Die Krumlovský Mlyn ist mehr als ein Restaurant. Nicht nur der Gastraum sieht aus wie ein Museum, im ersten Stock ist eine Galerie mit Bildern und Grafiken eingerichtet, sowie ein Museum mit historischen Fahrzeugen, Uhrwerken, Dampfmaschinen und anderen interessanten Antiquitäten.

Serviert werden tschechische Spezialitäten. Obwohl der Gastraum groß ist, wirkt er durch die Dekoration und den offenen Kamin recht gemütlich. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass die eine oder andere Reisegruppe ins Lokal stürmt …


Das Gebäude gehört zu den ältesten Gebäuden in Böhmisch Krumau, bereits 1347 wird es in einer Urkunde von Peter I. von Rosenberg erwähnt. 1596 verzichtete Peter Vok zu Gunsten der Gemeinde auf Untertanengeld, die Mühle wurde zur Stadtmühle. 1608 – 1611 erfolgte ein grundsätzlicher Umbau im Stil der Spätrenaissance. 1780 wurde eine umfangreiche Instandsetzung des Objektes durchgeführt, 1782 war ein Namensvetter von mir – der Müller Antonin Postel -  der erste Eigentümer der Mühle, der sich den Besitz jedoch mit der Obrigkeit und den Grundstücksherren teilen musste. Um 1880 wurde das Tor der Stadtbefestigung, das zwischen der Mühle und dem gegenüberliegenden Haus gestanden hatte, als letztes Tor der Stadt niedergerissen. Zur Mühle gehörte früher auch ein Wehr.

Krumauer Mühle

Doch zurück zur Gegenwart. Die Krumlovský Mlyn serviert typische tschechische Küche. Als Einstieg gibt es unter anderem Sauerkrautsuppe oder einen – auch in Österreich bekannten – Ersoffenen: eine eingelegte Knackwurst mit Zwiebel und Pfefferoni. Unter den Hauptspeisen findet sich Ente und Stelze, vielleicht probieren Sie aber auch eines der Steaks, die am offenen Grill gebraten werden.

Wir haben die geräucherte Stelze probiert – sehr schmackhaft und für eine Person, auch wenn sie großen Hunger hat, nicht „verdrückbar“. Allerdings muss ich doch feststellen, dass sie der Qualität einer Stelze aus dem Schweizerhaus in Wien nicht gerecht werden kann. Auch ist die Kruste eher hart als knusprig ausgefallen.

Außerdem probierten wir die Kartoffelpuffer (ich liebe Kartoffelpuffer und in Tschechien sind sie besonders gut, außen knusprig, innen weich) mit Steinpilzen, die ich wirklich empfehlen kann, allerdings sind sie – wie auch die anderen Speisen – nicht gerade billig. Wir bezahlten (2012) € 7 für die Kartoffelpuffer mit der Steinpilzsauce und € 16 für die Stelze. Dazu gibt es ausgezeichnetes, tschechisches Bier: Gambrinus, Pilsener Urquell sowie helles und dunkles Eggenberg.

Krumauer Mühle

Bei schönem Wetter kann man auf einer Terrasse direkt am Moldauufer über dem Mühlenrad sitzen und  während des Essens auch noch die schöne Aussicht genießen.

Am Abend unterhält manchmal auch ein Klavierspieler mit tschechischen und internationalen Weisen dezent die Gäste.

Alles in allem kann man hier einen gelungenen Abend verbringen, wenn man bereit ist, den „Touristenbonus“ zu bezahlen und auch größere Touristengruppen in Kauf nimmt.

Krumlovský mlýn
381 01 Český Krumlov, Široká 80
Handy: +420 736 634 461
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Kontakt: Petr Tauber Handy: +420 606698382 (Englisch) oder
Restaurant-Manager Petr Draxler – er spricht Deutsch
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http://restaurace.krumlovsky-mlyn.cz/de


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