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Klaudia Blasl: Gärten, Gift und kalte Rache

Hier finden sich schwarzer Humor, pflanzliches Giftwissen und „Fabulierkunst“ aufs Beste vereint.

Klaudia Blasl: Gärten, Gift und kalte Rache
Klaudia Blasl
Gärten, Gift und kalte Rache
978-3-7408-25355
emons verlag

Ich mag den schwarzen Humor von Klaudia Blasl, der fast in jeder Zeile hervorblitzt. Er macht das Lesen ihrer Krimis unheimlich unterhaltsam. Sollte jemand den perfekten Mord planen wollen, wäre das Wissen um die diversen Pflanzengifte auch noch von Vorteil.

In einem Dorf wird die Ruhe der Bewohner durch die „Verschönerungs-Ambitionen“ des neuen Bürgermeisters gestört. Die Kirschlorbeer-Hecken um die Gärten sollen verschwinden und dafür nur mehr Sträucher angepflanzt werden, die Bienen und anderen Insekten Nahrung bieten. Außerdem soll der ganze Ort soll mit Pflanzen verschönt werden und so helfen auch (fast) alle beim „Pflanzenzwiebeleinsetzen“ mit. Winkt doch nachher ein Grillfest und der Bieranstich.

Auch das „Gartenduo Berta und Pauline“, zwei befreundete Hobbygärtnerinnen und Hobbydetektivinnen sind bei der Verschönerungsaktion dabei und graben nicht nur Blumenzwiebel ein, sondern auch ein Skelett aus. Dieses stellt sich zwar als Gebein eines Hundes heraus, verschwindet allerdings während der „Grillparty“ und kurze Zeit später setzt im idyllischen Oberdistelbrunn eine Mordserie ein.

Da die Opfer allesamt vergiftet wurden und eines davon – der Förster – sogar vor der Tür von Pauline seinen letzten Atem aushaucht, gerät die als Kräuterhexe verschriene Pauline natürlich sofort in den Kreis der Verdächtigen.
Doch eigentlich hat Pauline andere Sorgen: Ihr Mann, eigentlich ein Couch-Potato per excellence entwickelt nach einem Herzinfarkt und der anschließenden Reha plötzlich sportliche Ambitionen. Da wird doch nicht ein Kurschatten dahinterstecken.

Möglicherweise sind diese Ablenkungen daran schuld, dass Pauline selbst in große Gefahr gerät….

Herrliche über 300 Seiten Krimi-Lesefreude. Am besten gleich für den Strandurlaub einpacken.


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