Auch das Lentos in Linz bereitet sich auf die Zeit nach der Pandemie vor. Die Ausstellung „Franz Gertsch. Die Siebziger“ wurde aufgrund der vielen Schließtage bis 18.4.2021 verlängert. Danach folgt vom 12.5.-5.9.2021 die Ausstellung „Wilde Kindheit“

170 Künstler und Künstlerinnen widmen sich in dieser Schau den unterschiedlichsten Aspekten der Kindheit und ihren Veränderungen im Laufe der Zeit. Wie verändert Digitalisierung und Überprotektion das heutige Aufwachsen unseres Nachwuchses? Haben unsere Kinder das Selbstbewusstsein einer Pippi Landstrumpf, die meinte: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“ und wenn ja, haben sie überhaupt aktuell die Chance, sich ungebremst auszuleben? Kann es sein, dass die heutige Überbehütung – Stichwort Helikopter- und Rasenmähereltern – den Bewegungs- und Entdeckungsdrang der Kinder nicht allzu viel einschränkt?

Alain Laboile Boudin, 2013 (Foto © Lentos Kunstmuseum Linz)
Alain Laboile Boudin, 2013 (Foto © Lentos Kunstmuseum Linz)


Und obwohl Kinder zwar auch die absurdesten Erziehungskonzepte überstehen, wie auch Krieg, soziales Elend, Vernachlässigung, ja sogar Missbrauch – wie hoch ist der Preis dafür?
Die Ausstellung zeigt mit 170 KünstlerInnen Positionen von 1900 bis heute. Kritisch, realistisch und differenziert, auch mit Ironie und Humor wird kindliches Glück ebenso wie Frustration dokumentiert. Die Werke machen uns bewusst, dass es an uns liegt unseren Kinder eine Kindheit zu ermöglichen, die es wert ist, sich daran zu erinnern.

Maria Lassnig Obsorge, 2008, Foto © Lentos Kunstmuseum Linz
Maria Lassnig Obsorge, 2008 (Foto © Lentos Kunstmagazin Linz)


12.5.-5.9.2021 Wilde Kindheit
Lentos Kunstmuseum Linz
4020 Linz, Ernst-Koref-Promenade 1
Tel: +43 732 7070 3600
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www.lentos.at