Jetzt wissen wir es ganz genau: Poldi ist eine Leopoldine. – Die Eule ist das Maskottchen vom Museum Niederösterreich und mein Enkel liebt Poldi.

Vor Weihnachten war es nicht nur aufregend auf das Christkind zu warten, sondern auch auf die Post. Immerhin gab es bis Weihnachten vier Mal Post für Herrn W. persönlich. Poldi hat es sich nicht nehmen lassen, auch meinen Enkel mit Geschichten, Rezepten und Basteleien in der Weihnachtszeit zu versorgen. Es war jedes Mal ein riesiges Hallo, wenn der Postbote wieder einmal ein Päckchen ablieferte. So reifte in uns auch der Entschluss einmal Poldi zu besuchen.

Das Museum Niederösterreich in St. Pölten (Foto © Theo Kust)
Das Museum Niederösterreich in St. Pölten (Foto © Theo Kust)


Letzte Woche war es dann so weit – wir machten uns auf nach St. Pölten.
Das Haus für Natur – ein Teil des Museums Niederösterreich – ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. So ist es nicht nur ein Museum im herkömmlichen Sinn, sondern auch ein kleiner Zoo, der den Besuchern die Tierwelt von Niederösterreich näher bringt. Außerdem überrascht es seine Besuche immer wieder mit tollen Sonderausstellungen, wie dieses Mal mit der Sonderschau „Wildnis Stadt“ und „Es lebe der Sport“ und drittens ist da eben noch Poldi, die Eule, die die jüngeren Besucher durch die Ausstellungen begleitet.

Auch die Füchse findet man in der Wildnis der Stadt (Foto © Otto Sibera)
Auch die Füchse findet man in der Wildnis der Stadt (Foto © Otto Sibera)


Wir starteten voller Tatendrang im Zoo, suchten vergeblich den Feuersalamander zu finden, bewunderten die Ameisenbauten, die hier ihre Wege sogar über mehrere Stockwerke verteilen und bewunderten die Riesenkarpfen im Aquarium. Lange Zeit „übersahen“ wir auch die Riesenwelse, die nebeneinander am Boden des Aquariums so still lagen, dass ich sie zuerst für Baumstämme hielt.

Die Riesenwelse im Aquarium
Die Riesenwelse im Aquarium


Fabian war begeistert, wenn gleich er zuerst ein wenig skeptisch die kämpfenden Hirsche, den Elch und die Riesenfische an den Wänden betrachtete. Aber es macht Spaß den Ameisen bei ihrer Arbeit zuzusehen, zu zählen wer die meisten Frösche sieht und dann noch die verschiedenen Schlangen zu betrachten.

Blick ins Haus der Natur (Foto © Theo Kust)
Blick ins Haus der Natur (Foto © Theo Kust)


Dann ging es ab in die erste Sonderausstellung, die Wildnis in der Stadt. Wie wild es in der Stadt zugehen kann, habe ich in meiner Wohnung im 5.Stock auf einer sehr belebten Straße bereits erfahren: so waren auf meinem Balkon schon ein kleiner Spatz zu Gast, der noch Fliegen übte (und dann von seiner ganzen Familie überredet wurde, doch vom Balkon aus wieder einen Start zu versuchen) und auch eine Kreuzspinne fand meinen Fiscus Benjamin wohnlich genug. Von den zahlreichen anderen Spinnen, Weberknechten, Feuerwanzen, etc. will ich gar nicht reden. In meine Wohnung hat sich schon eine kleine Fledermaus verirrt und auch eine Riesenheuschrecke war ebenso zu Besuch wie eine Gottesanbeterin.

Die Wildnis der Stadt in der Nacht
Die Wildnis der Stadt in der Nacht


In der Ausstellung im Museum Niederösterreich kann man aber auch noch über ganz andere Bewohner der Städte erfahren. Immerhin ist ja auch Poldi in einem Park zu Hause. In dieser Ausstellung begeisterte uns besonders die Wildnis in der Nacht, wo verschiedene Stimmen unserer „wilden“ Mitbewohner zu hören sind.

Zum Abschluss stand noch die Sportausstellung am Programm, bei der meinen Enkel natürlich besonders die sportlichen „Mitmachstationen“ begeisterten – und ich muss zugeben: mich auch. Ich versuchte mich auch diesmal wieder als Slalomläuferin, aber leider habe ich wieder einmal keinen fehlerlosen Lauf geschafft. Als Sportreporter haben wir schließlich noch die Europameisterschaft im Beach-Volleyball kommentiert und auch beim Basketball waren wir mit einigen Körben erfolgreich.

Nachwuchs-Sportreporter
Nachwuchs-Sportreporter


Am Ende unseres Rundgangs probierten wir dann auch noch die Slackline aus – naja, also unseren Gleichgwichtssinn müssen wohl Oma und Enkel auch noch ein wenig trainieren.
Dann war es aber wieder Zeit nach Wien abzurauschen. Wir kommen aber auf jeden Fall wieder – schließlich wollen wir, wenn das Wetter wieder besser und wärmer ist, auch noch den Garten des Museums besuchen. Dort warten sicher auch noch einige interessante Überraschungen auf uns.

Das Haus für Natur im Museum Niederösterreich ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, an Montagen ist das Museum (außer an Feiertagen) geschlossen.
Die Sonderausstellung „Wildnis Stadt“ läuft noch bis 12. Februar 2023 und die Ausstellung „I wer‘ narrisch – Das Jahrhundert des Sports“ schließt leider schon mit 9.1.2022.
Ein Besuch bei Poldi ist aber immer ein guter Tipp und vielleicht bekommen wir ja zu Ostern wieder Post von ihr ...

Haus der Natur im Museum Niederösterreich
3100 St. Pölten, Kulturbezirk 5
Tel: +43 2742 90 80 90
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.museumnoe.at