Weinliebhaber, die da Besondere schätzen, sollten auf jeden Fall bei der Familie Frelih in Šentrupert einkehren. Hier kann man alles: Übernachten, essen und vor allem prämierten Cviček verkosten.

Die Tradition im Weinbau reicht bei der Familie zurück bis ins Jahr 1892, als Joseph Frelih nach Šentrupert kam. Ursprünglich stammte er aus dem Wippachtal, wo er bereits viel Wissen und Erfahrung rund um Wein und die Weinrebe erworben hatte. Doch damals war es ein schwierige Zeit für Weinbauern: Die Reblaus war aus Amerika eingeschleppt worden und vernichtete viele Rebstöcke, die Weinproduktion ging zurück, viele Winzer standen vor dem Aus, da ihre Weinstöcke von dem Schädling vernichtet wurden. So war es auch den Winzern in Šentrupert ergangen.

Mutter und Sohn vor dem Restaurant und ihren hervorragenden Sekt
Joseph aber gab nicht auf. Er kaufte einen der zerstörten Weinberge in Zadra und begann Weinreben neu auszupflanzen, er war einer der ersten, der veredelte Stöcke mit amerikanischen Reben nutzte. Damals war der Weinberg 60 Hektar groß und auf ihm wuchsen an die 6.000 Reben. Er stand auch in Kontakt mit J.V. Valvazor, den er die gute Lage von Šentrupert schilderte, immerhin galt der Ort als der wärmste in der ganzen Gegend.

Da haben wir uns ja einiges vorgenommen
Auch sein Sohn war sehr am Weinbau interessiert, wobei er mehr Wert auf die Verarbeitung legte, er arbeitete auch mit den Experten der Weinbauschule in Novo Selo zusammen, vergrößerte und erneuerte den Weinbau. Viele seiner Ideen blieben allerdings durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unverwirklicht. Doch es gelang ihm seine Liebe zur Weinherstellung auch an seinen Sohn zu übertragen.

Ein gutes Tröpfchen - man sollte es verkosten
Damals wurde in erster Linie Weißwein produziert und dieser auch komplett im angeschlossenen Gasthaus verkauft. Durch die Bekanntschaft mit John Mlakar aus Ljubljana verfolgte man auch die Idee Cviček zu produzieren. Später kam auch die Produktion von Schaumwein dazu.

Zur Weinverkostung braucht es auch Käse und Brot
Nach 1996 begann man damit auch Barrique Weine zu entwickeln, die in aus Frankreich mitgebrachten Eichenfässern reifen.

Charmant präsentiert - von der Chefin des Hauses
2000 wurde ein neuer Weinkeller gebaut und der nächste Frelih übernahm die Führung. Der Weinberg wurde erneut ausgebaut und heute blickt die Familie auf rund fünf Hektar mit 23.000 Reben und viele Preise für ihre Weine und auch für die Schaumweine. Auch das Restaurant ist nun wieder in Betrieb, Zimmer werden vermietet und bei einer Weinkost kann ich auch hier wieder vor allem den Sekt empfehlen, den Sie unbedingt verkosten sollten. Wobei ich allen Rotwein-Liebhabern auch den Pinot Noir wärmstens ans Herz legen möchte. Ganz nach dem Motto: „Chacun a son goût!“

Ein Blick auf den Weinberg der Familie Frelih
Vinska klet Frelih d.o.o.
8232 Šentrupert, Šentrupert 35
Tel: +386 7 6000 600 (Weinkeller), +386 7 6000 606 (Restaurant)
Mobil: +386 7 6000 601
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.frelih.si