In der mittelalterlichen Stadt Škofja Loka gibt es ein empfehlenswertes Restaurant, das sich nicht nur durch seine gute Küche, sondern auch durch seine Atmosphäre auszeichnet.
Die Geschichte des Gasthauses startet 1902 mit der offiziellen Genehmigung Getränke auszuschenken und warme Mahlzeiten zuzubereiten. Schon damals nannte man die Gaststätte Pr‘ Pepet (bei Pepe´s), nach dem Ehemann Josip der Besitzerin. „Pepe“ arbeitete aber anscheinend nie im Haus mit, genoss es aber mit den Gästen ein Glas Wein zu genießen.

Schon damals wurde das Restaurant für seine gute Küche geschätzt und so manches Sangesfest hier gefeiert. Josip wurde sogar von 1913 bis 1918 Bürgermeister der Stadt und von 1921 bis 1933 war er Mitglied des Beirats.

Trotz mehrerer kurzen Schließungen war das Gasthaus bis 1962 in Betrieb. Dann dauerte es bis 2018 bis sich die Türen wieder öffneten, um die reiche Tradition, die lokale Küche und die authentische Atmosphäre wieder aufleben zu lassen.

Wir haben dort vor unserem Besuch beim Passionsspiel zu Abend gegessen. Gleich beim Eintreten fällt mir die Atmosphäre des Lokals auf. Nicht nur, dass die Kellner außergewöhnlich freundlich und zuvorkommend sind, muss man sich einfach im Gastraum genau umschauen. Hier wird Kunst geschätzt und einige der Skulpturen/Tiere zaubern einem sofort ein Lächeln ins Gesicht.

Zu Beginn wird uns ein Aperitif empfohlen: ein Wacholder-Schnaps (Kumrov Brin) oder einen Klostergeist nach dem geheimen Rezept der Familie Debeljak. Während mein Klostergeist ein hervorragender, nicht zu starker und nicht zu scharfer Schnaps ist, stellen wir fest, dass der Wacholder-Schnaps nur für hartgesottene Schnaps-Spezialisten geeignet ist. Wenn ihr also etwas Ungewöhnliches ausprobieren wollt, dann Kumrov Brin, Genießer sollten allerdings eher zum Klostergeist greifen – die Mönche wussten schon immer was gut ist.

Beim Essen unterscheiden sich ebenfalls die Geister: Die meisten meiner Kolleg*innen entscheiden sich für eine Forelle – auch diese ist empfehlenswert, aber ich probiere eine slowenische Spezialität: einen warmen Löwenzahnsalat mit Grammeln, Ei und Erdäpfel. Ein Gedicht. Allerdings solltet ihr Grieben mögen und auch keine Abneigung gegen Schweineschmalz haben. Vielleicht nicht ganz leicht verdaulich, aber schmeckt hervorragend. Falls ihr es auf Slowenisch bestellen wollt: topla regratova solata z ocvirki + jajca in krompir.

Auch den Wein - ich hatte Rotwein gewählt – kann ich wärmsten empfehlen.
Daher: Dicke Empfehlung für das Pr’Pepet.
Das Pr‘ Pepet ist Dienstag bis Samstag von 9:00 bis 22:00 Uhr (Bar) bzw. von 12:00 bis 21:00 Uhr (Küche) geöffnet.
Mehr über Škofja Loka und das Passionsspiel findet ihr hier:
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