Eigentlich besteht der Nationalpark aus drei Teilen und ist damit länderübergreifend. So gehört in Österreich der Raaber Naturpark und in Slowenien der Naturpark Goričko zum Areal. Aber nur der ungarische Teil ging 2007 als Gewinner des europäischen Eden (European destinations of excellence) hervor. Őrség wurde damit als Ungarns bestes Reiseziel im ländlichen Tourismus ausgezeichnet; eine vielfältige Landschaft in Harmonie mit der Natur, Berge und Täler, Laub- und Nadelwälder, Wiesen, Moore, Quellen und Flüsse – als das verbindet sich im Őrség harmonisch miteinander. Daneben bieten sich dem Besucher vielfältige Möglichkeiten, unverfälschte Traditionen und Gebräuche, Kunsthandwerk, Produkte der Bauern sowie die Lebensart der Region kennen zu lernen.

Man kann auch eine Führung durch den Nationalpark buchen

Leider muss man allgemein bemängeln, dass Österreich und auch Ungarn anscheinend wenig vom europäischen Gedanken halten. Während die slowenische Internetpräsenz von Goričko in Deutsch, Englisch, Slowenisch und Ungarisch abrufbar ist und auch auf die Websites der beiden Nachbarparks verwiesen wird, gibt es auf Österreichischer Seite zumindest noch eine slowenische und ungarische Übersetzung. Das alles scheint auf der ungarischen Seite des Őrség Nationalparks zu fehlen. Hier ist einzig und allein die Landessprache angesagt. Schade. Ein bisschen mehr Austausch wäre wahrscheinlich zum Vorteil aller Teile.

Ein Blick ins Land
Aber vielleicht können wir hier mit unserem Bericht ein wenig Abhilfe schaffen.

Der Nationalpark Őrség wurde am 8.3.2002 eröffnet, liegt in Westungarn im Komitat Vas und weist eine Gesamtflächte von fast 44.000 Hektar auf. 3.100 Hektar stehen unter verstärktem Naturschutz.
Őrség bedeutet Wacht oder Wächter. In diesem Gebiet wurden nach der Landnahme und der Staatsgründung von Ungarn, Familien angesiedelt, die das Land vor den Feinden aus dem Westen beschützen sollten.

Im Nationalpark
Es war und ist eine spezielle Landschaft: In den Tälern waren Sumpfgebiete und Moraste, auf den Hügeln Wälder. Durch diese Gegebenheiten entstanden Streusiedlungen auf den Hügeln, wo es trocken war, mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, wie man heute im Freilichtmuseum Pityerszer sehen kann.

Viele der Dorfnamen enden daher auch mit einer ..szer, das Hügel bedeutet. Später als das Land mehr und mehr christianisiert wurde, kamen auch viele Kirchen auf den Hügeln dazu (oft als Wehrkirchen ausgebaut) um die die Häuser der Bewohner angeordnet wurden. Die ursprüngliche Landschaft bestand aus 18 Siedlungen, mit Festlegung der Nationalparkgrenzen liegen nun allerdings 44 Siedlungen auf dem Gebiet des Nationalparks.

Eigentlich besteht der Nationalpark aus drei Teilen und ist damit länderübergreifend. So gehört in Österreich der Raaber Naturpark und in Slowenien der Naturpark Goričko zum Areal. Aber nur der ungarische Teil ging 2007 als Gewinner des europäischen Eden (European destinations of excellence) hervor. Őrség wurde damit als Ungarns bestes Reiseziel im ländlichen Tourismus ausgezeichnet; eine vielfältige Landschaft in Harmonie mit der Natur, Berge und Täler, Laub- und Nadelwälder, Wiesen, Moore, Quellen und Flüsse – als das verbindet sich im Őrség harmonisch miteinander. Daneben bieten sich dem Besucher vielfältige Möglichkeiten, unverfälschte Traditionen und Gebräuche, Kunsthandwerk, Produkte der Bauern sowie die Lebensart der Region kennen zu lernen.

Man kann auch eine Führung durch den Nationalpark buchen

Leider muss man allgemein bemängeln, dass Österreich und auch Ungarn anscheinend wenig vom europäischen Gedanken halten. Während die slowenische Internetpräsenz von Goričko in Deutsch, Englisch, Slowenisch und Ungarisch abrufbar ist und auch auf die Websites der beiden Nachbarparks verwiesen wird, gibt es auf Österreichischer Seite zumindest noch eine slowenische und ungarische Übersetzung. Das alles scheint auf der ungarischen Seite des Őrség Nationalparks zu fehlen. Hier ist einzig und allein die Landessprache angesagt. Schade. Ein bisschen mehr Austausch wäre wahrscheinlich zum Vorteil aller Teile.

Ein Blick ins Land
Aber vielleicht können wir hier mit unserem Bericht ein wenig Abhilfe schaffen.

Der Nationalpark Őrség wurde am 8.3.2002 eröffnet, liegt in Westungarn im Komitat Vas und weist eine Gesamtflächte von fast 44.000 Hektar auf. 3.100 Hektar stehen unter verstärktem Naturschutz.
Őrség bedeutet Wacht oder Wächter. In diesem Gebiet wurden nach der Landnahme und der Staatsgründung von Ungarn, Familien angesiedelt, die das Land vor den Feinden aus dem Westen beschützen sollten.

Im Nationalpark
Es war und ist eine spezielle Landschaft: In den Tälern waren Sumpfgebiete und Moraste, auf den Hügeln Wälder. Durch diese Gegebenheiten entstanden Streusiedlungen auf den Hügeln, wo es trocken war, mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, wie man heute im Freilichtmuseum Pityerszer sehen kann.

Viele der Dorfnamen enden daher auch mit einer ..szer, das Hügel bedeutet. Später als das Land mehr und mehr christianisiert wurde, kamen auch viele Kirchen auf den Hügeln dazu (oft als Wehrkirchen ausgebaut) um die die Häuser der Bewohner angeordnet wurden. Die ursprüngliche Landschaft bestand aus 18 Siedlungen, mit Festlegung der Nationalparkgrenzen liegen nun allerdings 44 Siedlungen auf dem Gebiet des Nationalparks.

Flora, Fauna, Kulinarik und Lehrpfade

Flora

Das Klima ist feucht und wird als subalpin bezeichnet, die Gegend des Őrség gilt als eine der regenreichsten Ungarns. Auf den Hügel trifft man Kieferwälder, Wacholder, Blaubeeren, Griffelbeeren, Waldkirschen Bärlapp und andere immergrüne Pflanzen an. Netzblatt, Bergerle und Berggamander sind hier (einzigartig in Ungarn) ebenfalls zu finden, außerdem Zahnlilien und Zyklamen. Aber auch die Weißbuche und die Eiche sind ebenso vertreten wie Erlen oder seltene Straußfarne.

Im Nationalpark

Besucher finden an mehreren Stellen Torfmoos, Hochmoore und Moorwiesen mit ihren speziellen Vertretern wie Torfbeeren, Sumpffingerkraut, Sumpfbitterklee, Sonnentau oder die gelbe Taglilie, den Engelwurz, Schwertliliengewächse und verschiedene Arten des Knabenkrauts und Enzian.

Fauna

Durch die einzigartige Flora kann man hier auch viele Falter- und geschützte Libellenarten beobachten. Im Őrség lebt die reichste Schmetterlings-Population von ganz Ungarn. In den Flüssen finden sich Kuriositäten wie die Donaupricke und seltene Lurche und Alpenmolche sind im Gebiet um Vend zu finden.

Im Nationalpark

An den größeren Bächen kann mit mit etwas Glück Fischotter erspähen. Der Őrség ist aber auch die Heimat des Waldstorchs, des Wespenbussards, des Wachtelkönigs, der Waldtaube und des Haubenkönigs. In der Gegend sind aber auch Wildschweine und Rotwild anzutreffen wie auch verschiedene einheimische Haustiere, wie das ungarische Graurind, das Muraközer Pferd oder das Tsigai Schaf.

Kulinarik

Hunger leiden muss in dieser Gegend niemand mehr, obwohl früher die Zeiten für die Bewohner sicher sehr hart gewesen sind. Doch die Wälder sind reich an Pilzen, als Spezialitäten gelten unter anderem Strudel mit Kürbis und Mohn, Buchweizengerichte, Dödölle (spezielle „Nockerl“ aus Kartoffel) und Salate mit Kürbiskernöl.

Eine kleine Begrüßungs-Jause

Verschiedene Festivals – wie Gourmetfestivals oder Kochwettbewerbe – bieten die Möglichkeit typische Speisen kennen zu lernen und zu verkosten.

Lehrpfade

Auf unterschiedlichen Lehrpfaden kann man den Nationalpark besser kennenlernen:

Geologische und naturkundliche Lehrpfade führen um und auf den Ság Berg und gewähren Einblick in geologische und naturkundliche Schätze des fünf Millionen alten Ság Berges. In Kőszeg kann man nicht nur die sehenswerte Stadt kennen lernen, sondern im Chernel-Garten auf den verschiedenen Lehrpfaden einiges über die Geheimnisse der Pflanzenwelt um Kőszeg erfahren, farbenprächtige Vögel beobachten oder deren Gezwitscher lauschen.

Mit der Kutsche durch den Nationalpark
Neben dem Schulungszentrum für Naturschutz „Sonnentau“ vermittelt ein Lehrpfad Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Őrség, über die Entstehung der Wälder, die Forstwirtschaft, die Tier- und Pflanzenwelt der Alleen und vieles mehr.

Im Nationalpark
6,2 km ist der Lehrpfad „Gelbe Lilie“ lang, der von Velemér nach Magyarszombatfa führt und die Besucher in die weniger bekannten und seltener besuchten Schätze des Inneren Őrség einführt.
Die Lehrpfade können kostenlos selbständig besucht werden, zu einigen wird auch eine fachkundige Führung angeboten, die allerdings kostenpflichtig ist und zu der man sich anmelden muss. 

Zu folgenden Lehrpfaden gibt es Informationen in Deutsch, Englisch und Slowenisch: 

Für den Sumpfwiesen Lehrpfad gibt es ebenfalls deutsche Informationen. Wenn Sie hier auf die einzelnen Titel klicken, können Sie weitere Informationen über die Lehrpfade als PDF downloaden.

Das Freilichtmuseum in Pityerszer

Hier sollte man auf jeden Fall einen kleinen Stop einlegen und vielleicht gleich eine Jause in der daneben liegenden Gastwirtschaft probieren. Allein unter den Weinreben im Schatten zu sitzen und in das Land hineinzuschauen, wird auf die meisten gestressten Städter einen wohltuenden Effekt haben.

Hier lässt es sich aushalten ...

Im danebengelegenen Freilichtmuseum kann man sich ein Bild davon machen, wie die Menschen früher hier gelebt haben. Alle Gebäude – Hauser wie Wirtschaftsgebäude – stehen mit einer einzigen Ausnahme noch an den gleichen Stellen wie früher und die Ansiedlung wurde bis 1973 noch bewohnt.

Das Schäfer- oder Rauchhaus

Allein das „Schäfer- oder Rauchhaus“ wurde woanders ab und hier wieder aufgebaut. Damals waren die Menschen so arm, dass sie sich keine Behausung mit einem Rauchfang leisten konnten. Gekocht – und auch geheizt – wurde mit offenem Feuer in der Stube und durch kleine Öffnungen und die kleinen Fenster, die ein wenig Licht in den Raum ließen, konnte der Rauch wieder nach außen dringen.
Sehenswert ist auch die damalige „Stehlampe“, die mit Fichtenharz, das angezündet wurde, funktionierte.

Das Schäferhaus

Da Holz in den Wäldern zur Verfügung stand, sind die meisten Häuser aus Holz gefertigt. Die Menschen hielten Pferde, Kühe und Kleinvieh, wie Hühner und Gänse, da der Lehmboden für die Landwirtschaft nicht besonders geeignet war.

Die Inneneinrichtung mit der Lampe im Schäferhaus

Es gab keine Kanalisation oder Wasserleitungen. Meistens würde eine Grube im Boden ausgehoben, in der Wasser gesammelt wurde – der Lehm wurde als Verputz für die Häuser verwendet. Mit diesem Wasser wurde gekocht, es wurde getrunken, damit wurde gewaschen und die Tiere versorgt. Meistens wurde diese Grube am Ende eines schrägen Hanges ausgehoben, damit sich hier das Regenwasser sammeln konnte.

Das Zaunhaus

Im Freilichtmuseum steht auch das sogenannte Zaunhaus. Da in den Wäldern auch wilde Tiere wie Bären oder Wölfe hausten, versuchte man die Haustiere, die der wichtigste Besitz einer Familie waren und für das Überleben notwendig im Inneren Hof des Hauses zu halten und die offene Seite mit einem Zaun zu schützen.

Der Zaun des Hauses war früher viel höher
Meistens gehörte zu den Häusern auch ein kleiner Obstgarten, dessen Früchte die Frauen verwalteten – sie wurden konserviert, eingemacht und gelagert – aus dem Fallobst erzeugten die Männer schon in frühen Zeiten Schnaps.

Das Ziegelhaus

Oft waren die Tiere im besten Haus untergebracht – im Ziegelhaus – schließlich besaßen sie großen Wert für die Familie.
Dennoch versuchten die Menschen hier einkommensmäßig auf mehreren Füßen zu stehen: im Frühling und Herbst widmete man sich den Tieren und dem Garten, im Winter jedoch wurde in vielen Familien getöpfert, wie man heute noch in einem Raum eines Hauses im Freilichtmuseum sehen kann.

Töpfereien im kleinen Museumsraum

Später reiste man mit den Töpfen, die damals sehr wichtig für die Lagerung von Lebensmittel waren in andere Teile des Landes um seine Erzeugnisse gegen andere notwendige Gegenstände oder Lebensmittel, die man nicht selbst produzieren konnte, einzutauschen.

Das Haus mit Stock

Im Haus mit dem Stockwerk wurde oben das Fleisch geräuchert und damit auch haltbar gemacht. Es gab allerdings keinen Stiegenaufgang. Den ersten Stock konnte man nur von außen über eine Leiter erreichen.

Das Haus mit dem Stock

Neben der Tür im Erdgeschoss ist eine kleine Öffnung zu sehen, durch diese konnte die Katze in die „Getreidekammer“ schlüpfen, um dort ihrer Hauptaufgabe, der Mäusejagd, nachgehen zu können.

Die Scheune

Die Scheune stammt aus späterer Zeit, sie fällt vor allem durch ihr großes Tor auf. Hier konnte man mit einem Wagen hineinfahren, die Fracht abladen und auf der anderen Seite wieder hinausfahren.

Die Scheune im Freilichtmuseum von Pityerszer

Die Scheune war das größte Gebäude im Dorf, daher kam hier auch die Gemeinde zu Versammlungen zusammen, hier wurde gefeiert oder über Gemeindeprobleme beratschlagt und abgestimmt.

Das Naturpark-Haus

Am besten ist es, den Rundgang im Naturpark-Haus zu beginnen: hier erhalten Sie nicht nur Auskünfte über Unterkunfstmöglichkeiten in der Nähe, sondern auch Landkarten und Informationsmaterial (auch in Deutsch).

Das Nationalparkhaus

Broschüren, Video, Bildershow und Plan

Sie können hier auch zwei Broschüren über den Nationalpark herunterladen, um sich gleich vorab ein wenig zu informieren: Broschüre 1, Broschüre 2 (beide in Deutsch)

Bildershow

 Plan

Informationsbüo (Tourinform Őriszentpéter) Őrségi Nemzeti Park Igazgatóság
9441 Őriszentpéter, Siska szer 26/a
Tel: +36 6 94-548 034
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.orseginemzetipark.hu/ und www.orseg.info/

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