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Es ist einer der besten Filme seit Jahren, den ich gesehen habe. Vielleicht der Beste überhaupt. (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Nie in meinem Leben hätte ich gedacht, dass ich die Herstellung eines Wetterberichts über 100 Minuten atemlos verfolgen kann.

Diese Wettervoraussage hatte es allerdings in sich und sie basiert auf einer wahren Geschichte. Sie beschreibt die letzten 72 Stunden vor der Landung der Alliierten an der Küste der Normandie und damit die größte See-Invasion der Menschheitsgeschichte.

Andrew Scott spielt James Stagg, den ranghöchsten Meteorologen Großbritanniens.
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Die Alliierten haben ihre Soldaten zusammengezogen. Das Fenster, um den Angriff zu starten ist eng. Es ist unmöglich die Vorbereitungen lange vor dem Feind, der auch schon beginnt, die Küsten zu befestigen, geheim zu halten. Wenn man erfolgreich will, muss es schnell gehen.

Brendan Fraser spielt General Dwight D. Eisenhower, den Oberbefehlshaber der Alliierten. (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
Brendan Fraser spielt General Dwight D. Eisenhower, den Oberbefehlshaber der Alliierten.
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Und doch gibt es eine Komponente, von der alles abhängt: Die Wetterbedingungen. Ein genauer Forecast ist notwendig, um die Entscheidung über Go oder No-Go treffen zu können.

(l.n.r.) Chris Messina als Irving P. Krick und Andrew Scott als James Stagg. (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
(l.n.r.) Chris Messina als Irving P. Krick und Andrew Scott als James Stagg.
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Zwei Meteorologen sollen diese Daten liefern, zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der britische Chefmeteorologe Captain James Stagg wird von seiner hochschwangeren Frau ins Hauptquartier von General Eisenhower geholt, um mit dem amerikanischen Kollegen die Vorhersage zu treffen.

(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Der eine - Captain James Stagg - verfolgt die Daten der Mess-Stationen, Temperatur, Wind, Niederschlag - der andere - Irving P. Krick -  wählt für seine Vorhersagen Daten aus der Vergangenheit. Der Engländer, in sich gekehrt, ein wenig rechthaberisch, diszipliniert, der Amerikaner, ein Sonnyboy, der es versteht mit Menschen umzugehen und sie auf seine Seite zu ziehen.

(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Während zwischen beiden sofort ein Machtkampf über die Methodik der Vorhersage ausbricht, stehen Stagg und Eisenhower vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens. Wird das Wetter genügend Sicht und wenig Wellengang bieten oder schicken sie ihre Männer ins Verderben. Stagg plädiert auf eine Verschiebung, Krick prophezeit schönes Wetter. Eisenhower verschiebt den Einsatz, doch wie lange kann er seine Generäle hinhalten?

Kerry Condon als Kay Summersby, persönliche Assistentin und enge Vertraute von General Dwight D. Eisenhower. (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
Kerry Condon als Kay Summersby, persönliche Assistentin und enge Vertraute von General Dwight D. Eisenhower. (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Großartig die schauspielerischen Leitungen von Andrew Scott als etwas eigenbrötlerischen, englischen Meteorologen, der zu seinen Zweifeln steht, sich aber der schrecklichen Verantwortung und seiner Überzeugung stellen muss. Hervorragend auch Brendan Fraser, der Dwight D. Eisenhower spielt und diesen nicht als glatten Militär zeigt, sondern der sich der Verantwortung seinen Männern gegenüber bewusst ist. Ist die Prognose falsch, würde er viele in den Tod schicken und der Krieg wäre zudem verloren.

(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
(Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Es ist spannend und mitreißend das Ringen der beiden Männer um die richtige Entscheidung mitzuverfolgen. Diese 72 Stunden müssen – wenn die handelnden Personen auch in der Wirklichkeit ein wenig die Charaktereigenschaften wie die Männer im Film hatten – die Hölle für beide gewesen sein. Eine Entscheidung unter diesen Prämissen treffen zu müssen, mit diesen Unsicherheiten, mit dem Blick auf das Leid und die Folgen, die sie mitbringt, muss unmenschlich sein, noch dazu wo sie auf nur wenigen Schultern lastet.

Damian Lewis spielt den späteren Field Marshal Bernard "Monty" Montgomery.  (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)
Damian Lewis spielt den späteren Field Marshal Bernard "Monty" Montgomery.  (Bild © 2026 Studiocanal SAS / Constantin Film Österreich)

Natürlich wissen wir alle von der Landung in der Normandie, und wir wissen alle, wie entscheidend diese für den Kriegsverlauf war. Über das Wetter an diesem Tag hatte ich allerdings noch nie nachgedacht. Auch nicht, dass man für den Einsatz vielleicht bestimmte Bedingungen gebraucht hat. Und schon gar nicht, ob und wie ein Forecast zustande kam. Es ist ein anderer Blick auf die Geschehnisse und auf die Männer, die diesen Einsatz zu verantworten hatten.
 

Unbedingt ansehen. Sehenswert und spannend. Eine ausgezeichnete Geschichte mit einer hervorragenden Besetzung. Ein genialer Film, dem ich viele Oskars wünschen würde …

Cast: Andrew Scott – James Stagg, Brendan Fraser – Dwight D. Eisenhower, Kerry Condon – Kay Summersby, Chris Messina – Irving P. Krick, Damian Lewis – Bernard Montgomery
Regie: Anthony Maras


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