Pesto ist ein „Wunderfuzzi“ der italienischen Küche. Es lässt sich gut einfrieren und auch im Kühlschrank auch längere Zeit (gut mit Olivenöl) bedeckt lagern und es ist vielseitig verwendbar.

Pesto - selbst gemacht
Pesto - selbst gemacht


Ein paar Löffel Pesto, schnell Pasta gekocht und schon ist das Mittag- oder Abendessen fertig. Aber Pasta kann noch viel mehr. Auch ein Lachs schmeckt mit Pesto ganz köstlich und ein kleines Caprese kann mit dem richtigen Pesto ebenfalls gepimpt werden. Wie gut, dass der Mann an meiner Seite ein hervorragender Pesto-Fabrikant ist und auch noch gerne experimentiert.

Ich versuche hier eine Kurzzusammenfassung seiner Rezepte. Leider ähneln sie bei den Mengenangaben ein wenig den Rezepten meiner Oma. Ausprobieren ist daher notwendig, aber dafür habt ihr dann auch eure persönliche Geschmacksrichtung.

Die Grundzutaten:

Basilikum, Minze, Knoblauch, Olivenöl, Pfeffer und Salz
außerdem – je nach gewünschter Geschmacksrichtung - Pinienkerne,  Kürbiskerne, Maroni oder getrocknete Tomaten.

In vielen Rezepten wird empfohlen die Kerne anzurösten, meine bessere Hälfte macht dies allerdings nicht, da er die Röstaromen zu dominant findet und damit schmecken alle Pestos gleich. Nun aber zur „Fertigung“.

Zubereitung:

Pinienpesto

Eine große Tasse Olivenöl und die Kerne (ca. 100g) in einen Mixer oder in einen Mixbecher füllen und die Kerne mit niedriger Geschwindigkeit zu einer feinen Masse zerkleinern. Nicht zu schnell mixen, damit das Gemisch nicht zu warm wird und die Kerne (vor allem die Pinienkerne) bitter werden können. Beim Mixen sollte auch immer wieder Olivenöl nachgefüllt werden, da die Kerne recht viel Öl aufnehmen können. Bis alles fein „gemahlen“ ist, kann man schon an die 3-4 weitere Tassen Öl verbrauchen. Hin und wieder sollte man auch dazwischen die Schneidemesser reinigen, so sich Masse dort fest“krallt“. Während dieses Vorgangs mit Salz und Pfeffer würzen. (Wer möchte kann auch Chilipulver dazugeben) und langsam auch den geschälten Knoblauch (ca. 50g) untermischen und ebenfalls zerkleinern. Am Ende werden noch zwei bis drei Bund Basilikum und Minze (Verhältnis 10:1) dazugegeben. Keinesfalls dürfen die Kräuter lange gemixt werden. Während der Herstellung immer wieder Öl dazu fügen. Zum Schluss sollte das Olivenöl ungefähr einen Finger dick über der Masse stehen.

Kürbiskernpesto

Hier werden die Pinienkerne einfach durch Kürbiskerne ersetzt.

Tomatenpesto

Beim Tomatenpesto werden die Kerne durch getrocknete Tomaten ersetzt, die ebenfalls sehr klein zerkleinert werden müssen.

Maronipesto

Pinien- oder Kürbiskerne können auch durch Maroni ersetzt werden. Diese müssen allerdings vorher im Herd gebacken und geschält werden. Außerdem sollten sie vor der Verarbeitung ganz abgekühlt sein, damit sie sich besser zerkleinern lassen.

Wer den Geschmack von Basilikum nicht mag, kann statt dessen Petersilie verwenden.
Die Mengenangaben können natürlich je nach Geschmack verschoben werden, besonders bei der Knoblauchangabe bzw –zugabe solltet ihr vielleicht ein bisschen vorsichtig sein. Wir lieben Knoblauch.

Das fertige Pesto kann man dann in Gläser füllen, die man allerdings vorher sterilisieren sollte (wie bei der Marmelade), da sonst leicht Schimmel entstehen kann. Wichtig ist, dass die Paste immer von Öl bedeckt ist. Gebt dem Pesto bitte auch ein paar Tage, damit es durchziehen kann und seinen Geschmack voll entwickeln kann. Im Kühlschrank hält es 2 Monate und länger.
Pesto lässt sich auch einfrieren.

Hier noch einige Anwendungstipps:

Pasta habe ich ja schon erwähnt.  Aber auch zu Hartkäse, zu verschiedenen Braten, aber auch zu Saucen, Salaten und Tomaten kann es verwendet werden.