Kurt Seinitz: Was für ein Jahrhundert

Ein Leitfaden durch die Welt im Chaos lautet der Untertitel

Ein Leitfaden durch die Welt im Chaos
  • Kurt Seinitz
  • Was für ein Jahrhundert. Ein Leitfaden durch die Welt im Chaos
  • ISBN: 978-3-99001-601-5
  • edition a
  • https://www.edition-a.at

Die Welt scheint wirklich im Chaos zu versinken: Klimakrise, Krieg in der Ukraine, Hungersnöte, der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, Energiekrise, Teuerungen, Inflation, Hass im Netz, IS-Terror – die Welt und die Zeit scheint im Umbruch zu stecken.

Ist dieses Jahrhundert tatsächlich schrecklicher als alle zuvor gestartet? Sind die Herausforderungen für Menschheit und ihre Politiker wirklich größer und fordernder als in den vergangenen Zeiten? Werden wir uns komplett ändern müssen?

Kurt Seinitz versucht in seinem Büchlein all diese Krisen und ihre Entstehung leicht verständlich zu erklären. Wieso gibt es derzeit eine solche Verdichtung der Krisen, welche Fehler wurden gemacht, wie konnte all das entstehen und was wartet vielleicht noch auf uns.

Vieles war mir bereits klar, aber einiges Neues habe ich aus diesem Buch wieder gelernt und es ist wichtig zu wissen, warum etwas passiert oder passierte und wer was in der Vergangenheit richtig oder auch falsch gemacht hat. Nicht unbedingt, um den Bösen zu suchen oder anzuprangern, aber Lösungen können nur aus dem Verständnis erfolgen, warum es zur Eskalation gekommen ist.

Was mir bei Seinitz, wie auch schon bei einigen Büchern zuvor, abgeht, sind die Lösungsmöglichkeiten. Die Ist-Analyse ist gut geglückt, nur was machen wir jetzt? Das Buch beschreibt auf 204 Seiten die Ausgangspositionen, wenn auch mit einigen Hoffnungsschimmern, aber die Suche nach der neuen Ordnung, das letzte Kapitel, nimmt gerade einmal 1 ¼ Seiten ein.

Die Probleme sind komplex und vielfältig und es wird sicher nicht die EINE Lösung geben, aber irgendwie scheint mir, dass man zwar das Geschehen gut analysieren und Ursachenforschung betreiben kann, aber bei den Lösungsansätzen einfach nicht weiterkommt. Leider sehen ich weder die Ansätze einer großen Vision noch die Möglichkeit von kleinen Lösungsschritten, um den Krisen - oder zumindest einigen – Herr zu werden.

Hoffen wir also, dass es nicht doch noch zum großen Clash kommt und dass sich wir und die Welt doch noch besinnen (und unsere Politiker mit Wirtschaft und Industrie)

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