Rebekka Moser: Tief
Der Bodensee Thriller beginnt fast gemächlich, nimmt aber dann unheimlich Fahrt auf.
Die ersten 10-20 Seiten waren für mich schwierig. Ich empfand sie als zu ausführlich, haderte mit genauen Beschreibungen der Umgebung und der Personen, wollte schon fast das Buch aus der Hand legen – und plötzlich bin ich in die Geschichte hineingekippt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Am Ufer des Bodensees wird die Leiche eines jungen Buben gefunden. Warum wurde er getötet und was bedeutet die Botschaft, die auf seinem Körper hinterlassen wurde? Kommissar Heinzle hat einige Verdächtige, doch kein wirkliches Motiv. Dann wird auch der Fischer, auf dessen Boot der Junge zuletzt war, tot aufgefunden und die Elementar-Pädagogin, die den Buben im Kindergarten betreute, wird – obwohl gut integriert – als angebliche Terroristin aus Österreich ausgewiesen.
Die Morde gehen weiter und Kommissar Heinzle wird – wegen mangelnden Erfolges – vom Fall abgezogen, der Staatsschutz ermittelt. Doch auch nun gibt es weitere Tote.
Während dieser – für ihn schwierigen Zeit – wird auch noch seine Tochter mehr und mehr flügge und obwohl der Kommissar sehr liberal eingestellt ist, schluckt er doch als sie ihm ihren Freund vorstellt.
Ist er vielleicht auch an den Morden beteiligt? Weiß er etwas über die Hintergründe?
Kommissar Heinzle ermittelt zuerst mit seinem Profiler-Freund aus Wien privat weiter. Doch bald wird seine Hilfe doch wieder benötigt und auch der Kommissar gerät in Lebensgefahr.
Ein wirklich toller Krimi, den man nach einigen „Anfangsschwierigkeiten“ einfach nicht mehr aus der Hand legen kann…



