Bastian Zach: Donaumelodien – Leichenschmaus

Endlich wieder ein historischer Kriminalroman von Bastian Zach …

Hieronymus Holstein ermittelt wieder in Wien

Die Krimis von Bastian Zach bereiten mir beim Lesen immer großes Vergnügen. Ich liebe die Figuren des Geisterfotografen Hieronymus Holstein, seines Freundes Franz und Anezka, die beiden Unterkunft gibt.

In diesen Romanen wird nicht nur das historische Wien wieder zum Leben erweckt (auch die Person des Polizeipräsidenten ist hervorragend gezeichnet), die Lebensgeschichten von den drei Hauptpersonen immer weiter entwickelt, sondern es wird natürlich auch gemordet. Sehr grauslich.

Auch dieses Mal beginnt es mit einer ziemlich schrecklich zugerichteten Leiche, die auf einem Laternenpfahl vor dem Stephansdom angebracht wird – Augen ausgestochen und Mund zugenäht.
Das ist vielleicht mein einziger Kritikpunkt an den Krimis: Es wird nicht „einfach“ gekillt, meistens werden die Opfer schrecklich zugerichtet. Wobei ich zur Verteidigung des Autors aber festhalten muss, dass diese Verstümmelung immer auch eine Bedeutung und Beziehung zum Leben des Opfers haben.

Diesmal ist man bei der Lösung des Falls einem Kriegsverbrechen auf der Spur, Hieronymus wird verletzt und auch Franz glaubt, dass sein letztes Stündchen geschlagen hat. Man erfährt sogar, was den ehemaligen Mönch veranlasst hat aus seinem Orden auszutreten….

Spannend, gut geschrieben. Ein wunderbarer gruseliger Krimi, lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite.

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