Wie jedes Jahr war ich auch heuer wieder auf der Ferien Messe, um alte Freunde zu treffen und Neues kennen zu lernen …
Wie jedes Jahr waren die Diskussionen unter den Kollegen die Gleichen: zu wenig Stände, wesentliche Anbieter nicht da, fehlendes Konzept oder Anbieter, die auf der Messe nichts verloren haben (wie Ledertaschen, Saris oder anderes).

Nun ja, es stimmt und dann doch wieder nicht. Ich gehe auf die Messe, um Freunde und Bekannte zu treffen und mich vor allem umzuschauen, was es Neues aus unseren Nachbarländern gibt. Ich brauche keine Angebote aus weit entfernten Ländern, wo ich stundenlang im Flieger sitzen muss – und doch waren heuer einige Destinationen vertreten, die zwar keine Nachbarländer sind – aber interessant klingen: Aserbaidschan oder Usbekistan zum Beispiel, Sri Lanka als Partnerland der Messe stand sogar im Mittelpunkt.

Es hat mich auch gefreut, dass Serbien bei dieser Messe ziemlich prominent vertreten war und auch, dass es Ungarn wieder zurückgeschafft hat. Zwar in erster Linie mit der Balaton-Region, aber ein Anfang wäre gemacht.

Auch in Österreich fehlten mir einige Bundesländer bzw. waren nur mit Ministänden vertreten, aber das Burgenland, Niederösterreich und heuer auch Oberösterreich glichen das bei weitem wieder aus.

Ob es Anbieter im In- und Ausland nicht mehr nötig haben, auf Messen zu gehen? Weil sowieso alles im Internet abrufbar ist? Ich glaube, dass das eine trügerische Sicht der Dinge ist. Bei aller Wertschätzung gegenüber KI und Chatbot – mir und vielen anderen ist es lieber mit Menschen zu reden.

Der Besuch war jedenfalls an jenen beiden Tagen, an denen ich die Messe besucht habe hervorragend und man geht ja auf so eine Veranstaltung auch, um sich Ideen zu holen, Inspirationen zu finden. Und die gab es wie immer …
Daher Schluss mit Gejammere und Kritik.
Hier sind meine Tipps von der Ferien Messe 2026
Italien
Nicht nur um meine Sprachkenntnisse auszuprobieren, bin ich geneigt, mich wieder mehr Italien zuzuwenden. Triest steht schon lange auf meiner „Todo-Liste“ und dieses Jahr bin ich wahrlich fest entschlossen. Immerhin gibt es jetzt mit der ÖBB eine Direktverbindung bis Triest (man könnte auch noch einen Zwischenstopp in Udine einlegen) und ist von Wien in ein bisschen mehr als 6 ½ Stunden in Triest.

Und wer jetzt z.B. für März bucht (als Senior mit VorteilsCard) für nicht einmal 25 Euro. Auf der Messe habe ich nun auch mit einem Hotel gesprochen und geklärt, wie ich ohne Auto zum Schloss Miramare komme – denn das steht ebenfalls auf der Liste. Grandios. Das sollte doch nun endlich klappen.

Vielleicht begebe ich mich dann auch noch auf die Straße des Radiccios. Das wunderbare Gewächs habe ich bereits in Slowenien kennengelernt – es gilt als die Rose von Görz. Jetzt hat es auch Italien und die italienische Seite von Gorica entdeckt.

Aber das wird eine andere Reise ...
Kroatien
Kroatien war mit einem Riesenstand vertreten und hatte ein ausgezeichnetes Video das Lust auf einen Besuch machen sollte, ansonsten habe ich dort allerdings nicht viel Neues entdeckt.

Slowenien
Hier musste ich sofort stehen bleiben. Eigentlich wollte ich ja schon zur Eröffnung des Burgenlandstandes in die andere Halle eilen, aber das Glockengeläute hielt mich auf – und dann sah ich sie schon: Die Kurenti.

Sie waren zu Besuch in Wien und werden vom 7.-17. 2. in Ptuj wieder dafür sorgen, dass es bald Frühling wird.

Die älteste Stadt Sloweniens kann aber auch noch mit einer anderen Auszeichnung aufwarten: So wurde Ptuj heuer mit dem Titel „Beste Kulturstadt Europas 2026“ ausgezeichnet. Hier gibt es nicht nur beim Kurentovanje jede Menge zu sehen, die Stadt beeindruckt mit ihrem Schloss, jeder Menge Kultur, hervorragenden Restaurants und Wein und mit wunderschönen Radausflügen in den Weinbergen und entlang der Drau.

Das kleine Nachbarland bietet aber noch viel mehr: Sportevents, wie Ski und Skispringen, Frauen Eishockey, Sommer Biathlon und noch einiges mehr. In Slowenien ist aber nicht nur Zuschauen angesagt, wer möchte kann jede Menge Sport selbst betreiben.

Als Tipp empfiehlt sich auch ein Blick auf die Seite der Slovenia Unique Experiences, die Kreativität, beeindruckende Natur oder einfach Authentizität des Landes in den Mittelpunkt stellen. Einige durfte ich bereits kurz ausprobieren: Olivenöl, Wein und mehr, Besuch auf einer Fischfarm? Ja, auch, aber …, Eine Waldmelodie aus Slowenien, andere, wie eine Wanderung durch den Krokar-Wald (Unesco geschützt) oder die Wälder von Bovec, um den verführerischen Duft der Schwammerl zu erschnuppern stehen hoch oben auf meiner Wunschliste.

Schnuppert einfach unter https://www.slovenia.info/sl/dozivetja/edinstvena-dozivetja-slovenije hinein, ich bin mir sicher, ihr werdet ein Erlebnis finden, das euch begeistern wird.

Sollte euch aber der Sinn nach Entspannung stehen – dann nichts wie ab in eine der vielen slowenischen Thermen: Auf ask-enrico.com findet ihr ebenfalls bereits eine reiche Auswahl zum Schmökern.
Tschechien
Tschechien ist so nah und bietet unglaublich viel: Vom Skigebiet über Schlösser und Burgen bis zur Hochkultur in Prag und – in Ostrava.

Dort geht in diesem Jahr ein ganz besonderes Konzert über die Bühne: Das Projekt Mahler 8 am 17. und 18.5.2026. Die Symphonie Nr. 8 – auch genannt die Symphonie der Tausend – wird in der Trojhali Karolina in Ostrava zum Gedenken an den 115. Todestag von Gustav Mahler aufgeführt. Zwar sind nicht 1000 Künstler dabei im Einsatz, sondern „nur“ um die 600, aber die Besetzung kann sich durchaus sehen bzw. hören lassen: Es spielen die Janáček Philharmonie Ostrava, die Moravskolezská Sinfonietta, das Symphonischen Blasorchester Májovák Karviná, es singen 11 Chöre aus der Region Mährisch-Schlesien, Šumperk, Brünn und dem polnischen Katowice. Dirigiert werden die Aufführungen von Christian Arming.

Besonders ist auch der Aufführungsort, da die industriellen Räumlichkeiten der Trojhali Karolina an die Neue Musik-Festhalle in München erinnern, in der 1910 die Uraufführung von Mahlers 8 stattfand. Mehr findet ihr unter www.mahler8.cz, wo ihr auch Tickets kaufen könnt.

Wer nicht selbst nach Ostrava fahren möchte und auch ein wenig Ostrava kennenlernen möchte (Spoiler: es lohnt sich – vor allem das Areal der Witkowitzer Eisenwerke ist grandios), kann Reise und Konzert auch über Elite Tours buchen. Mehr darüber hier: https://www.elitetours.at/elite-reisen/alle-reisen/gustav-mahlers-symphonie-nr-8-in-ostrava/

Am tschechischen Stand war dann noch eine weitere Hommage an Mahler vertreten. In Jilhava (Iglau), wo Mahler als Kind und Jugendlicher lebte und auch zur Schule ging, stellt man seit einigen Jahren den Mahlerovka her, einen Likör, angeblich nach dem Rezept seines Vaters, der in der Stadt auch ein Gasthaus betrieb.

Auch Jihlava lohnt einen Besuch – nicht nur wegen des Mahler Museums, sondern auch wegen seiner Kirchen und seiner kulturellen Veranstaltungen. Mehr über Iglau findet ihr hier: Jihlava (Iglau)

Doch auch dieses Nachbarland bietet noch viel viel mehr, wie euch ein kleiner Ausblick in unseren Reiseführer zeigen kann. Ein besonderer Tipp noch von mir: wenn in Prag wieder die Design-Week über die Bühne geht, reserviert euch einfach ein paar Tage dafür und wer Dvořák liebt, sollte auf keinen Fall sein Festival im Rudolfinum der Hauptstadt Tschechiens verpassen.

Slowakei
Auch die Slowakei kann heuer mit einer Besonderheit aufwarten: Trenčin ist – neben Oulu (Finnland) – heuer Kulturhauptstadt Europas. Von 13. bis 15.Februar 2026 wird das europäische Kulturhauptstadtjahr eröffnet und mit dem Programm zum Thema „Neugier“ möchte die Stadt Brücken zwischen Menschen, der Vergangenheit und der Zukunft, sowie zwischen der Fantasie und der Realität schlagen.

Das Programm ist bereits online: https://www.trencin2026.eu/en/home/ Mehr über Trenčín könnt ihr hier auf ask-enrico nachlesen.
Tipp: Vom Wiener Hauptbahnhof geht stündlich ein Zug nach Trenčín und in 2 ½ Stunden – mit einmal Umsteigen in Bratislava seid ihr schon in der Kulturhauptstadt des Jahres.
Österreich
Natürlich habe ich mich auch in der Österreich-Halle umgesehen. Mein erster Besuch galt hier dem Burgenland-Stand, der wieder seine Kultur bei Wein und Pogatschen feierte:

In Mörbisch steht heuer Cage auf Folles (Ein Käfig voller Narren) auf dem Programm, bei dem Intendant Alfons Haider mit Mark Seibert auf der Bühne stehen wird, während im Römersteinbruch dieses Jahr Tosca von Giacomo Puccini aufgeführt wird.

In Kobersdorf widmen sich die Schloss-Spiele heuer einer Komödie: Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn. Auch sonst hat das Burgenland einiges zu bieten: Natürlich Wein, den See, den Nationalpark und viele Möglichkeiten Radzufahren oder sich anderwärtig sportlich zu betätigen, etwa beim Schwimmen oder Windsurfen, Kiten und vielen mehr.

Wer einmal in einem Weinfass übernachten will, sollte sich bei der Familie Küssler umsehen und diesen Aufenthalt auf jeden Fall noch mit einer Weinprobe in deren Keller kombinieren.

Außerdem habe ich auch noch unsere „Majestät“ getroffen, die auf die verschiedenen Veranstaltungen in Bad Ischl aufmerksam machte.

Natürlich steht auch Eggenburg (ebenfalls einfach mit dem Zug zu erreichen). Vom Franz Josephs Bahnhof ist man in ungefähr einer Stunde bereits in Eggenburg. Wie wäre es also mit einem Besuch beim Ostermarkt (am 28. oder 29. März 2026) oder zum Mittelalterfest im September (12. und 13.9.2026). Mehr darüber unter www.eggenburg.at oder www.mittelalter.co.at.

Natürlich habe ich mir auch alle Daten für die Kürbisfest im Retzer Land im Weinviertel mitgenommen oder einen Prospekt über die Perlmuttwelt im Waldviertel.

Und auch die Sonderausstellung 2026 auf Schloss Hof, die sich unter dem Titel „Verspielte Symmetrie“ dem Barockgarten als Kunstwerk widmet, reizt mich sehr – irgendwie erinnert mich das schon sehr an blühende Gärten, warme Temperaturen, Frühjahr und Sonne.
Obwohl, vorher gibt es noch einen Blick in das Winterprospekt vom Semmering und vielleicht geht sich auch noch ein Skiausflug auf den Zauberberg aus.

Wie ihr seht, konnte ich eine ganze Menge an Tipps und Ideen finden, die ich gar nicht alle in diesem Jahr „abarbeiten“ kann. Aber mal sehen.
Auch für die Kids habe ich noch einiges gefunden – aber das ist ein anderer Artikel.
Genuss
Natürlich gab es auch wieder die Kochbühne und viele unterschiedliche kulinarische Angebote, die auch regen Zuspruch bei den Besuchern fanden. Obwohl man ursprünglich dachte, dass reichlich Tische und Bänke vorhanden seien, ist es zur Mittagszeit dann ganz schön knapp geworden.

Ich hatte dann auch noch Dagi’s Feuerflecken entdeckt – da blieb mir gar nichts anderes über als diese bei meiner Namens“schwester“ zu probieren.

Die Füllungen waren – meiner Meinung nach – reichlich, aber für mich gewöhnungsbedürftig und auch die Größe war riesig. Alles in allem ihr Geld wert, obwohl ich gestehen muss, dass sie mir pur (also nur mit Schmalz und Knoblauch) noch besser schmecken.

Eventuell noch den Knoblauch-Dipp dazu und ein wenig Rucula hätte mir gereicht. Aber ich werde mich auch in Zukunft bei Dagi durchkosten, so sie wieder ausstellt.

Fazit: Mit 86.000 Besuchern kann man der Messeleitung nicht absprechen, von einem Erfolg zu sprechen. Vielleicht überlegen es sich ja einige Tourismusbetriebe und -büros im nächsten Jahr doch auch auszustellen. Mir jedenfalls hat es gefallen und einiges Neues wieder gebracht.
Die nächste Ferien Messe findet vom 14.-17.1.2027 statt.
Vienna Drive
Noch ein kurzer Abstecher zur Vienna Drive war natürlich auch bei meinem Besuch dabei. Auch hier herrschte bei einigen blankes Entsetzen, dass nicht die Marken, sondern Händler ausstellen.

Die allerdings ja oft die Importeure der Marken sind. Leider waren auch dieses Mal wieder viele „Riesentrümmer“ von SUV zu sehen, die anscheinend auch weiterhin unsere Straßen verstopfen werden.

Allerdings gab es auch einige witzige MiniMini-Autos und bei einigen Marken scheinen auch wieder Designer Hand angelegt zu haben. Es gibt sie wieder: Autos, die nicht alle gleich aussehen, sondern mit ihrem Design eigenen Charakter beweisen. Sehr schön.
