Lange Zeit habe ich mich vor den großen Braten und Gerichten mit Saft gedrückt. Ehrlich – sie sind nie so richtig gelungen. Aber in letzter Zeit wird geübt und wenn dann auch noch „So schmeckt Niederösterreich“ das Rezept für einen Mostrindsbraten in mein Emailfach sendet, muss man es einfach probieren.

Mostrindsbraten


Noch dazu habe ich erst vor kurzen bei einem Besuch in der Mohr-Sederl Fruchtwelt in Weikersdorf neben vielen verschiedenen Apfelsaftsorten und einen hervorragenden Trebernen auch verschiedene Mostvarianten erstanden. Aber Achtung: Der gute „Franzl“ (so nennt man den Most, der für diese Gerichte am besten geeignet ist: aus Braeburn-Äpfeln) schlägt sich mit 7,6% Alkohol zu Buche. Damit wird es nicht unbedingt zum Kindergericht …

Zutaten:

1 kg Rindsbraten (Rindsschulter, Weißes Scherzel, Schulterscherzel, Federl oder Hüferscherzel . ich habe ein Weißes Scherzel genommen), Salz, Pfeffer, Senf (scharfer Senf, wie Estragon oder Englischer Senf), 2 Zwiebeln, 2 Karotten, ¼ Sellerieknolle, ½ Stange Lauch, etwas Tomatenmark, Pflanzenöl zum Anbraten, ½ bis ¾ l Apfel- oder Birnenmost, Rindssuppe, Schlagobers zum Verfeinern

Zubereitung:

Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und mit Senf bestreichen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch rundum kräftig anbraten. Den Braten aus der Pfanne nehmen, die klein geschnittenen Zwiebeln und das Gemüse kräftig anrösten und tomatisieren. Mit Most und Rindsuppe ablöschen und aufgießen.

Das Fleisch wieder in die Pfanne legen und bei 150°C ca. 1 ½ Stunden im Backrohr braten. Sobald es weich ist heraus nehmen, mit Alufolie abdecken und kurz ruhen lassen. Den Bratensaft und das Gemüse pürieren, abschmecken und mit Schlagobers verfeinern.

Den Braten in Scheiben schneiden und mit Nudeln (ich hab Tagliatelle genommen, es passen auch Spirelli) oder Semmel- oder Erdäpfelknödel servieren.