Wien hat ein neues 4-Sterne Hotel mehr (Foto © IHG Hotel & Resort) – das ist an sich noch nicht überraschend, aber dann geht man durch einen kurzen Gang …
… und glaubt, sich in einer anderen Welt zu befinden.
Das neu eröffnete Hotel Indigo Vienna Naschmarkt lud zur Besichtigung. Die Lage sehr zentral, gleich bei der U-Bahn-Station Pilgramgasse wartet ein schmales mehrstöckiges Gebäude auf mich. Obwohl bereits die Front des neuen Hotels sehr stylisch aussieht, erwarte ich mir einen langen, hohen schmalen Hotelbunker, doch weit gefehlt.
Um an die Rezeption zu kommen, geht man durch einen kurzen schmalen Gang – mit Spiegeln dekoriert und steht – an der Bar des Hotels.
Zur Rezeption und zum Check-In sind es ein paar Schritte weiter. Freundlich, geräumig, nichts Beengendes ist zu sehen.
Ein paar Sitzecken laden zum Tratschen ein und ein kleiner „Garten“ outdoor mit Tischen und Sessel oder einfach Stufen mit Polstern laden ebenfalls zum Verweilen ein. Hier lässt sich der Abend sicher gut bei einem Drink ausklingen.
Doch das ist bei weitem noch nicht alles. Die Einladung versprach einen Secret Garden und ich könnte mir, ehrlicherweise gesagt, nicht vorstellen, wo denn hier in der Rechten Wienzeile eine Secret Garden sein sollte. Aber ich wurde tatsächlich positiv überrascht: es gibt ihn. Und nicht nur das.
Im Inneren des Gebäudes scheinen die Hotelzimmer bzw. Trakte um diesen „Garten“ herumgebaut. Das Gebäude hat nicht die befürchteten 7 Stockwerke (nur im vorderen Turm), sondern nur zwei und wer sich ein Zimmer mit Balkon bucht, sieht in einen wunderschönen Innenhof und auch auf das Dach, das ebenfalls mit einigem Grün glänzt.
Es ist eine richtig schöne kleine Oase mitten in der Stadt.
Die Zimmer – (insgesamt 158 Gästezimmer in verschiedenen Kategorien) sind geschmackvoll und funktional eingerichtet. Farbenfrohe Tapeten, tropische Motive. Alles ein bisschen inspiriert von Otto Wagner.
Damit bleibt man auch dem Grundsatz der Indigo-Häuser treu, immer die jeweilige Stadt und ihre Besonderheiten ins Haus mit hereinzuholen. Anders als bei anderen Ketten gleicht bei Indigo daher kein Haus einem anderen.
Dasselbe Prinzip gilt auch für das Restaurant „Pigment“, das auch für all jene geöffnet ist, die nicht im Hotel wohnen. Frische Zutaten sind klarerweise Pflicht und diese werden, soweit nur irgendwie möglich aus der „Nachbarschaft“ geliefert.
Dabei spielt Nachhaltigkeit auch eine große Rolle und es erstaunt mich nicht mehr, wenn Stefanie Augustin, die General Managerin des Hotels erzählt, dass sie Kräuter und Ribisel bereits von ihrem Dachgarten (der leider nicht für die Hotelgäste zur Verfügung steht) geerntet und natürlich auch „verkocht“ haben.
Die Speisekarte erzählt von einem kreativen Küchenchef und allein das Frühstücksangebot wird manche Geschäftsbesprechung am Morgen auch für Wiener erträglicher machen.
Zusätzlich bietet das Hotel auch noch ein kleines Fitness-Studie, das aber mit allen ausgestattet ist, was ein Workout-Fan zur Erhaltung seiner Kondition so braucht.
Wer direkt über die Hotelseite www.ihg.com bucht und sich (kostenlos) als IHG One Rewards Mitglied anmeldet, kann sich auch noch über weitere Vorteile und mehr Flexibilität freuen.
Vielleicht noch ein Satz zum Abschluss zur Crew: Im Indigo merkt man, dass die Arbeit in einem Hotel auch Spaß machen kann. Ich habe selten ein so freundliches, engagiertes und übersprühendes Team erlebt wie hier. Kompliment.
Fein, dass das Restaurant und auch die Bar für uns „Einheimische“ auch offen steht: Ich denke mir, dass ich bald für den einen oder anderen Absacker oder mal ein größeres Frühstück vorbei schauen könnte.
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