Trnava, Tyrnau, ist die älteste Königsstadt der Slowakei und wird, ob ihrer vielen Kirchen, auch das kleine Rom genannt.

Geschichte

Die Gegend um die Stadt ist bereits sehr lange besiedelt, es finden sich zahlreiche Funde aus der Altbronzezeit und auch von den Kelten. Die heutige Stadt scheint sich aus einer Siedlung, die bereits nach dem Zerfall von Großmähren existierte, weiter entwickelt zu haben.

Trnava (Foto © Peter Cagala, Trnava Tourism)
Ihre Weiterentwicklung verdankt die Trnava, wie so viele andere Städte, ihrer strategisch guten Lage. Am Ende des 9. Jahrhunderts führten hier die Via Bohemica vorbei, ein bedeutender Weg, der Ungarn mit Westeuropa verband. Möglicherweise gründeten Kaufleute die Stadt, die nicht mehr weiterreisen wollten, -  ursprünglich hieß die Siedlung Sobota, Sonntag – jener Tag, an dem früher Märkte abgehalten wurden.

Trnava
Dennoch kann man die erste schriftliche Erwähnung von Trnava erst im Jahr 1211 ausmachen. Doch bereits 1238 findet man eine für die damalige Zeit äußerst wichtige Privilegienurkunde: Der ungarische König Béla IV. verlieh Trnava als erster slowakischer Stadt die Rechte einer freien königlichen Stadt. Trnava entwickelte sich bald zu einem Handelszentrum aber auch zu einem „Hotspot“ der Handwerker. Mit dem Marktrecht stieg ihre Bedeutung und der Reichtum weiter an. Die Stadt war so reich, dass sie dem Erzbischof von Esztergom einen Teil der Einnahmen freiwillig abtrat. Außerdem wurden Kirchen gebaut, um Gott für die gute Entwicklung und die Geschäfte zu danken.

Der Platz bei der Nikolauskirche
1418 wurde die Stadt jedoch von den Hussiten erobert, die die Stadt bis 1425 in ihrer Hand hielten. Nach der ungarischen Niederlage in der Schlacht von Mohács gegen die Türken 1526 verließ der Erzbischof von Esztergom die Stadt und übersiedelte mit dem Kapitel nach Trnava, das bis 1820 Sitz des Erzbistums blieb. Damit wurde die Stadt auch zum kirchlichen und kulturellen Zentrum des Königreich Ungarns, während Bratislava damals als die politische Hochburg galt.

Dicke Büsche verdecken den Bischofspalast
Im 17. Jahrhundert wird die Stadt das Zentrum der ungarischen Gegenreformation, 1635 gründet Erzbischof Peter Pázmány die Tyrnauer Universität. Zugleich leidet die Stadt aber immer wieder durch Aufstände: 1619 unterliegt die kaiserliche Armee bei der Schlacht von Tyrnau dem Heer von Gábor Bethlen, später wird die Stadt von den Aufständischen um Emmerich Thököly niedergebrannt, wobei 4.000 Menschen ums Leben kommen. 1704 kämpft das kaiserliche Heer gegen Franz Rákóczi.

Ein Blick auf die moderne Stadt
1777 wird die Tyrnauer Universität von Maria Theresia nach Ofen verlegt und die Stadt verliert an Bedeutung, nach der Rückverlegung des Erzbistums nach Esztergom geht es mit Trnava weiter bergab, sie wird nun zur Provinzstadt. 1831 gründen die Bürger das erste Stadttheater, 1846 nimmt eine Pferdeeisenbahn den Betrieb von Bratislava nach Trnava auf, später wird die Strecke auf Dampfbetrieb umgestellt und erweitert.

Viele Häuser sind schon wunderbar renoviert
Nach dem Zerfall der Österreich-Ungarischen Monarchie wird die Stadt am 24.11.1918 von tschechoslowakischen Truppen besetzt, Trnava gehört nun bis 1939 zur Tschechoslowakei, wird von 1939 bis 1945 Teil der Ersten Slowakischen Republik. 1993 trennen sich die Slowakei und damit auch Trnava von der Tschechischen Republik.
Seit 1978 ist die Stadt wieder Sitz eines Erzbistums, 1992 wurde die Universität Trnava gegründet. 1987 wird das Stadtzentrum zum denkmalgeschütztem Stadtgebiet erklärt.

Sehenswürdigkeiten

Das Stadtwappen

Das Trnavaer Stdtwappen entstadn im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts und gilt als eines der schönsten und sinnreichsten. Nicht zuletzt auch deshalb, da sicher in ganz Europa wenige Städte zu finden sind, die Christus in ihrem Wappen führen.

Ein außergewöhnliches Stadtwappen
Ein außergewöhnliches Stadtwappen

Das Wappen zeigt ein goldenes, sechspeichiges Rad im blauen Schild und erinnert an ein Christopgramm aus den griechischen Buchstaben I (Iota) und X (Chi), den Anfangsbuchstaben von Iesos Christos. In der Mitte sieht man den Christuskopf (Herrscher über das Weltall) und darüber die griechischen Buchstaben Alpha und Omega. In der Mitte sieht man Sonne und Mond und in der unteren Hälfte ein r und ein t für Regia Civitas, die königliche Stadt. Darauf weist auch eine kleine Krone über dem Schild hin.

Das Wappen von Trnava am Rathaus der Stadt
Das Wappen von Trnava am Rathaus der Stadt

Die Stadt spielte lange Zeit eine bedeutende Rolle in dieser Umgebung, besonders im Mittelalter zählte sie zu den reichsten in der Slowakei. Die Stadt ist berühmt für ihre vielen Kirchen, 13 sind es an der Zahl, davon liegen acht im historischen Stadtzentrum, daher stammt auch der Name „Kleines Rom“ für die Stadt.

Der Dom des Heiligen Nikolaus
Allerdings ging die Bedeutung der Stadt nach dem Mittelalter durch den Verlust der Universität und dem Sitz des Erzbistums wieder zurück, die finanzielle Lage wurde schlechter und damit fehlte das Geld für Renovierungen oder für die Neugestaltung der Stadt. Vom heutigen Standpunkt kann man dies fast als Vorteil betrachten: es fehlte das Geld für die Neugestaltung der inneren, historischen Stadt, die damit so – fast komplett – in ihrem alten Zustand erhalten blieb.

Stadtbefestigung

Da Trnava in der damaligen Zeit eine der größten Städte war, musste auch die Stadtmauer eine große Fläche umgeben und schützen. Der Ausbau der Trnavaer Befestigung gehörte damals zu den größten Bauprojekten des Königreichs Ungarn. Bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts begann man mit dem Befestigungsbau. Da als Baumaterial Stein nicht in der Nähe zur Verfügung stand, wurde die Mauer aus Ziegel gebaut: 4.3 Millionen Ziegel waren notwendig die drei Kilometer lange Mauer zu bauen.

Blick auf die Stadtmauer bei der Nikolauskirche

Zuerst errichtete man die vier Schutztürme, dann wurden Wassergräben ausgehoben und die Erde davon nutzte man gleich für den Wallaufbau. Die Stadt konnte durch vier Tore betreten werden und Wächter sorgten für die Sicherheit, auf fünfunddreißig Türmen konnte man ins Land blicken. Dennoch wurde Trnava ein paar Mal erobert. So gelang dies dem tschechischen König Přemysl Otakar II. 1271 und 1273, später kamen die Hussiten und auch der Armee des Maximilian von Habsburg musste sie 1506 standhalten, wobei die Mauern zwar den Angriff aushielten, aber stark zerstört wurden.

Blick auf die Stadtmauer (Foto © Tnava Toursim)
Heute gilt die Stadtmauer als eine der am besten erhaltensten Stadtmauern der Slowakei und auch in Europa.
Machen Sie einen Spaziergang durch die historischen Gassen wie Michalská, Horné Bašty, Františkánska, wo man die Stadtmauer am besten betrachten kann. Die historische Bastei neben dem Bernolák Tor kann jeden ersten Samstag im Monat von 10:00 bis 14:00 Uhr besichtigt werden.

Der Stadtturm

Der Turm beherrscht die historische Stadt und ist fast von überall zu sehen, von seiner Aussichtsterrasse hat man auch heute noch eine wunderbare Aussicht auf Trnava und die Umgebung. 1574 erbaute Meister Jakob den Turm auf gotischen Grundmauern. Fast 60 Meter ist das imposante Renaissancegebäude hoch und der Maurermeister war sichtlich erleichtert als er den Turmbau geschafft hatte: alle Trnavaer Glocken läuteten angeblich bei seiner Fertigstellung.

Blick auf Teile der mechanischen Uhr im Turm
Blick auf Teile der mechanischen Uhr im Turm

1729 wurde im fünften Stock des Turms eine mechanische Uhrmaschine aus der Werkstatt Franz Langers installiert, die jede Viertelstunde schlug. Vier Generationen an Stadtnachtwächtern und Stadtuhrmachern aus der Familie Nemček kümmern sich um sie. Das längste und schönste Schlagen hört man jeweils um 12 Uhr.

Der Stadtturm (Foto © Trnava Tourism)
Wer die Aussicht vom Umgang des Stadtturms in einer Höhe von 29 Metern genießen möchte muss 143 Stiegen überwinden, aber dann entlohnt den Besucher ein einzigartiger Blick auf die Stadt, die Trnavaer Niederung und die Kleinen Karpaten.

Blick vom Turm auf die Stadt Trnava
Blick vom Turm auf die Stadt Trnava

2005 wurde der Stadtturm renoviert. Der Erker mit dem Steinwappen kam hinzu, die ursprüngliche Verzierung und die illusorischen Quadern an den Turmecken wurden wieder in Stand gesetzt. Der Mond mit einem Stern, der ursprünglich an der Spitze des Turms angebracht war, wurde durch eine vergoldete Statue der Jungfrau Maria Immaculata ersetzt, die ein Gesicht sowohl auf der Vorder- wie auch auf der Rückseite besitzt und so Trnava nie den Rücken zukehrt.

Blick vom Turm auf das Kleine Rom
Blick vom Stadtturm auf das Kleine Rom

Eine Dauerexposition im Stadtturm zeigt die ältere und jüngere Geschichte von Trnava, sowie berühmte Trnavaer Persönlichkeiten.
Weitere Informationen über den Eintritt und die Öffnungszeiten erfahren Sie unter www.regiontirnavia.sk

Blick vom Stadtturm auf den Adventmarkt
Blick vom Stadtturm auf den Adventmarkt

Stadtturm
Trnava, Trojičné Platz
Tel: +421 33 32 36 440
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www.regiontirnavia.sk

Der Dreifaltigkeitsplatz

Der Dreifaltigkeitsplatz ist der Hautplatz von Trnava. Hier finden das ganze Jahr über viele Veranstaltungen statt, wie z.B. der Blumenmarkt im Mai oder der Adventmarkt zu Weihnachten. WEr auf den Stadtturm steigt, kann von oben den Platz mit der Dreifaltigkeitssäule sehen. Seine Form erhielt er im 13. und 14. Jahrhundert, später übernahm er die Funktion des größten Marktplatzes und wurde und ist bis heute der traditionelle Treffpunkt der Bürger von Trnava. Das zweite markante Gebäude ist der Stadtturm, der auch ein Symbol für die reiche Vergangenheit der Stadt darstellt.

Der Dreifaltigkeitsplatz mit der Dreifaltigkeitssäule
Der Dreifaltigkeitsplatz mit der Dreifaltigkeitssäule

An der nördlichen Seite des Platzes findet man bürgerliche Häuser im Renaissance-Stil bis zum Gebäude des Hauptpostamts, an dessen Stelle ursprünglich bis 1947 die Königliche Kurie von König Ludwig I. stand. Er war König von Polen und Ungarn und hielt sich des Öfteren in der Stadt auf und verstarb hier auch 1382.

Auf der Westseite des Platzes steht das Ján Palárik Theaters.

Die Dreifaltigkeitssäule

Benannt ist er nach der Statuengruppe der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die 1695 als Dank für den Schutz vor der Pest errichtet wurde. Sie wurde 1949 auseinander genommen und ihre Teile an verschiedenen Teilen der Stadt aufgestellt, aber 1993 dann wieder auf Drängen der Einwohner an ihren ursprünglichen Platz zurück gebracht.

Mit unserem Stadtführer am Hauptplatz beim Adventmarkt
Mit unserem Stadtführer am Hauptplatz beim Adventmarkt

Die Säule ist die älteste und schönste in Trnava. An den Ecken stehen die Statuen von vier Schutzheiligen: Sankt Florian, der die Stadt vor Feuersbrunst und die Heiligen Sant Anton von Padua, Sankt Agatha und Sankt Franziskus-Xaverius, die die Bewohner vor der Pest schützen sollten. Am Ende der Statue in vier Meter Höhe ziert die Säule die Allerheiligste Dreifaltigkeit, von der die Heilige Jungfrau gekrönt wird. In der Mitte der Sockelwand sind Steinkartuschen angebracht, die das Wappen der Stadt Trnava zeigen, des Ungarischen Königsreichs, der Heiligen Jungfrau Immaculata und des Bischofs Stephan Dolný.

Das Rathaus

Das Hauptgebäude des Rathauses stammt aus dem Jahre 1793, allerdings stammen die anderen Gebäude des Komplexes ausd dem 16. bis 19. Jahrhundert. Das Eckgebäude mit einem Erker wurde im 18. Jahrhundert im Stil des Barock gebaut. Die inneren Räume glänzen mit Kreuzgewölben und reicher Stuckdekoration.

Das Rathaus von Trnava
Das Rathaus von Trnava

Das  eigentliche Rathaus wurde im barock-klassizistischen Stil gebaut und wirkt wie ein Palais, das an der Vorderseite mit einem vorgeschobenen Balkon getragen von toskanischen Säulen geschmückt ist. Auch am Balkon kann man das Stadtwappen sehen, sowie ein lateinisches Chronogramm mit der Inschrift: "Gebaut von Grund auf, für die öffentliche Gerechtigkeit und Sicherheit."

Im Rathaus von Trnava
Im Rathaus von Trnava

Sehenswert ist auch die klassizistische Kapelle vom Anfang des 19. Jahrhunderts und der Gewölbekeller, der aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Das J. Palárik Theater

1831 wurde auf Entscheidung des Stadtrats das Theater am Hauptplatz hinter dem Gasthaus zum Schwarzen Adler nach den Plänen von Bernhard Grünn gebaut. Stirn- und Seitenfassaden zeigen markante klasszistische Merkamale.  Die lateinische Aufschrift auf der Stirnseite lautet übersetzt: "Diese Stätte der Thalia wurde vom Trnavaer Senat und den Bürgern in gemeinsamer Anstrengung erbaut."

548 Zuschauer bot der Theatersaal Platz und war für damalige Zeit recht großzügig ausgelegt. Zu Weihnachten 1831 fand die erste Aufführung in Deutsch statt und es dauerte bis 1869 dass auch auf Slowakisch gespielt wurde. 1907 legte man mehrere kleine Räume zusammen und schuf dadurch einen großen Saal über zwei Stockwerke - reich verziehrt mit Spiegeln, Tapeten und Stuck - den heutigen Spiegelsaal.

Die Basilika des Heiligen Nikolaus

Der pompöse Dom ist die älteste Kirche in Trnava und sie steht auf der optisch höchsten Stelle der Stadt, am Ort des ehemaligen Marktplatzes. Anstelle einer kleinen romanischen Kirche wurde 1380 der spätgotische Dom im sogenannten Dnaustil erbaut. Die Stadt stand damals in der Blüte ihrer Zeit und die kleine Vorgängerkirche konnte den Bedürfnissen der wachsenden Stadt nicht mehr gerecht werden. Dieses Wachstum verdankte die Stadt in erster Linie ihren Kaufleuten, daher ist es auch kein Wunder, dass die Kirche dem Heiligen Nikolaus, dem Patron der Kaufleute geweiht wurde.

Die Basilika des Heiligen Nikolaus
Die Basilika des Heiligen Nikolaus

Die Stirnwand der Kirche ist zweitürmig und durch gotische Stützpfeiler gegliedert. Über dem  barocken Eingangsportal mit der Statue des Heiligen Nikolaus befindet sich das größte gotische Fenster der Kirche, in dem die Heilige Cäcilia dargestellt ist. Die Statuen der Heiligen Nikolaus und Albert befinden links und rechts der Eingangstreppe, am älteren Südturm sind gotische Phialen und Wasserspeicher zu sehen.

Die wunderschönen Glasfenster der Nikolaus Basilika
Die wunderbaren Glasfenster der Nikolaus Basilika

Die Kirche ist 60 Meter lang und 31 Meter breit, die Höhe des Hauptschiffs beträgt 18 Meter. Bemerkenswert sind die ursprünglichen gotischen Wandgemälde im Vorsaal, die erhalten geblieben sind und der Plafond, der mit Attributen der Evagelisten und dem Wappen der Stadt geschmückt ist. Die Schlußsteine des Gewölbes zeigen die Wappen von Sigismund von Luxemburg, Albrecht von Habsburg und der Stadt. Der äteste Altar ist der Allerheiligenaltar im Südschiff der Kirche.

Im Inneren der Nikolaus Basilika
Im Inneren der Nikolaus Basilika

Die Kapelle des Heiligen Herzens an der Südseite ist vom reichen Maßwerk geschmückt und die Erzengel Michael Kapelle an der Nordseite glänzt mit reicher Stuckdekoration mit pflanzlichen und figuralen Motiven.

Kostbare Renaissance- und barocke Grabplatten der Graner Erzbischöfe befinden sich in den Seitenkapellen, wertvoll sind auch die zwei gotischen Epitaphe aus 1373 und 1386.

Der Dom des Heiligen Nikolaus
1629 kamen zwei Flügelkapellen hinzu, 1739 – 1741 wurde auf der Nordseite eine achteckige Barockkapelle von Erzbischof von Esztergom, Imrich Esterházy, erbaut, die das heilige Bild der Maria von Trnava, der Schutzpatronin der Stadt, beherbergt. Die Legende besagt, dass auf dem Gemälde blutige Tränen erschienen, durch die die Trnavaer nicht nur gewarnt, sondern während tragischer Ereignisse 1663 und 1708 auch geschützt wurden. Zu ihrer Ehre kommen jedes Jahr Tausende Gläubige, die das Gemälde während der Trnavaer Novene ehren. Die Kirche wurde dadurch zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.

Der Dom des Heiligen Nikolaus
1543 bis 1820 galt der Dom auch als Kathedralkirche des Graner Erzbischofs (Erzbistum Esztergom). Papst Benedikt XVI. erhob den Dom zur Basilika minor.
Zu den künstlerischen Kleinodien der Kirchen gehören auch zwei einzigartige historische Orgeln, deren Klang auch prominente Organisten wie der Organist der Kirche von Notre Dame – Olivier Latry – und der Komponist und Dirigent Nikolaus Schneider Trnavský schätzen.

Blick auf die Barockkapelle
Neben der Kirche wurde ein Karner gefunden, es ist die größte Knochenkammer in der Slowakei. Insgesamt sind im Boden um die Kirche noch vier Knochenkammern, eine alte Kirche und ein Friedhof verborgen, die im Rahmen eines Projektes für einen archäologischen Park für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden sollen. Der größte Karner ist bereits freigelegt und kann im Rahmen von Führungen in kleinen Gruppen besichtigt werden.

Im Inneren der Nikolauskirche (Foto © Trnava Tourismus)
Weitere Informationen unter www.trnava.fara.sk (slowakisch)

Im Inneren des romanischen Karners (Foto © Trnava Tourism)
Basilika des Heiligen Nikolaus
917 01 Trnava, Námestie sv. Mikulášá
Tel: +421 33 59 31 082
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www.trnava.fara.sk

Die Universitätskirche oder die Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers

Die Universitätskirche gehört zu den wertvollsten historischen Denkmälern von Trnava und ist das erste frühbarocke Bauwerk von großer Bedeutung in der Slowakei. 1629 holte der ungarische Palatin Nikolaus Esterházy die italienischen Meister Antonio und Pietro Spazzo nach Trnava und beauftragte sie mit dem Bau der Kirche. 1637 wird sie, noch unfertig, eingeweiht. Die Kirche ist ein Einschiffsbau mit Seitenkapellen, die Kirchenfront schmücken zwei Türme und die Gedenkschrift lautet: Dem Heiligen Johannes dem Täufer vom Grafen Nikolaus Esterházy, Palatin des Königreichs Ungarn gewidmet. Das Wappen des Stifters über dem Eingangstor zeugt vom Dank der Jesuiten gegenüber dem Stifter.

Der Hinweis auf Ihren Erbauer findet sich auf der Frontseite der Universitätskirche

Die Kirche ist ein Einschiffbau mit einer Länge von 61 Metern und 28 Metern Breite, das Sanktuarium und das Schiff sind gleich hoch, an der Süd- und an der Nordseite des Schiffes befinden sich drei Kapellen, die vom Schiff durch hohe Arkaden getrennt sind, reiche Stuckdekorationen von italienischen Meistern schmücken die Kirchenwände, das Gewölbe und die Arkaden.

Nikolaus Esterházy

Das Leben war nicht immer gut zu ihm, als junger Graf verlor er wegen religiöser Konflikte sein Erbe. Trotzdem studierte er an den Schulen der Jesuiten in Trnava, Šala und Wien. Bald nahm er in ganz Ungarn an Landtagen teil und arbeitete sich weiter bis zum formalen Vertreter des Königs hoch und wurde schließlich Palatin. Esterházy versuchte das Königreich vor den türkischen Einfällen zu schützen, oft kam er auch nach Trnava um den Bau der Kathedrale zu überwachen. Die Finanzierung der Kathedrale soll laut einer Legende auf einen Schwur Esterházys zurückgehen. Mit dem Bau von sieben Kirchen, wollte er Unglück von seiner Familien abwenden, dass ihn nach dem Fluch eines unschuldig zum Tode verurteilten Mähers heimsuchte und auch zum Tod einiger Verwandten führte. Angeblich ist die Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers die letzte dieser Kirchen.

Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (Foto © Trnava Tourismus)
Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (Foto © Trnava Tourismus)

In den Krypten der Kathedrale liegen mehrere Mitglieder der Familie Esterházy zusammen mit Nikolaus Esterházy begraben, wie auch die acht kunstvollen Schilder (Mortuarien) im Sanktuarium andeuten.

Die Kathedrale diente auch der Ausbildung, bereits im 17. Jahrhundert war sie ein Ort des Universitätslebens. Hier fanden feierliche Promotionen, aber auch theologische und philosophische Dispute, ja sogar Theateraufführungen statt.

Blick ins Innere der Universitätskirche (Foto © Trnava Tourismus)
Blick ins Innere der Universitätskirche (Foto © Trnava Tourismus)

Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahre 1773 und der Übersiedlung der Tyrnauer Universität nach Budin 1777 wurden der Dom und das Kloster zum Heim für Militärveteranen umgewandelt und das gesamte Areal wurde zum Invalidenheim. Später diente der Dom als Gymnasialkirche, in den Jahren 1948 bis 1977 wurde er vom Pfarramt verwaltet. Seit 1978 ist er nun der Kathedraldom des Erzbistums Trnava.

Die Statue von Papst Johannes Paul II. vor der Kirche des Heiligen Johannes, des Täufers
Die Statue von Papst Johannes Paul II. vor der Kirche des Heiligen Johannes, des Täufers

2003 besuchte der Papst Johannes Paul II. die Kathedrale – eine Bronzestatue vor der Kirche erinnert heute noch an seinen Besuch.

Der Hauptaltar

Als besonderes Juwel und Prunkstück gilt allerdings der Hauptaltar aus massivem Holz aus dem Jahr 1640, der mit seiner Höhe von über 20 Meter und fast 15 Meter Breite zu den schönsten und größten Altären seiner Art in Europa zählt. Die Statuen sind ebenfalls aus Holz und der Altar ist über und über mit goldenen Ornamenten geschmückt. Drei Gemälde, 27 Statuen in Überlebensgröße und mehrere kleinere Statuen sind zu sehen.

Einer der schönsten Barockaltäre in Europa (Foto © Trnanva Tourism)

Die Statuen sind in Etagen eingeteilt: die erste Etage zeigt Persönlichkeiten des Alten Testaments, die Figuren der zweiten Etage zeigen Personen aus dem frühen Christentum, in der dritten Etagen sieht man Heilige aus dem Jesuitenorden, die sitzenden Personen in der vierten Etage zeigen die vier Evangelisten und ganz oben werden heiliggesprochene Mitglieder der ungarischen Königsdynastie und weitere populäre Heiligen gezeigt.Den Gipfel krönt die Statue der Heiligen Jungfrau, der Königin des Ungarischen Königreichs.

Interessant ist, dass die Heiligen in der Slowakei immer paarweise dargestellt werden, wie auch hier am Altar zu sehen ist. Der Altar ist das Werk mehrerer Bildhauer, Holzschnitzer und Vergolder (Wiener Baltasar Knilling und Vit Knoth, Tyrnauer Vit Stadler und seine Helfer Ferdinand aus Cifer und Kristian Knerr). In der zweiten Etage dominiert das Bild der Taufe des Christus im Jordan, in der dritten Etage ist die Geburt des Heiligen Johannes des Täufers abgebildet und im oberen Teil des Altars befindet sich ein Bildnis der Heiligen Jungfrau Maria beim Besuch der Heiligen Elisabeth.

Detail des Barockaltars in der Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers
Die Kapellen auf der linken Seite sind dem Heiligen Franz Xaver, der Engelkönigin und der Sieben Schmerzen Maria geweiht, auf der rechten Seite sind die Kapellen dem Heiligen Ignac, der Königin der Märtyrer und der Jungfraukönigin geweiht. Die Altäre in den Seitenkapellen wurden überwiegend im 17. Jahrhundert gefertigt.

Die Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers oder Universitätskirche (Foto © Tourism Trnava)
Die Wände, Gewölbe und die Leibungen der Fenster und Arkaden sind mit einer reichen Stuckornamentik versehen. Auf dem Gewölbe finden sich vier große Malereien aus dem Leben des Heiligen Johannes des Täufers, sie zeigen den Heiligen am Hofe des Herodes, im Arrest, seine Enthauptung und die Übergabe des Kopfes des Heiligen an Salome.

In der Universitätskirche in Trnava

In der Krypta im Souterrain der Kirche sind Mitglieder der Gesellschaft Jesu sowie der Familie des Palatins Nikolaus Esterházy beigesetzt.

Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers (Universitätskirche)
917 01 Trnava, Univerzitné námestie
Tel: +421 33 59 12 111
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.abu.sk (Italienisch, Slowakisch, Ungarisch)

Die Kirche des Heiligen Jakobus, des Älteren

Anstatt einer älteren Kirche eines unbekannten Ordens bauten die Franziskaner ihre Kirche an der westlichen Stadtmauer und übernahmen auch das für sie untypische Patrocinium. Mehrere Umbauten wurden im 17. Jahrhundert durchgeführt.

Blick auf die Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)
Blick auf die Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)

Die Statuen links und rechts an den Rändern des Giebels stellen die Heiligen Franzikus von Assisi und Anton von Padua dar. Rechts vom Portal befindet sich eine Kapelle mit dem Wappen des Egerer Bischof György Fenesi, der die Kirche gestiftet hat.

Im Inneren der Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)
Im Inneren der Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)

Die Kirche besitzt die größte Anzahl an Altären in Trnava: zwei im Sanktuarium, einen in der Sakristei, zehn im Kirchenschiff und einen in der Kapelle. Das zentrale Altargemälde zeigt den heiligen Jakobus, der im Strahlenkranz auf einer Wolke steht. Bemerkenswert ist der St. Anton Altar im Sanktuarium, der aus zehn ovalen Bildern mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Anton besteht, die die Statue der Heiligen Jungfrau umgeben.

Im Inneren der Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)
Im Inneren der Jakobskirche (Foto © Trnava Tourismus)

Das Franziskanerkloster, das eines der größten Klöster im Ungarischen Königsreich war und auch als Verhandlungsort ungarischer und tschechischer Könige im 14. Jahrhundert diente, schließt sich an die nördliche Kirchenmauer an.

Jakobskirche in Trnava (Foto © Trnava Tourismus)
Jakobskirche in Trnava (Foto © Trnava Tourismus)

In der Kirche finden auch immer wieder Konzerte und Veranstaltungen statt. Wir haben während der Adventzeit ein wunderbares Konzert in der Jakobskirche besuchen dürfen. Informationen und auch die Karten dafür erhalten Sie im Tourismusbüro.

Die Theologische und Philosophische Fakultät

Die imposanten Gebäude der ersten Fakultäten der Trnavaer Universität entstanden nach einander ab dem Jahre 1640. Einst beherbergten sie eine Buchdruckerei, eine Apotheke, eine große Bibliothek, einen Theratersaal, Laboratorien und das astronomische Oberservatorium, das von Maximilian Hell, einem europäischen Mathematiker und Astronom projektiert wurde.

Die Medizinische Fakultät

1770 - 1772 wurde das zweistöckige klassizistische Gebäude der letzten Fakultät der Trnavaer Universität nach einem Plan von F. A. Hildebrandt erbaut. Die Medizinische Fakultät legte einen Botanischen Garten an, der auch für die Öffentlichkeit zugängig war. Nach der Verlegung der Universität nach Buda wurde im Gebäude die Königliche Akademie angesiedelt und heute ist hier die Fakultät für Gesundheitswesen und Sozialarbeit untergebracht. An der Ecke des Gebäudes befindet sich eine Statue des Heiligen Kohannes von Nepomuk.

Das Adelskonvikt

Das Gebäude wurde im Stil des Wiener Barocks von einem Mitglied der Wiener Hofbaukanzlei im Auftrag Maria Theresias in den Jahren 1747 - 1754 erbaut. In dem palaisartigen Konvikt waren die adeligen Studenten der Trnavaer Universität während ihres Studiums untergebracht. Ein repräsentativer steinerner Balkon über dem Säulenprtal mit den Statuen der Fortuna und der Gracia schmücken die Stirnseite des Gebäudes. Barocke Korbgitter an den Fenstern prägen die Stirnwand. Im Südflügel ist die St. Johannes Evangelist Kapelle mit einem Deckenfresko der Apokalypse von Lorenz Mussinger aus 1758. Heuer ist das Erzbischöfliche Amt im Gebäude untergebracht.

Marianum

Das Marienseminar ist ein Barockgebäude aus den Jahren 1667-1770, wobei vom ursprünglichen Bau das frühbarocke steinerne Portal mit dem Wappen des Stifters Georg Szelepcsényi und die Statue der Heiligen Jungfrau erhalten blieb. In seinem Inneren war auch einer der Theatersäle der Universität untergebracht.

Die Statue der Jungfrau Maria im Marianum im Trnava
Die Statue der Jungfrau Maria im Marianum im Trnava

Beim Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im ersten Stock ein großer Gesellschaftssaal errichtet, der als Vortrags- und Konzertsaal diente und auch Ort von Uraufführungen mehrerer Werke des slowakischen Komponisten Mikulás Schneider-Trnavský war. Heute dient der renovierte Saal als repräsentativer Raum des Erzbischöflichesn Amtes und der Stadt.

Die Synagogen von Trnava

In Trnava gibt es zwei Synagogen, die allerdings beide nicht mehr als Gotteshäuser dienen, da auch hier der Zweite Weltkrieg viele Opfer unter der jüdischen Bevölkerung gefordert hat. Die Synagogen gingen in den Besitz der Stadt über, die jedoch kein Geld für die Renovierung hatte.
Die orthodoxe Synagoge wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut, in jener Zeit, in der den Juden wieder die Städte geöffnet wurden, ermöglicht durch das Toleranzpatent Josephs II. In der Mitte des 19. Jahrhunderts spaltete sich das Judentum in eine orthodoxe und eine neologische Ausprägung.

Die orthodoxe Synagoge in Trnava

Die Synagoge wurde in den 1880er Jahren im Stil des Historismus errichtet, bis in die 1950er Jahre für Gottesdienste genützt und ist seit 1978 ein geschütztes Kulturdenkmal. Das Bauwerk ist ein Hallengebäude ohne Türme, in dessen Inneren gusseiserne Säulen die Frauenempore tragen.

Die ehemaligen orthodoxe Synagoge von Trnava
Ab den 1950ern wurde die Kleine Synagoge vor allem als Lager genutzt und war dem Verfall ausgeliefert bis eine private Initiative einschritt, das Gebäude sorgsam renovierte und in den Räumen ein Café eröffnete. Handwerkliche Details und Teile der originalen Fresken wurden ebenfalls wieder instand gesetzt. 2010 erhielten die Besitzer dafür auch den Preis des „am schönsten restaurierten sakralen Objekts in der Slowakei“.

Blick in das Café in der ehemaligen orthodoxen Synagoge in Trnava (Foto © Trnava Tourism)
Heute ist in der ehemaligen Synagoge ein wunderschönes Café eingerichtet, in den Räumlichkeiten finden auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Neben dem großen Mittelraum gibt es seitlich mit Glasfenstern abgeteilte Nischen, jede Menge Bücher zum Anschauen und Ausleihen und ausgezeichneten Kaffee. Auch die Torten, die wir bei unserem Besuch probiert haben, schmeckten einfach köstlich. Wenn Sie sich von ihren Rundgang bei einem guten Kaffee ausruhen möchten, ist hier ein idealer Platz.

Synagóga café
91700 Trnava, Haulikova 405/3
Tel: +421 915 719 240
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.synagogacafe.sk

Die neologische Synagoge – Das Zentrum für Gegenwartskunst

In der Halenárska Straße steht die zweite Synagoge, die in einem eher orientalischen Stil erbaut wurde. 1891 wurde mit ihrem Bau nach einem Entwurf des Wiener Architekten begonnen und 1897 im Basilika-Stil fertiggestellt und für die Gläubigen eröffnet. Das Gebäude erinnert an eine dreischiffige Basilika mit rechteckigen Abschluss und zwei Türmen an der Frontseite im Stil der orientalisch-historisierenden Architektur. Durch die schrecklichen Ereignisse im Zweiten Weltkrieg, die die jüdische Gemeinde in Trnava fast vollständig vernichteten, wurde die Synagoge nach dem Krieg nur mehr weltlich genutzt. Heute befindet sich vor der Synagoge ein Denkmal für die Opfer des Holocausts, das nach einem Entwurf des Architekten Artur Szalatnai-Slatinksý erbaut wurde.

Die ehemalige neologische Synagoge
1950 wurde das Gebäude als Warenlager genutzt, 1978 dann für die Eintragung in das Verzeichnis der nationalen Kulturdenkmäler vorgeschlagen. Ein Brand 1986 beschädigte das Gebäude, bevor es 1993 von der Ján Koniarek Galerie zu Ausstellungszwecken teilweise renoviert wurde. Seit 1994 dient es nun als Ausstellungsraum für Gegenwartskunst, wobei die Ausstellungsprojekte oft das historische Gedächtnis des Objekts und sein genius loci reflektieren. 2015 fand eine Komplettrekonstruktion der Innen- und Außenräume statt.

Blick in den Ausstellungsraum der ehemaligen neologischen Synagoge
Bei unserem Besuch wurde gerade eine Ausstellung des jungen Künstlers Andrej Haršány "Walking" präsentiert, die mich durch die Präsenz und Wirkung der Objekte total begeisterte. Diesen Namen werde ich mir auf jeden Fall merken und - so es sich ergibt - gerne wieder eine Ausstellung besuchen.

Andrej Haršány

Synagoge – Zentrum der Gegenwartskunst
917 01 Trnava, Halenárska 2
Tel: +421 33 5511 659
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gjk.sk

Hier können Sie einen Mini-Reiseführer von Trnava und Umgebung und einen Prospekt für Stadtführungen mit einem Klick downloaden

Plan von Trnava

Die Bildershow

 

Ein kleiner Rundgang durch Trnava (Video © Trnava Tourism)