Vom 16.3.-3.11.2019 präsentiert die neue Ausstellung auf der Schallaburg wunderbare Objekte des alten und neuen Handwerks, die eben ohne die Geschicklichkeit unserer Hände nicht gelingen könnten….

Eigentlich sind unsere Hände ein einzigartiges Wunderwerkzeug: klein oder groß, zierlich oder kräftig, geschickt – manchmal auch ein bisschen „patschert“ wie der Wiener sagt, sind unsere Hände nicht nur ein vielseitiges Werkzeug, sondern auch ein Teil unserer Identität.

Der Hände Werk - Goldene Miniaturgeige (Foto © Goldschmiedemeister Wilhelm Hadler, kulturundwein.com)
Der Hände Werk - Goldene Miniaturgeige (Foto © Goldschmiedemeister Wilhelm Hadler, kulturundwein.com)

Bereits das Sujet der Ausstellung setzt die Hand in den Mittelpunkt und die Ausstellung soll zeigen, wozu unsere Hände im Stande sind. So werden alte und neue Techniken gezeigt – wie zum Beispiel der wieder entdeckte, fast schon „ausgestorbene“ Blaudruck, der es immerhin auf die Liste des Weltkulturerbes geschafft hat und auch wieder in neuen Modetrends eine Rolle zu spielen scheint. Tasten, fühlen, formen, mit unseren Händen be-greifen wir die Welt und können Neues erschaffen.

Der Hände Werk - Musterbuch, Blaudruckerei Koó (Foto © Robert Kalb)
Der Hände Werk - Musterbuch, Blaudruckerei Koó (Foto © Robert Kalb)

Was erzählt uns eine Handschrift? Was macht ein Meisterwerk so einzigartig? Aus welchen Einzelteilen besteht ein Schuh? All diese Fragen sollen in der Ausstellung beantwortet werden – anhand außergewöhnlicher Meisterstücke, die mit vielen persönlichen Geschichten verknüpft werden.

Jeder Raum wird eine spannende – manchmal schon längst vergessene - Geschichte erzählen: vom Mittelalter bis in die Gegenwart reicht der Bogen, gleichzeitig soll vermittelt werden, dass Handwerk noch immer eine Zukunft hat und man diese mitgestalten kann. wie hieß es früher so schön: „Handwerk hat goldenen Boden“.

Beispiele gefällig?

Ein Tor aus Schmiedeeisen auf der Weltausstellung in Antwerpen 1989 wird ebenso zu sehen sein wie die weltberühmten Sisi-Sterne als Meisterwerk österreichischer Juwelierkunst, wie ein aus Holz gefertigter Trolley oder eine 6 cm große spielbare Miniaturgeige aus Gold.

Sisi Sterne, Ohrstecker aus Brillanten (Foto © A.E. Köchert Juweliere, Wien)
Sisi Sterne, Ohrstecker aus Brillanten (Foto © A.E. Köchert Juweliere, Wien)

Der Besucher erfährt was es mit der Seidenstickerei Marie Antoinettes auf sich hat und wie die neue ästhetische Form einer international ausgezeichneten Pinzette des Designers Clemens Auer aussieht, der seinem Entwurf das Zusammenführen von Zeigefinger und Daumen zugrunde legte.

Ausstellung
Ausstellung "Der Hände Werk" Tweezer (Foto © Clemens Auer)

Ein Produkt ein Leben lang benutzen – weil es schön, elegant und funktional ist. Das wäre doch einmal ein Statement in unserer Wegwerfgesellschaft.

Wissen Sie was ein Schaugericht ist? Ja, es ist zum Schauen, aber nicht für den Verzehr geeignet. Faszinierende und dekorative Objekte schmückten im Frühbarock die festlichen Tafeln, um nicht nur Appetit auf das wirkliche Festmahl zu machen, sondern auch für Gesprächsstoff und Unterhaltung bei den Gästen zu sorgen – und natürlich den Reichtum des Gastgebers zu betonen.

Meistens waren dies Porzellanminiaturen, Terrinen oder wie man bei der Ausstellung auf der Schallaburg sehen kann, ein einzigartiger Gewürzstreuer für Salz und Pfeffer aus dem Hause Esterházy.

Zwei Barken für Salz und Pfeffer (Foto © Esterházy Privatstiftung, Schloss Eisenstadt)
Zwei Barken für Salz und Pfeffer (Foto © Esterházy Privatstiftung, Schloss Eisenstadt)

Besonders beliebt war damals Porzellan aus Japan und China, wo man die Porzellanteile herstellte, die dann in Europa mittels Metallmontierungen zu großen Ensembles zusammengefügt wurden.
Porzellan und Keramik haben eine lange Geschichte an unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Interpretationen: von Objekten des täglichen Gebrauchs bis zum Einsatz in der Industrie oder der Medizintechnik.

Drei Vasen (Foto © Martina Zwölfer)
Drei Vasen (Foto © Martina Zwölfer)

Martina Zwölfer zeigt in ihren Arbeiten das Wissen über verschiedene kulturelle Traditionen und Werkzeuge und verbindet diese mit modernen Technologien.  Sie gestaltet alltagstaugliche Produkte, die sich durch eine lange Lebensdauer und eine zeitgenössische Formensprache auszeichnen.

Tuchofen (Foto © Steffi Eckelmann Photography)
Tuchofen (Foto © Steffi Eckelmann Photography)

Marie Janssen wiederum widmet sich der Heizquelle des alpinen Raums ab dem 14. Jahrhundert: dem heute noch beliebten Kachelofen. Ihr „Tuchofen“-Projekt, eine Serie von sieben Öfen, die alle von Hand geformt wurden, baut auf dieser mitteleuropäischen Tradition auf, die neu interpretiert und ins Heute übersetzt wird.

Von Herbergs- und Tischzeichen, Zünften über Wanderjahre bis zu Let’s Walz widmet sich die Schallaburg heuer in ihrer Liebeserklärung an die Hand.

Handwerkstatt Schallaburg

Jedes 1. Wochenende im Monat laden ab April 2019 HandwerkerInnen auf die Schallaburg zum Mitarbeiten ein und zeigen den Besuchern alte Techniken, neue Trends und einfache Tricks ihres Handwerks.

Porsche PCCB Brake Carrera GT (Foto © Porsche AG Deutschland)
Porsche PCCB Brake Carrera GT (Foto © Porsche AG Deutschland)

Die neue Schallaburg-Card 2019

Die Schallaburg-Card 2019 um 15 Euro bietet ihren Besitzern vom 16.3.-3.11.2019 freien Eintritt in die Schallaburg, zu ihren Veranstaltungen sowie viele weitere exklusive Vorteile. Darunter auch Spezialführungen durch das Renaissanceschloss und seinen Schlossgarten mit dem künstlerischen Leiter der Schallaburg, Kurt Farasin, oder die „Bring a Friend Days“, bei dem alle Schallaburg-Card 2019 –Besitzer eine Freundin oder einen Freund zu einem Ausflug auf die Schallaburg einladen können.

Genießen Sie mit ihrer Familie und/oder mit ihren FreundInnen eine entspannte Zeit auf der Schallaburg.

Mehr über das Renaissanceschloss erfahren Sie auch hier auf askEnrico.

16.3.-3.11.2019 Der Hände Werk auf der Schallaburg
A-3382 Schallaburg 1
Tel: +43 (0)2754 6317-0
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www.schallaburg.at