Ich stehe diesen immersiven Ausstellungen ein wenig kritisch gegenüber. Und doch besuche ich sie immer wieder auf der Suche nach? Tja, was eigentlich?

Es ist nun bereits meine dritte immersive Ausstellung: Van Gogh, Klimt und nun Monet. Ersetzt dieses Spektakel einen Museumsbesuch? Nein.

Claude Monet
Claude Monet

Aber es könnte bei Menschen Interesse wecken, vielleicht auch einmal ins Museum zu gehen und sich die Originale anzusehen. Es bringt dem Besucher den Künstler (einmal mehr, einmal weniger) näher, bringt interessante Informationen über sein Leben, seine Lieben, seine Kunst und – wahrscheinlich am Wichtigsten – es macht Spaß.

Am Anfang gibt es viel zu lesen
Am Anfang gibt es viel zu lesen

So ist es auch in dieser Ausstellung. Am Anfang gibt es erst einmal recht viel zu lesen. In mehreren großflächigen Tafeln erfährt man viel über das Leben von Claude Monet, über seine Reisen, seine Frauen und auch wie sich sein Künstlerleben bis zum „Garten in Giverny“ entwickelte. Auch für mich gab es dabei einiges neu zu entdecken und auch die Fotografien des „jungen“ Monets waren mir unbekannt. 

Eine Lupe fährt über das Bild
Eine Lupe fährt über das Bild

Anschließend betritt man das sogenannte Atelier, das ich zwar nicht als solches erkannt habe, das mir aber sehr gut – im Unterschied zu meiner besseren Hälfte – gefallen hat. Eine große Lupe fährt hier über die Bilder, sodass man jeden Pinselstrich genau erkennen kann. Für mich absolut faszinierend, wie sich aus den einzelnen farblichen „Flecken“ dann Blumen und Landschaften ergeben. 

Die Brücke vom Garten in Giverny
Die Brücke vom Garten in Giverny in der Ausstellung

Die nächsten Bilder lösen sich dann in die einzelnen Farbbereiche auf – diese Umsetzung findet sich öfter in der Show. So kann man im Haus von Monet die Farben eines Bildes mit Bewegungen steuern oder in einer Ecke des Gartens mit Bewegungen Farbbubbles hervorbringen. Auch im immersiven Raum werden Bilder immer wieder durch Farbkugeln zerlegt und aufgelöst. Nicht unbedingt meine Welt – einmal diese Umsetzung hätte gereicht.

Bewegungen steuern die Farben
Bewegungen steuern die Farben

Zusätzlich gibt es noch einige Selfie-Punkte, die den Besucher direkt in die Bilder hinein“zoomen“, aber auch ein Foto auf der berühmten Brücke im Garten war bei meinem Besuch äußerst beliebt.

Im Highlight der Ausstellung
Im Highlight der Ausstellung

Schließlich tritt man dann in den Raum der „immersiven Vorstellung“ ein. Es ist schon gigantisch, die Bilder überlebensgroß an den Wänden zu sehen. Anfangs weiß man gar nicht, wohin man zuerst blicken soll. Laut Pressemitteilung werden immerhin 76 Werke gezeigt. Auch die Musik dazu ist gut gewählt.

Die Bilder von Monet übergroß an den Wänden
Die Bilder von Monet übergroß an den Wänden

Ich schätze, dass ein Durchgang so um die 30 Minuten dauert. Wer Zeit hat, sollte sich vielleicht von einem anderen Sitzplatz einen zweiten Durchlauf gönnen. Ich bin mir sicher, dass man dabei wieder Neues entdeckt. Diesmal spricht auch der Künstler über seine Werke kurz während der Vorstellung.

Niedersetzen, die Musik hören und genießen
Niedersetzen, die Musik hören und genießen

Mir hat die Umsetzung im immersive Room diesmal recht gut gefallen. Auch das „Spiegelkabinett“ in der Mitte des Raumes fand ich gelungen.

Im Spiegelkabinett in der Mitte des Raumens
Im Spiegelkabinett in der Mitte des Raumes

Ein bisschen was hat mich allerdings doch gestört: einmal die Farbbubbles, die teilweise recht lange Übergänge zwischen den Monetbildern schaffen, wie auch eine große Anzahl an Venedigfotografien und schließlich noch die Wellen und das Wasser am Ende der Vorführung in das die Bilder eintauchen.

Die Farbbubbles sorgen für die Übergänge
Die Farbbubbles sorgen für die Übergänge

Ich hätte Monets Werke lieber noch genau und länger und nicht hinter Wasser gesehen. Aber man kann schließlich nicht alle Wünsche erfüllt bekommen. Besonders gut hat mir allerdings gefallen, dass diesmal nicht nur Musik gespielt, sondern Monets Leben erzählt wurde und ich dabei auch wieder viel Neues über den Künstler erfahren habe.

Im immersiven Raum
Im immersiven Raum

Auf all jene, die sich in Motive von Monet verliebt haben, bietet ein Shop am Ende der Ausstellung noch die Möglichkeit verschiedene Souvenirs mit den bekanntesten Bildern zu kaufen.

Immersive Room
Immersive Room

Die Ausstellung ist wegen des großen Erfolges bis 5.3.2023 verlängert. Tickets kosten unter der Woche 22 Euro, Samstag, Sonntag, Feiertag 25 Euro. Geöffnet ist Montag bis Mittwoch von 10:00 bis 20:00 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10:00 bis 21:00 Uhr. Es ist notwendig ein Zeitfenster anzugeben, wann man die Ausstellung besuchen möchte. Dieses ist zum Eintritt dann einzuhalten. Danach kann man die Schau solange genießen wie man möchte. Ich würde für den Besuch mindestens 90 Minuten einplanen.

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung

Monets Garten findet derzeit auch in Hamburg, Stuttgart, Malmö und New York statt. Weitere Informationen findet ihr unter https://www.monets-garten.de/ 

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung

Tickets für Wien können hier online erworben werden: https://monets-garten-wien.reservix.at/ 

Immersive Room
Immersive Room

Hier findet ihr noch ein kleines Video von meinem Besuch:

The Mystery of Banksy

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