Slowenien ist reich an Naturschönheiten und mystischen Plätzen. Dazu gehört ganz sicher der Ursprung der Krupa.

Es ist vielleicht nicht der schönste Platz in der Bela Krajina, ganz sicher aber einer der Schönsten.

Am Morgen brechen wir gleich nach dem Frühstück zur Krupa Quelle auf. Die Tourismusfarm, wo wir übernachtet haben, liegt keine fünf Minuten Gehweg von der Quelle entfernt.

Der Verlauf der Krupa
Der Verlauf der Krupa

Es geht entlang von Bauernhöfen, Hähne schmettern uns ihr Kikeriki als Morgengruß entgegen. Es ist nebelig und je weiter wir ins Tal eintauchen um so stärker hört man das Wasser rauschen und plätschern. Dann plötzlich sind wir da und stehen vor einer riesigen Steinwand.

Die Quellen der Krupa entspringen unter diesem Felsen
Die Quellen der Krupa entspringen unter diesem Felsen

Diese Wand ist an die 30 Meter hoch und wird von Wald und Sträuchern umgeben. Unter ihr speisen sieben Quellen einen unterirdischen See mit sieben Metern Tiefe. Es scheint als ob der Fluss aus dem Nichts unter der Steinwand hervortritt und es ist kein kleines Bächlein wie man es sonst bei den Anfängen eines Wasserlaufs gewohnt ist.

Bei der Krupa Quelle
Bei der Krupa Quelle

Der Nebel macht den Ort noch mystischer, aber auch bei strahlendem Sonnenschein ist hier sicher einer der schönsten Plätze der Bela Krajina. 
Auf einer kleinen Halbinsel kann man in den Fluss „hineinspazieren“ und hat eine noch bessere Aussicht auf den majestätischen Felsen.

Bei der Krupa Quelle
Bei der Krupa Quelle

Das Hauptgestein der Bela Krajina ist Kalkstein. Wasser spült den Stein, bildet Höhlen und sorgt dafür, dass sich die Flüsse unterirdisch weiterbewegen. Die Krupa Quelle ist eine der größten in der Bela Krajina, liefern doch die umgebenden Hügel und Berge ihr Wasser in diese Quellen. Bei Starkregen und Schneeschmelze im Frühjahr entsteht hier daher schnell ein reißender Fluss, der sein Ufer überschwemmt.

Die Brücke führt ins nahe Kroatien
Die Brücke führt ins nahe Kroatien

In den Höhlen und im See ist auch der Grottenolm zu Hause und ein wenig weiter entfernt, lebt sein Verwandter der schwarze Grottenolm von dem es leider nur mehr wenige Exemplare gibt. Wer mehr über ihn erfahren möchte, sollte das Museum in Semič besuchen. Von Semič führt auch ein Wander- und Fahrradweg (ca. 4 km lang) zur Krupa Quelle. Nach 2,5 km mündet der Fluss, der stellenweise ein ausgeprägtes Schluchtbett in den Karst gehauen hat, in die Lahinja.

Die Umgebung der Krupa Quelle
Die Umgebung der Krupa Quelle

In der Nähe der Quelle gibt es noch eine alte Mühle zu sehen. Ursprünglich gab es am Flusslauf der Krupa vier Mühlen und zwei Sägewerke.
Wenn ihr Zeit habt solltet ihr unbedingt am Fluss entlang spazieren. Wie Funde belegen, war das Ufer der Krupa schon in prähistorischer Zeit besiedelt – eine paläolithische Hähle, das sogenannte jüdische Haus und die Funde aus der prähistorischen Siedlung Movena vas belegen dies.

Die Burg Krupa

Am rechten Ufer der Krupa kann man auch noch die (allerdings spärlichen) Überreste der ehemals größten Burg der Bela Krajina, der Burg Krupa, sehen. Wahrscheinlich wurde sie im 13. Jahrhundert gebaut, mit dicken Mauern und fünf Türmen ursprünglich versehen. Später wurde sie zu einer vierstöckigen Festung mit vier Ecktürmen und Arkaden im Innenbereich umgebaut. Ihre Blütezeit war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sie war der Sitz der Bezirksherrschaft für die gesamte Bela Krajina. Wie in vielen anderen Burgen und Herrschaftssitzen war auch sie Heimat für viele Adelsgeschlechter: Ortenburg, Hohenwarth, Burgstall, Lamberg, Auersberg, um nur ein paar zu nennen. Ihr letzter Besitzer war Josip Zurc, ein Kaufmann, dem auch ein Haus in Semič gehörte.

Die Wälder bei der Krupa Quelle
Die Wälder bei der Krupa Quelle

1942 brannten die Partisanen das Schloss nieder, um der Besatzungsarmee die Unterkunft im Gebäude zu verweigern. Danach wurden die Steinmauern der Burg von den umliegenden Dorfbewohnern zur Renovierung und zum Bau ihrer Häuser verwendet, sodass heute nur noch die Ruinen des Burgspeichers zu sehen sind.

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Blick zur Mühle an der Krupa
Blick zur Mühle an der Krupa

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind die berühmte Barockkirche der Heiligen Dreifaltigkeit auf Vinje Vrh und vor dem Zusammenfluss von Krupa und Lahinja die ehemalige Wallfahrtskirche der Schmerzhaften Muttergottes in Kloštr.

Blick zur Krupa
Blick zur Krupa

1997 wurde die Krupa Quelle und der Fluss zum nationalen Naturdenkmal geklärt, außerdem ist es auch ein durch Natura 2000 geschützt.

Krupa Quelle
Krupa Quelle

Weitere Informationen bekommt ihr im Tourismusbüro Semič und im Museum in Semič
TIC Semič
8333 Semič, Štefanov trg 7
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Tel: +386 7 35 65 200 oder +386 40 625 148
https://www.kc-semic.si/

Weitere sehenswerte Plätze in der Bela Krajina:

ČrnomeljMetlikaDer Weinkeller von MetlikaHiša DobrotMojca und die Bela Krajina PogačaSemič 

Der Besuch erfolgte im Rahmen einer Pressereise auf Einladung von MGM Best Press Story


Essen, Trinken, Übernachten in Slowenien

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