Barbara Wimmer: Jagd im Wiener Netz

Was würde wohl Kommissar Leyrhofer ohne Hilfe der Investigativjournalistin Stefanie Laudon machen?

Die Hacker gehören hier zu den Guten

Schon der erste Roman von Barbara Wimmer spielte in der Zukunft: 2022. In „Tödlicher Crash“ war der Finanzminister des Landes mit seinem selbstfahrenden Auto ermordet worden.

Im neuen Krimi wird 2028 - in diesem Jahr spielt er nämlich – wieder ganz altmodisch mit Gift gemordet. Doch auch in diesem Krimi spielen neue Technologien wieder eine große Rolle. Die Polizei setzt PreCrime-Computer ein, Überwachung wird großgeschrieben, aber Hacker wie Stefanies Freund Paul können nach wie vor fast mühelos die vielen schlecht gesicherten Computer knacken.

Nach der Ermordung eines Rechtsanwalts und eine Bankfilial-Direktorin gerät auch Stefanie ins Fadenkreuz des Möders. Auch sie erhält Drohmails mit einem X und der Anzahl der Tage bis zu ihrem Tod. Warum wurden beide ermordet? Vor allem wie hängen die beiden Verbrechen zusammen? Und wieso werden die Todesnachrichten von einem Programm verschickt, das Firmen – unter anderem auch ihre Zeitung – installieren, um die Effizienz ihrer Mitarbeiter zu steigern? Noch dazu unerlaubter Weise.

Stefanie hat diesmal nicht nur mit dem Mörder zu kämpfen, sondern auch in der Redaktion mit ihrem Chefredakteur und mit ihrem Arbeitgeber. Allerdings fürchte ich, dass die geschilderten „Zustände“ der Medien in vielen Redaktionen schon 2022 eingetreten sind. Zumindest die Entwicklung in die „falsche“ Richtung hat bereits begonnen.

Der Story kommt etwas langsam anfänglich in Schwung, wird aber dann sehr spannend und bleibt es bis zum Schluss.

Fazit: Krimi mit Zukunftsaussichten für Polizei und Medien

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