Miró in der Albertina

Wieder präsentiert die Albertina einen herausragenden Künstler in einer großen Retrospektive.

Unter der Mitwirkung der Familie Miró, dem Kurator und Miró-Kenner Jean-Louis Prat und Kuratorin Dr. Gisela Fischer wird die Ausstellung auch jene in Staunen versetzen, die vielleicht Miró zu kennen glauben.

Bemerkenswert sind auch die vielen Plastiken, die neben einigen - noch nie in Wien gezeigten Werken – zu sehen sind.

 

Joan Miró: Der Bauernhof, 1921/22, National Gallery of Art, Washington - Schenkung Mary Hemingway © Successió Miró, Bildercht, Wien, 2014
Um die 100 Werke des großen katalanischen Meisters zeigt die Retrospektive, darunter Werke aus Privatbesitz und Leihgaben von einigen international angesehenen Museen aus der ganzen Welt, wie der Tate, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfahlen, Düsseldorf, der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh, The Museum of Modern Art, New York, der Fundació Joan Miró, Barcelona, der National Gallery of Art, Washington, der narodni Galerie in Prag oder dem Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid. Die Einmaligkeit dieser Schau unterstrich auch Joan Punyet Miró, der Enkel des Malers, der zur Eröffnung nach Wien reiste und durch dessen Mithilfe auch viele der einmaligen Stücke in die Albertina geholt werden konnten.

Joan Miró: Die kleine Blonde im Vergnügungspark
Die Ausstellung über Joan Miró ist die dritte in der Reihe der Surrealisten, denen die Albertina eine umfassende Retrospektive widmet. Sie zeigt das Schaffen Mirós von seinen Anfängen bis zu seinem Spätwerk in den 1970er Jahren und folgt dabei dem zentralen Motto: „Von der Erde zum Himmel“.

Blick in die Ausstellung
Mirós Bildersprache und Symbolik ist einzigartig. Er schafft es vorder- und tiefgründig, scheinbar unpolitisch und dann doch wieder politisch in seinen Bildern zu sein. Miró sieht in seinen Bildern den Schrecken des Weltkrieges ebenso voraus, wie er von der surrealistischen Bewegung André Bretons und der Écriture automatique und den Werken von Sigmund Freud beeinflusst wurde. Von Breton wurde er zunächst wegen seiner „naiven“ und „intellektuell begrenzten Kunstvorstellung“ kritisiert, doch es ist genau dieser Zugang, der Mirós Werk so unbeschwert erscheinen lässt. Er schafft es, das Bodenständige und Naturbezogene – den katalanischen Bauer – ebenso wie den Denker, den Suchenden und den Mystiker zu vereinen. In seiner universellen Bilderwelt ist der Ausgangspunkt zwar die Realität, aber nicht ihr Endziel. Er transformiert sie in ein System von Farben und Formen, in eine magische Bildsprache. Monde, Sonnen, Sterne, Kometen, Augen, Insekten, Vögel und Frauen sind in seinen Bildern zu finden und zeigen seine poetische Interpretation der Wirklichkeit.

Joan Miró: Das Gold des Azurs, 1967
Mehr zum Leben Joan Mirós erzählte der Direktor der Albertina bei der Pressekonferenz am 11. September 2014:

Dir. Klaus Schröder mit Joan Miró, Jean-Louis Prat und Gisela Fischer bei der Pressekonferenz

Welche Bedeutung die Ausstellung auch für die Familie Miró hat, zeigte sich im Vortrag von Joan Punyet Miró, dem Enkel des Künstlers und Chef der Familie.

Joan Punyet Miró
Finden Sie hier einen Ausschnitt:

Auch in der architektonischen Gestaltung wurde auf Mirós Vorlieben Rücksicht genommen: so wollte der Meister, dass seine Werke nur – möglichst komplett – weißen Räumen gehängt werden und diesen Wünschen/Anweisungen ist die Albertina nachgekommen.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museumsshop der Albertina und Online erhältlich ist.

Joan Miro Retrospektive in der Albertina
Am 8. Oktober 2014 findet um 17:00 Uhr eine Kuratorenführung mit Dr. Gisela Fischer statt. Für weitere Termine besuchen Sie bitte die Website der Albertina unter www.albertina.at
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Außerdem steht für die Ausstellung ein Audioguide für Erwachsene in deutscher, englischer, französischer, italienischer, tschechischer, russischer und spanischer Sprache an den Kassen der Albertina um € 4,00 den Besuchern zur Verfügung.

Joan Miró Retrospektive in der Abertina

Die Albertina ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Mittwoch von 10:00 bis 21:00 Uhr.

Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Extra Führungs- und Workshop-Programm – siehe enrico for kids.



12.9.2014 – 11.1.2015 Mirò. Von der Erde zum Himmel.
Albertina, Propter Homines Halle
1010 Wien, Albertinaplatz 1
Tel: +43 1 534 83-0
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.albertina.at