Am 15.7.2021 ist Premiere und die Burg Gars verwandelt sich in den Palast des Selim Bassa: Mozarts 1782 uraufgeführtes Meisterwerk „Die Entführung aus dem Serail“ steht am Programm und zwar in einer noch nie dagewesenen Fassung.

Die Entführung aus dem Serail gilt als der Beginn einer völlig neuen Art von Musiktheater. Mit diesem Werk beginnt Mozart sein gesamtes Opernschaffen in den Dienst der Ideale der Aufklärung zu stellen: Respekt, Toleranz und Humanität stehen im Mittelpunkt.

Siyabonga Maqungo und Sooyeon Lee (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)
Siyabonga Maqungo und Sooyeon Lee (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)


Die Handlung ist schnell erzählt:

Konstanze, ihre Zofe Blonde und deren Freund Pedrillo werden nach einem Seeräuberüberfall von Konstanzes Verlobten Belmonte getrennt und auf einen Sklavenmarkt verschleppt. Hier erwirbt sie Bassa Selim, ein gebürtiger Spanier und bringt sie in seinen Palast.

Belmonte bleibt in Freiheit und macht sich auf die Suche nach seiner Verlobten. Durch einen Brief von Pedrillo erfährt er ihren Aufenthaltsort und beginnt gleich mit den Planungen zur Befreiung aller drei Entführten.

Intendant Johannes Wildner greift sogar zur Geige (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)
Intendant Johannes Wildner greift sogar zur Geige (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)


In der Zwischenzeit hat Osmin, der Diener Selim Bassas ein Auge auf die Zofe Blonde geworfen und auch der Pascha ist der Schönheit Konstanzes nicht abgeneigt. Beide Damen versuchen jedoch ihre neuen „Verehrer“ auf Distanz zu halten.

Schließlich starten Belmonte und Pedrillo ihre Befreiungsaktion, die jedoch misslingt, alle werden zurück in den Garten des Selim Bassa gebracht. Während sich der Diener Osmin bereits auf eine grausame Hinrichtung freut, zeigt sich der Bassa aber großmütig und schenkt ihnen die Freiheit.

Stephan Paryla und Sooyeon Lee (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)
Stephan Paryla und Sooyeon Lee (Foto © Oper Burg Gars, Andreas Anker)


Die Oper Gars zeigt ihre „Entführung“ in einer noch nie gezeigten Fassung: ursprünglich hatte Mozart das Werk als Kammerspiel eines Dramas zwischen sechs Personen konzipiert. In der neuen Fassung von Tristan Schulze treten in Gars ein Streichquintett und ein Akkordeon an die Stelle des Orchesters. Die Besucher erwartet eine gefühlvolle Bearbeitung, die emotional wie musikalisch auf Intimität und Unmittelbarkeit setzt. Im Zentrum das Drama einer Frau, die zwischen zwei Männern steht. Dass ein solches Geschehen nicht gut ausgehen, hat Mozart nicht nur gewusst, sondern auch komponiert. Allerdings stand gegen das logische „Ende“ das kaiserliche Gesetz, dass alle Theaterstücke mit einem Happy End zu enden hatten. 239 Jahre nach der Uraufführung wird diesmal in Gars eine Version zu sehen sein, die der Konzeption Mozarts entspricht und berücksichtigt was wahrscheinlich und vernünftig ist.

Die wunderbare Kulisse der Burg (Foto © Oper Burg Gars, Reinhard Podolsky)
Die wunderbare Kulisse der Burg (Foto © Oper Burg Gars, Reinhard Podolsky)


Auch die Besetzung dieser Aufführungsreihe wartet mit einigen Besonderheiten auf: Intendant Johannes Wildner greift ausnahmsweise und nur diesen Sommer wieder selbst zur Violine und übernimmt die Partie des Primgeigers. Damit erinnert er sich auch wieder an seine künstlerische Vergangenheit, denn bis vor einem Vierteljahrhundert war der renommierte Dirigent als Geiger festes Mitglied der Wiener Philharmoniker. Stephan Paryla-Raky gibt den Selim Bassa, als Konstanze ist Sooyeon Lee zu sehen und zu hören, an ihrer Seite singt Tamara Ivaniš die Blonde. Siyabonga Maqungo ist als Belmonte zu hören, Ian Spinetti gibt den Pedrillo und Jacques-Greg Belobo den Osmin. Die griechisch-österreichische Regisseurin Lisa Padouvas wird die Garser Burg in einen märchenhaften Palast verwandeln.

Premiere ist am 15. Juli, weitere Aufführungen finden am 17., 20., 22., 24., 29., 31.7. und am 3., 6., und 7.8.2021 statt. Beginn der Vorstellungen ist jeweils 20:00 Uhr.

Mystisch - der Eingang zur Burg (Foto © Reinhard Podolsky)
Mystisch - der Eingang zur Burg (Foto © Reinhard Podolsky)


Karten können über das Kartenbüro der Oper Burg Gars gekauft werden und über die Website bestellt werden: https://operburggars.reservix.at/p/reservix/group/359192. Die Ticketpreise liegen zwischen 35 und 85 Euro. Bitte im Kartenbüro nicht anrufen, sondern wenn möglich mailen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beim Besuch der Veranstaltung ist die 3G-Regel (genesen, geimpft, getestet) von den Besuchern einzuhalten und auch vorzuweisen. Bitte informiert euch aber noch kurz vor dem Besuch der Veranstaltung auf der Website, ob sich irgendwelche Pandemiebedingungen geändert haben.

Eine letzte Erinnerung an vergangene Aufführungen (Foto © Reinhard Podolsky)
Eine letzte Erinnerung an vergangene Aufführungen (Foto © Reinhard Podolsky)


Oper Burg Gars Kartenbüro
3571 Gars am Kamp, Hauptplatz 80
Tel: +43 2985 33 000
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