Die Spreewaldgurke ist weit über die Landesgrenzen bekannt und hat schon eine sehr lange Tradition. Und dass hier der Meerrettich auch unter Kren zu haben ist, freut einen Österreicher natürlich auch ganz besonders.

Die Spreewaldgurke

Gurken oder Gurkerln sind auch bei uns, respektive in unserem Nachbarland Tschechien, eine besondere Spezialität. Znaimer Gurken gelten hier im Lande als eine besondere Delikatesse, sie sind nicht zu groß, süß-sauer und passen fast zu allen Gerichten. Auch Salzgurken haben hier zu Lande eine gewisse Tradition und wurden früher bei allen möglichen Gelegenheiten wie Kirtagen oder auch im Wiener Prater auf eigenen Ständen gleich aus dem Fass heraus verkauft.

Kleine Verkaufsstände findet man im Spreewald in der Saison überall
Im Spreewald ist es auch jetzt noch so ähnlich: Die Spreewaldgurke ist (fast) überall mit dabei und es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Am besten und wohlschmeckendsten begegnete sie mir im Restaurant des Kur- und Wellness-Hotels SpreeBalance, die einen eigenen Spreewalder Gurkenteller servieren. Hier gibt es eine Kombination aus Gewürzgurken, Salzgurken und Senfgurken. Die Gewürzgurken sind hier etwas saurer und weniger süß als bei uns, würziger eben. Den Geschmack der Salzgurken würde ich als ähnlich als bei uns bezeichnen, aber die Senfgurken! Einfach ein Gedicht!

Der Spreewalder Gurkenteller im Hotel SpreeBalance

Herrlicher Geschmack und so richtig knackig, nicht dieses „letscherte“ Zeug, das es manchmal gibt. Voller Wonne habe ich mir auch gleich zweimal diesen Gurkenteller bestellt und natürlich auch gleich jede Menge der Gurken (allerdings industriell in Gläser vorverpackt) mitgenommen. Zu Hause dann wurde das Glas gleich probiert: zuerst die Enttäuschung – die oberste Etage der Senfgurken war gar nicht so knackig wie erwartet – sie war eben „letschert“. Doch man soll nicht aufgeben, kommt ja manchmal auch bei unseren Gurkerln vor und wirklich: Die nächste Lage ist wieder so, wie ich sie aus Burg kenne. Eben einfach köstlich!

Hotel SpreeBalance, dessen Restaurant ich empfehlen kann
Hier eine Auswahl an Gurkenvariationen, die man z.B. in der Gurkenbude bestellen kann: Senfgurken, Knoblauchgurken, Chiligurken, Meerrettichsenfgurken, Gewürzgurken, saure Gurken, Pfeffergurken, Salz-Dill-Gurken…

Weitere Informationen und Bestellungen über die Gurkenbude (www.gurkenbude.de) oder über Krügermann (www.kruegermann.de), www.rabe-gmbh.de oder www.spreewaldhof.de
In Österreich ist eine kitzekleine Auswahl auch bei – Überraschung – Wein & Co erhältlich: www.weinco.at

Meerrettich oder Kren

Die scharfe Wurzel erfreut sich hier besonderer Beliebtheit – nicht nur beim Meerrettichschnitzel.


Es ist kaum zu glauben, aus wie vielen verschiedenen Varianten man wählen kann: der uns bekannte Obers- (Sahne-) Kren und Apfelkren, wird hier durch die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen ergänzt. Auch hier eine Auswahl gefällig? Teufelchen, Meerrettich pur und frisch gerieben, Knoblauch, Honig, Preiselbeere, Apfel, Delikatesse, Party-Meerrettich, Ingwer, Sanddorn, Meerrettichsenf.

Viele Krenvarianten
Mir schmeckt am besten der Kren vom Koal, einem Familienbetrieb, der sich seit 1947 mit dem Anbau und der Verarbeitung des Meerrettichs beschäftigt und diese Mischungen noch heute nach dem Rezept des Großvaters herstellt und vieles noch in Handarbeit wie früher erledigt. Probieren Sie auch einmal die Variation eines Wiener Schnitzels mit Kren ....

Meerrettichschnitzel mit Spreewälder Gurken als Beilage
Weitere Informationen und Bestellungen unter anderem bei www.spreewaldmeerrettich.de

Leinöl

Dieses Öl war mir vor dem Besuch im Spreewald gänzlich fremd. Oliven-, Raps- Distel-, Erdnuss- oder Walnussöl waren mir bekannt, aber was ist Leinöl?

Leinöl aus dem Spreewald
Fast geriet Leinöl ganz in Vergessenheit, dabei ist es eines der hochwertigsten Fette und war in der Vergangenheit sehr beliebt. Im Spreewald und in der Lausitz gibt es allerdings noch heute Kultgerichte wie gekochte Erdäpfel mit Topfen (Pellkartoffel mit Quark), die mit Leinöl verfeinert werden. Leinöl wird aus dem Samen der blau blühenden Leinpflanze gewonnen, schmeckt intensiv nussig und herzhaft.

Kultgericht des Spreewaldes: Pellkartoffel mit Quark (Foto © spreewaldinfo.de)
Wichtig ist, es nicht zu erhitzen, wer den intensiven Geschmack nicht so mag, kann es auch mit anderen, neutral schmeckendem Öl mischen. Kaufen sollte man allerdings nur kleine Mengen, da es sehr leicht schlecht wird und dann bitter und ranzig schmeckt. Sollte dies der Fall sein, sollte man es zwar nicht mehr essen, aber für die Holzpflege lässt es sich auch dann noch gut einsetzen.
Ursprünglich kommt die Pflanze aus Ägypten, Syrien, der Osttürkei und dem Iran, in der Lausitz wird sie allerdings bereits seit 1924 angebaut und der Name „Lausitzer Leinöl“ ist inzwischen auch gesetzlich geschützt.

Leinöl aus dem Spreewald
Durch seinen hohen Anteil an der 3-fach ungesättigten Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure kaltgepresstes Leinöl auch als besonders gesund und soll helfen Entzündungen zu hemmen, die Blutgerinnung zu fördern und die Blutgefäße erweitern. Alpha-Linolensäure reguliert Blutdruck und Blutfette, wirkt vorbeugend gegen Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall und soll sogar das Denkvermögen fördern und Depressionen und Ängste lindern.

Weitere Informationen, Rezepte und Bestellmöglichkeit finden Sie unter www.lausitzer-oelmuehle.de und unter www.burger-leinoel.de

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