Wer träumt jetzt im bereits 3. Lockdown nicht auch von einigen Urlaubstagen. Ich zumindest will raus, endlich wieder weiter weg fahren können, was Neues sehen. Individualurlaub, Camping und Glamping standen letztes Jahr hoch im Kurs – heuer gibt es Glampyarding …

Glampyarding? Was ist das?

Glamouröses Gärtnern? Arbeiten im Urlaub? Ein bisschen ja und ein bisschen nein. Im Prinzip bedeutet es, in einem luxuriösen Mobilheim in oder in der Nähe von Dörfern am Land das Leben der Einheimischen kennen zu lernen und – so man will – auch ein bisschen mitzuhelfen.

Die Gegend hoch zu Ross erkunden (Foto © Open Villages)
Die Gegend hoch zu Ross erkunden (Foto © Open Villages)


In wunderschöner, ruhiger Landschaft kann man nicht nur die wohlverdiente Entspannung genießen, sondern auch abseits vom städtischem Stress und Lärm Ausflüge mit dem Drahtesel (auch elektrisch) oder auf den Rücken der Pferde planen, köstlichen Schinken, Wein und andere regionale Spezialitäten verkosten, Traditionen und vergangene Geschichten kennen lernen und einmal so richtig ausruhen und sich seines Lebens erfreuen.

Bei Borut Leban reift der Wein in Amphoren (Foto © Open Villages)
Bei Borut Leban reift der Wein in Amphoren (Foto © Open Villages)


Die Bewohner der Open Villages (Offene Dörfer) laden zu einem Besuch ein, bei dem man ihr Handwerk, ihre Traditionen, ihre Geschichte, aber auch ihre Produkte kennen lernen, aber auch nach Hause mitnehmen kann. Beim Glampyarding erfahren Alte wie Junge, dass die Eier nicht aus dem Supermarkt in einer 6er oder 10er Verpackung kommen, sondern von Hühnern gelegt werden und können sie auch jeden Morgen selbst für ihr Frühstück einsammeln. Müssen sie aber auch nicht. Jeder kann nach seinen Bedürfnissen glücklich werden.

Die Eier von glücklichen Hühnern für das Frühstück selbst einsammeln (Foto © Open Villages)
Die Eier von glücklichen Hühnern für das Frühstück selbst einsammeln (Foto © Open Villages)


Wie wäre es, einmal Wein zu verkosten, der in Amphoren reift, Brot selbst zu backen und vorher das Mehl aus einer alten Getreidesorte selbst zu mahlen, an einer Olivenölverkostung teilzunehmen, oder Kirschen und Pfirsiche direkt vom Baum zu pflücken und zu essen?

Was hat Alexandria mit Frauen aus slowenischen Dörfern zu tun? (Foto © Open Villages)
Was hat Alexandria mit Frauen aus slowenischen Dörfern zu tun? (Foto © Open Villages)


Bei einem Ausflug zu erkunden, was man alles aus Karststein herstellen kann oder den Geschichten früherer Zeiten lauschen, als niemand aus Ägypten nach Europa kam, sondern slowenische Frauen nach Alexandria auswanderten um das Überleben ihrer Familien zu sichern.

Köstliche regionale Spezialitäten verkosten (Foto © Open Villages)
Köstliche regionale Spezialitäten verkosten (Foto © Open Villages)


Abends wird in den bestens ausgestatteten Mobilheimen selbst mit regionalen Spezialitäten gekocht oder eines der Top-Restaurants in der Umgebung besucht oder man genießt einfach nur den Sonnenuntergang auf der Terrasse bei einem guten Glas Wein.

Mobilheim ist für diese Behausung wohl eine Untertreibung ... (Foto © Open Villages)
Mobilheim ist für diese Behausung wohl eine Untertreibung ... (Foto © Open Villages)


Hab ich euer Interesse geweckt? Unter https://www.odprtevasi.si/de/ könnt ihr bereits einen kleinen Blick in die Urlaubsmöglichkeiten von Glampyarding werfen. Einige Besuche lohnen sich: die deutsche Seite ist erst im Aufbau und wird laufend erweitert.

Eine Radtour zu den
Eine Radtour zu den "Gärten" (Foto © Open Villages)


Glampyarding in den Offenen Dörfern Sloweniens ist ab Juni 2021 möglich.