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Nicht nur in der Gemäldegalerie im KHM, auch in der Neuen Hofburg und im Palais Lobkowitz können wir uns 2026 über interessante Ausstellungen freuen.

Canaletto & Bellotto

Im KHM, in der Gemäldegalerie startet am 24.3.2026 ein sicherer Publikumsmagnet: Canaletto & Bellotto. Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (1697-1768), und sein Neffe und Schüler Bernardo Bellotto (1721-1780) prägten das Bild europäischer Städte wie kaum andere Künstler des 18. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum die beeindruckenden Ansichten von Venedig, London und Wien in einem Dialog.

Wien, vom Belvedere aus gesehen Bernardo Bellotto 1759/60 Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband
Wien, vom Belvedere aus gesehen Bernardo Bellotto 1759/60 Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband

Zu den Höhepunkten der Ausstellung werden unter anderem Canalettos spektakuläre Ansicht Venedigs aus der Wallace Collection sowie eine Auswahl seiner wichtigsten London-Gemälde und Zeichnungen, etwa aus Compton Verney und dem British Museum. Von Bellotto werden nahezu alle Wien-Ansichten gezeigt, sowohl aus dem Bestand des Kunsthistorischen Museums als auch als Leihgaben, etwa aus den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein. Außerdem ergänzen weitere Gemälde, Druckgrafiken und wissenschaftliche Instrumente aus zahlreichen europäischen Museen die Schau und verdeutlichen so den intellektuellen und künstlerischen Kontext der Epoche.

Die Riva degli Schiavoni in Venedig Antonio Canal, gen. Canaletto 1724/30 Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband
Die Riva degli Schiavoni in Venedig Antonio Canal, gen. Canaletto 1724/30
Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband

Canaletto & Bellotto, Kunsthistorisches Museum, Geländegalerie, vom 24.März bis 6. September 2026

Tatort Ephesos

Auf diese Ausstellung freue ich mich schon besonders, verbindet sie doch nicht nur antike Geschichte mit mediterranem Flair und ein wenig Krimistimmung.

Gemma Augustea 9–12 n. Chr. Onyx, H. 19 cm, B. 23 cm Kunsthistorisches Museum, Wien, Antikensammlung © KHM-Museumsverband
Gemma Augustea 9–12 n. Chr. Onyx, H. 19 cm, B. 23 cm
Kunsthistorisches Museum, Wien, Antikensammlung © KHM-Museumsverband

In Ephesos wurde Kleopatras Schwester Arsinoë ermordet und begraben. Doch man rätselt noch immer in wessen Auftrag sie getötet wurde und welche Rolle dabei politische Umwälzungen der damaligen Zeit spielten.
Vor rund 100 Jahren entdeckten österreichische Archäologen in Ephesos einen achteckigen Grabbau, in dem ein erhaltenes Skelett lag. Bis heute ist ungeklärt, wer in diesem „Oktogon“ bestattet wurde. Dieser Fund bietet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die Archäologie, Geschichte und die neuesten wissenschaftliche Erkenntnisse in ein spannendes kulturhistorisches Panorama einbettet und von den „Global Players“ der Epoche erzählt: Kleopatra, ihre Verbündeten und Liebhaber Caesar und Marc Anton und ihren Gegenspieler Augustus.

Mumienmaske 3.–1. Jh. v. Chr. Leinen, stuckiert, bemalt und teilweise vergoldet H. 48 cm, B. 26 cm, T. 28 cm Kunsthistorisches Museum, Wien, Ägyptisch-Orientalische Sammlung © KHM-Museumsverband
Mumienmaske 3.–1. Jh. v. Chr. Leinen, stuckiert, bemalt und teilweise vergoldet 
Kunsthistorisches Museum, Wien, Ägyptisch-Orientalische Sammlung © KHM-Museumsverband

Zu sehen werden bedeutende internationale Leihgaben sowie hochkarätige Objekte aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums sein, darunter Prunkstücke wie die Gemma Augustea, Skulpturen, Inschriften, Grabreliefs und Handschriften.
Tatort Ephesos, Kleopatra und Rom, Neue Hofburg, vom 20. Oktober 2026 bis 29. März 2027

Bernini – Malerei und Marmor

Das KHM präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung ein unbekanntes „Porträt eines alten Mannes“ aus eigenem Bestand. Jüngste Forschungen legen nahe, dass es sich bei dem bislang anonymen Künstler um keinen Geringeren als Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) handelt, der allerdings eher als bedeutender Schöpfer von Skulpturen wie Apollo und Daphne und als Gestalter des Petersplatzes in Rom bekannt ist.

Bildnis eines alten Mannes Gian Lorenzo Bernini um 1670 Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband
Bildnis eines alten Mannes Gian Lorenzo Bernini um 1670
Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband

Obwohl zeitgenössische Quellen von bis zu 200 Gemälden von seiner Hand berichten, schuf er diese angeblich nur zu seinem Vergnügen, signierte sie nicht und nahm auch keine Aufträge an. Die Themen dieser Werke waren meist spontane Porträts oder Studien, die eng mit seiner Arbeit an Skulpturen verbunden waren. Weniger als zwanzig können ihm bis heute als eigenhändige Werke zugeordnet werden, daher kann diese Neuentdeckung mit Fug und Recht als spektakulär bezeichnet werden.
Die Ausstellung mit rund zehn hochkarätigen internationalen Leihgaben beleuchtet Berninis Porträtschaffen in den Medien Skulptur, Zeichnung und Malerei.
Bernini - Malerei und Marmor, Palais Lobkowitz, 2. Dezember 2026 bis 4. April 2027


Ausstellungen
2026
KHM Wien, Neue Hofburg, Palais Lobkowitz
+43 1 525 24 - 0
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