Nach einer gefeierten Tosca im Jahre 2015 kehrt die Oper von Giacomo Puccini mit einer fulminanten Neuinszenierung in den Steinbruch von Margarethen zurück.
Manche Puristen unter den Opernliebhabern werden vielleicht wieder die Nase rümpfen, aber ich bin überzeugt: Es wird wieder großartig!

Ich bin jedes Mal von der riesigen Bühne im Steinbruch beeindruckt – und auch wie Regisseure mit dieser Größe und Weite umgehen können. Ohne eine Bühnentechnik, die Wände drehen, von der Decke Neues einbringen oder sonstige Einfälle umsetzen kann.
Wobei: Einfälle sind auch heuer wieder einige dabei – ihr könnt gespannt sein.

Ich war letzten Jahr schon sehr vom „Holländer“ begeistert - wer hat schon Wagner Open-Air bespielt - und bin daher sehr neugierig ins Burgenland gefahren, um mir den Probestart am Originalschauplatz anschauen zu können.

Die Sonne lachte vom Himmel und die Hitze wurde ziemlich schnell fast unerträglich und doch wren wir alle, die dabei sein konnten, inklusive Teile der Besetzung begeistert. Die Stimmung ist jedenfalls hervorragend und Kostüme und Bühnenbild sind es auch.

Thaddeus Strassberger inszeniert, die Kostüme stammen von Giuseppe Palella, beide gute Bekannte der Oper im Steinbruch, beide haben hier bereits gemeinsam für beeindruckende Bilderwelten gesorgt und ich verrate kein Geheimnis, dass es auch heuer wieder Imponierendes zu sehen gibt.

Die Neuinszenierung verortet die Aufführung in das Rom der Napoleonischen Kriege. Vieles ist zu Bruch gegangen, die Kämpfe sind nah, der Ausgang ist aber ungewiss. Zerbrochene Spiegel, Statuen und Bilder weisen darauf hin.

Vor dem opulenten Bühnenbild, das die barocke Pracht Roms der Schauplätze der Basilika Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg widerspiegelt finden sich auch noch weitere zentrale Gestaltungselemente wie ein imposanter Hauptaltar, ein monumentaler Kerzenständer, ein kunstvoll gestaltetes Heiligtum und ein Weihrauchfass.

Auf letzteres bin ich besonders gespannt – es ist der einzige Teil, der sich bis dato meiner Vorstellungskraft entzieht. Doch meine Erwartungshaltung ist hoch, denn allein eine Umwandlung der Bühne hat mich in großes Staunen versetzt und ich kann euch verraten – nicht nur mich!
Die Handlung
Hier noch kurz die Handlung der Oper, in der Liebe, Eifersucht, Machtmissbrauch, Verrat und Opferbereitschaft zentrale Themen sind.
Rom um 1800. Die berühmte Sängerin Floria Tosca und der Maler Mario Cavaradossi verlieben sich unsterblich ineinander. Doch auch der skrupellose Polizeichef Baron Scarpia hat es auf die Sängerin abgesehen. Als Cavaradossi dem gesuchten politischen Gefangenen Angelotti zur Flucht verhilft und Zuflucht bietet, sieht er seine Zeit gekommen. Er kann Cavaradossi verhaften und ihn zum Tode verurteilen. Tosca weiß um die Bestechlichkeit des Barons und bietet ihm Geld, doch Scarpia will nur sie. Schließlich geht Tosca auf den Handel ein, ersticht jedoch Scarpia, nachdem sie seinen Brief zur Freilassung von Cavaradossi in Händen hält.

Obwohl die Erschießung von Cavaradossi eigentlich nur vorgespielt werden sollte, merkt Tosca schnell, dass Scarpia sie auch betrogen hat: Cavaradossi ist tot. Mit der Erkenntnis, dass ihr das Liebste genommen wurde, wählt Tosca den Tod und springt von der Engelsburg in die Tiefe.
Wird sie dies auch in dieser Inszenierung? Wir werden sehen …
Besetzung und musikalische Leitung
Die musikalische Leitung hat auch dieses Mal der italienische Dirigent Valerio Galli über, es spielt das Piedra Festivalorchester, das Residenzorchester der Oper im Steinbruch. Es singen der Philharmonia Chor Wien unter der Leitung von Walter Zeh und das Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen.

Die Hauptrollen sind international besetzt: Joyce El-Koury, Celine Byrne und Melissa Purnell sind als Tosca zu hören. Bror Magnus Tødenes, Yongzhao Yu und Adorján Pataki geben den Cavaradossi und Marco Caria, Hansung Yoo und Gevorg Hakobyan spielen den Scarpia.

Tickets für Tosca im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter +43 2682 65 0 65, per Email unter
Auf dieser Seite findet ihr auch weitere Informationen über das Leading Team, die Besetzung, Führungen hinter die Bühne, Anreise und einiges mehr.

Beginn der Oper ist im Juli um 20:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr, im August jeweils eine halbe Stunde früher. Dauer: ca. 2,45 Stunden inklusive einer Pause.
Die Premiere findet am 15.7.2026 statt, weitere Termine sind der 16., 17., 18., 23., 24., 25., 26., 29., 30., 31.7.2026 und 1., 5., 6., 7., 8., 13., 14., 15. 16., 19., 20., 21., 22.8.2026

Übernachtungstipp: Am neuen Strand in Breitenbrunn wurden heuer die „Guesthouses“ eröffnet. Sie laden nicht nur zu einer Übernachtung in der Nähe ein, sondern könnten einem auch zu einem längeren Aufenthalt am See animieren. Mehr darüber findet ihr hier.
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