Ronald Fricke: Lales Lied
Man muss nicht unbedingt das Lied “Lili Marleen“ kennen, um dem Krimi folgen zu können. Aber es erhöht das Lesevergnügen …
Der Krimi basiert auf der – zum Teil wahren – Lebensgeschichte der Sängerin Lale Andersen, die durch die Interpretation des Liedes „Lili Marleen“ berühmt wurde. Ronald Fricke schreibt im Anhang des Krimis, dass er die Autobiographie Lale Andersen und die Biografie der Tochter von Lale Andersen der Geschichte zugrunde gelegt hat. Wobei natürlich der kriminalistische Plot von ihm erfunden wurde.
Die Sängerin lebt mit einem Sekretär auf einer kleinen Insel und erhält plötzlich Drohbriefe. Da sie damit nicht an die Öffentlichkeit will, wird ein Privatdetektiv eingeschaltet. Thomas Nettelbeck ist ein ehemaliger Kommissar, der nun ermitteln soll, ob für Lale eine Gefahr besteht oder sich jemand nur einen makaberen Scherz erlaubt hat.
Während ein Unwetter über die Insel zieht, die Fährverbindung mit dem Festland eingestellt ist, spitzt sich die Lage um die berühmte Sängerin zu. Nettelbeck ist überzeugt, dass der Grund für die Vorkommnisse in der Vergangenheit liegen und auch mit dem berühmten Lied in einem Zusammenhang stehen.
Daher beginnt Lale Andersen nicht nur ihr Leben zu erzählen, sondern der Leser erfährt auch viel über Schuld und Ruhm in der damaligen Zeit, wie eng beide beieinander lagen und wie schwierig wohl manche Entscheidungen zu treffen gewesen sind.
Doch während ihrer Erzählungen spitzt sich die Lage weiter zu, Lales Hund verschwindet und bald findet man die erste Leiche …
Ein spannend erzählter Krimi, der dem Leser auch einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht und dabei zeigt, wie sehr diese oft noch bis in die Gegenwart wirken kann.



