Zum sechsten Mal findet das Janáček-Festival vom 17.11.-5.12.2018 in Brünn statt, das heuer ganz im Zeichen des 100. Geburtstags der Republiksgründung steht.

Achtundzwanzig herausragende Musikereignisse in nur neunzehn Tagen verspricht das Festival heuer seinen Gästen, dessen Programm sich auch heuer wieder sehen lassen kann. So wird heuer das komplette Bühnenwerk Leoš Janáčeks zu erleben sein.

Jenufa (Foto © Magdalena Osko)
In den Inszenierungen weltbekannter Regisseure wie Ivo van Hove, Robert Carsen, Kornél Mundruczó, David Poutney und Alvis Hermanis werden alle Opern von Leoš Janáček heuer zu sehen sein. An gastierenden Ensembles aus dem Ausland werden die Opera Vlaanderen, die Welsh National Opera, das Teatr Wielki aus Posen oder das belgische Muziektheater Transparant vertreten sein, aus Tschechien die drei Nationaltheater aus Prag, Ostrau und Brünn.

Jenufa (Foto © Magdalena Osko)

Eröffnet wird das Festival mit einer Premiere der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brünn, die zu diesem Anlass „Das schlaue Füchslein“ einstudiert. Diese Oper wurde zum Beginn ganz bewusst gewählt, reflektiert das Werk nicht nur die Lebensweisheit seines Schöpfers, sondern auch das Leben in dem jungen uns sich vielversprechend entwickelnden Staat. Außerdem wurde das Janáček-Theater mit eben diesem Werk im Oktober 1965 eröffnet. Dieses Theater, das erst kürzlich neu rekonstruiert wurde, ist auch einer der Hauptschauplätze des internationalen Festivals.

Aus einem Totenhaus , Nationaltheater (Foto © Clive Barda)

Gleich am 18.11.2018 bietet aber das Nationaltheater Brünn mit Hilfe der paneuropäischen Plattform Opera Vision eine Direktübertragung der Oper „Das schlaue Füchslein“ in die ganze Welt.

Aus einem Totenhaus , Nationaltheater (Foto © Clive Barda)
Aber nicht nur die Oper ist in Brünn vertreten, im Konzertteil des Programms finden sich herausragende Interpreten wie Martin Kasík, Jitka Čechová, Simona Houda-Šaturová oder das Pavel Haas Quartet. Als das größte Highlights gilt das Rezital des britischen Komponisten und Pianisten Thomas Adès, der nahezu das gesamte Klavierwerk Janáčeks präsentieren wird, das er im Moment auch gerade auf einer CD einspielt.

Thomas Adès (Foto © Brian Voce)
Das Programm umfasst weiter Orchester- und Kammerkonzerte, Konzertaufführungen von Opern, Rezitale von Gesangs- und Instrumentalsolisten sowie Chorkonzerte. Alle Programme stehen in engem Zusammenhang mit der Frage der Entstehung der Republik, mit dem Begriff der „nationalen Musik“, mit der Musik der anderen Völker in der Tschechischen Republik oder in den Ländern der einstigen österreichisch-ungarischen Monarchie. Die Arbeiten zeigen auch auf, wie Komponisten in ihrem Werk wichtige historische Ereignisse reflektierten und dies alles in insgesamt 15 Konzerten mit renommierten Interpreten.
Die Sache Makropulos, Opera Vlaanderen (Foto © Annemie Augustijns)
Alle Informationen zum Festival inklusive der Möglichkeit des Online-Kartenverkaufs finden Sie – auch auf Deutsch – auf der Website www.janacek-brno.cz

Die Sache Makropulos, Opera Vlaanderen (Foto © Annemie Augustijns)
Hier können Sie mit einem Klick das komplette Programm downloaden.

Kaba Kabanova, Nationaltheater Brno
Am besten Sie bleiben ein wenig länger in Brünn, askEnrico sagt Ihnen hier was Sie alles sehen müssen. Keinesfalls verpassen sollten Sie einen Besuch der Mucha-Ausstellung „Zwei Welten“ am Messegelände Brünn – hier erfahren Sie darüber mehr.

Kaba Kabanova, Nationaltheater Brno
17.11.-5.12.2018 Janáček Brno 2018
verschiedene Spielstätten in Brünn
www.janacek-brno.cz

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