Die kleine, tschechische Stadt an der Otava (Wottawa) in der Nähe von Budweis war schon immer einen Schritt ihrer Zeit voraus, aber sie beherbergt unter anderem auch die älteste Steinbrücke von Tschechien (die zweitälteste in Mitteleuropa) und für die kleinen Besucher wird eine ganze Menge an Unterhaltung angeboten.

Geschichte

Bereits in der Altsteinzeit war der sogenannte Píseker Kessel besiedelt und schon in früher Zeiten wurde hier nach Gold gesucht. Die Kelten waren die ersten, die den Sand der Otava nach Gold durchsuchten und so konnte man in der Nähe von Putim Grabhügel mit vielen wertvollen Gegenständen finden. Slawische Stämme folgten dann im 5. und 6. Jahrhundert. Die erste Ansiedlung entstand am rechten Flussufer und daraus entwickelte sich auch später die Stadt. Auch der Name der Stadt leitet sich von der Goldwäscherei her: „Na Písku – Auf Sand“; allerdings muss erwähnt werden, dass im 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts das Gold nicht nur durch Auswaschen des Flusssandes gefunden wurde, sondern auch der Abbau unter Tage erfolgte und so Písek damals auch ein Zentrum der Bergbaus war.

Die Steinerne Brücke von Písek
Für die Herrscher und Könige wurde die Ansiedlung dadurch mehr und mehr bedeutsam und es verwundert nicht, dass Písek in einer Urkunde des Königs Wenzel I. bereits 1243 erwähnt wird. Mit der Zeit verwandelte sich die Siedlung in ein Marktdorf, mit einer eigenen, dem Heiligen Wenzel geweihten Kirche. Es war nicht nur das Gold, das zur Blüte der Stadt beitrug, sondern auch ihre Lage: immerhin lag die Stadt am „Goldener Pfad“ genannten Handelsweg, der die Otava gerade an jener Stelle durchquerte, an dem sich die Ansiedlung befand.

Blick auf die Burg von Písek
Auch das durfte für Wenzel I. ein Grund gewesen sein, hier eine Burg zu bauen und eine Stadt zu gründen, deren weiteren Ausbau allerdings erst sein Sohn Přemysl Ottokar II. veranlasste. Er erhob Písek auch zur befestigten Königstadt und ließ die Steinerne Brücke, das Dominikanerkloster und eine Pfarrkirche errichten und die königliche Burg fertigstellen. So wurde Písek auch ein bedeutender Stützpunkt der königlichen Macht in Südböhmen und die Stadt erhielt zahlreiche Privilegien von den böhmischen Herrschern.

Das frühere Elektrizitätswerk der Stadt arbeitet noch immer - jetzt als Museum
Auch im 14. Jahrhundert, unter der Herrschaft von Johann von Luxemburg wurde die Stadt mit weiteren Privilegien ausgezeichnet, wie dem Wegegeldrecht, der Befreiung von Zoll- und Wegegeld und dem Meilenrecht. Damit konnte es Písek damals hinsichtlich ihrer Privilegien durchaus mit der Prager Altstadt aufnehmen. Auch Karl IV., Sohn von Johann von Luxemburg, bestätigte Písek erneut als Hauptstadt des Gebiets Prácheň. Er, aber auch sein Sohn Wenzel IV. besuchten die Stadt und die Burg recht häufig, allerdings was sein Sohn der letzte Herrscher, der sich auf der Burg aufhielt.

Blick auf die Otava und die Stadtinsel
Bereits 1419 schloss sich Písek den Hussiten an und wurde freies Mitglied im hussitischen Tábor-Bund. 10 km südwestlich, in der Nähe der Ortschaft Sudoměř, fand bereits im März 1419 die erste der siegreichen Schlachten unter Jan Žižka statt. Während dieser Zeit stellten die Einwohner von Písek auf dem Marktplatz große Bottiche auf, in welche sie zugunsten der „gemeinsamen Sache“ ihr gesamtes persönliches Hab und Gut hineinlegten.

Wunderschöne Häuser am Großen Platz von Písek
Písek wurde zu einem der Zentren der Hussitenbewegung und blieb den Idealen von Hus lange Zeit treu. Bis 1452 galt die Stadt als selbstverwaltende städtische Hussitenrepublik.
Auch nach den Hussitenkriegen erholte sich die Stadt bald: Die Einnahmen der Stadtkasse waren hoch, Písek galt zu Beginn des 16. Jahrhunderts als eine der reichsten Städte Böhmens. So konnte sie auch die nicht genutzte königliche Burg sowie die gesamte königliche Herrschaft mitsamt der großen Waldflächen im Píseker Gebirge erwerben.

Blick in den Hof des Gestüts von Písek
1532 wurde die Blütezeit der Stadt durch einen großen Brand unterbrochen, dem die meisten Gebäude zum Opfer fielen. Nach dem erfolglosen Widerstand gegen die Habsburger und König Ferdinand I., wurde die Stadt 1543 mit dem Entzug aller ihrer Rechte und ihres Besitzes bestraft. Das Amt des königlichen Vogts wurde eingeführt, der nun die Interessen der Herrscher wahrte: mit den freien Entscheidungen der Stadt wie auch mit der Blütezeit war es nun vorbei. Písek verschuldete sich mehr und mehr, 1611 wurde die Stadt geplündert, nach dem zweiten Prager Fenstersturz schlug sich die Stadt auf die Seite der böhmischen Herren und wurde im Folgejahr prompt von kaiserlichen Truppen niedergebrannt. Beim letzten Streifzug der kaiserlichen Truppen wurde fast die Mehrheit der Bevölkerung ermordet und fast alle Häuser niedergebrannt. 1623 wurde der kaiserliche General Martin de Huerta, der für seine Grausamkeit bekannt war, Pfandeigentümer von Stadt und Herrschaft mit der Aufgabe, die Bürger von Písek mit Hilfe aller Mittel wieder zum katholischen Glauben zurück zu führen.

Die Dekankirche Mariä Geburt in Písek
1627, 1646 und 1651 wurde die Stadt wieder von Bränden heimgesucht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es Jahrzehnte dauerte, bis sich die Stadt wieder erholen konnte.
Ende des 18. und im 19. Jahrhundert entwickelt sich eine starke nationale und patriotische Bewegung in der Stadt: kulturelle Vereine und Institutionen werden gegründet, wie der Sportverein Sokol 1868, 1884 das Museum und es entstehen auch viele neue Schulen – man beginnt Písek als das südböhmische Athen zu bezeichnen.

Schmuck an der Hausfassade in Písek
Die Industrielle Revolution hält in Písek Einzug: es entstehen eine Papier-, eine Tabak- und eine Textilfabrik. Die Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Písek wird 1875 eröffnet und in Písek wird erstmalig auf dem Gebiet von Böhmen die Stadt eine dauerhaft öffentliche Beleuchtung durch František Křižík installiert. 1887 fand die erste Probe dafür mit drei Lampen statt und die Menschen waren begeistert und so stimmten die Stadträte zu, die Bogenlampen von Křižík zu kaufen und ein Elektrizitätswerk in der ehemaligen Mühle zu errichten.

Im Elektrizitätswerk in Písek

Ein kurioses Ereignis war auch die Ausrufung der selbständigen Tschechoslowakei im Jahre 1918:

In Prag wurde zu dieser Zeit entschieden, dass am 14. Oktober 1918 ein Generalstreich in ganz Böhmen stattfinden sollte und während dieses Streiks dann die Selbständigkeit ausgerufen werden sollte. Man schickte von Prag aus Redner in alle größeren Städte des Landes, die das Volk darüber informieren sollte, so auch nach Písek. Herr Havliček, so hieß der Verantwortliche kam mit dem Zug aus Prag am Sonntag abend an und erreichte, dass man in einer Theatervorstellung die Einladung für den Streik „einbaute“, sodass alle Theaterbesucher davon informierte waren. Da die meisten nach der Veranstaltung im Theater auch noch zu Freunden und Bekannten gingen, wusste fast die ganze Stadt, dass um 11:00 Uhr des 14.10.1918 der Generalstreik beginnen sollte und sie sich am Hauptplatz der Stadt einfinden sollten, um die Ausrufung der Selbständigkeit von Böhmen und Mähren mit zu erleben.

Das Segelschiff - ein Hauszeichen in Písek
Allerdings wurde in Prag der Termin dann doch noch verschoben, was allerdings nicht mehr rechtzeitig bis nach Písek durchdrang und so wurde in Písek die Unabhängigkeit von Böhmen und Mähren zwei Wochen früher als im Rest des Landes ausgerufen.

Später kam natürlich nicht auch die Nachricht über die Verschiebung nach Písek und die Menschen bekamen Angst, schließlich begann auch die Polizei den Vorfall zu untersuchen. Doch die zwei Wochen überstanden alle ohne Probleme und seither gilt bis heute der Spruch: Písek – immer einen Schritt voraus.

Kurze Zeit kehrte danach wieder das ruhige Leben in die Stadt ein, das jedoch durch die nationalsozialistische Okkupation wieder unterbrochen wurde und auch hier vielen Bewohnern ihr Leben nahm. Erst am 6. Mai 1945 kehrte mit der amerikanischen Armee wieder Freiheit und Entspannung in die Stadt ein.

Auf der kleinen Insel beim Elektrizitätswerk
In der kommunistischen Ära wurden vor allem die Randgebiete der Stadt weiter entwickelt, neue Fabriken und Siedlungen entstanden, glücklicherweise wurde aber keine Schwerindustrie im Stadtgebiet und der Umgebung angesiedelt, sodass die Stadt noch immer als eine Oase der Ruhe an der Otava punkten kann.
Diese allerdings sorgte 2002 für eine verheerende Überschwemmung, die der Stadt beinahe ihre wichtigste Sehenswürdigkeit, die Steinerne Brücke geraubt hätte. Immerhin musste die Brücke damals einem 50fachen Wasserdurchfluss gegenüber dem Normalzustand standhalten. Viele Häuser waren beschädigt und mussten anschließend renoviert werden.
Doch heute strahlt Písek wie eh und je und lädt ihre Besucher zum Stadtrundgang ein.

Die kleine, tschechische Stadt an der Otava (Wottawa) in der Nähe von Budweis war schon immer einen Schritt ihrer Zeit voraus, aber sie beherbergt unter anderem auch die älteste Steinbrücke von Tschechien (die zweitälteste in Mitteleuropa) und für die kleinen Besucher wird eine ganze Menge an Unterhaltung angeboten.

Geschichte

Bereits in der Altsteinzeit war der sogenannte Píseker Kessel besiedelt und schon in früher Zeiten wurde hier nach Gold gesucht. Die Kelten waren die ersten, die den Sand der Otava nach Gold durchsuchten und so konnte man in der Nähe von Putim Grabhügel mit vielen wertvollen Gegenständen finden. Slawische Stämme folgten dann im 5. und 6. Jahrhundert. Die erste Ansiedlung entstand am rechten Flussufer und daraus entwickelte sich auch später die Stadt. Auch der Name der Stadt leitet sich von der Goldwäscherei her: „Na Písku – Auf Sand“; allerdings muss erwähnt werden, dass im 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts das Gold nicht nur durch Auswaschen des Flusssandes gefunden wurde, sondern auch der Abbau unter Tage erfolgte und so Písek damals auch ein Zentrum der Bergbaus war.

Die Steinerne Brücke von Písek
Für die Herrscher und Könige wurde die Ansiedlung dadurch mehr und mehr bedeutsam und es verwundert nicht, dass Písek in einer Urkunde des Königs Wenzel I. bereits 1243 erwähnt wird. Mit der Zeit verwandelte sich die Siedlung in ein Marktdorf, mit einer eigenen, dem Heiligen Wenzel geweihten Kirche. Es war nicht nur das Gold, das zur Blüte der Stadt beitrug, sondern auch ihre Lage: immerhin lag die Stadt am „Goldener Pfad“ genannten Handelsweg, der die Otava gerade an jener Stelle durchquerte, an dem sich die Ansiedlung befand.

Blick auf die Burg von Písek
Auch das durfte für Wenzel I. ein Grund gewesen sein, hier eine Burg zu bauen und eine Stadt zu gründen, deren weiteren Ausbau allerdings erst sein Sohn Přemysl Ottokar II. veranlasste. Er erhob Písek auch zur befestigten Königstadt und ließ die Steinerne Brücke, das Dominikanerkloster und eine Pfarrkirche errichten und die königliche Burg fertigstellen. So wurde Písek auch ein bedeutender Stützpunkt der königlichen Macht in Südböhmen und die Stadt erhielt zahlreiche Privilegien von den böhmischen Herrschern.

Das frühere Elektrizitätswerk der Stadt arbeitet noch immer - jetzt als Museum
Auch im 14. Jahrhundert, unter der Herrschaft von Johann von Luxemburg wurde die Stadt mit weiteren Privilegien ausgezeichnet, wie dem Wegegeldrecht, der Befreiung von Zoll- und Wegegeld und dem Meilenrecht. Damit konnte es Písek damals hinsichtlich ihrer Privilegien durchaus mit der Prager Altstadt aufnehmen. Auch Karl IV., Sohn von Johann von Luxemburg, bestätigte Písek erneut als Hauptstadt des Gebiets Prácheň. Er, aber auch sein Sohn Wenzel IV. besuchten die Stadt und die Burg recht häufig, allerdings was sein Sohn der letzte Herrscher, der sich auf der Burg aufhielt.

Blick auf die Otava und die Stadtinsel
Bereits 1419 schloss sich Písek den Hussiten an und wurde freies Mitglied im hussitischen Tábor-Bund. 10 km südwestlich, in der Nähe der Ortschaft Sudoměř, fand bereits im März 1419 die erste der siegreichen Schlachten unter Jan Žižka statt. Während dieser Zeit stellten die Einwohner von Písek auf dem Marktplatz große Bottiche auf, in welche sie zugunsten der „gemeinsamen Sache“ ihr gesamtes persönliches Hab und Gut hineinlegten.

Wunderschöne Häuser am Großen Platz von Písek
Písek wurde zu einem der Zentren der Hussitenbewegung und blieb den Idealen von Hus lange Zeit treu. Bis 1452 galt die Stadt als selbstverwaltende städtische Hussitenrepublik.
Auch nach den Hussitenkriegen erholte sich die Stadt bald: Die Einnahmen der Stadtkasse waren hoch, Písek galt zu Beginn des 16. Jahrhunderts als eine der reichsten Städte Böhmens. So konnte sie auch die nicht genutzte königliche Burg sowie die gesamte königliche Herrschaft mitsamt der großen Waldflächen im Píseker Gebirge erwerben.

Blick in den Hof des Gestüts von Písek
1532 wurde die Blütezeit der Stadt durch einen großen Brand unterbrochen, dem die meisten Gebäude zum Opfer fielen. Nach dem erfolglosen Widerstand gegen die Habsburger und König Ferdinand I., wurde die Stadt 1543 mit dem Entzug aller ihrer Rechte und ihres Besitzes bestraft. Das Amt des königlichen Vogts wurde eingeführt, der nun die Interessen der Herrscher wahrte: mit den freien Entscheidungen der Stadt wie auch mit der Blütezeit war es nun vorbei. Písek verschuldete sich mehr und mehr, 1611 wurde die Stadt geplündert, nach dem zweiten Prager Fenstersturz schlug sich die Stadt auf die Seite der böhmischen Herren und wurde im Folgejahr prompt von kaiserlichen Truppen niedergebrannt. Beim letzten Streifzug der kaiserlichen Truppen wurde fast die Mehrheit der Bevölkerung ermordet und fast alle Häuser niedergebrannt. 1623 wurde der kaiserliche General Martin de Huerta, der für seine Grausamkeit bekannt war, Pfandeigentümer von Stadt und Herrschaft mit der Aufgabe, die Bürger von Písek mit Hilfe aller Mittel wieder zum katholischen Glauben zurück zu führen.

Die Dekankirche Mariä Geburt in Písek
1627, 1646 und 1651 wurde die Stadt wieder von Bränden heimgesucht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es Jahrzehnte dauerte, bis sich die Stadt wieder erholen konnte.
Ende des 18. und im 19. Jahrhundert entwickelt sich eine starke nationale und patriotische Bewegung in der Stadt: kulturelle Vereine und Institutionen werden gegründet, wie der Sportverein Sokol 1868, 1884 das Museum und es entstehen auch viele neue Schulen – man beginnt Písek als das südböhmische Athen zu bezeichnen.

Schmuck an der Hausfassade in Písek
Die Industrielle Revolution hält in Písek Einzug: es entstehen eine Papier-, eine Tabak- und eine Textilfabrik. Die Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Písek wird 1875 eröffnet und in Písek wird erstmalig auf dem Gebiet von Böhmen die Stadt eine dauerhaft öffentliche Beleuchtung durch František Křižík installiert. 1887 fand die erste Probe dafür mit drei Lampen statt und die Menschen waren begeistert und so stimmten die Stadträte zu, die Bogenlampen von Křižík zu kaufen und ein Elektrizitätswerk in der ehemaligen Mühle zu errichten.

Im Elektrizitätswerk in Písek

Ein kurioses Ereignis war auch die Ausrufung der selbständigen Tschechoslowakei im Jahre 1918:

In Prag wurde zu dieser Zeit entschieden, dass am 14. Oktober 1918 ein Generalstreich in ganz Böhmen stattfinden sollte und während dieses Streiks dann die Selbständigkeit ausgerufen werden sollte. Man schickte von Prag aus Redner in alle größeren Städte des Landes, die das Volk darüber informieren sollte, so auch nach Písek. Herr Havliček, so hieß der Verantwortliche kam mit dem Zug aus Prag am Sonntag abend an und erreichte, dass man in einer Theatervorstellung die Einladung für den Streik „einbaute“, sodass alle Theaterbesucher davon informierte waren. Da die meisten nach der Veranstaltung im Theater auch noch zu Freunden und Bekannten gingen, wusste fast die ganze Stadt, dass um 11:00 Uhr des 14.10.1918 der Generalstreik beginnen sollte und sie sich am Hauptplatz der Stadt einfinden sollten, um die Ausrufung der Selbständigkeit von Böhmen und Mähren mit zu erleben.

Das Segelschiff - ein Hauszeichen in Písek
Allerdings wurde in Prag der Termin dann doch noch verschoben, was allerdings nicht mehr rechtzeitig bis nach Písek durchdrang und so wurde in Písek die Unabhängigkeit von Böhmen und Mähren zwei Wochen früher als im Rest des Landes ausgerufen.

Später kam natürlich nicht auch die Nachricht über die Verschiebung nach Písek und die Menschen bekamen Angst, schließlich begann auch die Polizei den Vorfall zu untersuchen. Doch die zwei Wochen überstanden alle ohne Probleme und seither gilt bis heute der Spruch: Písek – immer einen Schritt voraus.

Kurze Zeit kehrte danach wieder das ruhige Leben in die Stadt ein, das jedoch durch die nationalsozialistische Okkupation wieder unterbrochen wurde und auch hier vielen Bewohnern ihr Leben nahm. Erst am 6. Mai 1945 kehrte mit der amerikanischen Armee wieder Freiheit und Entspannung in die Stadt ein.

Auf der kleinen Insel beim Elektrizitätswerk
In der kommunistischen Ära wurden vor allem die Randgebiete der Stadt weiter entwickelt, neue Fabriken und Siedlungen entstanden, glücklicherweise wurde aber keine Schwerindustrie im Stadtgebiet und der Umgebung angesiedelt, sodass die Stadt noch immer als eine Oase der Ruhe an der Otava punkten kann.
Diese allerdings sorgte 2002 für eine verheerende Überschwemmung, die der Stadt beinahe ihre wichtigste Sehenswürdigkeit, die Steinerne Brücke geraubt hätte. Immerhin musste die Brücke damals einem 50fachen Wasserdurchfluss gegenüber dem Normalzustand standhalten. Viele Häuser waren beschädigt und mussten anschließend renoviert werden.
Doch heute strahlt Písek wie eh und je und lädt ihre Besucher zum Stadtrundgang ein.

Steinerne Brücke und Píseker Titanic

Die Steinerne Brücke

Sie ist wahrscheinlich das bekannteste und wertvollste Wahrzeichen der Stadt: immerhin gilt sie als die älteste Brücke Tschechiens und die zweitälteste in Mitteleuropa. Die Steinerne Brücke in Písek ist damit sogar älter als die Karlsbrücke in Prag! Historiker gehen davon aus, dass sie noch vor Ende des 13. Jahrhunderts, wahrscheinlich im dritten Viertel davon, errichtet wurde und ein wichtiges Bindeglied des Gold- und Salzpfades war, der in Písek die Otava überquerte. 1348 wird sie erstmals schriftlich erwähnt.

Písek - Blick auf die Steinerne Brücke
Die Brücke ist 110 Meter lang und 6,25 Meter breit und besteht aus sieben Bögen. Davon stammen sechs aus den Bauzeiten der Brücke, der siebente Bogen wurde 1768 hinzugefügt und ist etwas doppelt so breit. Um die Brücke bauen zu können musste der Fluss in ein Nebenbett umgeleitet werden, die sechs Brückenpfeiler wurden also von den mittelalterlichen Baumeistern im Trockenen errichtet.

Písek - Die Steinerne Brücke
Früher „bewachte“ jeweils ein Brückenturm das Ende der Brücke, leider sind beide nicht bis heute erhalten geblieben. Einer „überlebte“ das große Hochwasser von 1768 nicht und der zweite wurde 1825 weggerissen, um mehr Platz für den anwachsenden Verkehr zu haben.

Der Heilige Nepomuk schützt auch in Písek die Steinerne Brücke
Auch die Steinerne Brücke wird von einer Sandsteinplastik (auf der Brücke steht eine Kopie, das Original ist im Museum zu finden) des Heiligen Nepomuk geschützt.

Píseker Titanic

Blickt man von der Brücke in Richtung des Flusslaufs auf das linke Ufer, fallen dem Betrachter die modernen Häuser auf, die 1999 vom Architekten Jaroslav Trávníček errichtet wurden und am Anfang nicht unumstritten waren. Besonders ins Auge sticht die Píseker Titanic – das erste Haus des Komplexes, das den Eindruck eines langen, schlanken, aufgestockten Schiffs hervorruft.

Die Titanic von Písek - gleich am Ende der Steinernen Brücke

Hier am Ufer der Otava findet auch jedes Jahr im Mai die Veranstaltung Cipískoviště (Cipíseks Sandkasten) statt, bei der wunderschöne Statuen aus Sand gebaut werden, die jedes Jahr auf ein anderes Thema Bezug nehmen.

Das Rathaus

Vielleicht sollte man die Besichtigung der Stadt auch am Großen Platz (Velké náměstí) beginnen, der mit seinem wunderschönen Häusern gleich einen schönen Einstieg in einen Rundgang bietet.
Das Rathaus, in dem auch heute noch die Stadtverwaltung untergebracht ist, wurde von 1740 bis 1765 im spätbarocken Stil von V. Jermář, A. Müller und F. Fanner gebaut. Die lange Bauzeit erklärt sich jedoch nicht etwa durch die Faulheit der Píseker Bürger, sondern durch die Erbfolgekriege zur Zeit Maria Theresias. Und so war es immer wieder wichtiger Kasernen zu bauen, die gleich daneben errichtet wurde, als mit dem Rathaus fertig zu werden.

Das Rathaus von Písek

Zwei hohe Türme begrenzen links und rechts die Fassade, wobei jeder Turm auf allen vier Seiten mit einem Ziffernblatt ausgestattet ist, dazwischen liegt ein dreieckförmiges Tympanum mit dem Wappen der Stadt und darüber befinden sich neben geschmückten barocken Steinvasen drei Statuen, die die Allegorien der drei Tugenden: Gerechtigkeit, Geduld und Kraft darstellen.

Das Rathaus von Písek am Großen Platz
Früher schmückte das Gebäude auch noch ein Laubengang, der allerdings 1845 entfernt wurde. Beachten sollte man auf jeden Fall auch den Balkon des Rathauses, denn von hier wurde – wie schon vorab erzählt – am 14. Oktober 1918 – die selbständige Tschechoslowakische Republik ausgerufen. Als es dann allerdings 14 Tage später tatsächlich zur Ausrufung der Republik kam, war man dann in der Stadt doch etwas zögerlich und schenkte der Nachricht keinen Glauben. So wurde in Písek letztendlich die selbständige Republik erst einen Tag später, am 29. Oktober 1918 (nochmals und diesmal rechtsgültig) ausgerufen.

Die Burg und das Práchiner Museum

Durch den Durchgang im Rathaus gelangt man auf einen kleinen ruhigen Platz an dessen Ende ein mittelalterliches Gebäude mit drei gotischen Bögen zu sehen ist. Es ist dies der letzte erhaltene Teil der ehemaligen königlichen Burg. Diese hatte ursprünglich einen quadratischen Grundriss, bei dem vier von Arkaden umsäumte Flügel einen kleinen Burghof umgaben. heute ist in dem erhaltenen Westflügel das Prachiner Museum (Prácheňskě Muzeum v Písku) untergebracht.

Der Durchgang zum Práchiner Museum in Písek
Dieses Museum, 1996 mit dem Titel Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet, entstand bereits 1884. Im Jahr 1902 zogen die Museumssammlungen in die ehemalige Burg um. Im Museum können die Besucher Ausstellungen zu den Themen Urzeit und Zeit der Slawen, Die Anfänge der Burg und der Stadt Písek, Geschichte der Region, Das Landleben rund um Písek im 19. Jahrhundert, Geschützte Landschaften, Mineralreichtümer, Kulturelle Traditionen der Region rund um Písek, Gold im Umland des Flusses Otava, Fische und Fischerei und einiges mehr erleben. Sehenswert sind neben den Ausstellungen auch noch die Kopien der Fresken aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert im Gotischen Saal.

Blick auf das Pràchiner Museum im Hof des Rathauses
Ursprünglich besaß die Burg einst drei Wehrtürme, von denen jedoch kein einziger erhalten blieb. Nach der Gründung durch Wenzel I. baute sein Sohn Přemysl Ottokar II. die Burg aus und da die Stadt zur gleichen Zeit errichtet wurde, fügte sich die Burg auch vollkommen in die Stadtgestaltung ein. Der letzte böhmische Herrscher, der die Burg besuchte bzw. hier wohnte war Wenzel IV. 1419 übernahm der Píseker Burgvogt Jan Hájek von Hodětín die Burg, doch bald änderte sich erneut ihr Besitzer.

Im Práchiner Museum in Písek

1509 wurde sie von der Stadt gekauft, nachdem auch vorher die Eigentümer recht oft gewechselt hatten. In der Folgezeit verwaiste das Bauwerk immer mehr und war dem Verfall preisgegeben. 1851 riss man schließlich den Ostflügel, den Eingangsturm und die Zwingemauer ab, und zu guter Letzt blieb nur mehr jener Teil übrig in dem sich heute das Museum befindet.

Die Mälzerei und die Spiele-Galerie

Wenn man das Museum zu seiner Rechten unbeachtet lässt und durch einen weiteren Hof schreitet, kommt man zu einem grün gestrichenen Gebäude – der ehemaligen Mälzerei. Hier wurde mehr als einhundert Jahre – von 1864 bis 1973 – Malz für die Píseker und Protivíner Brauerei hergestellt.

Die Mälzerei in Písek
Das jetzt schön renovierte Gebäude wurde damals in zwei Jahren, von 1862 bis 1864, errichtet.

Das Gebäude der Mälzerei vom Fluss Otava aus gesehen
2007 wurde es umfangreich renoviert und rekonstruiert und wird heute als Kulturzentrum und für Ausstellungen genutzt. Sollten Sie mit Kindern in Písek unterwegs sein, ist ein Besuch unerlässlich, so sie ihren Kindern einen wundervollen Tag bescheren wollen. Damit ist die Galerie als Spiel auch eine wunderbare Alternative an einem Schlechtwetter-Tag und wenn Sie ihren Besuch auch noch vorher ankündigen, versucht man auch noch deutsch sprechende „Animatoren“ zur Verfügung zu halten, wobei aber viele Attraktionen auch allein und ohne Sprachkenntnisse besucht werden können. Hier geht es vor allem ums Ausprobieren ums Begreifen. Es darf nicht nur alles angefasst und ausprobiert werden: es soll sogar!

Fantasiewald von Radek Pilař in der ehemaligen Mälzerei von Písek
Die Kleinen werden sich im Fantasiewald von Radek Pilař wohlfühlen und dort im Secret Space ist auch schon mancher Vater neben seinem Nachwuchs eingenickt – aber keine Angst – hier kann den Kleinen nichts passieren.
Die Größeren werden Spaß daran haben, sich ganz als Ameise zu fühlen und der Königin im Ameisenbau einen Besuch abstatten.

Der Ameisenbau in der Spielegalerie in der ehemaligen Mälzerei in Písek
Feuerwehr, Polizei und Rettung stehen im Fokus einer weiteren Ausstellung, deren Ziel es ist, den kleinen wie großen Besuchern beizubringen, selbst Helden zu werden, wenn man in einer Gefahrensituation richtig handelt und die entsprechenden Helfer herbeiruft.

Auch Journalisten spielen gerne auf Pressereisen (in der Mälzerei in Písek)
Diese Ausstellungen wechseln – unsere Beschreibungen stammen von unserem Besuch im Frühjahr 2018. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.sladovna.cz

Krtek, der Kleine Maulwurf wartet auf Besucher im Nest in der Mälzerei in Písek
Zu guter Letzt gibt es auch noch eine Ausstellung über die Illustrationen berühmter tschechischer Kinderbücher, wo man unter anderem auch dem berühmten Maulwurf Krtek begegnen kann. Auch hier gilt: Anfassen erlaubt!

Erinnerung an die frühere Funktion des Gebäudes: die Mälzerei
Weiteres ist noch eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Hauses mit Gegenständen aus der früheren Mälzerei zu sehen.
Mehr über die Ausstellungen und Spiele für Kinder erfahren Sie hier auf askEnrico.

Klosterkirche der Kreuzerhöhung

Am Ende des Großen Platzes findet man die Klosterkirche der Kreuzerhöhung, die dem Besucher gleich durch ihre reiche Renaissance-Sgraffiti-Bemalung auffällt. Sie ist der letzte Teil des einstigen Klosters, das anlässlich der Stadtgründung entstanden ist. Dieses wurde 1419 von den Hussiten zerstört, nach der Schlacht am Weißen Berg während der Zeit der Rekatholisierung zwar wieder eröffnet, aber später unter Joseph II. endgültig geschlossen.

Die Klosterkirche der Kreuzerhöhung am Großen Platz in Písek

Im niedrigen Kirchturm, der von einem einfachen Pyramidendach abgeschlossen wird, befinden sich zwei Glocken aus den Jahren 1557 und 1673. Die beiden Krypten unter der Kirche sind die letzten Ruhestätten der Ordensmitglieder und der Adelsfamilie Švamberk.

Aleš-Platz oder Kleiner Platz

Der Kleine Platz hatte im Mittelalter große Bedeutung, immerhin wurde hier der Markt abgehalten.

Das Haus Zum Schwarzen Adler

Die Jungmannova ulica verbindet den Großen Platz (Velké náměstí) mit dem Aleš-Platz oder Kleinen Platz. Geht man die Straße nun entlang, sieht man nicht nur von Ferne bereits den Kirchturm der Kirche Maria Geburt durchleuchten, sondern gleich an der oberen Ecke des Platzes das Haus Zum Schwarzen Adler (U Černého orla), das auf jeden Fall mehr als einen Blick wert ist.

Das Haus zum Schwarzen Adler in Písek

Das Neurenaissancegebäude mit seinen Turm wurde in den Jahren 1889-1890 errichtet, gehörte der hiesigen Bürgerlichen Darlehenskasse und diente ihr als Residenz. Auch damals schon konnten sich die Finanzdienstleister Paläste bauen. Der Sgraffito-Schmuck und die figuralen Motive an der Fassade stammen von Adolf Liebscher, der auch an der Ausschmückung des Nationaltheaters beteiligt war.

Die wunderschönen Verzierungen am Haus des Schwarzen Adlers

Heute befinden sich in dem Gebäude eine Apotheke und verschiedene medizinische Einrichtungen.

Die Marienstatue

In der Mitte des Platzes befindet sich eine Marienstatuengruppe aus dem Jahre 1715, die der Pilsner Bildhauer Christian Widemann und der Horažďovicer Steinmetz František Zeber geschaffen haben. Sie war der Dank an die Jungfrau Maria, dass Písek von der großen Pestepidemie, die Böhmen 1715 heimsuchte, verschont blieb. Neben der Statue der Jungfrau Maria an der Spitze der Säule schmücken neun weitere Heilige das Denkmal.

Die Marienstatue und die Stadtbibliothek am Kleinen Platz in Písek
Stadtbibliothek

Hinter der Mariensäule an der Nordseite des Platzes steht das – ursprünglich im gotischen Stil errichtete – Haus mit der Nr. 85 mit seiner klassizistischen, mit steinernen Vasen geschmückten Stirnseite. In diesem Haus ist die Stadtbibliothek von Písek untergebracht, die 1841 gegründet wurde und damit zu den ältesten Böhmens zählt.

Barockhäuser und Hauszeichen

Barockhäuser

Großer und kleiner Platz und die Verbindungsstraße waren früher als gute Adressen der Stadt bekannt, wo sich reiche Bürger ihre Residenzen errichteten. Darauf verweisen auch die zwei Barockhäuser mit gotischen Ursprung in der Jungmannova.

Das Haus mit der Nische des Heiligen Nepomuk in Písek

Am Haus mit der roten Fassade kann man noch den Laubengang, der hier erhalten blieb, sehen – auch das Nebenhaus war früher mit einem solchen geschmückt. Wer zu den Fenstern des roten Hauses hochblickt, kann in der Reihe der vier Fenster die verglaste Nische mit einer mehrfarbigen Statue des Heiligen Johannes Nepomuk erkennen.

Die Hauszeichen

Die Hauszeichen stammen noch aus der Zeit vor 1770, in der die Häuser noch nicht mit Hausnummern gekennzeichnete waren, sondern mit dem Namen ihrer Besitzern oder eben durch Hauszeichen.

Das Haus mit dem Segelschiff in Písek
In der Karlova ulica findet sich ein Hauszeichen in Form eines Segelschiffs am Haus U Zlaté lodi (Zum Goldenen Schiff), wobei auch die spätbarocke Fassade einen aufmerksamen Blick verdient.
Sehenswert ist auch die Fassade des Bürgerhauses Zu den Silberdinaren (U Stříbných denárů), die mit den Wappen der Städte Strakonice, Blatná, Písek, Vodňany und Sušice geschmückt ist und wo auch ein Panorama von Písek und ein einfacher Stadtplan aus dem Jahre 1940 zu sehen ist.

Das Haus zum Weißen Schafbock in Písek
Auch das Haus Zum Weißen Schafbock (U Bílého beránka) ist sehenswert und nach seinem Hauszeichen an seiner Barockfassade benannt.

Das Haus zum Elefanten
Gegenüber der Steinernen Brücke kann man wiederum das Relief eines Elefanten am Haus Zum Elefanten (U Slona) sehen.

Die Kirche Mariä Geburt

Auf einen weiteren Platz von Písek befindet sich die Kirche Mariä Geburt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, deren dreischiffiges Hauptschiff durch ein fünfseitiges Presbyterium abgeschlossen wird. Ursprünglich zierten die Kirche zwei niedrige Türme, deren Aussehen dem heutigen niedrigeren Nordturm ähnelte. Ende des 15.Jahrhunderts wurde der Südturm jedoch umgebaut und auf 72 Meter erhöht. Dieser Turm ist heute noch zugänglich und bietet in einer Höhe von 42 Meter von seinem Umgang aus einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Die Dekankirche Mariä Geburt in Písek

Ebenfalls interessant ist die erhaltene Behausung des Türmers, in dem auch das Uhrwerk zu sehen ist, das die Zeiger der Turmuhr auf vier großen, in alle Himmelsrichtungen zeigenden Ziffernblätter bewegt. Und diese Zeiger sind ein weiteres Kuriosum der Stadt: hier zeigt nämlich der kleine Zeiger die Minuten und der große Zeiger die Stunden an.

Zwei Legenden versuchen diesen sonderbaren Fall zu erklären:
Die erste erzählt, dass einfach das Uhrwerk falsch konstruiert wurde. Mit den richtig eingesetzten Zeigern konnte man die Uhr einfach nicht zum Laufen bringen. So entschloss man sich zur pragmatischen Lösung, es einfach anders rum zu probieren und siehe da: nun funktionierte die Uhr und lief.

Im Inneren der Kirche Mariä Geburt in Písek
Auch die zweite Legende ist eine ziemlich pragmatische Erklärung: zu dieser Zeit arbeiteten viele Menschen in der nahen Umgebung von Písek auf den Feldern und auch für sie war die Zeit wichtig. Schließlich wollten sie auch wissen, ob sie bereits lange genug gearbeitet hatten und wann sie nach Hause gehen konnten. Die Minuten waren dafür aber egal, die Stundenanzeige war wichtig. Und da man von der Ferne den großen Zeiger einfach besser sehen konnte, vertauschte man eben die beiden Zeiger.

Die Dekankirche Mariä Geburt in Písek
Im Turm hängen aber auch noch vier Glocken, die nach den Heiligen Cyrill und Method, dem Heiligen Wenzel, der Jungfrau Maria und Meister Jan Hus benannt wurden. Sie entstanden aber erst 1991-92 in der Glockengießerwerkstatt von Marie Tomášková-Dytrychová in Brodek bei Přerov.

Tauben laben sich am Brunnen vor der Dekankirche Mariä Geburt in Písek
Die gotische Kirche, die wie die Steinerne Brücke und die Burg von einer Bauhütte aus Písek-Zvíkov errichtet wurde, wurde im 16. Jahrhundert um den Renaissancegiebel des Nordschiffs bis erweitert. Weitere Umbauten, wie von 1741-48 die Barockkapelle des Heiligen Nepomuk folgten. Die Inneneinrichtung ist im neugotischen Stil gehalten, allerdings finden sich auch romanische und gotische Wandmalereien mit biblischen Motiven. Sehenswert ist auch das Bild der Madonna auf dem Seitenaltar, die sogenannte Píseker Madonna, die allerdings leider nur mehr eine Kopie des wertvollen Tafelbildes aus dem 14. Jahrhundert ist, da das Original 1975 gestohlen wurde.

Bakaláře (Bachelors)

Bei der Kirche befindet sich auch dieses Denkmal, das an ein Schulgebäude erinnern sollt, das sich von 1565 bis 1853 hier befunden hat. Seit 2009 stellen die Granitquader einen stilisierten Unterrichtsraum dar.

Das
Bemerkenswert ist auch der „verglaste Brunnen“ in der Nähe: Er birgt einen wichtigen archäologischen Fund – ein Hügelgrab aus der Bronzezeit, in dem auch die Repliken der Gegenstände zu sehen sind, die im Grab damals gefunden wurden.

Das grüne Písek

Das Löwen-Denkmal

Im Park hinter der Kirche, steht das erste Denkmal Píseks, das zu Ehren der österreichischen Soldaten aufgestellt wurde, die 1859 in den Schlachten bei Melegnano und Solferino in Norditalien fielen. 872 Soldaten, die in diesen kriegerischen Auseinandersetzungen den Tod fanden, waren Angehörige des 11. Infanterieregiments, das in Südböhmen nachrekrutiert worden war.

Die Schlacht bei Solferino war entscheidend für den zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieg, denn die verbündeten Franzosen und Sardinier konnten die Österreicher schlagen, damit stand die Tür zur Vereinigung Italiens offen. Die Schlacht gilt als eine der blutigsten der Geschichte und inspirierte den Schweizer Jean Henri Dunant zur Gründung einer Hilfs- und Schutzorganisation für verwundete Soldaten. Vier Jahre später, 1863, kam es dann in Genf zur Gründung des Internationalen Roten Kreuz.

Für Österreichs Kaiser Franz Joseph I. war die Schlacht ein zweifaches Debakel: er hatte an ihr selbst teilgenommen und die Armee befehligt, verloren war nicht nur die Schlacht, sondern auch die italienischen Gebiete. Es war das erste und einzige Mal, an dem der Kaiser persönlich an einer Schlacht teilnahm, obwohl Österreich für Vaterland und Ehre noch einige Male in den Krieg ziehen musste.

Der Steinerne Löwe aber, ein Werk des tschechisch-deutschen Bildhauers Emanuel Max, zermalmt auf dem Denkmal mit seinen Pranken zwei Schlangen, die die feindlichen Länder Frankreich und Sardinien darstellen sollen.

Der Palacký Park

Anstelle des Parks war in vergangenen Zeiten die Stadtmauern mit der Verteidigungsgraben und dem Verteidigungswall. Nachdem man die Stadtmauern entfernt hat, wurde der Graben zugeschüttet und in den 1830ern und 1840ern entstand dann auf Initiative des damaligen Bezirkshauptmanns von Písek – Josef Schrenk – der Stadtpark. In seiner Mitte wurde ein Springbrunnen installiert und viele Bäume und Sträucher gepflanzt.

Der Palacký Park in Písek

1886 wurde das Denkmal des Historikers František Palcký und 1916 das Denkmal eines österreichischen Soldaten des 11.Infantrieregiments errichtet, 1935 wurde der Dichter Heyduk und die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ebenfalls ein Denkmal gewidmet. Doch all diese Denkmäler weisen eine wechselhafte Geschichte auf und nicht alle sind heute noch zusehen: So musste František Palacký während der Zeit der Zeit der deutschen Okkupation verschwinden, er wurde allerdings 1945 wieder an seinen Platz aufgestellt, ebenso Adolf Heyduk.

Das Denkmal des Namensgebers des Parks: František Palcký

Die Gedenkstätte der Gefallenen überlebte die deutsche Besatzung allerdings nicht und das Denkmal des österreichischen Soldaten wurde 1918 wegen der Initialen von Kaiser Franz Joseph I. am Sockel für immer entfernt.

Der Musikpavillon im Palacký Park
Im Palacký-Park finden im Park beim 1923 entstandenen Musikpavillon immer wieder die verschiedensten Kulturveranstaltungen statt. Der Pavillon wird von den Einheimischen auch wegen seines Dachs, das erst später das alleinstehende Podium überdachte, zuweilen auch Muschel genannt. 2006 wurde der Pavillon neu rekonstruiert.
Im Inneren des Empire-Pavillons erinnert ein Kryptogramm aus dem Jahre 1841 an den „Gründer“ des Parks – Josef Schrenk. Die Anfangsbuchstaben der Aufschrift „Šlechetný Co Hodného Rád, Ejhle Následky, Koná MDCCCXXXXI“ (frei übersetzt: „Edel Was der Würdige Gern, Siehe Folgen, Tut MDCCCXXXXI“) ergeben seinen Namen.

Im Palacký-Park kann man allerdings auch mit Tradition essen gehen. Bereits seit 1844 gibt es das Gasthaus U Reinerů (Zum Reiner), das damals allerdings noch U Jasana (Zur Esche) hieß. Hier wohnte zwanzig Jahre lang der Dichter Adolf Heyduk, der 1877 sogar die um 25 Jahre jüngere Tochter des Gastwirts, Emilie, heiratete.

Blick auf das Theater vom Palacký Park
Wer auf der Höhe des Gasthauses auf die andere Seite durch die Bäume blickt, kann dann auch noch das Fráňa-Šrámek-Theater erblicken.

Der Pietätpark

Blickt man von der Mälzerei oder dem Wasserkraftwerk auf das andere Ufer der Otava kann man eine kleine Kirche sehen, die inmitten eines Parks steht. Es ist der ehemalige städtische Friedhof, der 1549 gegründet wurde und bis in die 1930er Jahre noch genutzt wurde.

Blick auf die kleine Kirche im Pietätpark von Písek

1975 wurde die Begräbnisstätte in einen Pietätpark verwandelt, in dem heute noch die letzten Ruhestätten von berühmten und bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt zu finden sind. So ruhen hier der Geiger Otakar Ševčík, der Historiker August Sedláček und auch die früh verstorbene Tochter des Dichters Adolf Heyduk. In der Dreifaltigkeitskirche, die 1576 gebaut wurde finden heute Konzerte und verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen statt.

Die Stadtinsel

Über einen Steg aus Stahlbeton, der 1929 errichtet wurde, kommt man vom Pietätpark auf die Stadtinsel, die noch vor dem Bau der Wehrs, das den Flusslauf beinahe zum Stillstand brachte durch Ablagerungen und Anschwemmungen entstanden ist. Im 18. Jahrhundert nutzten die Píseker Scharfschützen die Insel nicht nur als Schießplatz, sondern hatte hier auch eine Kegelbahn und ein Bierlokal zu ihrer Verfügung. Ende des 19. Jahrhunderts baute man auf der Insel ein neues Sommerrestaurant, dessen getreue neue Nachahmung aus dem Jahr 1996 stammt und das heute auch besucht werden kann. Neben einer ruhigen Atmosphäre zur Erholung bietet die Stadtinsel auch zahlreiche Kinderspielplätze und einen Minigolfplatz.

Das Städtische Elektrizitätswerk

Technisch interessierte Besucher müssen, alle anderen sollten einen Besuch im städtischen Elektrizitätswerk einplanen. Es ist das älteste öffentliche Wasserkraftwerk Tschechiens. Ursprünglich stand auf diesem Platz die sogenannte Unterfelsenmühle (Podskalský), deren erste Erwähnung aus dem Jahre 1511 stammt, als König Vladislav Jagellonský die Mühle der Stadt schenkte. Zu dieser Mühle gehörten auch ein kleines Feld und die Insel oberhalb des Wehres. 1836 wurde auf der Insel, auf der ursprünglich die Walkmühle stand, das städtische Wasserwerk errichtet, das mit einer Pumpe von Josef Božek aus Prag ausgestattet war. So bestand in den 1880er Jahren das Objekt aus der Mühle, die am Ufer des Flusses stand und dem Wasserwerkauf der Insel.

Blick auf das Städtische Elektrizitätswerk in Písek
Am 23. Juni 1887 schaltete František Křižík, der tschechische Edison, fünf Bogenlampen am Kleinen und Großen Ring ein, um der Stadt ein unverbindliches Angebot bezüglich der elektrischen Beleuchtung der Stadt zu machen. Den elektrischen Strom lieferte damals ein mit einem Dampflokmobile angetriebener Dynamo. Die Reaktion der Stadtbevölkerung war sehr freundlich, ihr gefiel das Licht und so kaufte die Stadt im September1887 die Einrichtung von Křižík und betrieb selbst die Beleuchtung. Zuerst wurde der Dynamo in die Unterfelsenmühle gebracht und von einem der Wasserräder angetrieben – damit konnte man immerhin acht Bogenlampen betreiben, aber für einen weiteren Ausbau der Beleuchtung war diese Konstruktion nicht geeignet.

Im Inneren des Elektrizitätswerks in Písek
So wurde nach einem Jahr, am 31. August 1888, in der Mühle ein neues von Křižík geplantes und ausgestattetes Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Die fünf Wasserräder wurden durch ein großes Rad des Sagebien-Typs ersetzt, das drei Mühlzusammensetzungen und drei Dynamos antrieb, die elektrischen Strom für 24 städtische Bogenlampen und 61 Gemeinde- und Privatglühbirnen lieferten. Písek war damit die erste Stadt Böhmens, die mit einer solchen Beleuchtung aufwarten konnte.

Im Museum des Elektrizitätswerks in Písek
Anfang der 1990er Jahre wurde die Mühle stillgelegt und 1901 wurde das ganze Objekt so umgebaut, wie es noch heute zu sehen ist. Dabei wurden auch zwei moderne Francis-Turbinen angeschafft und im oberen Bereich wurden Hilfsakkumulatoren für die Deckung des Spitzenverbrauchs installiert. Auch die Möglichkeit eines Wassermangels wurde ausstattungsmäßig durch die Anschaffung eines Verbrennungsmotors bedacht.

Im Elektrizitätswerk in Písek

Bald mussten aufgrund des steigenden Verbrauchs weitere Aggregate angeschafft werden, das vierte im Jahre 1908 erforderte dann einen Ausbau zum Südteil des Wasserkraftwerks. In den 1920er Jahren fand dann auch noch die Umrüstung von Gleich- auf Wechselstrom statt. Bis 1986 war das Kraftwerk in Betrieb, wurde dann aber wegen erheblicher Abnutzung stillgelegt.

Im Museum des Elektrizitätswerks in Písek
Nach anspruchsvoller Rekonstruktion wurde das Kraftwerk im April 1994 wieder in Betrieb genommen und in die Liste der technischen Denkmäler aufgenommen. Das Kraftwerk einschließlich der Turbinen entspricht heute ungefähr dem Stand aus dem Jahre 1908, die Einrichtung kann man mit dem Jahr 1926 datieren.

In der Ausstellung des Elektrizitätswerks in Písek

Seit 1997 ist in den Räumlichkeiten des Kraftwerks die Ausstellung Öffentliche Beleuchtung und Energetik untergebracht, bei der man nicht nur den Betrieb (teilweise sehr laut) mitbekommt, sondern sich auch noch alte Lampen, Sicherungen und einiges mehr aus den Anfängen des elektrischen Lichts ansehen kann.

Das Landesgestüt

Nach den Technikfans kommen am Rande der Stadt auch die Pferdeliebhaber ganz auf ihre Kosten. Hier liegt nämlich das Landesgestüt, dessen Besichtigung auch vom architektonischen Standpunkt lohnt.

Das Staatliche Gestüt in Písek
Bereits 1811 wird Písek erstmals in Zusammenhang mit Pferden und der Zucht erwähnt, aber die moderne Zucht begann hier erst Anfang des 20. Jahrhundert, als die heutigen Stallungen, damals als Kaserne für die Soldaten, die sich um die Pferde kümmern sollten, gebaut wurden. Písek war ja Garnisonstadt und damals zeichnete die Armee für die Zucht verantwortlich. Früher lag der Zuchtbetrieb in der Stadt, doch aufgrund des „Duftes“, der von den Stallungen ausging, verlegte man das Gestüt an den Stadtrand und baute gleich auch eine Gaststätte dazu, damit auch für das kulinarische Wohl der Soldaten gesorgt wurde. Heute hat das Areal einen Sonderstatus in punkto Denkmalschutz – es ist, auch bei Vollbetrieb, seit 2010 nationales Kulturdenkmal. Obwohl die Besitzer wechselten – zu Anfang gehörte es zum Kriegsministerium, dann zum Landwirtschafts- und zum Wirtschaftsministerium, es war immer unter staatlicher Kontrolle.

Das Staatliche Gestüt in Písek
Neben dem Hauptgebäude gibt es noch mehrere kleinere Gebäude, ja sogar ein Gefängnis gab es hier, wie man an den vergitterten Fenstern auch heute noch erkennen kann.
Nachdem die Armee abgezogen war, wurde das Hengstdepot, wie die staatlichen Stallungen auch genannt werden, in ein normales Gestüt umgewandelt und so wohnen nun links und rechts neben dem Hauptgebäude der Direktor des Gestüts auf der einen und der Tierarzt auf der anderen Seite anstelle der Kommandanten und Offiziere.

Die Nebengebäude des Gestüts
An den Hof schließen dann U-förmig die Stallungen an und in der Mitte ragt ein weiteres Gebäude hervor, die Reithalle, in der die Pferde trainieren können, Wettbewerbe und Veranstaltungen abgehalten werden und wo früher auch Versteigerungen durchgeführt wurden.

In der Reithalle im Gestüt in Písek
In der Mitte des Hofes steht aber auch das Denkmal eines ganz besonderen Pferdes. Pragbesucher sollten es ganz besonders genau betrachten, denn sein großer „Bruder“ steht am Wenzelsplatz und ist das Pferd der Reiterstatue des Heiligen Wenzels. Um die Statue des Heiligen Wenzels wurde damals ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der berühmte tschechische Bildhauer Josef Václav Myslbek gewann.

Der Innenhof des Gestüts mit Ardo

Als Modell für das Pferd diente Myslbek ein siebenjähriger Militärhengst namens Ardo, der zwar aus dem Gestüt kam, aber nicht mehr hier stationiert war. Interessant an der Statue ist der Knoten im Schweif des Pferdes – auch seine Mähnenhaare sind geflochten. Als das Pferd nämlich in Prag zum Bildhauer geführt werden sollte, regnete es gerade sehr stark. Der Soldat, der es führen sollte, hatte Angst, dass der Schweif bei diesem Wetter schmutzig werden könnte und band ihn deshalb zu einem Knoten zusammen, auch der Mähne wurden daher Zöpfe geflochten. Myslbek gefiel der Knoten und die Zöpfe jedoch so gut und er erkannte auch, dass beides leichter umzusetzen war, als eine offene Mähne und ein Schweif ohne Knoten, dass er beides in sein Konzept übernahm.

Der Hengst Ardo im Gestüt von Písek
Der kleine Bruder, eine Leihgabe, steht seit 2010 im Gestüt und ersetzt damit einen Hirschen, der – da ebenfalls eine Leihgabe – zurückgegeben werden musste.

Na, mein Brauner? - Im Gestüt von Písek
Bei einer Führung, die man Montag, Mittwoch und Freitag ab 14:00 Uhr besuchen kann, kann man auch die verschiedenen Pferdetypen kennen lernen: Araber, Belgier, Schimmel, Braune, aber auch die seltene Rasse der Kladruber, die vor allem als Zeremonienpferde zum Kutschen ziehen eingesetzt wurden und sich durch ihre Ruhe auszeichnen.

Vornehm, vornehm - der weiße Kladruber

Weiße Kadruber waren früher für die Adeligen, schwarze für hohe Vertreter der Kirche vorgesehen. Diese Rasse hat eine eigene Kopfform und wäre fast ausgestorben, da 1918 – in der neu gegründeten Tschechoslowakei eigentlich alles was aus Österreich oder von den Habsburgern kam, weg sollte. Wozu sollte man auch noch diese Paradepferde brauchen? Die Monarchie war Geschichte. Doch der damalige Präsident Masaryk stellte sich auf den Standpunkt „Es sind auch unsere Pferde“ – schließlich hatte man die Rasse im Nationalgestüt Kladruby nad Labem gezüchtet – und so war die Rasse gerettet.

Bildershow und Video

Bildershow

Video

 

Tipps, Plan, Downloads und wichtige Adressen

Weitere Informationen und wichtige Adressen:

Informationscenter Písek
39701 Písek, Velké náměstí 113
Tel: +420 387 999 999
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pisek.eu

Rathaus, Burg und Prachiner Museum (Prácheňské Museum)
397 01 Písek, Velké náměstí 114
Tel: +420 382 201 111
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.prachenskemuzeum.cz

Mälzerei (Sladovna Písek o.p.s.)
397 01 Písek, Velké náměstí 113
Tel: +420 387 999 999
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.slodovna.cz

Kirche Mariä Geburt (Kostel Narození Panny Marie)
397 01 Písek, Balkaláře
Tel: +420 736 766 782 oder +420 731 402 874
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
https://www.farnostpisek.cz/kostely/kostel-narozeni-panny-marie/

Städtisches Elektrizitätswerk
397 01 Písek, V Podskalí
Tel: +420 382 034

Downloads:

Broschüre von Písek

Plan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Tipps

Gut essen und natürlich auch gutes tschechisches Bier genießen können Sie in der kleinen Minibrauerei Písecký Hradební Pivovar oder in der Kozlovna U Plechandy, zum Übernachten empfehlen wir das Hotel Biograf in der Stadtmitte. Mit einem Klick auf die jeweiligen Namen erfahren Sie mehr.

Sollten Sie noch ein bisschen Zeit übrig haben, empfehlen wir einen Ausflug auf die Burg Zvíkov, zum Schloss Orlík, eine Schifffahrt am Stausee von Orlík und auch einen Besuch der Staumauer und des Elektrizitätswerks Orlík.

Sie möchten mehr über die Tschechische Republik wissen und Informationen über aktuelle Veranstaltungen erhalten? Melden Sie sich für den Newsletter von CzechTourism hier an.

Ich bedanke mich für die Einladung zu dieser Reise bei Czech Tourism und seinen Partnern.

 

 

Zum Seitenanfang