• Janáček-Festival
  • Janáček-Theater und andere Spielorte in Brünn
  • T: +420 542 158 120 (Tickets)
  • https://janacek-brno.cz/de/

Vom 2.-20.11.2022 steht Brünn wieder ganz im Zeichen ihres großen Bürgers Leo Janáček. Aber nicht nur: Das diesjährige Festival bietet einige Höhepunkte!

Das Janáček Festival steht schon seit langem auf meiner Todo-Liste: Aber heuer muss es einfach klappen. Glänzt das Festival doch heuer mit den besten tschechischen Dirigenten, einem noch nie dagewesenen Highlight und vielen außergewöhnlichen Aufführungen. Doch der Reihe nach.

Quo Vadis

Das Motto des diesjährigen Festivals – Quo vadis – geht auf die von Janáček geliebte gleichnamige geistliche Kantate von Feliks Nowowiejski zurück, die in einer außergewöhnlichen Einstudierung des amerikanischen Dirigenten John Fiore mit den Solisten Tomasz Konieczny und Csilla Boross zu hören sein wird.

Oper

Das Opernprogramm bietet auch heuer wieder namhafte Ensembles aus dem Ausland auf. So wird das Grand Théâtre de Geneve aus der Schweiz Katja Kabanowa, dirigiert von Tomáš Netopil unter der Regie von Tatjana Gürbaca zeigen. Corinne Winters, die heuer bei den Salzburger Festspielen brillierte wird die Katja Kabanowa verkörpern.

Tomáš Netopil (Foto © NdB Brno)
Tomáš Netopil (Foto © NdB Brno)

Die Welsh National Opera gastiert mit der Sache Makropulos in der musikalischen Einstudierung von Tomáš Hanus unter der Regie von Olivia Fuchs. Mit dabei der junge Tenor Nicky Spence.

Erstmals gemeinsam zu sehen und zu hören
Erstmals zusammen zu sehen und zu hören

Besonders spannend (für mich) ist dabei der feierliche Auftakt des Festivals, der traditionell eine Neuinszenierung einer Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno bietet. Die diesjährige Inszenierung trägt den Doppeltitel Glagolitische Messe / Aus einem Totenhaus und dabei wird die Glagolitische Messe erstmals in szenischer Form zu erleben sein. Die Regie bestreitet der „Hausherr“ Jiří Heřman, der Leiter der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno, am Dirigentenpult steht Jakub Hrůsa.

Jiří Heřman (Foto © NdB Brno)
Jiří Heřman (Foto © NdB Brno)

Weiters kann man Katja Kabanowa auch noch in der Version des Nationaltheaters Prag und der Staatsoper Prag erleben, ebenso wie Flammen von Ervin Schulhoff. Beide Stücke unter der Regie von Calixto Bieito. Jaroslav Kyzlink dirigiert Katja Kabanowa und Jiří Rožeň die Flammen.

Szene aus "Die Flammen" (Foto © Serghei Ghercin)
Szene aus "Die Flammen" (Foto © Serghei Ghercin)

Konzert

Auch das Konzertprogramm ist reich an Höhepunkten. So gastiert das Orchestre de la Suisse Romande unter seinem Dirigenten Tomáš Netopil mit der berühmten britischen Violinistin Viktoria Mullova in Brünn. Ferner wird das Orchester der Welsh National Opera mit seinem Chefdirigenten Tomáš Hanus nicht nur Werke von Leoš Janáček und Benjamin Britten zu Gehör bringen, sondern auch Dvořáks Biblische Lieder in der Interpretation des tschechischen Sänders Adam Plachetka.

Pavel Haas Quartett (Foto © NdB Brno)
Pavel Haas Quartett (Foto © NdB Brno)

Weiters vertreten sind das Symphonieorchester des Tschechischen Rundfunks, der Prager philharmonische Chor und Interpreten wie Josef Špaček, Iva Bittová, Miroslav Sekera, Ivo Kahánek, das Pavel Haas und das Zemlinksy Quartett, um nur einige zu nennen.

Jakub Hrůsa (Foto © NdB Brno)
Jakub Hrůsa (Foto © NdB Brno)

Es wird also spannend. Kein Wunder, dass es Brünn auf die Unesco-Liste der Cities of Music geschafft hat. Das Festival Janáček Brno bietet daher auch in der ganzen Stadt ein außergewöhnliches Rahmenprogramm: von verschiedenen Ausstellungen über einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Janáček-Theaters bis hin zu einem Janáček-Lehrpfad, bei dem man viele interessante Details aus dem Leben des großen Meisters erfahren kann.

Aktuelle Informationen zum Festival wie auch die Möglichkeit gleich Tickets zu kaufen findet ihr auf der Website www.janacek-brno.cz. Wer das Festival mehrmals besuchen möchte – und das Programm bietet hier genug Möglichkeiten – sollte sich einen Festival-Pass zulegen, der je nach Anzahl der gekauften Vorstellungen Nachlässe zwischen 25% und 30% bietet. Es empfiehlt sich nicht zu lange zu überlegen, manche Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

Wider die Macht

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