Wer in Nova Gorica und im Wippachtal unterwegs ist, sollte sich nicht nur auf eine wunderschöne Landschaft und Sehenswürdigkeiten gefasst machen, sondern auch Freude an Kulinarik und an einem guten Glässchen Wein haben. Die Auswahl hier ist schlicht unglaublich.

Šmarje

Vielleicht ist es die Nähe zum Meer gepaart mit der Nähe zu den Alpen, die die besondere Landschaft hier ausmacht. Oder aber das diese Gegend schon seit frühester Zeit besiedelt war.

Geschichte

Vermutlich hatten hier bereits schon die Illyrer und die Kelten ihre ersten Siedlungen, Immerhin sollt Vip auf keltisch Fluss bedeuten. Schon frühzeitig war das Gebiet schon in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt: 394 war die Umgebung von Vipava Schauplatz der Schlacht am Frigidus. Angeblich wurde diese Auseinandersetzung von der Bora entschieden. Der Wind, der mitunter in einen recht kräftigen Sturm umschlagen kann, verzehnfachte die Kraft der Pfeile der Truppen von Theodosius, während er den Truppen seines Gegners Eugenius die Schutzschilder aus den Armen riss und Pfeile und Speere gegen das eigene Heer richtete.

Nova Gorica
Gegen Ende des 6. Jahrhunderts kamen Slaven ins Tal, Ende des 8.Jahrhunderts wurde das Tal Teil des fränkischen Reiches und die Bevölkerung wurde christianisiert. Im Mittelalter war die Region schließlich im Besitz des Herzogtums Friaul, dann der Grafen von Görz und schließlich der Patriarchen von Aquilea. Auch die Republik Venedig gehört kurzzeitig zu den Herrschern. 1367 wird der Ort Vipava erstmals erwähnt, ab 1535 kommt das Tal zum Herzogtum Krain und damit unter die Herrschaft der Habsburger. Im 16. Jahrhundert ist die Stadt ein wichtiges Zentrum der Reformation in Slowenien.

Nova Gorica
Lange Zeit verbleibt die Gegend dann in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, dieser Abschnitt endet jedoch mit dem Ersten Weltkrieg. Das Vipava Tal und auch Görz wird von italienischen Truppen besetzt und dem Königreich Italien zugeschlagen. Eine konsequente Italienisierung setzt auch hier durch die italienischen Faschisten ein. Viele Bewohner schließen sich dem jugoslawischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg an, es entsteht ein wichtiges Zentrum des jugoslawischen Widerstands. 1945 befreien jugoslawische Partisanen Vipava und 1947 wird die Stadt ein Teil der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Seit 1991 sind Stadt und Tal Teil des unabhängigen Staates Sloweniens.

Der große Schatz: Wein und Obst

Vor allem die Römer prägten während ihrer Herrschaft das Tal und brachten einen Schatz mit, der noch heute neben Obst, großen landwirtschaftlichen Reichtum brachte: die Weinrebe. Die sonnigen Südhänge und das mediterrane Klima sind für Wein wie geschaffen. Auf zwei einheimische Sorten sind die Winzer der Gegend besonders stolz: Zelen und Pinela. Bereits 1689 wurde hier ein Buch über die hiesigen Weine von Janez Vajkard Valvasor geschrieben, 1844 entstand Vinoreja: das Buch gilt als das erste slowenische Buch über den Weinbau, und Ende des 19.Jahrhunderts wurde im Vipava-Tal die erste Weinbaugenossenschaft im Land Krain gegründet.

Šmarje
Kirschen, Marillen, Birnen, aber auch Kastanien, Oliven und Kakipflaumen wurden und werden im Vipava-Tal neben den Trauben gepflanzt und beeindrucken seit frühester Zeit durch ihren Geschmack die Konsumenten. Schon vor 200 Jahren wanderten die Einheimischen mit ihren Ernten in speziellen hölzernen Kästen auf die Märkte von Triest, Görz, Ljubljana oder Idrija um ihre Früchte zu verkaufen. Budanje war damals das Zentrum des Obstanbaus. Die charakteristischen Kästen waren dann auch für den Spitznamen der Einwohner veranwortlich: „škatlarji“ – Kasten-Leute – wurden sie genannt. Ihre Früchte aber wurden – durch den Ausbau der Eisenbahn – bald auch von Graz bis Wien sehr geschätzt.

Wer in Nova Gorica und im Wippachtal unterwegs ist, sollte sich nicht nur auf eine wunderschöne Landschaft und Sehenswürdigkeiten gefasst machen, sondern auch Freude an Kulinarik und an einem guten Glässchen Wein haben. Die Auswahl hier ist schlicht unglaublich.

Šmarje

Vielleicht ist es die Nähe zum Meer gepaart mit der Nähe zu den Alpen, die die besondere Landschaft hier ausmacht. Oder aber das diese Gegend schon seit frühester Zeit besiedelt war.

Geschichte

Vermutlich hatten hier bereits schon die Illyrer und die Kelten ihre ersten Siedlungen, Immerhin sollt Vip auf keltisch Fluss bedeuten. Schon frühzeitig war das Gebiet schon in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt: 394 war die Umgebung von Vipava Schauplatz der Schlacht am Frigidus. Angeblich wurde diese Auseinandersetzung von der Bora entschieden. Der Wind, der mitunter in einen recht kräftigen Sturm umschlagen kann, verzehnfachte die Kraft der Pfeile der Truppen von Theodosius, während er den Truppen seines Gegners Eugenius die Schutzschilder aus den Armen riss und Pfeile und Speere gegen das eigene Heer richtete.

Nova Gorica
Gegen Ende des 6. Jahrhunderts kamen Slaven ins Tal, Ende des 8.Jahrhunderts wurde das Tal Teil des fränkischen Reiches und die Bevölkerung wurde christianisiert. Im Mittelalter war die Region schließlich im Besitz des Herzogtums Friaul, dann der Grafen von Görz und schließlich der Patriarchen von Aquilea. Auch die Republik Venedig gehört kurzzeitig zu den Herrschern. 1367 wird der Ort Vipava erstmals erwähnt, ab 1535 kommt das Tal zum Herzogtum Krain und damit unter die Herrschaft der Habsburger. Im 16. Jahrhundert ist die Stadt ein wichtiges Zentrum der Reformation in Slowenien.

Nova Gorica
Lange Zeit verbleibt die Gegend dann in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, dieser Abschnitt endet jedoch mit dem Ersten Weltkrieg. Das Vipava Tal und auch Görz wird von italienischen Truppen besetzt und dem Königreich Italien zugeschlagen. Eine konsequente Italienisierung setzt auch hier durch die italienischen Faschisten ein. Viele Bewohner schließen sich dem jugoslawischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg an, es entsteht ein wichtiges Zentrum des jugoslawischen Widerstands. 1945 befreien jugoslawische Partisanen Vipava und 1947 wird die Stadt ein Teil der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Seit 1991 sind Stadt und Tal Teil des unabhängigen Staates Sloweniens.

Der große Schatz: Wein und Obst

Vor allem die Römer prägten während ihrer Herrschaft das Tal und brachten einen Schatz mit, der noch heute neben Obst, großen landwirtschaftlichen Reichtum brachte: die Weinrebe. Die sonnigen Südhänge und das mediterrane Klima sind für Wein wie geschaffen. Auf zwei einheimische Sorten sind die Winzer der Gegend besonders stolz: Zelen und Pinela. Bereits 1689 wurde hier ein Buch über die hiesigen Weine von Janez Vajkard Valvasor geschrieben, 1844 entstand Vinoreja: das Buch gilt als das erste slowenische Buch über den Weinbau, und Ende des 19.Jahrhunderts wurde im Vipava-Tal die erste Weinbaugenossenschaft im Land Krain gegründet.

Šmarje
Kirschen, Marillen, Birnen, aber auch Kastanien, Oliven und Kakipflaumen wurden und werden im Vipava-Tal neben den Trauben gepflanzt und beeindrucken seit frühester Zeit durch ihren Geschmack die Konsumenten. Schon vor 200 Jahren wanderten die Einheimischen mit ihren Ernten in speziellen hölzernen Kästen auf die Märkte von Triest, Görz, Ljubljana oder Idrija um ihre Früchte zu verkaufen. Budanje war damals das Zentrum des Obstanbaus. Die charakteristischen Kästen waren dann auch für den Spitznamen der Einwohner veranwortlich: „škatlarji“ – Kasten-Leute – wurden sie genannt. Ihre Früchte aber wurden – durch den Ausbau der Eisenbahn – bald auch von Graz bis Wien sehr geschätzt.

Nova Gorica

Nova Goriza, aber auch Görz auf der italienischen Seite hat eine ganz besondere Geschichte. Görz galt früher als das kulturelle Zentrum der Goriška, durch seine besondere Lage zwischen den Julischen Alpen und dem Mittelmeer wurde es auch als das Nizza der Österreich-Ungarischen Monarchie bezeichnet.

Immer wieder schön - ein kleiner Markt in Nova Gorica
Das nahe Solkan war im Mittelalter wichtiger als Gorica, erst später wurde aus dem slawischen Gorica Görz und die Stadt wuchs zum kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der ganzen Region heran. In der Stadt lebten vereint Slowenen, Friauler, Deutsche, Österreicher, Italiener, Juden, Christen und mehrere Sprachen zu beherrschen war für die damaligen Bewohner selten ein Problem. Das Ende des Zweiten Weltkriegs teilte schließlich die Stadt: zuerst besetzten jugoslawische Partisanen den Görzer Bahnhof der Wocheiner Bahn (Ferrovia Transalpina) und erhoben Anspruch auf die Stadt. Doch der Frieden von Paris im Jahr 1947 teilte die Stadt zwischen Italien und Jugoslawien: Der kleine östliche Teil mit dem Bahnhof wurde Jugoslawien zugesprochen und darauf aufbauend entstand Nova Gorica.

Nova Gorica ist eine moderne Stadt

Durch den EU-Beitritt Sloweniens im Jahr 2004 und mit dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens 2007 verwischt sich die Grenze nun wieder mehr und mehr. Besonders am Bahnhofsplatz, heute Europaplatz, kann man ohne Probleme vom slowenischen Teil in den italienischen und wieder zurück gelangen, auch an jeder anderen beliebigen Stelle kann heute das Nachbarland besucht werden. So kommt wieder zusammen, was früher zusammen gehörte – der EU sei Dank.

Nova Gorica
Nova Gorica ist am Reißbrett als urbanes Zentrum entstanden. 1948 wurde der Grundstein gelegt, seit 1995 ist hier auch eine Universität. Nova Gorica ist eine junge Stadt, die weniger mit alten Kulturgütern lockt, denn mit Spielcasinos und Unterhaltung. Dennoch gilt sie als die Stadt der Rose (wozu auch der Radicchio beiträgt, doch davon später) und als Stadt des guten Geschmacks. Damit sind nicht unbedingt die Gebäudekomplexe gemeint, sondern viele kleine feine Lokale und Restaurants, die in der Stadt und in der näheren Umgebung mit ihrer Küche und den ausgezeichneten Weinen dafür sorgen, dass ein Besuch in der Stadt ein einzigartiges Geschmackserlebnis beinhaltet.

Dennoch: zuerst machen wir uns noch zu einigen Sehenswürdigkeiten auf.

Das Kloster Kostanjevicia

Auf einem 143 Meter hohem Hügel am Rande von Nova Gorica steht die Kirche Mariä Verkündigung und das ihr angeschlossene Kloster. Kostanjevicia oder Kapela (wie die Einwohner von Nova Gorica den Ort nennen) ist eine alte Wallffahrtsstätte, um den Zeitpunkt wann hier die erste Kirche gebaut wurde ranken sich zahlreiche Legenden.

Die Kirche und das Kloster Kostanjevicia

Urkundlich belegt ist jedoch, dass Graf Matthias Thurn 1623 hier ein kleines Kirchlein erbauen ließ, dessen Bildnis der Gottesmutter im Inneren Gläubige aus der Umgebung anzog. Außerdem beauftragte der Graf auch den Bau eines Klosters, das die Kameliter über 130 Jahre verwalteten und immer wieder ausbauten und verschönerten. Durch den Erlass Kaiser Joseph II. wurde jedoch 1781 auch dieses Kloster aufgehoben, die Kameliter zogen weiter. Erst 1811 kamen die Franziskaner hierher und blieben bis heute.

In der Kirche des Klosters Kostanjevicia
Während des Ersten Weltkriegs wurde die Kirche zerstört, doch von 1924-1929 wieder renoviert. Auch die Stuckaturen wurde wieder hergestellt, sodass man sie heute wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit bewundern kann. Im Mittelteil des Hauptaltars sieht man ein Bildnis der Gottesmutter mit Jesuskind, umgeben von einem Strahlenkranz. Der Künstler, Leonardo Rigo, malte die Mutter Gottes vor einem Kastanienbaum, weshalb sie in der Gegend auch als „Kastanien-Maria“ bekannt ist.

Die Kastanien-Maria

Das Fresko an der Decke des Schiffes stellt Maria Krönung dar und ist ein Werk des friulanischen Malers Giovanni Moro. 23 steinerne Grabplatten beweisen die enge Verbindung der adeligen Görzer mit dieser Kirche.

Die Bourbonengruft

Unter der Kirche in der Gruft ruhen die letzten Mitglieder der französischen Königslinie der Bourbonen, darunter Frankreichs letzter König, Karl X. Während sein Vorgänger noch bemüht war, royalistische Grundsätze mit den Ideen der Revolution zumindest teilweise in Einklang zu bringen, war Karl X. ein Anhänger ultraroyalistischer Strömungen und so versuchte er das Rad der Geschichte zurückzudrehen und die Revolution ungeschehen zu machen.

Eingang in die Bourbonengruft

Am 27. Juli 1830 hat das liberale Bürgertum davon genug und es kam zur sogenannten „Julirevolution“: Karl musste fliehen. Zuerst suchte er mit seiner Familie Zuflucht in Edinburgh in Schottland, reiste dann aber nach Prag weiter. Doch in Prag herrschte die Cholera, worauf man gerne die Einladung des Grafen Coronini annahm und nach Görz kam. Doch es war bereits zu spät: Karl starb 17 Tage nachdem er in Görz eingetroffen war. Karl war zwar nie in der Kirche und auch nicht im Kloster, aber er konnte die Kirche vom Fenster seines Krankenbetts aus sehen – vielleicht entsprang daher auch der Wunsch hier begraben zu liegen.

Die Bourbonengruft
Doch in der Krypta der Kirche fanden noch weitere Angehörige der Bourbonen ihre letzte Ruhestätte:
Ludwig XIX., Herzog von Anoulême, der älteste Sohn Karls X. Er starb ebenfalls in Görz im Palais des Grafen Strassoldo.
Maria Theresia Charlotte, Herzogin von Angoulême, Gemahlin Lidwigs XIX. und Tochter Ludwigs XVI. und seiner Gattin Maria Antoinette, der Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia.
Heinrich V., Graf von Chambord, Sohn von Karl Ferdinand und Enkel Karl X. Er war der letzte Vertrete der französischen Linie der Bourbonen.
Maria Theresia Beatrice Gaetana, Erzherzogin von Österreich-Este, Gemahlin Heinrichs V. Sie sorgte dafür, dass alle Familienmitglieder der Bourbonen im Exil in derselben Gruft ruhen.
Luise Maria Theresia, Herzogin von Parma war die Schwester Heinrichs V. Nach dem gewaltsamen Tod Karl III., Herzog von Parma, herrschte sie als Regentin anstatt ihres minderjährigen Sohnes. Sie war die Großmutter der letzten österreichischen Kaiserin, Zita.

In der Bourbonengruft
Französische Besucher nennen diesen Ort auch das „kleine St. Denis“.

Die Bibliothek

In der Bibliothek des Franziskanerklosters, die nach dem größten slowenischen Linguisten des 19. Jahrhunderts – Pater Stanislav Škrabec – benannt ist, der hier auch 42 Jahre lebte finden sich an die 11.500 Bücher. Sie sind in 25 verschiedenen Sprachen abgefasst, die meisten in Deutsch, Latein und Italienisch.

Die Bibliothek des Franziskanerklosters

Thematisch ist fast alles dabei: Kochbücher, Wörterbücher, Enzyklopädien, Bibeln und vieles mehr. Besonders wertvoll sind die 30 Inkunabeln, sowie Drucke aus der Zeit vom 16. bis 19. Jahrhundert, darunter ein Exemplar des ersten, von Adam Bohorič verfassten Grammatikbuch der slowenischen Sprache.

In der Bibliothek des Franziskanerklosters

Nur mehr 26 Exemplare gibt es davon weltweit und dennoch ist dieses aus dem Jahr 1584 ein ganz besonderes: es trägt als einziges eine Widmung des Autors.

Der Rosengarten

2004 wurde im ehemaligen Klostergarten an der Südfassade der Klostermauer eine Sammlung von Bourbon-Rosen angelegt. Die Sammlung gehört heute zu den größten und vollkommensten, immerhin kann man hier 49 Sorten der bisher bekannten 80 verschiedenen Sorten dieser alten Rosengruppe finden. Die Rosen bekamen ihren Namen nach einer Insel im Indischen Ozean, die im 19. Jahrhundert den Namen Ile de Bourbon trug. Sie entstanden durch eine zufällige Kreuzung zweier alter Rosensorten: der chinesichen Old Blush und der europäischen Damaskusrose Quatre saisons. Versäumen Sie daher nicht bei ihren Besuch durch den Rosengarten zu wandern: nicht nur das Aussehen der Rosen beeindruckt, sondern auch ihr Duft.

Der Rosengarten im Kloster Kostanjevica
Das Franziskanerkloster ist an Werktagen von 9:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 17:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Für Gruppen ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Eine Besichtigung der Bibliothek ist nur für Gruppen und nach vorheriger Anmeldung möglich.

Kloster Kostanjevica
5000 Nova Gorica, Škrabčeva 1, p.p. 303
Tel: +386 5 330 77 50
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.samostan-kostanjevica.si

Rosen und Nova Gorica

Eine Rose findet sich auch im Wappen der Stadt Nova Gorica. Und auch eine andere Rose gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und der Region: die Rose des Radicchio und damit ist wohl wieder der Bogen zur Kulinarik hergestellt. Die Geschichte dieser „Rose“ begann nach 1866, nachdem die Technik des Bleichens des Radicchio bei den lokalen Bauern eingeführt wurde. Baron Karl von Czernig Czernhausen schrieb in seinem Buch „Das Land Görz und Gradisca“ ebenso begeistert darüber wie Rihard Dolenc, welch gute Eigenschaften und guten Geschmack der Radicchio aus dieser Region hätte. Bald war er weit über die Gegend hinaus bekannt: in Ljubljana, in Graz, sogar bis nach Wien wurde der Chicoree geliefert. Halten Sie also Ausschau nach der Rose von Nova Gorica, den „Sukenski regut“, wie ihn die Einheimischen nennen; am besten auf den Märkten und auf den Speisekarten..

Der Bahnhof

Das Bahnhofsgebäude im Jugendstil ist das älteste öffentlich Gebäude in Nova Gorica und wurde zur gleichen Zeit wie die Bohinjer Eisenbahnstrecke im Jahre 1906 gebaut. Im Sommer 1906 folgte die feierliche Eröffnung der Strecke die eine Verbindung zwischen Wien und Triest darstellte. Früher verlief die Grenze zwischen Italien und Slowenien entlang der Bahnschienen, heute – mit dem Beitritt Sloweniens in die EU und dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens – ist der Grenzübergang zwischen beiden Staaten an vielen Stellen möglich und kein Problem mehr.

Europaplatz

Hier sieht man am deutlichsten die Vorteile der EU: die Stadtverwaltungen von Gorica und Nova Gorica beschlossen nach dem EU-Beitritt Sloweniens ein besonderes Zeichen zu setzen: den Europaplatz, einen neuen gemeinsamen Stadtplatz vor dem Bahnhof. Das Motiv des runden Mosaiks in der Mitte wurde durch einen internationalen Kunstwettbewerb ausgewählt und ist ein Werk der Triestiner Künstlers Franko Vecchiet. Zwei Platten – eine auf der slowenischen, die andere auf der italienischen Seite – tragen die Aufschrift „mozaik nove Europe“ – das Mosaik des neuen Europas.

Die Basilika Sveta Gora

Bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war der Hügel ein Wallfahrtsort mit großer Tradition und einer dreischiffiger Basilika, die Elemente der Spätgotik und der Renaissance vereinte. Im Juni 1915, im Ersten Weltkrieg, wurden allerdings die Kirche, das Kloster und die Unterbringungsmöglichkeit für die Pilger auf der Anhöhe zerstört. Hier entlang des Flusses verlief die Soča-Front, deren 12 Schlachten schreckliche Verwüstung und zahlreiche Opfer verursachten. In Erinnerung an diese Zeit schufen Bergsteiger aus Nova Gorica am Südhang der Anhöhe einen markierten Weg, der größtenteils an den Schützengräben und durch die Kavernen des Ersten Weltkriegs führt.

Blick auf Sveta Gora

Die heutige Basilika stammt aus 1928 und wurde nach den Plänen von Silvan Baresij gebaut. Von der Anhöhe aus kann man einen wunderschönen Ausblick auf die Julische Alpen, das Waldgebiet Trnovski gozd und den Karst bis hin zum Meer, auf die Weinberge der Brda, die Karnischen Alpen und die Dolomiten genießen.

Franziskanerkloster Sveta Gora
5250 Solkan, Sveta Gora 2
Tel: +386 5 330 40 20
www.svetagora.si

Stadt der Casinos

Nova Gorica ist jung und am Reissbrett entstanden, eine Altstadt mit alten Häusern oder der Atmosphäre früherer Zeiten fehlt. Besucher, die darauf Wert legen, müssen in den italienischen Teil der Stadt ausweichen. Wer aber gerne einmal sein Glück auf dem Spieltisch versuchen möchte, der ist in Nova Gorica richtig. Im Hotel Perla oder im Hotel Park kann man sich so richtig die Nacht um die Ohren schlagen.

Park Casino und Hotel in Nova Gorica

Es warten zahllose unterschiedliche Spielautomaten, amerikanisches und französisches Roulette, verschiedene Pokerarten, Black Jack, Bingo und vieles mehr auf die Casino-Fans. Tagsüber kann man sich in den Spas verwöhnen lassen oder durch die Stadt streifen. Wir waren auf unserer Reise im Hotel Park untergebracht – eine Beschreibung des Hotels finden Sie bei unseren Übernachtungstipps

Kulinarik und Wein

In der Stadt und im nahen Wippach-Tal sind die Kulinarik und der Weingenuss zu Hause. Egal, ob Sie es lieber bodenständig oder molekular, ob Sie lieber Fisch oder Schinken bevorzugen, ein kleines feines Restaurant oder eine Buschenschank – in dieser Region finden Sie sicher ihr Lieblingslokal und ihren Lieblingswinzer. Hier treffen Geschmäcker und Einflüsse der Küche des Karsts und der Brda, des Wippachtals, von Friaul und der italienischen Küche zusammen.

Auch der Wein hat im Vipava-Tal eine lange Geschichte und die Auswahl an internationalen und autochthonen Sorten kann einen Weinliebhaber schon begeistern. Das Klima unterstützt das Reifen der Trauben und Zelen, Pinela, Malvazija oder Rebula sollten Sie unbedingt probieren.

Šmarje

Šmarje bei Ajdovščina, ist ein kleines Dörfchen, das als eines der ältesten und schönsten des Wippachtals gilt.

Šmarje

Es ist eines der alten, verwinkelten Steindörfer im Wippachtal. Šmarje beeindruckt aber auch noch durch seine Ursprünglichkeit, allerdings auch durch seine „Renovierungsbedürftigkeit“, obwohl schon an allen Ecken und Enden gewerkt, ausgebessert und behutsam erneuert wird. Das Dorf liegt inmitten von Hügeln und ist von Weingärten umgeben, die Reben teilweise in alten Reihen gepflanzt, mit Steinen begrenzt und natürlich finden sich hier auch viele Weinkeller. Man sagt, dass der Wein aus Šmarje zu den besten des Wippachtals gehört, da die umgebenden Hügeln die Weinberge vor der Bora schützen und die Trauben von früh bis spät Sonne bekommen.

Šmarje

Es ist daher auch kein Zufall, dass hier in diesem Ort Matija Vertovec, ein Priester, 1784 geboren wurde. Er schrieb 1844 die Vinoreja, ein Buch in slowenischer Sprache über die Trauben und den Weinbau, das auch heute noch zu den bedeutendsten Werken über dieses Thema zählt.

Šmarje

Bereits 1330 wurde die Kirche gebaut und die Häuser wurden um sie herum angeordnet. Früher war die Kirche der Heiligen Lucia geweiht, doch nun gedenkt man hier der Heiligen Maria. Daher auch der Name Šmarje heißt eigentlich Santa Maria.

Šmarje

Noch heute kann man durch die engen „Gase“, so heißen auch hier Gassen, gehen und die alten Häusern bewundern. Viele Künstler sind nach Šmarje gekommen und so kann man beim Spaziergang durch den Ort auch ihre Werke bewundern und auch mit dem einen oder anderen ein Schwätzchen halten.

Šmarje

Sogar der Kaiser der Österreich-Ungarischen Monarchie, Franz-Joseph, kam einmal gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf seinem Weg nach Triest durch Šmarje.

Šmarje

Wenn Sie Šmarje besuchen, sollten Sie auf jeden Fall die Kmetija poljsakova brajda besuchen und ein paar autochthone Weine der Gegend verkosten. Sie werden es nicht bereuen. Mehr darüber erfahren Sie hier

Šmarje

Es lohnt sich ein paar Mal nach Nova Gorica und ins Wippachtal zu kommen. Es gibt so viel zu verkosten und zu probieren. Unsere Tipps finden sie hier.

Šmarje

Vipavski Križ

Auch dieses Dorf im Herzen des Wippachtals gehört zu den schönsten und historisch interessantesten in Slowenien. Wie viele andere Dörfer im Tal liegt es malerisch auf einem Hügel.

Vipavski Križ

Der Hügel war bereits in der vorrömischen Zeit bevölkert, allerdings wurde das Dorf erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Ende des 15. Jahrhunderts befahl der Graf von Görz ein vierstöckiges Schloss zu bauen und mit einer Mauer das Dorf gegen die Gefahr der türkischen und venezianischen Invasoren zu schützen.

Vipavski Križ

1507 erhielt das Dorf Marktrechte und 1532 erhob Kaiser Ferdinand das Dorf zur Stadt. 1636 wurde das Kapuziner-Kloster gebaut, das bald durch seine große Bibliothek bekannt wurde. Lange Zeit lebte und arbeitete hier auch der berühmte Prediger Janez Svetokriški. Die Bibliothek und das Kloster ist heute für Besucher geöffnet und kann besichtigt werden.

Vipavski Križ

Die Kloster- und Pfarrkirche wurde erst später gebaut. In ihrem Inneren finden sich ein künstlerisch gemeißelte Marmoraltar, Ölbilder und eine reiche Stuckarbeit in der Kapelle des Heiligen Kreuzes. Auch Primož Trubar predigte in Vipavski Križ.

Vipavski Križ
Die Gebäude im Dorf stehen unter Denkmalschutz und man bemüht sich nun wieder das Dorf zu beleben. So gibt es einen Markttag im Juli oder auch das Zelen-Fest, bei dem jeweils der beste Zelen-Winzer prämiert wird.

Vipavski Križ

Wir waren beim Zelen-Fest dabei. Im Innenhof des Schlosses warten die Stände der Zelen-Winzer auf die Gäste, die alle die unterschiedlichen Zelens probieren möchte. Es wird getanzt – auch mittelalterlich und auch ein Feuerschlucker kann beeindrucken. Schließlich kürt die Weinritterschaft die besten Zelen des Jahres.

Danach wird weiter gefeiert, weiter probiert und auch das eine oder andere Schmankerl gegessen. Schließlich braucht man ja eine Grundlage für die Weinverkostung (wie es bei uns zumindest heißt). Lassen Sie sich solche Festlichkeiten nicht entgehen ...

Vipavski Križ

Institut Vipavski Križ
5270 Ajdovščina, Plače 70
Tel: +386 41 660 445
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.vipavskikriz.si

Bildershow, Tipps, Links und Plan

Bildershow

 

Mehr über Görz und das Wippachtal finden Sie auch am Blog von Josef Wallner und Norbert Eisner:
http://www.enricosreisenotizen.eu/index.php/100-zwischen-italien-und-slowenien
http://enricosreisenotizen.eu/index.php/71-dober-tek-slowenien

Buchtipp:

Josef Wallner, Norbert Eisner Geliebtes Görz. Von den Alpen zur Adria. Eine Reise durch das altösterreichische Küstenland.
Verlag Berger, Horn 2013
https://www.verlag-berger.at/der-verlag-berger/presse/geliebtes-goerz.html

Hier finden Sie Übernachtungstipps, Restauranttipps und Winzer aus dem Wippachtal auf askEnrico

Hier geht´s zum Plan auf Google Maps

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