Jedes Jahr bin ich aufs Neue begeistert und schwöre mir, dass ich das nächste Mal das komplette Festival ansehen werde.
Linz, Ars Electronica Festival, die Klangwolke – Namen, Schlagworte und Sehnsüchte, die mich schon länger begleiten. Immer verbunden mit: da müsste ich unbedingt einmal hin, das möchte ich unbedingt einmal erleben. Immerhin – es geht in kleinen Schritten voran …

Letztes Jahr hatte ich es erstmals geschafft, mir die prämierten Arbeiten des Festivals, die immer im Lentos Museum präsentiert werden, anzusehen – und war begeistert. (Mehr darüber findet ihr hier)
Natürlich habe ich mir vorgenommen, mir das nächste Jahr alles anzusehen.

Naja, alles ist es nicht geworden, aber zumindest ein bisschen mehr. Das hing allerdings auch mit der Organisation des Festivals zusammen. Dieses kehrte heuer nicht nur wieder in die Innenstadt von Linz zurück, sondern organsierte sich in drei Festival Hubs, wobei mein Ausgangspunkt wieder das Lentos Museum war, ich aber dieses Mal auch die nahe Kunstuni und die Installationen am Hauptplatz besuchen konnte.

Doch was habe ich nicht alles versäumt – über die Eröffnung im Dom, den Festivitäten im Ars Electronic Center, die Festival Walks, die Konzertnacht im Posthof, die Filmstadt und einiges mehr. Aber was nützt es – es hat keinen Sinn über Vergangenes zu klagen. Jetzt heißt es rechtzeitig für das nächste Jahr zu planen: vom 8.-12.9.2027 gibt es wieder eine Gelegenheit.

Und um euch auch die Reise nach Linz schmackhaft zu machen, möchte ich euch jetzt einige meiner Highlights vorstellen – und noch einmal betonen, dass dies nur eine sehr kleine Auswahl ist. Wer einen größeren Eindruck haben möchte, begibt sich auf die Seite des Festivals unter https://ars.electronica.art/negotiatinghumanity/de/
Das Festival Thema: Future begins – Negotiating Humanity
Unsere Gegenwart zeichnet sich durch tiefgreifende Veränderungen aus, die mit einer wachsenden Unsicherheit der Menschen einhergehen. Es scheint wieder einmal eine Zeit des Umbruchs, der Zäsur zu sein. Wie wird uns KI, Klimawandel, wachsende Ungleichheit verändern? Was macht uns als Menschen aus, was bedeutet es eigentlich, Mensch zu sein?

Mit dieser Frage beschäftigte sich das heurige Festival – nicht um Antworten zu liefern, sondern um einen Raum für Reflexion und Diskussion zu bieten, neue Perspektiven aufzuzeigen, zum Katalysator für Veränderungen zu sein und um eine Konfliktkultur aufzuzeigen, eine Dialog- und Konfliktfähigkeit zu entwickeln, die wir einfach brauchen, um unser Menschsein immer wieder neu aushandeln zu können.
Die prämierten Arbeiten im Lentos Kunstmuseum
Die Preisträger muss ich einfach alle vorstellen. Ich habe bei der Vorstellung einige Passagen der Pressemitteilung übernommen und danach versucht, meine Eindrücke wiederzugeben. Man kann natürlich alle Objekte und Performances ohne Erklärung besichtigen, aber mir hilft bei manchen Kunstwerken schon eine gewisse Hilfe – erst dann setzen sich meine grauen Zellen so richtig in Bewegung.

Daher finde ich auch die Idee der Festival Walks ideal: Man kann sich mit einem Führer durch das Festival bewegen und bekommt einen Ersteindruck mehr oder weniger „frei Haus“ serviert. Was aber niemanden davon abhalten sollte, selbst nachzudenken …
Chimeria von Shin Hanagata
Bereits vor dem Lentos wurde man mit dem ersten Preisträger konfrontiert. Ein „komisches“ Etwas bewegte sich am Boden vor dem Eingang, wobei auf einem Fuß (?) eine Kamera befestigt schien. Und genau das war es auch – und das „komische Etwas“ ein Mensch, der in einem Ganzkörperanzug steckte und dessen Auge (nun die Kamera) vom Kopf zu einem Fuß gewandert war. Die Füße werden so zum Kopf, die Beine zum Hals, das gewohnte Körperschema löst sich auf.

Fünf Freiwillige erprobten dies über zwei Wochen in einem Haus in Tokio, wobei alltägliche Gegenstände für sie gänzlich unbrauchbar wurden. Sie nahmen Flüssignahrung über einen Schlauch nahe dem Auge zu sich und erfanden eine Toilette zum Urinieren von den Knien aus – neue Bewegungs- und Anpassungsformen entstanden ebenso wie veränderte Routinen.

Chimeria versteht dies als kritische Auseinandersetzung mit Körpernormen und technologischer Steuerung. So reduzieren Algorithmen heute den Körper auf ein austauschbares Modul: das Auge wird dabei zum zentralen Eingabemedium von Arbeit und Konsum.
Chimeria zeigt, wie Körper und Wahrnehmung durch einfache Technologien verändert werden können und so eine temporäre Realität entsteht, in der „Normalität“ und „Andersheit“ instabil werden.

Mich hat das seltsame Wesen dazu gebracht nachzudenken – über Menschen, die sich durch Krankheit und Verletzung nicht wie die große Mehrheit bewegen können. Aber auch über eine andere Sichtweise auf unsere Welt und auf uns Menschen, einfach wenn man nur die Position der Augen ändert. – Und dazu brauchen wir nicht einmal einen Ganzkörperanzug und eine Kamera am Fuß.
What the Record Forgot von Shared Histories Team (SE/ZM), SummitShare (ZM)
Diese interaktive Ausstellung ist eines meiner Highlights. Zunächst sind nur drei leere Vitrinen zu sehen, dahinter eine Wand, die die Geschichte von Objekten erklärt und ein Video, das ihre Anwendung, ihre Klänge, ihre Bedeutung für die – uns – fremde Community zeigt.

Die Videos und die Infografik verbinden die leeren Vitrinen mit den Herkunftsorten der Objekte, die in kolonialen Zeiten in unsere Museen kamen, und machen sichtbar, dass lebendiges Wissen, gemeinschaftliche Erinnerung und kulturelle Praxis weit über koloniale Archive hinausreichen. Doch manchmal geht das Wissen verloren, da die Gegenstände in unseren Archiven liegen.

Ausgehend von den Plattformen SummitShare und Shared Histories fragt „What the Record Forgot“, was Museen verlernen müssen und wie sie gemeinsam mit den betreffenden Communities neue Wege entwickeln können, um kulturelles Erbe als lebendiges Wissen zu erhalten, zu reaktivieren und weiterzugeben.
Nähert man sich den Vitrinen muss man sein Handy zücken und einen QR-Code scannen um dann ausgewählte digitale Stellvertreter mittels Augmented Reality erkennen zu können.

Tipp: Zwei sehenswerte Ausstellungen im Weltmuseum Wien zeigen gerade Schätze aus dem eigenen Archiv. Während sich die eine unter anderem auch der Provenienzforschung widmet, wurde die andere mit Hilfe der Community entwickelt und zeigt das Leben der Ishír.
https://www.whmzambia.org/
https://summitshare.co/
https://www.varldskulturmuseet.se/en
https://www.weltmuseumwien.at/ausstellungen/ishir-lebendige-erinnerung-aus-paraguay
https://www.weltmuseumwien.at/ausstellungen/verborgene-geschichten-schaetze-aus-den-sammlungen
Mechanical Kurds von Hito Steyerl (DE)
Steyerl beschäftigt sich in ihrer Videoinstallation mit der Arbeit von kurdisch-syrischen Klickarbeiter*innen in einem Lager in Erbil im Irak.

Sie markieren und kategorisieren Bilder, die für das Training von künstlicher Intelligenz verwendet werden und tragen damit indirekt zur Entwicklung von Technologien bei, die später in autonomen Fahrzeugen und Militärdrohnen zum Einsatz kommen. Damit zeigt sich ein beunruhigender Kreislauf: Diejenigen, die maschinelles Sehen produzieren, können später im Rahmen automatisierter militärischer Prozesse selbst zu Zielscheiben werden.

Mechanical Kurds enthüllt damit die Körper, Territorien und Konflikte, die im KI-Einsatz unsichtbar bleiben und entlarvt die politische Gewalt, die sich hinter Bildern und Algorithmen verbirgt.

Mich hat besonders der Kreislauf erschüttert: Du arbeitest, um überleben zu können und unterstützt damit vielleicht gerade jene Mechanismen, die dich hierher in dieses Lager gebracht haben, die deine Wohnung, dein früheres Leben zerstört haben und die dir dann vielleicht bald mit besseren und genaueren Daten nach dem Leben trachten werden.
Deer Hunter von Andrew Herzog (US)
Andrew Herzog erstellte einen hybriden Dokumentarfilm, der Archivaufnahmen, private Familienvideos und generative KI kombiniert, um Männlichkeit, Migration und überlieferte kulturelle Narrative zu untersuchen und wie sei von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden.

Im Mittelpunkt standen dabei die Männer seiner Familie, die vor dem Faschismus in Italien in die USA flohen, sein sterbender Patenonkel und sein neugeborener Sohn. Dreharbeiten in Italien, dem Herkunftsort seiner Vorfahren bringen die Verbindung zwischen Herkunft und Ziel. Migration, Zugehörigkeit und die „amerikanische Verheißung“ sind zugleich Erbe und Belastung.

Dokumentarische Aufnahmen werden mit einem synthetisch erzeugten Hirsch, der in realen Landschaften erscheint, kombiniert. Der Hirsch, der unter anderem in einem römischen Stadtteil auftaucht, verbindet Fragen von Natur, Ideologie und Zugehörigkeit. Historisches Material trifft auf Familienaufnahmen des Künstlers und verknüpft persönliche Erinnerungen mit nationalen Mythen.

Deer Hunter untersucht wie Vorstellungen von Männlichkeit, Gewalt und Identität über Generationen weitergegeben werden und welche Rolle neue Technologien bei der Konstruktion von Vergangenheit und Zukunft spielen.
https://www.andrewherzog.com/
Leider war es mir zeitlich nicht möglich, den ganzen Film zu sehen, was aber notwendig für das Verstehen und das Beurteilen der Arbeit gewesen wäre.
A Cartography of Genocide: Isreal’s Conduct in Gaza Since October 2023 von Forensic Architecture (GB)
Es ist die erschütterndste Arbeit aller Preisträger und deshalb für mich eine der wichtigsten. Auch wenn sich manche am Wort „Genocide“ stoßen, fragt man sich nach der Datenlage, wie man das Vorgehen Israels sonst bezeichnen sollte.

Forensic Architecture sammelt seit dem Beginn der israelischen Militäroperation im Gazastreifen im Oktober 2023 - nach dem furchtbaren Terroranschlag der Hamas - Daten zu Angriffen des israelischen Militärs auf Zivilpersonen und zivile Infrastruktur und dokumentiert damit die nahezu vollständige Zerstörung des zivilen Lebens in Gaza. Außerdem wurden Evakuierungsanordnungen des israelischen Militärs erfasst und ausgewertet, die oft zu großflächigen Vertreibungen der Zivilbevölkerungen innerhalb Gazas führten, häufig in Regionen, die trotz dieser Kennzeichnung später angegriffen wurden.

Um Muster sichtbar zu machen, wurde eine interaktive Webplattform genutzt, die Tausende von Datenpunkten zu einer navigierbaren Karte des Gazastreifens zusammenführt. Damit wird es möglich Regionen, Zeiträume und Ereigniskategorien auszuwählen und Daten zu filtern, um Zusammenhänge und Entwicklungen aufzuzeigen, etwa zwischen der Bodenoffensive und der Zerstörung medizinischer Infrastruktur.

Laut Forensic Architecture deuten die beobachteten Muster auf eine systematische und organisierte Kampagne hin, die auf die Zerstörung von Leben, lebensnotwendigen Voraussetzungen und lebenserhaltender Infrastruktur abzielt.
In der Ausstellung wird auch die genaue Arbeitsweise mit Überprüfungen einzelner Meldungen, Checks und Re-Checks angeführt, ebenso ist der 827-seitige Bericht über die Vorgänge ausgestellt.
Die Plattform wird laufend aktualisiert und erweitert, wobei der Bericht die Ermittlungen von Südafrika im Völkermord-Verfahren gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag unterstützt.
https://forensic-architecture.org/investigation/a-cartography-of-genocide
Office for Tree Migration (OTM) von Agnes Meyer-Brandis (DE)
Wusstet Ihr, dass sich Bäume von ihrem Standort wegbewegen können? OTM, ein langfristiges, interdisziplinäres Kunst- und Forschungsobjekt untersucht genau das: die Migration von Bäumen und Pflanzen in verschiedenen Klimazonen und entlang der Baumgrenzen: wie sie nach Norden ziehen, bergauf klettern oder in Torfmoore vordringen. Mit dem Klimawandel wird es für Bäume notwendig, schneller voranzukommen – OTM erforscht daher neue Methoden, die es den Bäumen ermöglichen sollen, dem Klimawandel zu entkommen.

Beim Office for Tree Migration kommen Öffentlichkeit, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus den verschiedensten Bereichen zusammen – von der Ökologie und Meteorologie bis hin zu Geoinformatik und Biotechnologie.

Gleichzeitig fungiert es als Forschungsplattform und als sensorische Umgebung für ökologisches Verständnis. Es war ein Vergnügen Agnes Meyer-Brandis zuzuhören und leider war nicht die Zeit, mir alles im Detail erklären zu lassen.

Office for Tree Migration (OTM) von Agnes Meyer-Brandis (DE)
Hier noch eine kleine Videozusammenfassung:
Denn es war Zeit das Lentos zu verlassen und hinüber zum Hauptplatz zu spazieren, wo auch interessante Projekte auf mich gewartet haben.

Am Hauptplatz
Hier hat mich besonders die Vocal Duets beeindruckt, die Alireza Khosroabadi (IR) und Sara Karimi (IR) geführt haben.

Sie thematisierten zeitgenössische Konflikte zwischen Sprachen und Ländern: Konflikte, die zu Kriegen wurden. Es offenbart sich ein Rhythmus: eine Seite greift an, die andere reagiert mit einem Gegenschlag. Während Sprache eigentlich ein Mittel für Nähe, Intimität und Kommunikation darstellt, nutze diese Duette die Ironie der Situation, um verloren gegangene Vertrautheit und den Frieden zwischen benachbarten Alphabeten – Russisch-Ukrainisch, Hebräisch-Persisch, Hebräisch-Arabisch – wiederherzustellen.

Es war interessant zu erkennen, dass es für manche Worte keine Übersetzung in der anderen Sprache gab. Für mich war es allerdings auch die Erinnerung, dass alle Konflikte mit Sprache, mit Ausdrücken beginnen. Wenn wir keine wertschätzenden Diskussionen mehr führen können, wenn wir auf abweichende Meinungen nur mehr beleidigende Antworten übrighaben und wenn Menschen sprachlich gedemütigt werden, ist dies immer der Beginn zu weiterem Unheil. Wenn es Sprache schafft, das Gegenüber nicht mehr als Mensch erscheinen zu lassen, sondern als Gegenstand, als unwürdig, als des Vernichtens würdig, dann ist Krieg und Verderben bereits sehr nahe ..
At Least I’m Making Money von Carolina Sofia Bischof (AT), Carmen Daniela Cordoba Martinez (CO) und Joshua Mattson (CA)
Die interaktive Installation machte sichtbar wie Geld, Macht und Rüstungsindustrie den modernen Krieg aufrechterhalten und wie davon profitiert. Damit wird die Sichtweise von der geographischen Seite auf die wirtschaftliche verlagert. Die Kosten der kollabierenden System werden in unserer Welt oft nur noch in abstrakten Zahlen gemessen, während die betroffenen Menschen, die den eigentlichen Preis dafür zahlen, in den Hintergrund verschwinden.

Es war überraschend zu sehen, wie viele – auch durchaus bekannte und für mich nicht unbedingt zur Rüstungsindustrie gehörende Konzerne – von kriegerischen Auseinandersetzungen profitieren.

Eigentlich wäre es wünschenswert, wenn bei allen Tickern zu den Aktienkursen immer auch eine Information über diese „Bereicherungen“ angezeigt würde. Möglicherweise würde es die Einstellung der Menschen, die nur auf ihren Gewinn aus sind, nicht ändern, vielleicht aber würde es doch einige Investoren – und seien es nur kleine und eine Minderheit – zum Nachdenken bewegen und ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen …
Die Kunstuni
Wir kehren zurück zur Kunstuni und dort tut sich über drei Stockwerte, im Hof und bis in die gläsernen Lehrsäle hoch oben ein Zauberland auf: an jeder Ecke ein Kunstwerk, viele Zimmer wurden zur Präsentation genutzt, am Gang geben sich die Studenten der Linzer Kunstuni mit Mitwirkenden aus anderen Städten die Hand. Ich glaube, ich hätte hier allein einen Tag verbringen können.

So aber will ich euch nur kurz noch ein paar meiner besonderen Highlights präsentieren. Für einen größeren Überblick verweise ich wieder auf die Seite des Ars Electronica Festivals …
Alphus Masculus – Das lebensechte Alpha-Männchen von Mirjam Bär (AT)
Das interaktive Kunstwerk gibt den Besucher*innen Tipps, wie sie zu einem echten „Alpha-Männchen“ werden können, sobald sie sich der Figur nähern.

Man glaubt gar nicht, welche Tipps man da bekommen kann und noch mehr verwundert es, dass diese Aussagen auf direkten oder indirekten Zitaten aus TikTok-Videos und Postcasts sogenannter „Alpha-Männchen“ beruhen. Na serwas …
Cyb3rD4wg5 von Carina Danzer (AT)
Mit diesem „Ding“/Kunstwerk/Roboter kann man seinen Körper erweitern und sich mit gleich vier Armaufsätzen so viele Hotdogs wie möglich – oder noch einiges andere mehr schnappen …

Who is jumping, Jack von Nathalie Kronberger (AT)
Es ging nicht anders, ich musste einfach schmunzeln, als ich den kleinen Gesellen, der eigentlich ein simpler Korkenzieher ist, sah, wie er gerade die Bewegungen einer anderen Besucherin nachmachte. Doch wer ist eigentlich der Jumping Jack und wer ist der Puppenspieler?

Sympoiesis – Wunderkammer of Somatic States von Olesia Kvitka (UA), Valeriia Rymska-Dolhikh (UA), Maryana Steshenko (UA), Will Lopes (BR)
Bei diesem Medienkunstprojekt wird der Körper als Wahrnehmungsinstrument erforscht. In atembasierten Performances werden EEG-Signale in Echtzeit über OSC in ein generatives TouchDesigner-System und eine MIDI-Komponente eingespeist. So entstehen audiovisuelle Werke und hybride Artekfakte – Cyanotypien, Pigmentdrucke und Enkaustiken – die durch Sonnenlicht, Wasser und Wachs geformt werden.

Nichts verstanden und ihr könnt euch nichts darunter vorstellen? Kann ich gut verstehen. Mich hat der Tanz eines Mannes beeindruckt, dessen Bewegungen/Atem/Hirnströme (?) sich in wunderschöne Bilder übertrugen. Fast wie bei einem Kaleidoskop und die sich mit jeder seiner Bewegungen veränderten.
Hier noch eine kleine Videozusammenfassung von den Projekten der Kunstuni:
Dieses Video kann ich euch nicht vorenthalten – kurz konnten wir auch noch bei einer Probe für eine Abend-Vorführung vorbeischauen. Für mich: sehr beeindruckend. Musik könnte von Philip Glass sein, einer der wenigen modernen Komponisten, die mir sehr gefallen und den ich sehr verehre. Einfach mystisch ...
Daher: Nächstes Jahr muss ich länger dabei sein und in all die vielen Events eintauchen, mich ausführlicher mit den einzelnen Kunstwerken auseinandersetzen und einfach in den Spirit des Festivals eintauchen. Ich freu mich schon und bin auch schon auf das Thema des nächsten Jahres gespannt. Wer kommt mit?
Ars Electronica 2027
8.-12.9.2027
Linz


