Alfons Mucha - Slawisches Epos (Foto: CzechTourism)

Für Liebhaber des Jugendstils und insbesondere für all jene, die die Werke Alfons Mucha schätzen, bietet die Nationalgalerie in Prag ein herausragendes Kunsterlebnis.

Alfons Muchas (1860-1939) Bilder, Poster, Entwürfe sind Meisterwerke des Jugendstils und den Grundstein für seinen Weltruf hat er mit seinen originellen und wunderschönen Plakaten und Entwürfen in Paris gelegt. Mucha war Plakatkünstler, Grafiker, Illustrator, Maler und Amateurfotograf, begann als Autodidakt, wurde von der Prager Akademie abgelehnt, reiste nach Wien, besuchte hier die Schule für Bühnendekoration und eine Zeichenklasse und erhielt einige Aufträge für Bühnenmalereien für das Ringtheater. Später studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München ehe er – anlässlich der Weltausstellung – nach München zog. Hier teilte er kurze Zeit ein gemeinsames Studio mit Paul Gauguin und schaffte den Durchbruch mit einer Arbeit für Sarah Bernhardt, damals die bekannteste westliche Schauspielerin. Für Sie schuf er das Veranstaltungsplakat für das Theaterstück „Gismonda“.

Die Idee zum „Slawischen Epos“ entstand während der Weltausstellung. Mucha arbeitete an der Innengestaltung des Pavillons von Bosnien-Herzegowina, der von der österreichisch-ungarischen Regierung in Auftrag gegeben war. Zur Vorbereitung reiste er damals in den Balkan um die Geschichte, die Bräuche und das Leben der Südslawen in dieser Region, die zwei Jahrzehnte zuvor von Österreich-Ungarn annektiert worden war, zu erforschen. Mit dieser Erfahrung im Hintergrund entstand die Inspiration für das Projekt: Ein Epos für alle slawischen Völker, ihre Freunden und Leiden zu schaffen.

Alfons Mucha - Slawisches Epos (Foto: CzechTourism)Alfons Mucha - Slawisches Epos (Foto: CzechTourism)Alfons Mucha - Slawisches Epos (Foto: CzechTourism)

So entstand der Zyklus von zwanzig monumentalen Gemälden, die durch die slawische Mythologie und die Geschichte des tschechischen Volkes inspiriert sind. Im Herbst 1928 wurde der Zyklus anlässlich der Zehnjahresfeier der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei in den Sälen des damals neu ausgebauten Messepalastes zum ersten Mal – nach fast zwanzigjähriger Arbeitszeit – der Öffentlichkeit vorgestellt.
In den gleichen Räumen wie damals ist es jetzt wieder bis Ende 2014 zu besichtigen.
Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!

1.1.-31.12.2015 Alfons Mucha: Das slawische Epos
Nationalgalerie im Veletržní palác
Dukelských hrdinů 47,
170 00 Praha 7 – Holešovice
www.ngprague.cz

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