Diese Unterkünfte haben mir schon lange am Neusiedler See gefehlt. Sie sind zwar etwas Nobler als gewohnt – aber das ist ja nicht unbedingt ein Fehler …
Ich bin eine überzeugte Camperin: Schon als Kind war ich mit meinen Eltern mit Zelt und später mit dem Wohnwagen vom Burgenland bis Griechenland unterwegs.

Doch man wird auch nicht jünger, obwohl ich Hotels für Strandurlaube nach wie vor meide, habe ich doch dem Zelt schon länger abgeschworen und mit einem Wohnwagen als Gespann unterwegs zu sein, finde ich auch nicht besonders prickelnd.

Was bleibt also über? Mobilheime – oder die feinere Variante, die sich nun mit den Guesthouses am Neuen Strand in Breitenbrunn auftut.

Ich mag das Campingplatz-Leben: nah am Wasser zu sein, die Menschen sind irgendwie freundlicher und wenn der Platz etwas auf sich hält, sind auch die Plätze gepflegt, das Restaurant ausgezeichnet, die Einkaufsmöglichkeiten gut und die Nähe zu einer Stadt gegeben.

Einfach alles trifft auf den Neuen Strand in Breitenbrunn zu. Und noch ein bisschen mehr. Im „Campingladen“ kann man burgenländische Spezialitäten und Genuss kaufen, der Wein kommt von Weingut Esterházy und auch das Restaurant gehört der gehobenen Klasse an.

Hier kommen all jene vorbei, die eine hervorragende Küche zu schätzen wissen und nun gibt es auch noch gehobenen Standard der Übernachtung, für all jene, die kein Zelt aufbauen wollen, Mobilheime immer zu wackelig waren, die aber Camping und Glamping nahe am See schätzen.

Diese Guesthouses lassen keinen Wunsch offen. Eigentlich kann man hier von keinem Mobilheim, sondern eher von einem Tiny House sprechen. Die verschiedenen Größen bieten Platz für zwei bis zu sechs Personen, bei manchen blickt man von der Terrasse direkt auf den See, bei manchen auf das Leithagebirge, manche (28) haben eine Außensauna.

Alle sind sowohl mit Klimaanlage wie mit Heizung ausgestattet (versorgt mit erneuerbarer Energie) und können daher auch ganzjährig gemietet werden. Daher nicht nur ideal für alle die z.B. Tosca im Steinbruch von St. Margarethen besuchen (Achtung: hier gibt es immer wieder Paketangebote), sondern auch wenn man zum Ganslessen oder zum Weinverkosten ins Burgenland kommt und dann aber nicht mehr den Weg nach Wien antreten möchte, sondern lieber noch einen Erholungstag am See einlegt.

Wir waren an einem sehr windigen und für die Zeit fast frostigem Tag bei der Besichtigung am See – in den Guesthouses war es angenehm warm und auch auf den Terrassen lässt es sich ganz gut auch bei Schlechtwetter aushalten.

Für die Gäste stehen natürlich alle Angebote des Neuen Strandes zur Verfügung. Und das ist zum sanften Plätschern des Sees und der Vogelbeobachtung vor der Tür auch das angesprochene Restaurant Libelle, eine Strandbar, der Motorik-Spielplatz der das Wassersportzentrum – alles nur wenige Gehminuten entfernt.

Man kann hier also nicht nur Beachvolleyball und Boccia spielen, sondern auch Segeln, Surfen Kiten, Stand-up-Paddeln, Rudern und Kajaken. Oder einfach ein Boot mieten.

Einen entspannten oder aktiven Urlaub fast mitten in der Natur steht hier also nichts im Wege …
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