2019 feiert die Bauhaus-Bewegung ihr 100jähriges Bestehen in ganz Deutschland und das Folkwang Museum feiert mit gleich drei Kabinettausstellungen mit. Der erste Teil mit Werken von Lyonel Feininger läuft vom 18.1.-14.4.2019.

Mit der Ausstellungsreihe Bauhaus am Folkwang gibt das Museum Einblicke in seine vielfältigen Bestände und zeigt auch die historische Verbindung zwischen Bauhaus und dem Folkwang Museum auf.
Den Auftakt der Ausstellungsreihe, die den Weg der Schule von ihren expressionistischen Anfängen bis hin zur programmatischen Neuausrichtung nach dem Motto „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ nachzeichnet, bildet eine Präsentation von 33 Werken von Lyonel Feininger.

Bauhaus am Folkwang, Dorf Alt Satenthin um 1912 (Foto © Museum Folkwang)
Bauhaus am Folkwang, Dorf Alt Satenthin um 1912 (Foto © Museum Folkwang)

Ausgangspunkt der Reihe Bauhaus am Folkwang ist die historische Verbindung zwischen Bauhaus und dem Museum Folkwang, die durch den engen Kontakt zwischen dem Museumsgründer Karl Ernst Osthaus und Walter Gropius gegeben ist und sich bis 1908 zurückverfolgen lässt. Beide waren sich auch einig in der Idee von der Einheit der Künste, beide setzten sich für eine Reform der künstlerischen Ausbildung ein. Osthaus war es auch der Gropius als Nachfolger für die Leitung der Kunstgewerbeschule in Weimar vorschlug.

Bauhaus am Folkwang - Lyonel Feininger Die Eisenbahnbrücke 1919 (Foto © Museum Folkwang)
Bauhaus am Folkwang - Lyonel Feininger Die Eisenbahnbrücke 1919 (Foto © Museum Folkwang)

1919 stellt Lyonel Feininger zum ersten Mal im Museum Folkwang in Hagen aus. Kurze Zeit später wird er als erster Meister ans Bauhaus berufen.
Das Museum Folkwang besitzt mit rund sechzig Arbeiten auf Papier, vier Gemälden und einer Spielzeugstadt einen bedeutenden Bestand an Werken des Künstlers. In der derzeitigen Kabinettausstellung sind 34 Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Fotografie und Kleinplastik auf 1910/11 und 1929 zu sehen. Dabei zeigt sich die Entwicklung seines Werkes von karikaturesken Stadtszenen über expressiv-kristalline Kompositionen am Bauhaus zu konstruktivistisch-beeinflussten Architekturdarstellungen wie dem Ölgemälden Gelmerodal IX aus dem Jahre 1926, dem einzigen Bild der berühmten Serie, die sich in deutschem Besitz befindet.

Bauhaus am Folkwang Lyonel Feininger Gelmeroda 1920 (Foto © Museum Folkwang)
Bauhaus am Folkwang Lyonel Feininger Gelmeroda 1920 (Foto © Museum Folkwang)

Motive wie die Kirche, das Schiff oder die Brücke werden bei Feininger zu zeitgemäßen Symbolen für Übergänge, Verbindungen und Transzendenz. Dabei setzt er Grafik, Malerei und Plastik gleichberechtigt ein und entwickelt ganze Bildreihen. Die Ausstellung zeigt aber auch seine interdisziplinäre Arbeitsweise, die den Vorstellungen am Bauhaus ebenso entspricht wie der Folkwang-Idee.
Außerdem ist in der Präsentation auch das berühmte Mappenwerk Zwölf Holzschnitte zu sehen, das 1920 als erste Veröffentlichung des Bauhauses erscheint.

Bauhaus am Folkwang, Lyonel Feininger Leuchtake I um 1913 (Foto © Museum Folkwang)
Bauhaus am Folkwang, Lyonel Feininger Leuchtake I um 1913 (Foto © Museum Folkwang)

Nach der Ausstellung der Werke von Lyonel Feininger, der vor allem den klassischen Bildmedien verpflichtet ist, zeigen die beiden weiteren Präsentationen die neuen Ausdrucksformen am Bauhaus: in Bühnenwelten vom 28.4.-8.9.2019 wird der Eindruck der performativen Kultur der Schule vermittelt, am Beispiel László Moholy-Nagy vom 20.9.-Dezember 2019 die mediale Wende hin zu Fotografie und Film gezeigt.

Bauhaus am Folkwang Lyonel Feininger Gelmeroda IX 1926 (Foto © Museum Folkwang)
Bauhaus am Folkwang Lyonel Feininger Gelmeroda IX 1926 (Foto © Museum Folkwang)

18.1.-14.4.2019 Lyonel Feininger im Museum Folkwang
45 128 Essen, Museumsplatz 1
Navigationsinformation: Bismarckstraße 60
Tel: +49 201 8845 000
Mobil: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.museum-folkwang.de

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