Hermann Leopoldi (Foto: wien.gv.at)Österreichischer Komponist, Kabarettist und Klavierhumorist Leopoldi lernte von seinem Vater Klavierspielen, 1904 hatte Leopoldi sein erstes Engagement als Klavierbegleiter.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges betätigte er sich als Klavierhumorist und Kapellmeister im Frontvarieté.

1916 Auftritte im Ronacher. Mit dem Conférencier Fritz Wiesenthal wurde das Kabarett Leopoldi Wiesenthal gegründet, dass allerdings nach einigen Jahren schließen mußte, da die Herren bei weitem bessere Kaberettisten als Geschäftsleute waren. Tourneen und Auftritte in Berlin, in der Schweiz, aber auch nach Paris, Budapest, Bukarest, Prag und Karlsbad folgten.

Leopoldi versuchte nach dem Anschluss nach Tschechien zu flüchten, da die Grenzen allerdings gesperrt waren, mußten er und seine Frau wieder umkehren. Am 26. April 1938 wurde er aus seiner Wohnung abgeholt und schließlich ins KZ Dachau überstellt, seine Frau konnte in die USA flüchten.

Im September wurde er mit Fritz Grünwald und Fritz Löhner-Beda ins KZ Buchenwald deportiert. Dort entstand der Buchenwald-Marsch, zu dem er auf den Text von Löhner-Beda die Musik komponierte. Seine Frau und ihre Eltern trieben inzwischen in den USA genug Geld auf, um ihn freizukaufen - so gelangte er über Hamburg nach New York.

Das Bild Leopoldis, auf dem er nach seiner Ankunft den Boden küßte, verbreitete sich rasch und half ihm beim Aufbau seiner Stellung in New York, wo er bald regelmäßig auftrat und seine Stücke der Sprache der neuen Heimat anpasste. Nach Kriegsende kehrte er nach Wien zurück und konnte dort anknüpfen, wo er vor dem Krieg aufhören musste.

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