Trenčín gehört mit Nitra und Bratislava zu den ältesten Städten in der Slowakei, die ersten Erwähnungen stammen aus dem Anfang des 11. Jahrhunderts.

Burg von Trenčín

 

Durch ihre strategische Lage bei drei Bergpässen der Karpaten lag sie am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen, wie der alten Bernstein-Straße, auf der Etrusker, Griechen und später die Römer den wertvollen Bernstein aus der Baltischen Region zu ihren Kunden brauchten.

Allerdings: Früheste archäologische Funde zeigen, dass schon vor 200.000 Jahre die ersten Menschen in Trenčín und der Umgebung anwesend waren.
Damit ist die alte Siedlungsstätte bereits seit der Steinzeit fast durchgängig besiedelt. Auch aus der Lausitzer und Puchauer Kultur wurden hier Funde verzeichnet. Im 2. und 1. Jahrhundert v.Chr. entstand hier eine befestigte Siedlung der Kelten, später kamen Quaden und Markomannen in die Gegend. Während des Krieges zwischen den Römern und den Quaden entstand die berühmte Inschrift (179 n.Chr.) auf de Burgfelsen.
VICTORIAE AVGVSTORV(m)
EXERCITUS QVI LAV
GARICIONE SEDIT MIL(ites)
L(egionis) II DCCCLV
(Marcus Valerrius) MAXIMIANUS LEG(atus) LEG(ionis) II AD(iutricis) CVR(avit) F(aciendum)
„Dem Siege der Kaiser widmeten 855 Soldaten der II.Legion der Armee, die in Laugaritio niedergelassen war. Es ließ Marcus Valerius Maximianus anfertigen, Legat der II. Hilfslegion.“ Laugaritio war damals der Name von Trenčín.

Am Friedensplatz von Trenčín
Nach der Völkerwanderung kamen die ersten Slawen in dieses Gebiet, was Funde aus dem 7. bis zum 12. Jahrhundert bestätigen. Während Trenčín zur Zeit des Großmährischen Reiches an Bedeutung gewann, wurde es nach dem Untergang desselben in den neuen ungarischen Staat nach und nach eingegliedert. Immer wieder kam es hier zu kriegerischen Auseinandersetzungen, da das Gebiet an der Grenze zu Ungarn, Böhmen und Polen lag. 1067 wird in einer Urkunde erstmals die Burg in Zusammenhang mit einem böhmischen Angriff erwähnt. 1111 wird in der Zoborer Urkunden auch der Ort unter der Burg als Treinchen schriftlich erwähnt. Die Furt über die Waag wurde hier bewacht, die Stadt erhielt wahrscheinlich auch das Marktrecht. 1241 wird der Ort durch die einfallenden Mongolen zerstört, die Burg kann allerdings nicht erobert werden.

In der Stadt Trenčín ...
Zwischen 1302 und 1321 war die Burg Sitz des ungarischen Oligarchen Matthäus Csák. Nach dessen Tod wurden die Stadt und die Burg vom königlichen Heer besetzt.
Trenčín war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse: 1335 wurde hier der Vertrag von Trentschin zwischen Karl von Anjou, König von Ungarn, Johann von Luxemburg, König von Böhmen, sowie Kasimir dem Großen, König von Polen, in dem Polen „für alle Zeiten“ auf Schlesien zugunsten des Königreichs Böhmen verzichtete.

Ab 1370 genoss Trenčín das Recht Jahrmärkte veranstalten zu können und ab 1380 dürfen Bürger Bier brauchen, 1412 wurde Trentscin von König Sigismund von Luxemburg zur freien königlichen Stadt erklärt. 1528 wurde die Burg durch Verrat von den Truppen Ferdinands I. erobert und die Stadt schwer beschädigt. Um 1618 verbreitete sich die Reformation mehr und mehr in der Stadt, mit der Ankunft der Jesuiten 1647 wurde dieser Entwicklung jedoch Einhalt geboten.

In der Stadt Trenčín
Türken verwüsteten zwar nie die Stadt, aber das Umland wurde von ihnen ebenso in Mitleidenschaft gezogen wir von ungarischen Aufständen, besonders schwierig war die Zeit um 1704 als Franz II. Rákóczi das Umland kontrollierte, die Kaiserlichen aber die Stadt und die Burg. Erst am 3.August 1708 erlitten die Aufständischen in der Schlacht bei Trentschin eine empfindliche Niederlage.
Weitere schwierige Zeiten für die Stadt folgten: Zwei Pestepedemien 1710 und 1715, 1790 brannte neen der Innenstadt auch die Burg, in der großen Flut im August 1813 kamen viele Einwohner ums Leben.

1879 erreichte die Waagtalbahn zuerst einen Vorort der Stadt, vier Jahre später die Stadt selbst, die Verbindung war auch wichtig, die industriellen Güter, die nun hier gefertigt wurden zum Kunden zu bringen.

Anfang 1918 – nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn – wurde die Stadt von tschechoslowakischen Truppen besetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die große jüdische Gemeinde fast völlig vertrieben, ebenso wie die Tschechen. Nach dem Ausbruch des Slowakischen Nationalaufstandes wurden hier am 10. April 1945 noch 69 Partisanen von der Gestapo hingerichtet.
Durch das starke Bevölkerungswachstum während der Kommunistischen Ära wurden rund um die Stadt Plattenbausiedlungen errichtet, aber leider auch Teile der Altstadt zerstört. Erst nach 1990 begann man mit Sanierungsarbeiten.

Trenčín gehört mit Nitra und Bratislava zu den ältesten Städten in der Slowakei, die ersten Erwähnungen stammen aus dem Anfang des 11. Jahrhunderts.

Burg von Trenčín

 

Durch ihre strategische Lage bei drei Bergpässen der Karpaten lag sie am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen, wie der alten Bernstein-Straße, auf der Etrusker, Griechen und später die Römer den wertvollen Bernstein aus der Baltischen Region zu ihren Kunden brauchten.

Allerdings: Früheste archäologische Funde zeigen, dass schon vor 200.000 Jahre die ersten Menschen in Trenčín und der Umgebung anwesend waren.
Damit ist die alte Siedlungsstätte bereits seit der Steinzeit fast durchgängig besiedelt. Auch aus der Lausitzer und Puchauer Kultur wurden hier Funde verzeichnet. Im 2. und 1. Jahrhundert v.Chr. entstand hier eine befestigte Siedlung der Kelten, später kamen Quaden und Markomannen in die Gegend. Während des Krieges zwischen den Römern und den Quaden entstand die berühmte Inschrift (179 n.Chr.) auf de Burgfelsen.
VICTORIAE AVGVSTORV(m)
EXERCITUS QVI LAV
GARICIONE SEDIT MIL(ites)
L(egionis) II DCCCLV
(Marcus Valerrius) MAXIMIANUS LEG(atus) LEG(ionis) II AD(iutricis) CVR(avit) F(aciendum)
„Dem Siege der Kaiser widmeten 855 Soldaten der II.Legion der Armee, die in Laugaritio niedergelassen war. Es ließ Marcus Valerius Maximianus anfertigen, Legat der II. Hilfslegion.“ Laugaritio war damals der Name von Trenčín.

Am Friedensplatz von Trenčín
Nach der Völkerwanderung kamen die ersten Slawen in dieses Gebiet, was Funde aus dem 7. bis zum 12. Jahrhundert bestätigen. Während Trenčín zur Zeit des Großmährischen Reiches an Bedeutung gewann, wurde es nach dem Untergang desselben in den neuen ungarischen Staat nach und nach eingegliedert. Immer wieder kam es hier zu kriegerischen Auseinandersetzungen, da das Gebiet an der Grenze zu Ungarn, Böhmen und Polen lag. 1067 wird in einer Urkunde erstmals die Burg in Zusammenhang mit einem böhmischen Angriff erwähnt. 1111 wird in der Zoborer Urkunden auch der Ort unter der Burg als Treinchen schriftlich erwähnt. Die Furt über die Waag wurde hier bewacht, die Stadt erhielt wahrscheinlich auch das Marktrecht. 1241 wird der Ort durch die einfallenden Mongolen zerstört, die Burg kann allerdings nicht erobert werden.

In der Stadt Trenčín ...
Zwischen 1302 und 1321 war die Burg Sitz des ungarischen Oligarchen Matthäus Csák. Nach dessen Tod wurden die Stadt und die Burg vom königlichen Heer besetzt.
Trenčín war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse: 1335 wurde hier der Vertrag von Trentschin zwischen Karl von Anjou, König von Ungarn, Johann von Luxemburg, König von Böhmen, sowie Kasimir dem Großen, König von Polen, in dem Polen „für alle Zeiten“ auf Schlesien zugunsten des Königreichs Böhmen verzichtete.

Ab 1370 genoss Trenčín das Recht Jahrmärkte veranstalten zu können und ab 1380 dürfen Bürger Bier brauchen, 1412 wurde Trentscin von König Sigismund von Luxemburg zur freien königlichen Stadt erklärt. 1528 wurde die Burg durch Verrat von den Truppen Ferdinands I. erobert und die Stadt schwer beschädigt. Um 1618 verbreitete sich die Reformation mehr und mehr in der Stadt, mit der Ankunft der Jesuiten 1647 wurde dieser Entwicklung jedoch Einhalt geboten.

In der Stadt Trenčín
Türken verwüsteten zwar nie die Stadt, aber das Umland wurde von ihnen ebenso in Mitleidenschaft gezogen wir von ungarischen Aufständen, besonders schwierig war die Zeit um 1704 als Franz II. Rákóczi das Umland kontrollierte, die Kaiserlichen aber die Stadt und die Burg. Erst am 3.August 1708 erlitten die Aufständischen in der Schlacht bei Trentschin eine empfindliche Niederlage.
Weitere schwierige Zeiten für die Stadt folgten: Zwei Pestepedemien 1710 und 1715, 1790 brannte neen der Innenstadt auch die Burg, in der großen Flut im August 1813 kamen viele Einwohner ums Leben.

1879 erreichte die Waagtalbahn zuerst einen Vorort der Stadt, vier Jahre später die Stadt selbst, die Verbindung war auch wichtig, die industriellen Güter, die nun hier gefertigt wurden zum Kunden zu bringen.

Anfang 1918 – nach dem Zerfall von Österreich-Ungarn – wurde die Stadt von tschechoslowakischen Truppen besetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die große jüdische Gemeinde fast völlig vertrieben, ebenso wie die Tschechen. Nach dem Ausbruch des Slowakischen Nationalaufstandes wurden hier am 10. April 1945 noch 69 Partisanen von der Gestapo hingerichtet.
Durch das starke Bevölkerungswachstum während der Kommunistischen Ära wurden rund um die Stadt Plattenbausiedlungen errichtet, aber leider auch Teile der Altstadt zerstört. Erst nach 1990 begann man mit Sanierungsarbeiten.

Die Trentschiner Burg

Sehenswürdigkeiten

Die Trentschiner Burg

Die Burg ist auf einem Felsensporn erbaut, anstelle einer älteren Besiedlung, die bereits seit der Bronzezeit hier existierte. Die Tenčiner Burg ist nach der Zpser und der Bratislaver Burg die drittgrößte in der Slowakei. Ihre erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1067. In den folgenden Jahrhunderten war die Burg eine moderne Festung, die aber gleichzeitig in den Palästen für damalige Zeiten bequeme Wohnräume bot.

Blick auf die Burg
Die Burg teilt sich in die obere und untere Burg, fünf Tore, zwei davon mit Fallbrücken ausgestattet, sorgten für Sicherheit.
Die große Burganlage der Unteren Burg diente für die Burgbesatzung. Hier waren die Diener, Handwerker und Untertanen der Burghalter und Besitzer untergebracht. Die Gebäude und die Teile der Festung der unteren Burg haben nicht nur die Burg selbst beschützt, sondern auch die Stadt unter ihr. Im Fall einer Gefahr oder eines Angriffs konnten die Bewohner der Stadt in die Burg flüchten.

Der Eingang in die Untere Burg
Hier in der Unteren Burg steht auch der sogenannte Brunnen der Liebe, von dem die Legende folgendes erzählt:
Fatima, eine schöne Türkin war die Gefangene von Stephan Zapolya, der im 16. Jahrhundert Herr über die Burganlage war. Omar war ein türkischer Soldat und Fatimas Verlobter. Er wollte seine Geliebte wieder in ihre Heimat zurückbringen, suchte deshalb Stephan Zapolya auf und bat ihn Fatima herauszugeben. Der Burg fehlte damals ein Brunnen und so wurde Omar befohlen einen Brunnen zu bauen, um seine Fatima wieder zurück zu bekommen. Der Legende nach brauchte Omar 4 Jahre um Wasser zu finden und sein Vorhaben erfolgreich abzuschließen. Auch ein Restaurant erinnert heute noch an diese Legende.

Der Brunnen der Fatima
Allerdings entspricht die Legende nicht der Wahrheit. Der Brunnen wurde in Wirklichkeit von den Soldaten der Burg gebaut, es wurde fast 40 Jahre gegraben und er ist fast 80 Meter tief, dennoch wurde kein Wasser gefunden. All das Wasser im Brunnen ist nur Regenwasser und der Brunnen diente als Zisterne.

Der Eingang in die Obere Burg
Zu den Gebäuden der unteren Burg gehören auch noch die Kanonenbastion, die die Burg und die Stadt überwachte, die Kasernen und der Hungerturm, der auch Teufelsturm genannt wird. Dieses Verließ ist nur durch einen kleinen Öffnung im Boden des Erdgeschosses zugänglich, aber unter dieser Öffnung war ein neun Meter tiefer Raum.

In der Oberen Burg
Die Obere Burg diente als Residenz der Besitzer. Der einzige Zugang zu diesem Teil der Burg war durch das 4.Tor. Ab dem 17. Jahrhundert waren dahinter Küchen, Backstuben und Räume für den Burgvogt, aber auch für die Dienerschaft, Köche und einige Soldaten zu finden.

Obere Burg
Das 5.Tor öffnete den Zugang zum Burghof und zu den Palästen. Hier findet man auch die Fundamente des ältesten bislang entdeckten Gebäudes aus Stein – der präromanischen Rotunde. Sie entstand im 9. Jahrhundert und diente als Kapelle. Im 11. Jahrhundert wurde das zweitälteste Steingebäude gebaut, ein Turm, der zuerst als Wach- und später als Wohnturm diente.
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Obere Burg vom damaligen Besitzer, der Familie Csák umgebaut und besser befestigt. Auch der Turm wurde damals umgebaut und erreichte die heutige Höhe von 39 Metern. Das letzte Mitglied der Csáks – Mathias III. – lies sowohl den ersten Palast auf der oberen Burg, als auch eine zweite Kapelle und einen Turm auf der unteren Burg bauen. Nach seinem Tod ging die Burg in den Besitz der Ungarischen Königsfamilie der Anjous über.

Die Burganlage

Der Ludwig-Palast

Dieser Palast wurde von König Ludwig I. dem Großen von Anjou im 14. Jahrhundert errichtet und er ist der kleinste der Burg. In der Vergangenheit benutzte man die Räume im Erdgeschoss als Burgküche und Kammer für die Dienerschaft. In späteren Jahrhunderten war in diesem Raum das Burgarchiv untergebracht. Hinter der verschlossenen Tür befand sich die Schatzkammer, darüber wohnte der Burgschreiber. Heute befindet sich hier der zweite Teil der Gemäldegalerie.

Beim kleinen Rundgang durch die Burg
Der zweite Stock des Ludwig Palasts diente als Wohnraum. Der große Raum konnte mit einem Kamin beheizt werden (ab dem 15. Jahrhundert), der von zwei Zimmern befeuerbar war. Holz wurde von dem kleineren Raum zugelegt, damit die Dienerschaft die Burgherren nicht stören musste.

Heute findet man hier die Waffensammlung des Museum der Stadt Trenčín, die aus der Zeit zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert stammt.

Beim Rundgang durch die Burg
Am 24.8.1335 gab es ein bedeutsames Ereignis auf der Burg. Trenčín wurde zum Treffpunkt dreier Könige, die hier an Friedensverhandlungen teilnahmen. Es trafen sich der böhmische König Johann von Luxemburg mit seinem Sohn Karl IV., der polnische König Kasimir der Große und der ungarische König Karl Robert von Anjou mit seinem Sohn Ludwig I. dem Großen.

Auch 1362 trafen in den Burgräumen Kaiser Karl IV. und der ungarische König Ludwig I. der Große von Anjou, um den Frieden zu sichern.

Während des Rundgangs
Der nächste große Umbau erfolgte 1424 unter dem ungarischen König Sigismund von Luxembourg und seiner Frau Barbara von Cilje. Da für eine Königin keine geeigneten Gemächer auf der Burg zur Verfügung standen – bis dato hatte sie ja in erster Linie die Funktion einer Wehrfestung – ließ sich die Königin nun einen neuen Palast bauen. Der alte Palast von Mathias III. wurde dabei teilweise zerstört.

Beim Rundgang
Der Rittersaal entstand erst im 16. Jahrhundert, als der Palast wieder umgebaut wurde, ursprünglich befanden sich hier Wohnräume. Der große Saal entstand durch das Trennen von zwei Holzdecken und er hatte ursprünglich eine gewölbte Decke (Lünettendecke), die leider nach dem großen Brand von 1790 einstürzte. Die neue Decke entstand erst im 20. Jahrhundert.
Früher wurde der Saal zu Repräsentationszwecken der Burg genutzt. In diesem Raum versammelte sich bis zum Ende des 16. Jahrhunderts der Gespannschaftsrat (Komitatsrat). Auch heute wird er noch für besondere Anlässe wie Hochzeiten, Feiern oder Firmenveranstaltungen genutzt.

Beim Rundgang
Sehenswert sind die Zeichnungen der Fortifikations- und Verteidigungsanlagen aus dem 15.-16. Jahrhundert, die auf der südlichen, ungeschützten Seite, die heute an den Waldpark Brezina anschließt, gebaut wurden. Die Ansichten zeigen Halbkreismauern, zwischen denen sich zwei 16 und 20 Meter tiefe Trockengräben befinden. Außerdem waren die Gräben und Mauern durch zwei Basteien geschützt. Die eigenen Mauern der Befestigung sind auf einigen Stellen in einer Tiefe von 7 Metern unter der Erde eingesetzt. Für die Verteidigung der Burg wurden unterschiedliche Mittel eingesetzt: so wurde kochendes Pech, Wasser, Öl oder Fäkalien durch die sogenannten Pechnasen auf die Angreifer geschüttet.

Die Burg
Zum letzten und größten Umbau der Burg kommt es dann Ende des 15. Jahrhunderts während der Herrschaft der Familie Zapolya, die damals zu den reichsten Familien des Ungarischen Königreiches gehörte. Stephan Zapolsky ließ dabei einen Palast für seine Frau Hedviga Tesinska bauen.

Der Zapolya Palast

Der Zapolya Palast besteht aus zwei Stockwerken, die die Wohnräume der adeligen Familie darstellten und einem Pferdestall und einer Kutschenremise im Erdgeschoss. Mit dem Palastbau begann der Palatin Stephan, seine Ehefrau Hedviga Tesinka oder Hedwig von Teschen kümmerte sich um die Fertigstellung. Ihr Sohn, Johann Zapolya wurde zum ungarischen König gekrönt und war der Gegenkönig zu Ferdinand I- Habsburg.

Der Barbara-Palast
Heute kann man in den Räumen ein Teil der Gemäldesammlung, die von Stephan I. Ilesházy Ende des 16.Jahrhundert begonnen wurde, sehen. 1678 wurde die Sammlung von Georg Ilesházy ins Kastell in Dubnica nad Váhom gebracht, das nach 1835 mehrere Besitzer hatte, von denen jedoch keiner Interesse an den Gemälden zeigte. Während des Ersten Weltkrieges benutzen Soldaten die Bilder und Möbel aus dem Kastell als Brennstoff oder verwendeten die Porträts in ihrer Freizeit als Zielscheiben. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Bilder wieder entdeckt und im Trenčiner Museum 30 Jahre lang restauriert. Heute umfasst die Sammlung über 200 Gemälde vom 16.-18. Jahrhundert und gehört zu den sieben erhaltenen Gemäldesammlungen des Adels in der Slowakei und besitzt damit auch einen sehr hohen historischen Wert.

Trenčín
Im Zapolya Palast kann man die Geschichte des Hauses Ilesházy kennen lernen, die 241 Jahre lang (1594 – 1835) Besitzer der Burg waren. Sie gehörten zu den bedeutendsten Geschlechtern im Waaggebiet und übten am königlichen Hof wichtige Ämter aus. Dazu waren sie noch Erbgespanne der Gespannschaften Trenčín und Liptau.

Stephan hatte einen jähzornigen Charakter. Bei einem Streit um das Eigentumsrecht zweier Städte zwischen Kaiser Rudolf II. und Stephan I. Ilesházy, wagte er sogar Majestätsbeleidigung.
Bevor er als alter Mann nach Polen floh, besuchte er vorher heimlich die Trenčiner Burg, um wertvolle Sachen zu verstecken oder an einen sicheren Ort zu bringen. Als der Kaiser von diesen heimlichen Besuchen erfuhr, gab er Befehl an den Stadtmagistrat Ilesházy zu fangen und auszuliefern. Mit dieser Anordnung war nun der Stadtbeamte in einer ziemlichen Zwickmühle: einerseits fürchtete er den Kaiser, aber auf der anderen Seite auch Ilesházy, der als sehr rachsüchtig bekannt war. Um dieser schwierigen Situation zu entgehen, fanden die Stadträte eine diplomatische Lösung: sie erfanden die Geschichte über einen Geheimgang in die Burg, über den Ilesházy unbemerkt in die Burg und auch wieder heraus gelangen konnte. Die Legenden von den Geheimgängen in der Burg war entstanden und die Geschichte mit Stephan nahm doch noch ein glückliches Ende.

Auf dem Weg zur Oberen Burg
Als Rastenlaube diente der Sommerturm in der Südecke des Burghofes. In ihrer Nähe, im Raum zwischen dem Matušturm und dem Sommerturm wurde die gotische Burgkapelle gebaut. Sehenswert sind auch die Wappen-Freskenmalereien aus 1566 an der Wand des Barbara-Palastes. Das erste Paar bilden die Wappen von Margita Seci und ihres zweiten Manners Pirho aus Arc und das zweite Paar zeigt die Wappen ihrer Tochter Anna und deren zweiten Mann Juraj Zrinski.

1528 wurde die Burg durch eine zweimonatige Belagerung schwer beschädigt, da sie auch unter heftigen Kanonenbeschuss geriet. Die Südseite der Oberen Burg wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und es dauerte fast 80 Jahre bis sie wieder repariert war.

Burg Trenčín
1678 übersiedelte Georg Ilesházy aus der unbequemen Burg in sein Schloss nach Dubnica nad Váhom, Dabei wurden fast alle kostbaren Gegenstände wie Möbel oder Gemälde mit übersiedelt. Im 18. Jahrhundert wurden dann auch noch die Steinportale der Fenster und Türen mitgenommen.
Am 11.6.1790 sorgte ein Feuer dafür dass die Burg fast vollständig ausbrannte.

Der letzte Burgbesitzer der Familie, Stephan II. Ilesházy, erbte dadurch nur noch eine Ruine, obwohl sein ehrgeiziger Vater Johan Baptist Ilesházy, einer der reichsten Adelige im Waaggebiet war und zuerst die Burg in einen pompösen Barocksitz umbauen wollte.

1835 verkauft der letzte Ilesházy die Burg an den Wiener Bankier Georg Sina, Ilesházy stirbt 1838 ohne männliche Nachkommen.

Blick von der Burg auf die Stadt
1905 schenkte die letzte Burgbesitzerin Iphigenie d’Hartcoure die Burgruine der Stadt Trenčín, um sich von der Pflicht, die langsam zerfallende Ruine zu restaurieren, zu befreien.

1955 wurde mit der Rekonstruktion der Burgruine begonnen, die nun zu den nationalen Denkmälern der Slowakei gehört, deren Restaurierung aber noch nicht abgeschlossen ist.

Die Burg kann nur mit einer Führung besucht werden, wobei es eine große und eine kleine Variante davon gibt. Wenn Sie genügend Zeit haben, nehmen Sie die große Variante.
Von der Oberen Burg aus haben Sie einen schönen Überblick über die Stadt und auf den Hauptplatz.

Eine Kanonenkugel in der Ausstellung
Die Trenčíner Burg ist von Mai bis September täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr, im April und Oktober von 9:00 bis 16:30 Uhr und von November bis März von 9:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.

Burg Trenčín
Trenčíansky hrad
Tel: + 421 32 743 56 57
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.muzeumtn.sk

Pfarrtreppe, Hl. Nepomuk, Pfarrkirche

Weitere Sehenswürdigkeiten in Trenčin

Die Pfarrtreppe

1568 wurde die Pfarrtreppe im Renaissancestil gebaut, damit die Mitglieder der städtischen Handwerkerzünfte bei Überfällen zur Verteidigung des städtischen Befestigungswerks zum Karner der Heiligen Michaels und bis zur Burg hinein gelangen konnten. Gleichzeitig diente sie als Zugang zum städtischen Zeughaus, das 1565 neben dem Karner gebaut worden war.
Bei den großen Feuersbrünsten von 1708, 1790 und 1886 wurde auch die Pfarrtreppe beschädigt.

Nach der Renovierung verband sie schließlich die Stadtmitte mit dem Areal der Pfarrkirche, der Burg und dem Waldpark Brezina.

Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk

Johannes von Nepomuk gilt als Schutzpatron von Böhmen, Bayern, Salzburg, Correggio, Prag, dem Banat und Santander, aber auch der Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer und Müller, des Beichtgeheimnisses, der Verschwiegenheit, gegen Wassergefahren und der Brücken. Er ist der einzige Heilige, der – außer Maria – mit einem Sternenkranz abgebildet wird.
Die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk in Trentschin befindet sich auf der Farská Straße vor der Pfarrtreppe und wurde aus Stein angefertigt.
Seine Darstellung ist ungewöhnlich. Der Heilige Johannes von Nepomuk kniet auf einer Wolke. Er ist in einem kanonischen Gewand in Rochette, einem Messdienergewand und einem Pelzumhang gekleidet. In der linken Hand hält er ein Birett und in der rechten Hand ein Kruzifix mit der Gestalt des Gekreuzigten. Bei seinen Füßen kniet ein Engel.

Die Pfarrkirche der Geburt der Jungfrau Maria

Ursprünglich war der befestigte Teil der Pfarrkirche – die Marienburg – ein Teil des städtischen Befestigungswerks und schützte auch die Zugangsstraße auf die Burg. Um die Kirche herum befand sich ein älterer Friedhof aus dem 14. Jahrhundert. Die meisten Gräber wurden aber beim Ausbau der neuen Kirche zerstört und die Gebeine in den Karner gebracht.
1324 wurde die Kirche wahrscheinlich an Stelle eines noch älteren Baus aus der Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Es ist eine dreischiffige Basilika mit einem einfachen rechteckigen Presbyterium und einem Turm auf der Westseite.

Die Pfarrkirche der Geburt der Jungfrau Maria
In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche umgebaut. 1528 brannte die Kirche gemeinsam mit dem nicht weit entfernt stehenden Karner des Heiligen Michael während einer Belagerung der Burg aus. Erst 1553 begann man mit der Bewilligung des Königs mit der Schadensbehebung, die vom italienischen Baumeister Tobias Sebastiano geleitet wurde. 1553 bis 1560 wurden neue Schiffswände geaubt und sie mit einem Halbkreisgewölbe mit Bogenfeld versehen und das Saktuarium veglast. Nikolaus Bussi stellt die Arbeiten schließlich fertig.

Ende August 1610 erzwang der Burgbesitzer Gaspar Ilesházy die Umwandlung der Kirche in ein evangelisches Gotteshaus. Der katholische Pfarrer musste die Kirche verlassen und wurde durch einen evangelischen ersetzt. Erst 70 Jahre später machte sein Sohn Georg Ilesházy diese Maßnahme rückgängig.

Die Pfarrkirche der Geburt der Jungfrau Maria
Mehrmals kam die Kirche durch Feuer zu Schaden. Nach dem Brand von 1886 erhielt sie eine neue Turmkuppel, eine neue Fresken und neue Glasefensterund statt des ursprünglichen Ziegelpflasters einen neuen Fließenfußboden und damit ihre heutige Form. Von der ursprünglichen Einrichtung sind nur die klassizistischen Bänke, Rokokoleuchter und ein barocker Orgelschrank erhalten.
Beachtenswert ist die gotische Grabplatte des Fahnenträgers Martin Zima von 1498 in der Wand des Vorflurs. Im linken Seitenschiff befindet sich die Grabkapelle der Familie Ilesházy mit einem Porträtpitaph von Gaspar Ilesházy. Die Kapelle von 1648 wurde von Ludwig Gode, einem Schüler des berühmten Rafael Donner, verziert. Die Statuengruppe der Kreuzigung und das Porträt von Josef Ilesházy ist sein Werk.

Der Hauptaltar stammt aus 1912, nur die zwei hölzernen Statuen des Heiligen Remigius und des Heiligen Leonhard sind spätgotisch.
Im Kirchenschatz befindet sich eine vergoldete gotische Monstranz, die im Jahre 1364 Kaiser Karl IV. König Ludwig dem Großen anlässlich der erfolgreichen Friedensverhandlungen auf der Trentschiner Burg schenkte.

Die Kirche ist nur während eines Gottesdienstes zugänglich: Montag bis Freitag um 16:00 Uhr, Samstag um 8:30Uhr und Sonn- und Feiertage von 9:00 bis 11:00 Uhr.

Rímskokatolícky farský úrad
911 01 Trenčín, Mariánske námestie 2
www.fara.sk/trencin

Karner, Henkershaus, Felsinschrift

Der Karner des Heiligen Michael

Das Beinhaus ist, außer der Burg, der einzige weitgehend unbeschädigte gotische Bau der Stadt und wurde im zweiten Drittel des 15. Jahrhunderts in der Nähe der Pfarrkirche, mit seiner hinteren Wand an der Stadtmauer liegend, erbaut. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das heutige Erdgeschoss aufgebaut, das nach der Zerstörung der Kirche durch den Brand 1528 einige Zeit als Kapelle diente. Hier wurden auch die Gottesdienste bis zu Renovierung der Pfarrkirche abgehalten. Während der Türkenkriege wurde der Karner 1560 in eine Stadtrüstkammer mit einem Metallgießgeröt im Souterrain umgewandelt.

Seiner Funktionen beraubt verfiel das Gebäude zusehends in den nächsten Jahrhunderten. Erst 1973-1898 wurde es wieder rekonstruiert und der Verwaltung des Trenčíner Museums unterstellt, das nun im Karner eine Sammlung von Sakralkunst zeigt.

Der Karner des Heiligen Michaels (Trenčíanske múzeum)
911 01 Trenčín, Mierové námestie 47
Tel: + 421 32 74 34 431
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.muzeumtn.sk

Das Haus des Henkers

Vermutlich existiert ein Steinhaus auf demselben Platz schon 1607. Das Renaissance-Bürgerhaus ist der einzige erhaltene Bau seiner Art in der Stadt und es blieb von größeren Umbauten umberührt. Es ist das einzige erhaltene mittelalterliche Bürgerhaus in Trenčín. Ursprünglich war es offenbar ein gotisches, dreistöckiges Objekt mit einer zweiräumiger Anlage und einem hözernen Außengang. Entlang der vier Seiten der Außenwand des ersten Stockwerks zog sich der überdachter Wandelgang, im Haus befanden sich Wohnräume, ein wirtschaftlicher Teil, Gewerberäume und eine schwarze Küche. Ob es wirklich das Haus des Henkers war, wie es traditionell genannt wird, kann nicht gänglich bestätigt werden. Nach verschiedenen Angaben lebte hier am Ende des 19.Jahrhunderts der Stadtscherge und zeitweilig war hier auch der Kerker. Manche Aufzeichnungen deuten auch darauf hin, dass es vom 16. bis zum 17. Jahrhundert wirklich die Unterkunft des Stadthenkers war.

Das Henkershaus
Das Henkershaus liegt am Weg zur Burg und wird heute vom Trentschiner Museum verwaltet, das es als Ausstellungsfläche nutzt.

Das Haus des Henkers ist von April bis November jeweils von Dienstag bis Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Das Haus des Henkers
911 01 Trenčín, Matúšova ulica 14
Tel: + 421 918 498 745
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.muzeumtn.sk und www.trencin.sk/de

Die römische Felsinschrift (Hotel Elizabeth)

Die römische Felsinschrift - zu sehen von der Terrasse des Hotel Elizabeth

Die Gegend um und in Trenčín ist seit der Bronze- und Eisenzeit besiedelt, es kamen Kelten und Germanen. Während der Markomannenkriege im zweiten Jahrhundert n. Chr. waren auch Soldaten der II. römischen Hilfslegion im damaligen Laugarito, um den Winter hier zu verbringen. Auf dem Burgfelsen hinterließen sie die römische Felsinschrift als Beweis ihrer Anwesenheit. Man nimmt an, dass sie aus dem Winter 179/180 stammt. Ursprünglich war sie oberhalb einer Handelsstraße zu sehen, heute kann man sie von der Terrasse des Hotels Elizabeth sehen. Die Inschrift wurde vom Trenčíner Pfarrer und Hobbyhistoriker L’udovít Stárek entdeckt. Lange war die Echtheit zunächst umstritten. 1955 wurde dann aber die Echtheit der Inschrift durch einen archäologischen Fund bestätigt: Im antiken Diana Veteranorum – heute Zana in Algerien – fand man den Sockel einer Statue mit einer Inschrift, die den Lebenslauf des Valerius Maximus, des Legaten der II. Hilfslegon beschreibt. Dort wird auch der Name Laugaricio, der römische Name von Trenčín, erwähnt.

Mehr über das Hotel Elizabeth finden Sie auch auf askEnrico.

Hotel Elizabeth
Hotel Elizabeth
911 01 Trenčín, Ul. Gen. M.R. Štefánika 2
Tel: + 421 32 6506 111
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hotelelizabeth.sk

Friedensplatz, Piaristenkirche, -kloster

Der Friedensplatz

1652-1657 wurden auf dem Platz von den Jesuiten eine Kirche und ein Kloster errichtet. Die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk und die Pestsäule schmücken ab dem 18. Jahrhundert den langezogenen, linsenförmigen Platz. Anfang des 19. Jahrhundert wurde die Statue des Heiligen Florian, des Schutzheiligen gegen Feuer, erbaut.

Mit der Zeit kamen immer neue Gebäude hinzu: das Rathaus, das Gauhaus, die Post, das Spielkasino und das Hotel.

Der Friedensplatz von Trenčín
Die Namen des Platzes wechselten in der Vergangenheit oft: Intra moenia (15. Jahrhundert), Civitas (15.-16. Jahrhundert) Teatrum, Rink, Forum Publicum (1771, 1785), Hauptplatz (im 19. Jahrhundert), Fópiac, Fóter (1868-1911), Szalavsky Gyulatér (1911-1918), Masaryk Platz (1919-1938), Hlinka Platz (1938-1945), Stalin Platz (1945-1962) und seit 1962 Friedensplatz.

1987 wurde der Platz zu einem städtischen Denkmalschutzgebiet erklärt.

Die Pestsäule

Die Pestsäule wurde 1712 in der Mitte des Platzes zum Gedenken an die Pestseuche von 1710 errichtet. Sie wurde im Geiste der Barockzeit von Wiener Steinmetzmeistern angefertigt, die nach 1708 an der Erneuerung der Piaristenkirche gearbeitet hatten.

Friedensplatz mit der Pestsäule

Die Piaristenkirche und das Kloster

Das Klosterkollegium, in dem sich heute das J. Branecký Piaristengymnasium befindet, wurde von 1653 bis 1662 errichtet. Es ist ein dreiflügeliges, zweischiffiges und vierstöckiges Bauwerk mit einem Innenhof. Im Laufe des 17. und 18. Jahrhundert wurden noch zwei Trakte in L-Form dazu gebaut. Die reiche Stuckdekoration des Refektoriums (Speisesaal) und die Apotheke zum Heiligen Geist verrät den Einfluss der italienischen Stuckmeister. Die Sonnenuhr an der Hoffassade des Südtrakts stammt aus 1711, die Sonnenuhr an der gegenüberliegenden Fassade ist noch älter – sie stammt aus der Hälfte des 17. Jahrhundert.

Das Piaristenkirche mit dem Kloster

Die Kirche des Heiligen Franz Xaver

Die Kirche wurde 1649 von den Jesuiten gegründet, allerdings wurde der Baugrundstein zur Kirche erst 1653 gelegt und in den Jahren 1653 bis 1657 im frühbarockem Stil errichtet. Die Bauarbeiten führte der bekannte italienische Baumeister Pietro Spazzo gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard aus, der an die mitteleuropäische Bauart der jesuitischen Zweiturmkirchenbauten nach dem Vorbild der Franziskanerkirche in Wien anknüpft. Die Malereien beziehen sich auf die Legenden des Heiligen Franz Xaver und wurden von 1711 bis 1713 im Zeitgeist des Hochbarocks gestaltet. Die illusionistische Kuppelmalerei gehört zu den Höhepunkten der Barockkunst in der Slowakei und stamt von Krištof Tausch, einem Schüler des berühmten jesuitischen Künstlers Andrea del Pozzo. Von ihm stammen auch die Malereien im Chorraum und im Presbyterium, sowie das Altarbild des Heiligen. Der Hochaltar wurde auf das Jahr 1767 datiert und die Skulpturenausstattung der Seitenaltäre wurde von B. Baumgartner von 1723 bis 1735 geschaffen.

Die Kirche ist nur während der Gottesdienste geöffnet.
www.piar.gtn.sk (Slowakisch)

Stadttor, Synagoge, Bildershow und Plan

Das Untere Stadttor

Man nimmt an, dass der sechsgeschossige Turm des Stadttors mit seinem quadratischen Fundament Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut wurde und er ursprünglich doppelstöckig ausgeführt war. Der Wegübergang ist mit einem gebrochenen gotischen Rundbogen eingewölbt. Während der Katzianer Belagerung der Burg wurde auch das Stadttor beschädigt und daher von 1543 bis 1549 umgebaut, erhöht und mit dem Aufbau eines halbkreisförmigen Barbakans verstärkt. Der Eingang in das Stadttor war über eine Fallbrücke, noch Ende des 16.Jahrhunderts wurde das Tor weiter aufgrund der türkischen Gefahr verstärkt.

Das Untere Stadttor
Im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts wurde der Turm im Renaissancestil umgebaut und vom dritten Geschoss achteckig aufgestockt.

1857 wurde die Befestigung niedergerissen, ein Renaissanceuhrwerk in der Turmkuppel aufgestellt, das 1934 gegen ein elektrisches Uhrwerk ausgetauscht wurde. Am Turm befindet sich folgende lateinische Aufschrift: „Wenn Gott die Stadt nicht in seiner Obhut hat, wacht auch derjenige umsonst der sie hütet.“ Das Stadttor ist in den Sommermonaten für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Synagoge

Die Synagoge von Trenčín

Die Trentschiner Synagoge, 1913 in der Nähe der alten Synagoge vom Berliner Architekten Dr. Scheibner geplant und vom Trentschiner Bauunternehmen Fuchs und Niegreisz gebaut, gehört zu den schönsten und interessantesten Bauwerken ihrer Art in der Slowakei und weist byzantinische und maurisch-orientalisch nachgeahmte Elemte auf. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge geschändet und die Innenausstattung geraubt, 1974 bis 1984 wurde das Gebäude renoviert. Nach der Restaurierung dient der zentrale Raum unter dem Kuppelgewölbe als ein gelegentlicher Ausstellungsraum. Der kleine Andachtsraum im hinteren Teil wurde 1990 rekonstruiert. Leider ist die Synagoge nur während gelegentlicher Ausstellungen zugänglich.

Weitere Informationen über Trenčín finden Sie unter www.trencin.sk/de/mesto

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Bildershow Trenčín

 

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