St. Anton am Arlberg

St. Anton am Arlberg ist eng mit dem Skilauf verknüpft. In der ganzen Welt kennt man den Ort als Austragungsort der Alpinen Ski-WM 2001. Die Geschichte des Ortes beginnt allerdings schon viel früher. In St. Anton kann man aber nicht nur hervorragend Ski fahren, es gibt auch im Sommer jede Menge zu entdecken.

Die Geschichte des Ortes

Bereits 1270 findet man die erste urkundliche Erwähnung der „Arlberger“, wobei man sich in frühen Zeiten noch nicht auf einen Namen einigen konnte: so wurde die Region um 1275 als Vallis taberna bezeichnet, später dann als Stanzertal, eine kurze zeit lang wurde der Gemeindename St. Jakob aktuell. Im 19. Jahrhundert einigte man sich zuerst auf Nasserein, mit dem Bau der der Arlbergbahn und der Benennung der Bahnstation mit St. Anton am Arlberg, setzte sich dieser Name dann auch für die Gemeinde schließlich durch.

Die Gründung des Hospiz St. Christoph

1363 kommen Tirol und kurze Zeit später auch Vorarlberg zum Habsburgerreich, über den Arlberg wird nun verstärkt, Salz, aber auch militärische Güter transportiert. Zu dieser Zeit kommt auch das Kind eines deutschen Industriellen, der Pleite gegangen ist und seine Kinder nicht mehr ernähren konnte, in den Ort, um Arbeit zu suchen. Heinrich Findelkind arbeitet als Schweinehirt und bemerkt während dieser Zeit, dass immer wieder Menschen beim Überqueren des Arlbergpasses in Not geraten und ums Leben kommen. Nach 15 Jahren ist er ein freier Mann und er nimmt all sein Geld und gründet das erste Hospiz in St. Christoph. Zugleich gründet er die Bruderschaft St. Christoph, mit dem Ziel all jenen Menschen zu helfen, die in Not geraten. Es wird erzählt, dass er in seinem langen Leben, er wird über 60 Jahre alt, über 200 Menschen das Leben gerettet hat. Im Sommer ging er mit zwei Freunden durch die Gegend und sammelt Geld für das Hospiz. Schon damals durften sich die edlen Spender mit Namen und Wappen eintragen und es wurde verzeichnet, wie viel jeder gespendet hatte.

Historisches Hospiz mit Bruderschaftskapelle (Foto: © Hospizhotel Arlberg)
Die Bruderschaft St. Christoph gibt es bis zum heutigen Tage und es finden sich sogar gekrönte Häupter, wie der frühere König von Spanien oder die Ex-Königin der Niederlande unter ihren 20.000 Mitgliedern. Den Sitz hat die Bruderschaft nach wie vor in St. Christoph im Hospizhotel, das an derselben Stelle des einstigen Gebäudes erbaut wurde. Der weltliche Präsident ist immer der Wirt des Hospizhotels, die geistlichen Oberhäupter sind die Bischöfe von Tirol und Vorarlberg. Heute ist der Hauptzweck der Gemeinschaft Geld zu sammeln und dieses an Menschen in Not in einem Umkreis von 200-300km zu verteilen.

Die Schwabenkinder

Ab dem 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert wanderten alljährlich Kinder aus dem Alpenraum (aus Vorarlberg, Tirol, Graubünden, Liechtenstein und Südtirol) nach Oberschwaben um dort Arbeit zu finden. Ihre Familien waren zu arm, um die Kinder ernähren zu können, in Oberschwaben wurden die sie für Arbeiten auf den Bauernhöfen, im Stall, auf dem Feld, zum Viehhüten eingesetzt, die Mädchen wurden auch für Arbeiten im Haushalt herangezogen.
Bis zu 250km legten die Kinder, die zwischen 8 und 14 Jahre alt waren oft zurück bis sie in Ravensburg oder Friedrichshafen ankamen und sich dort auf den Hütekinder-Märkten als Arbeitskraft verdungen. Meistens ging es zu Josefi, am 19. März los. Oft waren einzelne Abschnitte des Weges noch verschneit oder durch Lawinenabgänge unpassierbar und es mussten Umwege gemacht werden. Meistens endete das Arbeitsverhältnis zum Fest Simon und Juda am 28. Oktober. Spätestens am 11. November, zum Heiligen Martin, waren die Kinder wieder zu Hause, aber auch da konnte es vorkommen, dass sie bereits durch den ersten Schnee stapfen mussten.

Die Schwabenkinder
Erst der Ausbau der Eisenbahn machte den Weg für die Kinder leichter. Viele waren aber trotzdem weiter zu Fuß unterwegs, da sie sich den Gulden für die Bahnkarte gar nicht leisten konnten. Im Heimatmuseum von St. Anton kann man mehr über ihr Leben erfahren.

St. Anton am Arlberg wird verkehrstechnisch erschlossen

1824 wurde die Arlberg-Passstraße fertig gestellt, 1880 beginnt man mit dem Bau des Arlbergtunnels. „St. Anton ist von den Orten Österreichs nicht der geringste“, heißt es in einer Publikation aus dieser Zeit. 20.000 Menschen leben und arbeiten in dieser Zeit hier im Ort um den Tunnel fertig zu stellen. Es dauert nur 4 Jahre (später soll es – mit komplett anderen technischen Gerät - auch 4 Jahre, von 1974 – 1978, dauern bis man den Straßentunnel durch den Arlberg fertig stellt), dann ist der Durchbruch erreicht. St. Anton liegt nun an einer Bahnstrecke. Kaiser Franz Joseph fährt mit dem ersten Zug durch den Tunnel. Der Bauleiter dieses gewaltigen Projekts erlebt die Eröffnung nicht mehr: Obwohl eine Legende erzählt, dass er, in der Befürchtung die beiden, von Osten und Westen vorangetriebenen Richtstollen würden nicht aufeinander treffen den Freitod gewählt habe, ist dieses Gerücht unwahr. Julius Lott erlag im Alter von nur 47 Jahren in Wien am Lugeck einer Miliartuberkulose.

Nun war es für viele Menschen leichter geworden, nach St. Anton zu kommen, die Tourismus-Entwicklung konnte beginnen.

St. Anton am Arlberg ist eng mit dem Skilauf verknüpft. In der ganzen Welt kennt man den Ort als Austragungsort der Alpinen Ski-WM 2001. Die Geschichte des Ortes beginnt allerdings schon viel früher. In St. Anton kann man aber nicht nur hervorragend Ski fahren, es gibt auch im Sommer jede Menge zu entdecken.

Die Geschichte des Ortes

Bereits 1270 findet man die erste urkundliche Erwähnung der „Arlberger“, wobei man sich in frühen Zeiten noch nicht auf einen Namen einigen konnte: so wurde die Region um 1275 als Vallis taberna bezeichnet, später dann als Stanzertal, eine kurze zeit lang wurde der Gemeindename St. Jakob aktuell. Im 19. Jahrhundert einigte man sich zuerst auf Nasserein, mit dem Bau der der Arlbergbahn und der Benennung der Bahnstation mit St. Anton am Arlberg, setzte sich dieser Name dann auch für die Gemeinde schließlich durch.

Die Gründung des Hospiz St. Christoph

1363 kommen Tirol und kurze Zeit später auch Vorarlberg zum Habsburgerreich, über den Arlberg wird nun verstärkt, Salz, aber auch militärische Güter transportiert. Zu dieser Zeit kommt auch das Kind eines deutschen Industriellen, der Pleite gegangen ist und seine Kinder nicht mehr ernähren konnte, in den Ort, um Arbeit zu suchen. Heinrich Findelkind arbeitet als Schweinehirt und bemerkt während dieser Zeit, dass immer wieder Menschen beim Überqueren des Arlbergpasses in Not geraten und ums Leben kommen. Nach 15 Jahren ist er ein freier Mann und er nimmt all sein Geld und gründet das erste Hospiz in St. Christoph. Zugleich gründet er die Bruderschaft St. Christoph, mit dem Ziel all jenen Menschen zu helfen, die in Not geraten. Es wird erzählt, dass er in seinem langen Leben, er wird über 60 Jahre alt, über 200 Menschen das Leben gerettet hat. Im Sommer ging er mit zwei Freunden durch die Gegend und sammelt Geld für das Hospiz. Schon damals durften sich die edlen Spender mit Namen und Wappen eintragen und es wurde verzeichnet, wie viel jeder gespendet hatte.

Historisches Hospiz mit Bruderschaftskapelle (Foto: © Hospizhotel Arlberg)
Die Bruderschaft St. Christoph gibt es bis zum heutigen Tage und es finden sich sogar gekrönte Häupter, wie der frühere König von Spanien oder die Ex-Königin der Niederlande unter ihren 20.000 Mitgliedern. Den Sitz hat die Bruderschaft nach wie vor in St. Christoph im Hospizhotel, das an derselben Stelle des einstigen Gebäudes erbaut wurde. Der weltliche Präsident ist immer der Wirt des Hospizhotels, die geistlichen Oberhäupter sind die Bischöfe von Tirol und Vorarlberg. Heute ist der Hauptzweck der Gemeinschaft Geld zu sammeln und dieses an Menschen in Not in einem Umkreis von 200-300km zu verteilen.

Die Schwabenkinder

Ab dem 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert wanderten alljährlich Kinder aus dem Alpenraum (aus Vorarlberg, Tirol, Graubünden, Liechtenstein und Südtirol) nach Oberschwaben um dort Arbeit zu finden. Ihre Familien waren zu arm, um die Kinder ernähren zu können, in Oberschwaben wurden die sie für Arbeiten auf den Bauernhöfen, im Stall, auf dem Feld, zum Viehhüten eingesetzt, die Mädchen wurden auch für Arbeiten im Haushalt herangezogen.
Bis zu 250km legten die Kinder, die zwischen 8 und 14 Jahre alt waren oft zurück bis sie in Ravensburg oder Friedrichshafen ankamen und sich dort auf den Hütekinder-Märkten als Arbeitskraft verdungen. Meistens ging es zu Josefi, am 19. März los. Oft waren einzelne Abschnitte des Weges noch verschneit oder durch Lawinenabgänge unpassierbar und es mussten Umwege gemacht werden. Meistens endete das Arbeitsverhältnis zum Fest Simon und Juda am 28. Oktober. Spätestens am 11. November, zum Heiligen Martin, waren die Kinder wieder zu Hause, aber auch da konnte es vorkommen, dass sie bereits durch den ersten Schnee stapfen mussten.

Die Schwabenkinder
Erst der Ausbau der Eisenbahn machte den Weg für die Kinder leichter. Viele waren aber trotzdem weiter zu Fuß unterwegs, da sie sich den Gulden für die Bahnkarte gar nicht leisten konnten. Im Heimatmuseum von St. Anton kann man mehr über ihr Leben erfahren.

St. Anton am Arlberg wird verkehrstechnisch erschlossen

1824 wurde die Arlberg-Passstraße fertig gestellt, 1880 beginnt man mit dem Bau des Arlbergtunnels. „St. Anton ist von den Orten Österreichs nicht der geringste“, heißt es in einer Publikation aus dieser Zeit. 20.000 Menschen leben und arbeiten in dieser Zeit hier im Ort um den Tunnel fertig zu stellen. Es dauert nur 4 Jahre (später soll es – mit komplett anderen technischen Gerät - auch 4 Jahre, von 1974 – 1978, dauern bis man den Straßentunnel durch den Arlberg fertig stellt), dann ist der Durchbruch erreicht. St. Anton liegt nun an einer Bahnstrecke. Kaiser Franz Joseph fährt mit dem ersten Zug durch den Tunnel. Der Bauleiter dieses gewaltigen Projekts erlebt die Eröffnung nicht mehr: Obwohl eine Legende erzählt, dass er, in der Befürchtung die beiden, von Osten und Westen vorangetriebenen Richtstollen würden nicht aufeinander treffen den Freitod gewählt habe, ist dieses Gerücht unwahr. Julius Lott erlag im Alter von nur 47 Jahren in Wien am Lugeck einer Miliartuberkulose.

Nun war es für viele Menschen leichter geworden, nach St. Anton zu kommen, die Tourismus-Entwicklung konnte beginnen.

Die Geschichte des Skiclubs

Der Skiclub und die Touristen

Die Skigeschichte beginnt eigentlich mit einem norwegischen Ingenieur, der beim Bau des Arlberg-Bahntunnels mitarbeitet und auf zwei Brettern zur Arbeit fährt. Die St. Antoner stehen allerdings anfangs dieser Fortbewegungsart äußerst skeptisch gegenüber: auch der Pfarrer von Lech, der 10 Jahre später seine Bögen im Schnee zieht, kann die Gemeinde nicht überzeugen.

Erst 1901 ändert sich die Einstellung. Eine Gruppe von sechs Freunden macht sich am 3. Jänner von St. Anton nach St. Christoph auf. Im Hotel Hospiz ist eine kurze Verschnaufpause geplant, die allerdings zu einer ausgelassenen Feier, mit einigen Gläsern Glühwein wird. Am Ende des Tages beschließt die Gruppe die Gründung des Skiclubs St. Anton. Noch heute kann man die Eintragung des Gründungsmitgliedes und Gemeinderates Adolf Rybiza im Gästebuch des Hospiz-Hotels nachlesen und die Unterschriften der Gründungsmitglieder – unter denen sich eine Frau, die Tochter des Hospizwirtes befand – anschauen. (Es dauerte über 100 Jahre, um wieder eine Frau in den Vorstand des Skiclubs zu bekommen: Wilma Himmelfreundpointer, Stellvertretende Direktorin des Tourismusverbandes ist seit kurzem Mitglied des Gremiums)

Der weltberühmte Skiclub Arlberg
Die Entwicklung von St. Anton am Arlberg zu einem der besten Skigebiete wurde maßgeblich vom Skiclub vorangetrieben und unterstützt. Nur drei Jahre später lud man zum 1. Allgemeinen Skirennen und bis heute – unterstrichen durch die Veranstaltung der Alpinen Ski-WM 2001 – hat der St. Antoner Skiclub unter Beweis gestellt, wie ausgezeichnet er Rennen organisieren kann.

Die Arlbergtechnik

Ein Mann gilt als Gründer der Arlbergtechnik, die er in die ganze Welt hinaus trug und damit auch den Ruf von St. Anton als Wintersportort entscheidend mitformte: Hannes Schneider.

Hannes Schneider (Foto: © Tourismusverband St. Anton=
Schneider, geboren in Stuben, kam schon in frühen Jahren nach St. Anton. Bereits mit 13 Jahren begann er eine neue und ganz eigene Abfahrtstechnik zu entwickeln. Er verlagerte als Erster beim Kurvenfahren sein Gewicht, um dann den Ski herumzureißen. Bald unterrichtete er die Hausgäste des Hotels „Alte Post“ in seiner Technik. Seine Methode sprach sich herum und es kamen immer mehr Gäste, die auch seinen Stil erlernen wollten, denn Winterurlaub und Wintersport wurde „in“.

1921/22 war es dann soweit, Hannes Schneider gründete die erste Skischule in St. Anton. Die Schüler wurden – je nach ihrem Können – in verschiedene Gruppen eingeteilt, es gab feste Richtlinien für die Kursinhalte der unterschiedlichen Gruppen und vor allem eines: ausgebildete Skilehrer.
Bald konnten Kinobesucher Hannes Schneider und seine Arlbergtechnik auf der ganzen Welt sehen – denn Schneider spielte unter der Regie von Arnold Franck in Filmen wie „Wunder des Schneeschuhs“ oder „Der weiße Rausch“ mit Leni Riefenstahl. Hier ein Link zum Film „Der weiße Rausch“.


Mehr und mehr Gäste kommen nach St. Anton und wollen am Originalschauplatz der Filme skifahren.

Am Berg und die Prominenz

Rauf auf den Berg

1937 beginnt wieder ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Skisports und St. Antons: die erste Galzig Seilbahn wird gebaut, die bereits im ersten Betriebsjahr 60.000 Gäste auf den Berg befördert.

Die Ära des modernen Wintersports begann. 2006/2007 stand die Galzigbahn wieder im Mittelpunkt der Innovationen: Die neue Bahn transportiert nun 2.100 Personen in der Stunde ins Skigebiet, die alte schaffte gerade 700 Personen, und ist damit noch nicht am Ende ihrer Kapazität angekommen. Bemerkenswert ist aber ihre Konstruktion: durch die Technik eines Riesenrades wird den Skifahrern nun der Einstieg ebenerdig möglich – die Bahn kommt nun zum Skifahrer und nicht umgekehrt. Doch nicht nur die Technik sorgt für Gesprächsstoff – auch die Gebäudekonstruktion, die wie ein Kristall im Schnee wirkt und nachts von innen beleuchtet wird, ist bemerkenswert. Die Bahn hat (Stand 2014) mit 10km das längste und mit 105 Tonnen das schwerste Zugseil der Welt, Am wichtigsten aber für Skifahrer ist, dass mit der neuen Bahn, alle Wartezeiten nun ein Ende haben. Bequemer und schneller ist die Devise. Auch die drei Jahre später errichtete 8er-Einseilumlaufbahn mit Sitzheizung, die die alte Rendlbahn aus dem Jahre 1974 ersetzt, unterstützt diese Devise.

Die neue Galzigbahn, eine einzigartige Konstruktion


Prominente Sportler aus St. Anton und die Ski-WM

1969 ist ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Alpinen Skigeschichte für den Ort: Gertrud Gabl und Karl Schranz, beide aus St. Anton, holen beide die große Glaskugel des Skiweltcups bei den Damen und den Herren nach St. Anton. Ein Ereignis, das bis jetzt einmalig im Skiweltcup geblieben ist.

Den prominenten St. Antonern ist im Heimatmuseum ein Raum gewidmet
2001 findet ein weiteres Highlight in der Geschichte von St. Anton statt: nicht nur, dass in diesem Jahr der Skiclub Arlberg sein 100 Jähriges Bestehen feiern kann, finden vom 28. Januar bis 10. Februar 2001 die Alpinen Skiweltmeisterschaften statt. Mario Matt, der Adler vom Arlberg und Besitzer des Krazy Kanguruhs in St. Anton wird bei der Heim-WM Slalom-Weltmeister. 350.000 Zuschauer aus aller Welt verfolgen die spannenden Rennen. Zahlreiche Neubauprojekte wie das multifunktionale Kongresszentrum Arlberg well.com, das Zielstadion und die Nassereinbahn entstehen.

Das Karl Schranz Zielstadion in St. Anton am Arlberg
Anlässlich des 70. Geburtstages von Karl Schranz wird das Zielstadion – für seine großen Verdienste um den Ort und die WM – in Karl Schranz Zielstadion umbenannt. Auch der Bahnhof wird verlegt und trennt nun nicht mehr den Ort. Das alte Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz und blieb erhalten, daneben wurde ein wunderschöner Park angelegt.

Sommer und Winter

St. Anton im Winter – die Facts:

Auf den Ski-Enthusiasten warten im Winter 280 km Skipisten, die längste Abfahrt mit 10,2 km, 84 Lifte und Bahnen bringen die Skifahrer in das traumhafte Skigebiet. Den Langläufern unter den Urlaubern stehen 40 km Langlaufloipen zur Verfügung und wer lieber einfach nur Rodeln möchte, kann dies auf 4,3 km tun.

40 km lange Loipen stehen den Langläufern in St. Anton zur Verfügung (Foto © Tourismusverband, Josef Mallaun)

St. Anton im Sommer:

War früher St. Anton auch im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel, schließlich durfte sich der Ort mit dem Titel Höhenluftkurort schmücken, gingen die Übernachtungen gegen Ende des 20. Jahrhunderts mehr und mehr zurück, wobei sich in letzter Zeit wieder eine Verbesserung zeigt. Mountain-Biking, Nordic Walking, Klettern, Wandern und vieles mehr locken von Jahr zu Jahr wieder mehr Besucher auch im Sommer nach St. Anton.

Wandern in St. Anton

Die Sommerfacts:

Urlauber können um die 100 km markierte Wanderwege erwandern, auf zwei Klettersteigen ihre Geschicklichkeit erproben, Mountain-Biken, Angeln gehen. Viele Ski-Hütten sind auch im Sommer bewirtschaftet und bieten dem Wanderer ein Plätzchen zum Verweilen mit Speis und Trank.

Hier warten Speis und Trank auf den Wanderer
Außerdem wartet eine Tennisplätze und –halle auf Spieler, es gibt eine Bowling-/Kegelbahn, und in der Mehrzweckhalle kann Tennis, Volley- und Fußball gespielt werden, außerdem gibt es hier noch einen Squash-Platz und einen Luftgewehrschießstand. Herzstück in der neuen Halle ist jedoch der Kletterbereich.

Arlberg well.com

Arlberg well.com

Das Arlberg well.com bietet neben der großen Veranstaltungshalle für Konzerte und Tagungen auch kleinere Seminarräume für geschäftliche Meetings und Konferenzen. Der Wellness-Bereich mit Hallenbereich, aber auch mit Liegewiese und Außenbecken wird die Urlauber und Tagungsteilnehmer erfreuen. Fitness-Studio, Sauna-Landschaft, Solarium und Massagen runden das Angebot ab. Wer möchte kann auch einmal Sommerstockschießen einmal probieren, auch Tennisplätze stehen hier für die Sportlichen zur Verfügung.

Wandern in St. Anton am Arlberg

Wanderer sollten sich auf jeden Fall zumindest einmal mit einem Guide auf die Berge wagen. Wir waren mit Helene unterwegs und wie es mir dabei erging, und wo wir unterwegs waren können Sie auf meinem Blog www.enricosreisenotizen.eu hier nachlesen. Im Blog erfahren Sie auch, was Sie alles machen können, wenn es mal schlechtes Wetter hat.

Was man noch alles im Sommer machen kann:

St. Anton am Arlberg ist auch ein Paradies für Radler (Foto: Tourismusverband)

Hängen Sie im Hochseilgarten ab, oder klettern Sie am arl.rock, Wildwasserfans können Raften, Tuben oder Canyoning versuchen, begeben Sie sich auf den WunderWanderWeg oder besuchen Sie einen Tiroler Abend. Adrenalinjunkies können frei wie die Adler über den Arlberg beim Paragleiten schweben, während romantisch Veranlagte unbedingt bei der Fackelwanderung dabei sein sollten. Oder wie wäre es mit Bogenschießen für Groß und Klein oder aber einem Fußball- oder Volleyballturnier?

Das Heimatmuseum

Was Sie unbedingt noch sehen sollten:

Das Heimatmuseum

Etwas abseits von der Fußgängerzone gelegen, oberhalb der Galzigbahn auf einem Hang, liegt das sogenannte Trier-Haus, indem das Heimatmuseum und ein Restaurant untergebracht sind. Im Park davor ist eine Minigolf-Anlage und hier werden - direkt vor dem Haus – Opern und Konzerte aufgeführt. Im Museum gibt es viele interessante Themen aus der Geschichte von St. Anton kennen zu lernen. Mit Audioguides, die in Deutsch und in Englisch erhältlich und im Eintrittspreis mitinbegriffen sind, erfährt man viel Wissenswertes über den Arlberg, St. Anton, seine Geschichte, den Skilauf und prominente St. Antoner.

Das Trier-Haus, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist
Trier-Haus ist aber nicht der einzige Name des Gebäudes, das auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken kann. Im Ort ist es auch als Arlberg-Kandahar-Haus oder als Koutzouglou-Haus bekannt.

Die Geschichte des Hauses

1912 kam der deutsche Industrielle nach St. Anton, fand an dem Ort Gefallen und errichtete hier seinen Sommerwohnsitz mit einem großen Park rundherum und einen kleinen Weiher. Die Häuser rundherum waren für das Personal, das das Haupthaus nur durch eine kleine Tür im Kaminzimmer betreten durfte. Leider konnte er seinen Besitz nicht lange genießen, bald darauf begann der Erste Weltkrieg und Trier fiel gleich zu Beginn bei Kämpfen. Seine Witwe verkaufte die Villa an einen gewissen Herrn Gänslein, doch auch dem neuen Besitzer brachte das Haus kein Glück: er verpachtete es kurze Zeit später, nachdem sein Sohn bei einer Bergtour tödlich verunglückt war. Der nächste Besitzer war der bulgarische Diplomat und Tabakfabrikant Basil Koutzouglou, der nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ausgewiesen wurde. Im 2. Weltkrieg diente sie dann als Unterkunft für deutsche Bombenflüchtlinge und danach wurde sie die Residenz des französischen Hochkommissars in Österreich, General Emil-Marie Béthouart genutzt. Angeblich fanden hier im Haus am Kamin die Gespräche über die Aufteilung Österreichs in die verschiedenen Besatzungszonen statt..
Basil Koutzouglou kehrte zwar nach dem Weltkrieg zurück, versuchte aber schon bald die Villa zu verkaufen. Dennoch stand das Gebäude lange Jahre leer und begann zu verfallen.

Anfang der 70er Jahre verdichtete sich das Gerücht, dass ein Hotelkonzern das Gebäude kaufen und auf dem Grund ein großes Hotel erbauen wolle. Um dies zu verhindern beschlossen Gemeinde und Fremdenverkehrsverein das Haus selbst zu kaufen und den Garten der Villa zu einer Ferienparkanlage umzugestalten, drei Jahre später wurde das Ski- und Heimatmuseum in den Räumen der Villa untergebracht.
Heute finden die Gäste die Schauräume des Museums im ersten Stock vor und können sich im Restaurant, das im Erdgeschoss untergebracht ist, in der historischen Kaminhalle, der Jagdstube, der Bibliothek, dem Raucherzimmer oder dem Musikzimmer kulinarisch verwöhnen lassen.

Denkmäler im Ferienpark

Das Hannes Schneider Denkmal beim Heimatmuseum

Im Ferienpark wurde ein Denkmal für den Skipionier Hannes Schneider und für Ing. Rudolf Gomperz errichtet. Ing. Gomperz war einer der bedeutenden Pioniere des Tiroler Wintertourismus, der sich sehr für St. Anton und den Wintersport einsetzte. Selbst begeisterter Skifahrer wird er Obmann des Skiclubs St.Anton, Vorsitzender des Österreichischen Skiverbandes, Herausgeber vom Schiführer Arlberg und vielem mehr. Doch Gomperz ist Jude. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland verliert er alle seine Ämter. Um seine Söhne vor der Verfolgung zu schützen, erklären er und seine Frau, dass es nicht seine Kinder sind und es gelingt tatsächlich für sie Arierausweise zu bekommen. Die St. Antoner ziehen sich aber immer mehr von ihm zurück, Gomperz flieht nach Wien, wird aber von dort nach Minsk deportiert. Seine Frau hört nie wieder etwas von ihrem Mann, sie stirbt gemieden von der Bevölkerung 1948 einsam in St. Anton.

Denkmal Ing. Rudolf Gomperz beim Heimatmuseum in St. Anton
Die St. Antoner vergessen lange ihren Förderer. 1976 setzt sich Hans Thöni für die Errichtung einer Gedenkstätte für Gomperz ein, die Errichtung scheitert aber am Einspruch von St. Antoner Bürgern. Erst im Jahre 1995 ist es soweit: das Denkmal für Ing. Rudolf Gomperz wird vom Fließer Künstler Engelbert Gitterle errichtet.

Felix Mitterer verarbeitete das Leben von Ing. Gomperz in seinem Stück „Kein schöner Land“.

Rundgang durchs Museum

Rundgang durch das Museum

Wenn Sie das Museum betreten, richten Sie Ihren Blick auf die wunderschönen Holzdecken. In jeden Zimmer sind sie anders gestaltet, in der Tiroler stube gibt es nicht einmal zwei gleiche Kassetten in der Holzdecke. Einrichtungen, Decken, Verzierungen sind alle noch im Originalzustand erhalten.
Das Haus war auch schon Schauplatz für Filmaufnahmen: hier wurde Chalet Girls (oder Power Girls wie der Film in Deutschland hieß) unter Mitwirkung von Martin Ebster (Direktor des Tourismusverbandes) und Wilma Himmelfreundpointer (seine Stellvertreterin) gedreht.

Im Heimatmuseum St. Anton
Die Ausstellung bringt Ihnen Geschichte des Ortes näher, gibt Einblicke in den Straßen- und Eisenbahnbau am Arlberg und natürlich in die Skigeschichte.
Zu Beginn kann man St. Anton und Umgebung in alten Karten betrachten und mehr über die Geschichte des Hospiz in St. Christoph erzählen. Ausgestellt sind auch die traurigen Reste jener Statue des Hl. Christopherus aus der Kapelle, von deren Fuß sich die Schwabenkinder bei ihrer Abreise aus dem Dorf immer einen kleinen Span ab schnitzten, der sie in der Fremde beschützen und ihr Heimweh mildern sollte. Der Fuß musste dadurch 2 oder 3 Mal erneuert werden, dann baute man vor der Statue ein großes Metallgitter. Am 7.1.1957 brannte das Haus ab, der verkohlte Rest ist das einzige, das von der Statue übrig blieb.

Alte Karten zeigen das St. Anton von einst
Auch das Schicksal der Schwabenkinder wird anschließend thematisiert.

Ein weiterer Raum wird dem Bau der Bahn und dem Arlbergtunnel gewidmet. Schließlich war es diese bauliche Pioniertat, die St. Anton für den Tourismus öffnete und ein Stück näher an die restliche Welt heran rückte.

St. Antoner Siegerski
Breiten Raum wird natürlicherweise der Entwicklung des Skisports gegeben. Hannes Schneider und seine Verdienste um die Wiege des Skifahrens sind hier ebenso vertreten, wie verschiedene Siegerski – unter anderem von Karl Schranz. Bewundern Sie den Siegeslauf von Mario Matt bei der Ski-WM in St. Anton oder die Künste von Hannes Schneider im „Weißen Rausch“.

Die Ausstellung gibt auch Aufschluss über die Entwicklung der Landwirtschaft, die naturgemäß auch hier immer weiter zurückgeht und so vom Tourismusverband und der EU gefördert werden muss, um die Almen auch weiterhin zu erhalten und das Abrutschen des Schnees auf nicht gepflegten Wiesen zu verhindern.

Wer Technik liebt, sollte sich das Modell der Galzigbahn und die Pläne genauer ansehen – wie schon beschrieben, sie ist einzigartig.

Das Modell der neuen Galzigbahn im Heimatmuseum St. Anton am Arlberg
Modisch interessierte werden einen Blick auf die Mode vergangener Zeiten richten. Kennen Sie noch Keilhosen und sind Sie vielleicht auch noch damit Ski gefahren? Auch in den modischen Accessoires war und ist St. Anton federführend! Immerhin sind die Keilhosen eine Erfindung des Großvaters des Tourismuschefs Martin Ebster, der diese in den 1920 und 1930er Jahren entwickelte und natürlich auch schneiderte.

In St. Anton wurde das Skifahren nicht erfunden, aber die Technik des Alpinen Skilaufes maßgeblich beeinflusst und weiterentwickelt. Hannes Schneider erfand die Arlbergtechnik und sorgte – auch durch die Gründung von Skischulen in der ganzen Welt, dass sich diese auch verbreitete. Immerhin wurde jeder Skilehrerplan, der in die Welt hinausgegangen ist, in St. Anton entwickelt. Beleuchtet wird natürlich auch die wichtige Rolle des Ski Clubs St. Anton.
Ein Zimmer wird auch der Zeit der Besatzung durch die Franzosen und ihren Kommandanten General Béthouart gewidmet. So ist es den Museumgestaltern gelungen, noch Zeitzeugen aufzutreiben, die von dieser Zeit erzählen.

Die aktuellen Öffnungszeiten erfahren Sie bitte im Tourismusbüro oder auf der Website des Museums: www.museum-stanton.com

Weiters sehenswert

Die Kirche von St. Anton

1698 wurde die Kirche von St. Anton zu Ehren der Heiligen Jungfrau, Franziskus und des Ortspatrons Antonius von Padua geweiht, 1932 wurde sie von Clemens Holzmeister erweitert. Außen weitgehend im barocken Stil, ist das Innere von der Moderne geprägt. Ein kurzer oder längerer Besuch lohnt sich.

Das Innere der Kirche in St. Anton am Arlberg

Sehenswert und Denkmal geschützt: Das Thöni Haus

Man vermutet, dass Teile des Hauses aus dem frühen 16. Jahrhundert stammen könnten, es könnte ein ehemaliger sogenannter Salzstadel gewesen sein. Die Durchreiche für die Salzausgabe ist neben dem Haustor noch erhalten. Sehenswert sind die Bundwerkkonstruktion bzw. die Ständerbohlenkonstruktion im Erdgeschoss, der aufgezimmete überkämmte Blockbau im Obergeschoss und das weit vorkragende flache Satteldach.

Das Thöni Haus in St. Anton am Arlberg

Der neu angelegte Park beim ehemaligen Bahnhof und das alte Bahnhofsgebäude

Zur Ski-WM wurde der Bahnhof verlegt, sodass nun der Ort nicht mehr durch die Bahn geteilt wird. Das alte Bahnhofsgebäude ist Denkmal geschützt und davor wurde ein wunderschöner Park angelegt, in dem man so richtig die Seele baumeln lassen oder im Sommer ein wenig herum plantschen kann.

Das alte Bahnhofsgebäude

Die WM-Meile

Wenn Sie dann den Weg am Karl Schranz Zielstadion vorbei schlendern, werden Sie eine ganze Reihe interessanter Skulpturen entdecken - und ganz nebenbei haben Sie von dort auch einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die umgebenden Berge. Ursprünglich war dieser Weg den Siegern der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2001 gewidmet und auf den Sockeln standen keine Skulpturen, sondern Holzstämme, aus welchen dann die Firma "Stihl" direkt vor Ort die jeweiligen Sieger der WM schnitzte.

WM Skulpturen (Foto © Tourismusverband St. Anton am Arlberg)

Nach der WM hat St. Anton diese Figuren gekauft und der Fogdö-Stiftung gespendet. Der St. Antoner Peppi Spiss hatte dann die Idee diesen Weg als Kunstmeile zu nutzen und so wird der Weg jedes Jahr um eine Skulptur bzw. um ein Kunstwerk erweitert.

Die Skupturen am Fangweg

Das Nachtleben

Klarerweise übertrifft der Apres-Ski des Winters die Angebote des Sommers, aber es ist immer irgendwas los in dem kleinen Ort am Arlberg. Diskos, Pubs und Bars entlang der Dorfstraße und an den Hängen entlang der Talabfahrten laden zum „Abfeiern“ ein. Zu den bekanntesten und beliebtesten gehören der Mooserwirt, das Krazy Kanguruh (Besitzer Mario Matt), die Kaminstube und das Taps an den Pisten, im Ort das Piccadilly, Scotty’s und die Murmel Bar.

Die Fußgängerzone in St. Anton, allerdings bei Tag
Egal ob Sommer oder Winter – St. Anton sollte man kennen. Und falls Sie nicht wissen sollten, ob Sie Zürs, Lech oder St. Anton bevorzugen sollen, hier – vor allem für den Winterurlaub eine kleine Orientierungshilfe:
Mit der Freundin fährt man nach Zürs, mit der Ehefrau nach Lech – mit den Skien aber fährt man nach St. Anton…..

Wer mehr über Wanderaktivitäten einer total konditionslosen Journalistin in St. Anton erfahren möchte, kann hier im Blog nachlesen: enricosreisenotizen.eu

Schnann

Schnann

Für alle Wanderer möchte ich hier noch einen ganz besonderen Tipp loswerden: Besuchen Sie die Schnanner Klamm! Der Weg ist – zumindest das erste Stück nicht sehr anspruchsvoll und es ist wunderbar, das Rauschen des Wassers zu hören. Die Klamm ist gut ausgebaut, man geht auf einem eisernen Gestell teilweise sogar über den Fluss – ein Ort den man auch bei hohen Temperaturen „zur Abkühlung“ aufsuchen kann und der auch Ausgangspunkt für weitere, längere Wanderungen sein kann.

Die Schnanner Klamm

Schnann ist ein kleiner Ort, der ungefähr 15 km von St. Anton entfernt liegt. In der Gegend ist er auch bekannt als „Goldene Stadt“. Was aber hatte es mit dem Schnanner Gold auf sich?

Das Schnanner Gold

Es passierte in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Deutsche Soldaten waren vor der Roten Armee aus Ungarn auf der Flucht und führten eine große Menge an Gold, Edelsteinen und anderen Wertgegenstände mit sich (man spricht von 42 Eisenbahn-Wagons), den sie ungarischen Juden geraubt hatten. Am Arlberg war schließlich Endstation, sie konnten nicht weiter, da von dieser Seite her die Amerikaner anrückten. So beschlossen sie die Kisten mit dem wertvollen Gut zu vergraben. In Schnann beobachteten aber einige Bauern das heimliche Tun, gruben die Kisten wieder aus und versteckten sie an anderer Stelle. Anstatt aber maßvoll damit umzugehen, erfreuten sie sich mehr und mehr über ihren neu gewonnen Reichtum. In manchen Quellen wird berichtet, dass Bauern mit zwei wertvollen Uhren auf die Almen gingen. So kam die Nachricht vom plötzlichen Reichtum des Ortes auch den Franzosen zu Ohren und die Schnanner mussten (fast?) alle ihre Schätze wieder hergeben und wurden obendrein noch verurteilt.

Hier erzählt der Journalist Oswald Perktold über seine Jugend in Schnann und das Gold

Die Schellenschmiede

In der Schellenschmiede

In Schnann gibt es auch noch eine alte Schellenschmiede. Hier erklärt Ihnen Walter Scherl den Unterschied zwischen eine Kuhglocke und einer Kuhschelle, wie Schellen gemacht werden und vieles mehr über dieses alte Handwerk. Hören Sie einmal rein:

Walter Scherl erklärt das Schellen schmieden
Seine Maschinen stammen noch von seinem Großvater und sind über 100 Jahre alt, erfüllen aber nach wie vor Ihren Zweck.

Die Arbeitsschritte des Schellenschmiedes:

In der Schellenschmiede
Die Schellen können auch „gestimmt“ werden, verschieden Größen ergeben klarerweise auch verschiedene Töne. So werden die ganz großen Schellen eigentlich nur einmal im Jahr für den Almabtrieb verwendet, die kleinen Schellen bimmeln aber auch heute noch um so manchen Kuhhals auf den Almen. Unser Schellenschmied produziert aber auch die runden Schellen, die bei so manchen Krampus oder einer Perchte bei den Fasnachtsbräuchen und den traditionellen Umzügen Verwendung finden. Wer das alte Handwerk näher kennen lernen möchte und auch mal hören will, wie laut und unterschiedlich Schellen klingen können, kann sich an Walter Scherl direkt wenden: +43 699 104 37 484 – er erzählt Ihnen dann mehr über sein altes Handwerk.

Schauen Sie einfach einmal beim Touristenverband vorbei, dort erhalten Sie alle Informationen über aktuelle Events und Programmpunkte. Selbstverständlich gibt im Tourismusbüro gute Tipps für Sommer und Winter.

Hier noch einige Bilder von St. Anton und Schnann:

Unseren Hoteltipp für St. Anton, das Valluga-Hotel finden Sie hier und das Lieblingsrezept von José Gonzales, Küchenchef imValluga-Hotel, finden Sie hier.

Tourismusverband
6580 St. Anton am Arlberg, Dorfstraße 8
Tel: +43 5446 22690
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stantonamarlberg.com
www.sommer-aktiv.at

 

 

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