So stelle ich mir ein typisches italienisches Restaurant vor. Was macht es, wenn die Speisekarte nur italienisch ist – wir hatten den Google Übersetzer mit dabei …
Es war ein Zufall, dass wir bei unserem Triest-Besuch hier landeten. Es wurde schön langsam Abend, wir waren bereits ein wenig hungrig – und in der Straße des 30. Oktober sind wir vorher noch nie entlang spaziert. Eigentlich wurden wir durch eine feucht-fröhliche Männerrunde aufmerksam, die anscheinend im Lokal schräg gegenüber einen Geburtstag feierte.

Es war ein warmer Sommerabend und wir wollten unbedingt im Freien sitzen – die kleine Osteria hat weder im Inneren noch Außen sehr viele Plätze – aber ein Tisch war noch frei.

Beim Blick in die Speisekarte mit den vielen Primi und Secondi war ich wieder ein wenig überfordert. Im Nachhinein betrachtet: Man muss auch hier nicht unbedingt mehrere Gänge bestellen und – die einzelnen Portionen sind so groß, dass es wirklich reicht, nur Primo oder Secondo zu nehmen. Solltet ihr danach noch hungrig sein, bin ich überzeugt, dass auch die Dolci schmecken werden.
Doch diese Erkenntnis hatten wir noch nicht, was also sollte auf unsere Teller?
Die Vorspeisen
Ich hatte Tartufo -Trüffel - auf der Speisekarte gefunden, mit einer Eierspeis (FrittatinaTartufo). Wunderbare Vorspeise. Ich liebe Trüffel und es gibt fast nichts Besseres als diese kleinen einfachen Sachen. Eier, Trüffel, Salz und Pfeffer und ein gutes Glas Rotwein. Mein Entschluss für den ersten Gang stand schon einmal fest.

Meine Freundin wählte eine Art Strudel – laut Rechnung Strucolo in Straza. Eine Portion, die es ebenfalls in sich hatte.
Ein sehr freundlicher Kellner hatte uns alles gut erklärt und mir auch einen ausgezeichneten Rotwein empfohlen, wobei auch die zweite Empfehlung für meine Freundin gepasst hat.

Relativ schnell wurden auch die Speisen serviert und die Überraschung war groß. Mit einer Vorspeise hatte die Größe der Portionen nur am Rande zu tun. Beide Teller konnten ohne Probleme als Hauptspeisen durchgehen. Ganz geschafft haben wir sie nicht – immerhin wollten wir ja noch etwas probieren.
Die Hauptspeisen
Für den Hauptgang habe ich mich dann für die Fusi Istriani entschieden, welche ebenfalls ausgezeichnet waren, wobei meine Bitte für eine kleine Portion nicht erhört wurde. Meiner Freundin ging es mit ihren Nudeln ähnlich. Sie hatte eine Spezialität aus der Region Friaul-Julisch Venetien gewählt: Cjarsons.

Beide hatten wir große Mühe alles aufzuessen, aber es wäre schade gewesen auch nur eine Nudel übrig zu lassen.

Ein tolles Restaurant, in dem es noch viele andere Triestiner Spezialitäten zur Auswahl gibt und das ich bei meinem nächsten Besuch sicher wieder aufsuchen werde.
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