurden und werden. Einfach unglaublich – wobei ich mir beim Gehen mit einigen der ausgestellten Objekte wahrscheinlich beide Beine brechen würde, zumindest die Knöchel.

Doch nicht nur die Schuhe, sondern auch die unterschiedlichen Maschinen sind ebenso zu sehen, wie die unterschiedlichen Werbeplakate für die Erzeugnisse. Eigene Tafeln - auch in Englisch – gehen auf die Akteure der Familie Baťa ein, zeigen ihre Philosophie und die Umsetzung ihrer Strategien.

Ein eigener Raum ist auch den Zlíner Filmstudios vorbehalten, die nicht nur mit ihren Kinderfilmen und Puppen weit über die Grenzen der Stadt berühmt wurden und sind. Ich (als „älteres Kind“) glaubte, mich auch an einige der Figuren noch erinnern zu können. Auf jeden Fall ist es toll zu sehen, wie schön und fantasievoll die vielen Puppen auch ausgeführt sind.

Gebäude 14|15 im Baťa Areal
760 01 Zlín, Vavrečkova 7040
Tel: +420 573 032 111
Email:
www.14-15.cz/en/
Das Grosse Kino
Das Grosse Kino wurde 1933 als Provisorium gebaut. Mit seiner Kapazität von 2.270 Sitzplätzen war es in der Vorkriegszeit das größte Kino landesweit, möglicherweise sogar europaweit. Der Bau wurde durch das Design Depatement der Baťa Gesellschaft entworfen, angeblich nach Plänen des Architekten Gahura. Sicher ist allerdings nur dessen Arbeit im Bereich der Innenausstattung.

Firmenchef Baťa ermunterte angeblich auch seine Mitarbeiter das Kino zu besuchen, wahrscheinlich mit einem kleinen Hintergedanken. Oft wurden Filme in Originalsprache gezeigt, sie sollten seinen Mitarbeitern das Erlernen von Fremdsprachen erleichtern.
Während des Krieges wurde auch das Kino während der Luftangriffe der Alliierten getroffen.

Seit 2016 ist es allerdings geschlossen und wartet auf eine Renovierung. Die Stadt hat 2025 einen Wettbewerb zur Renovierung ausgeschrieben und möchte das Kino 2027 wieder eröffnen.
760 01 Zlín, náměsti Práce 2511
Die Villa von Tomáš Baťa
1901 begann František Novák nach eigenen Plänen mit dem Bau der Villa, die in einer großen Parkanlage steht. Allerdings war Tomáš Baťa mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden und er beauftragte Jan Kotěra mit Änderungen, sodass die Villa erst 1911 fertig wurde. Bis 1915 wurde das Haus noch um Promenaden, Altane, Pergola und ein Gartenhaus erweitert, ebenfalls alles von Kotěra entworfen, während die Innenausstattung der tschechische Maler Kysela übernahm und der Garten vom damals bekannten Gartenarchitekten František Thomayer entworfen wurde.

Das Haus wurde bald zu einem gemütlichen Treffpunkt für Freunde und Gäste, Geschäftsfreunden, Wissenschaftlern und Finanzexperten mit denen der Hausherrn gern diskutierte und sich auch den einen oder anderen Rat holte.

Nachdem die Familie Tschechien verlassen musste, verfiel die Ville zusehends. Als Tomáš Baťa Junior nach 1989 nach Zlin zurückkehrte, erkannte er kaum mehr sein früheres Heim. Mit der Gründung der Tomáš Baťa Stiftung wurde auch die Villa vorsichtig, ganz nach ihrem ursprünglichen Aussehen einer Renovierung unterzogen.

Heute ist die Villa der Sitz der Stiftung. Führungen finden daher nur für größere Gruppen und nach vorherigen Absprache statt, jedoch kann man auch ohne diese den frei zugänglichen Garten wochentags von 8:00 bis 17:00 Uhr besuchen. In der Villa finden auch immer wieder Kongresse, Seminare, Schulungen, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen statt.
Baťa Villa
Zlín, Gahurova 292
Tel: +420 577 219 083 und +420 603 484 108
www.batova-vila.cz (leider im Moment noch nicht oder nicht mehr aufrufbar)
Das Baťa Memorial
Es ist ein einzigartiges Gebäude und das Innenleben – also die Ausstellung – machte auf mich einen Eindruck, der – wie soll ich es sagen: Ein wenig spooky war. Es ist ein großes, lichtdurchflutetes Gebäude, das man hier betritt und das auf den ersten Blick leer zu sein scheint. Wer dann zur Decke blickt, sieht ein Flugzeug über sich hängen – ein Exemplar jener Maschine, die Tomáš Baťa gehörte, mit der er abstürzte und die ihm und seinem Piloten den Tod brachte.

Sieht man sich genauer um, bemerkt man an der hinteren Wand die Büsten der drei Baťa-Geschwister, die das Unternehmen gründeten.
Eine Stiege führt in das obere Stockwerk, das ebenfalls bis auf die Bodenlampen leer ist, aber auch einen Ausblick auf das „Todesflugzeug“ bietet.

Das Gebäude wird nicht beheizt und nicht gekühlt, was durch die Milchglaswände (?) dazu führt, dass es im Winter bitterkalt und im Sommer furchtbar heiß im Inneren wird. Bitte berücksichtigt das bei einem Besuch.

Für mich war die Leere in dem Raum irgendwie beklemmend. Viel Platz für den Flugzeugtyp, mit dem zwei Menschen umkamen. Auch wenn gesagt wird, dass es wahrscheinlich Baťa selbst war, der den Absturz zu verantworten hatte, da er den Piloten den Start befahl, obwohl die Wetterlage nicht dafür geeignet war. Dennoch das Flugzeug irgendwie als Hero, die Gründer des Unternehmens klein und unscheinbar, obwohl sie doch viel für die Stadt und die Menschen getan hatten.

Außerdem soll nun auch die Taschenuhr von Tomáš Baťa ausgestellt sein. Wir hatten sie leider noch nicht zu Gesicht bekommen.
Wobei gesagt werden muss, dass mir die Architektur des Gebäudes von außen schon gefallen hat. Vor allem am Abend, wenn von Innen her Licht ausstrahlt, ist es ein wunderschönes Haus.

Mehr über die Geschichte des Gebäudes und seine verschiedenen Funktionen (unter anderem für Ausstellungen, aber auch als Konzerthalle) in der Vergangenheit, sowie über Öffnungszeiten und Führungen findet ihr hier: https://pamatnikbata.eu/en
Baťa Memorial
760 01 Zlín, nám. T. G. Masaryka 2734
Tel: +420 575 570 720
Email:
www.pamatnikbata.eu
Weitere Informationen für euren Ausflug nach Zlín findet ihr im
Städtischen Informations- und Tourismus-Zentrum
760 01 Zlín, nám. Míru 12
Tel.: +420 577 630 222, +420 577 630 270
E-mail:
http://www.ic-zlin.de/