Kaposvár ist die Hauptstadt des Komitats Somogy, benannt nach dem Fluss Kapos an dem sie liegt.

Geschichte:

Das Gebiet von Kaposvár ist bereits seit 5000 vor Christus bewohnt, 400 v. Chr. nahmen keltische Stämme die Stadt der Rosen, wie Kaposvár auch genannt wird, in Besitz. Um 900 n.Chr. herum kommen die Ungarn in dieses Gebiet und finden kleine slawische und deutsche Siedlungen vor.

Früher war hier das Gymnasium von Kaposvár untergebracht
1009 wird die Stadt als Kapos („Copus) erstmals in der Stiftungsurkunde des Königs Stephan I des Bischofamtes in Pécs urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich aus dem Wort Kapu (Eingang) ab.

1061 wird die Benediktinerabtei bei Kaposszentjakob vom höchsten Beamten der Grafschaft Ottó gegründet, an deren Weihung König Salamon und Prinz Géza teilnahmen.

1200 lässt König Béla IV. in Kaposvár eine Burg zum Schutz vor den Tartaren erbauen, Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgt ein Neubau der Burg von Kapos, die auch als Neuburg bezeichnet wird.

Die Marienstatue am Hauptplatz
Im 16. Jahrhundert wird auch hier gegen die Osmanen gekämpft. 1555 erobern sie nach fünftägiger Beladerung die Festung und das Benediktinerkloster, es dauert mehr als 100 Jahre bis die Stadt von der osmanischen Herrschaft wieder befreit werden kann. Nach dem Ende der Türkengefahr wird die Burg abgerissen und ihre Steine werden für den Vorgängerbau des heutigen Doms verwendet.

1690 geht die Stadt in den Besitz der Familie Esterházy über, die die Stadt wieder bevölkert, Kaposvár gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung und ihre Rolle in der Verwaltung wird immer wichtiger.

Straßenansicht Kaposvár

1703 erhält die Gemeinde das Marktrecht und Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals das Stadtrecht. Diese Ernennung gerät anscheinend in Vergessenheit, denn unter der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph wird Kaposvár 1873 nochmals zur Stadt erhoben. 1715 wird die erste Schule errichtet, 1730 besteht die Stadt aus 132 Häusern und 1748 wird eine neue Kirche errichtet.

1848/49 steht die Stadt auf der Seite der Revolution. Die Kaiserlichen Truppen nehmen die Stadt zwar für kurze Zeit ein, können aber den Widerstand nicht gänzlich niederschlagen. Die Kirchenglocken werden für den Guss einer Kanone geopfert, drei Monate kann sich die Stadt halten, dann wird Kaposvár erneut eingenommen.

Die Fürsten von Esterházy bevölkerten wieder die Stadt

Eine Post wird ebenso wie eine Seifenfabrik eröffnet und der österreichische Bierbrauer János Donner errichtet an der südlichen Seite einen neuen Stadtteil, der nach im benannt wird „der Donner“. Langsam verbessert sich das öffentliche Leben: Gesangsvereine werden gegründet, 1866 erscheint die erste Wochenzeitung „Somogy“.

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Budapest nach Zagreb wird Kaposvár ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Kaposvár wird 1872 an die Eisenbahnstrecke zwischen Dombóvár und Zákány angeschlossen und die Stadt entwickelt sich zu einem wichtigen Industriestandort. Das „Kis“ Gymnasium (das heutige Mihály Táncsics Gymnasium) wird gegründet, die „Arany Oroszlán Apotheke“, das Gemeindekrankenhaus und eine Landesbibliothek werden gebaut.

1835 wird István Széchenyi zum ersten Ehrenbürger der Stadt gewählt.

Im Rathaus
Das Telegraphenamt wird errichtet und die erste Telefonverbindung mit Pécs hergestellt. Unter dem Bürgermeister István Németh (1895-1911) kommt es zur Gründung des „Kaposvárer Stadtverschönerungsgesellschaft“, die Stadt der Blumen hat hier ihren Ausgangspunkt.

1904 erscheint die erste Tageszeitung. Die ersten Kinos nehmen ihren Betrieb ebenso auf, wie im Theater viele Schauspieler von Rang und Namen auftreten.
Bis zum Ersten Weltkrieg ist die Stadt auch ein Stützpunkt der k.u.k Österreich-Ungarischen Armee, Kaposvár ist Garnisonstadt – hier liegt das III. Bataillon des Ungarischen Infanterieregiments Nr. 44.

Das Hirschen-Ringelspiel
Die weitere Entwicklung bringt Not und wirtschaftliche Schwierigkeiten in die Stadt. Erst in den 1930er Jahren geht es langsam wieder aufwärts, doch dann bremst der Zweite Weltkrieg erneut den Aufschwung der Stadt. 1944 wird die Stadt von Deutschen Truppen besetzt, die jüdische Bevölkerung wird deportiert. Am 2.12. erreicht die Frontlinie die Stadt und das sowjetische Regime löst die Deutschen ab, größere wie auch kleinere Industrieunternehmen werden verstaatlicht.

1956 sind die Kaposvárer die ersten, die die Revolution unterstützen, doch am 4.11. marschieren sowjetische Truppen ein und beenden die Freiheitsbestrebungen, viele Einwohner, wie auch der in Kaposvár geborene Imre Nagy, werden bestraft. Die Stadt erholt sich nur langsam von den Ereignissen.

Beleuchtung im Kulturhaus
Seit 1990 besitzt Kaposvár Komitatsrecht, seit 1993 ist die Stadt Bischofssitz, im Jahre 2000 wird die Universität mit 4 Fakultäten, darunter Kunst, Pädagogik, Landwirtschaft und Wirtschaft, gegründet. 1993 erhält die städtische Kirche den Status einer Kathedrale.

Kaposvár ist die Hauptstadt des Komitats Somogy, benannt nach dem Fluss Kapos an dem sie liegt.

Geschichte:

Das Gebiet von Kaposvár ist bereits seit 5000 vor Christus bewohnt, 400 v. Chr. nahmen keltische Stämme die Stadt der Rosen, wie Kaposvár auch genannt wird, in Besitz. Um 900 n.Chr. herum kommen die Ungarn in dieses Gebiet und finden kleine slawische und deutsche Siedlungen vor.

Früher war hier das Gymnasium von Kaposvár untergebracht
1009 wird die Stadt als Kapos („Copus) erstmals in der Stiftungsurkunde des Königs Stephan I des Bischofamtes in Pécs urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich aus dem Wort Kapu (Eingang) ab.

1061 wird die Benediktinerabtei bei Kaposszentjakob vom höchsten Beamten der Grafschaft Ottó gegründet, an deren Weihung König Salamon und Prinz Géza teilnahmen.

1200 lässt König Béla IV. in Kaposvár eine Burg zum Schutz vor den Tartaren erbauen, Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgt ein Neubau der Burg von Kapos, die auch als Neuburg bezeichnet wird.

Die Marienstatue am Hauptplatz
Im 16. Jahrhundert wird auch hier gegen die Osmanen gekämpft. 1555 erobern sie nach fünftägiger Beladerung die Festung und das Benediktinerkloster, es dauert mehr als 100 Jahre bis die Stadt von der osmanischen Herrschaft wieder befreit werden kann. Nach dem Ende der Türkengefahr wird die Burg abgerissen und ihre Steine werden für den Vorgängerbau des heutigen Doms verwendet.

1690 geht die Stadt in den Besitz der Familie Esterházy über, die die Stadt wieder bevölkert, Kaposvár gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung und ihre Rolle in der Verwaltung wird immer wichtiger.

Straßenansicht Kaposvár

1703 erhält die Gemeinde das Marktrecht und Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals das Stadtrecht. Diese Ernennung gerät anscheinend in Vergessenheit, denn unter der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph wird Kaposvár 1873 nochmals zur Stadt erhoben. 1715 wird die erste Schule errichtet, 1730 besteht die Stadt aus 132 Häusern und 1748 wird eine neue Kirche errichtet.

1848/49 steht die Stadt auf der Seite der Revolution. Die Kaiserlichen Truppen nehmen die Stadt zwar für kurze Zeit ein, können aber den Widerstand nicht gänzlich niederschlagen. Die Kirchenglocken werden für den Guss einer Kanone geopfert, drei Monate kann sich die Stadt halten, dann wird Kaposvár erneut eingenommen.

Die Fürsten von Esterházy bevölkerten wieder die Stadt

Eine Post wird ebenso wie eine Seifenfabrik eröffnet und der österreichische Bierbrauer János Donner errichtet an der südlichen Seite einen neuen Stadtteil, der nach im benannt wird „der Donner“. Langsam verbessert sich das öffentliche Leben: Gesangsvereine werden gegründet, 1866 erscheint die erste Wochenzeitung „Somogy“.

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Budapest nach Zagreb wird Kaposvár ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Kaposvár wird 1872 an die Eisenbahnstrecke zwischen Dombóvár und Zákány angeschlossen und die Stadt entwickelt sich zu einem wichtigen Industriestandort. Das „Kis“ Gymnasium (das heutige Mihály Táncsics Gymnasium) wird gegründet, die „Arany Oroszlán Apotheke“, das Gemeindekrankenhaus und eine Landesbibliothek werden gebaut.

1835 wird István Széchenyi zum ersten Ehrenbürger der Stadt gewählt.

Im Rathaus
Das Telegraphenamt wird errichtet und die erste Telefonverbindung mit Pécs hergestellt. Unter dem Bürgermeister István Németh (1895-1911) kommt es zur Gründung des „Kaposvárer Stadtverschönerungsgesellschaft“, die Stadt der Blumen hat hier ihren Ausgangspunkt.

1904 erscheint die erste Tageszeitung. Die ersten Kinos nehmen ihren Betrieb ebenso auf, wie im Theater viele Schauspieler von Rang und Namen auftreten.
Bis zum Ersten Weltkrieg ist die Stadt auch ein Stützpunkt der k.u.k Österreich-Ungarischen Armee, Kaposvár ist Garnisonstadt – hier liegt das III. Bataillon des Ungarischen Infanterieregiments Nr. 44.

Das Hirschen-Ringelspiel
Die weitere Entwicklung bringt Not und wirtschaftliche Schwierigkeiten in die Stadt. Erst in den 1930er Jahren geht es langsam wieder aufwärts, doch dann bremst der Zweite Weltkrieg erneut den Aufschwung der Stadt. 1944 wird die Stadt von Deutschen Truppen besetzt, die jüdische Bevölkerung wird deportiert. Am 2.12. erreicht die Frontlinie die Stadt und das sowjetische Regime löst die Deutschen ab, größere wie auch kleinere Industrieunternehmen werden verstaatlicht.

1956 sind die Kaposvárer die ersten, die die Revolution unterstützen, doch am 4.11. marschieren sowjetische Truppen ein und beenden die Freiheitsbestrebungen, viele Einwohner, wie auch der in Kaposvár geborene Imre Nagy, werden bestraft. Die Stadt erholt sich nur langsam von den Ereignissen.

Beleuchtung im Kulturhaus
Seit 1990 besitzt Kaposvár Komitatsrecht, seit 1993 ist die Stadt Bischofssitz, im Jahre 2000 wird die Universität mit 4 Fakultäten, darunter Kunst, Pädagogik, Landwirtschaft und Wirtschaft, gegründet. 1993 erhält die städtische Kirche den Status einer Kathedrale.

Stadt der Blumen, Eden Preisträgerin, Springbrunnen

Sehenswürdigkeiten

Kaposvár, die Stadt der Blumen und der Rosen

Kaposvár wird als die Stadt der Rosen bezeichnet und wenn man sie besucht, merkt man wie reich an Blumen, Rosen, Parks die Stadt ist. Kein Wunder also das die Stadt bereits stolze Preisträgerin einiger Blumenwettbewerbe auf nationaler und internationaler Ebene, und auch heuer wieder beim Entente Florale Europe mit guten Chancen mitmacht. Aber das ist noch lange nicht alles …

Überall sieht man Blumen ...

Kaposvár – Eden-Preisträgerin

Die Stadt ist aber auch noch bei anderen Wettbewerben erfolgreich: 2013 gewann Kaposvár und Zselic den EDEN-Wettbewerb (European Destinations of Excellence) für barrierefreien Tourismus. Man merkt als Besucher der Stadt, dass es hier eine Herzensangelegenheit der Verantwortlichen ist, auch Menschen mit Handicap ihre Stadt zu zeigen. Das zeigt sich oft in kleinen Dingen, die aber gerade für diese Besucher sehr wichtig sind.

Das Modell der Stadt zum

In der Nähe des Csiky Gergely Theaters findet sich ein Modell des Hauptplatzes mit Erklärungen in Brailleschrift, um auch Blinden die Möglichkeit zu geben, Kaposvár im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen, außerdem gibt es Audioguides in vielen Sprachen, um die Stadt Besuchern aus allen Ländern näher zu bringen. Statuen sind überraschender Weise oft niedriger platziert, die Innenstadt ist eine Fußgängerzone, die es auch Rollstuhlfahrern ermöglicht, barrierefrei zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Die städtischen Busse fahren mit umweltfreundlichem Erdgas um die Umweltverschmutzung möglich gering zu halten und der Sternenpark von Zselic gilt als einer der wenigen Orte, an denen die Lichtverschmutzung so gering ist, dass man auch noch die Milchstraße sehen kann.

Radwege erlauben Besuchern wie auch Einheimischen sich mit dem Rad in der Stadt fortzubewegen und wer keines mithat, kann dieses an vier verschiedenen Radstationen in der Stadt leihen. Viele Festivals der Stadt, wie das mittelalterliche Ritterfest runden neben vielen Ausflugsmöglichkeiten den Aufenthalt für Jung und Alt, Menschen mit und ohne Handicap ab und trugen zum Gewinn des Preises bei. Und doch wird weiter verbessert: im Gespräch mit den Menschen wird immer wieder versucht, weitere Verbesserungen durchzuführen.

Kaposvár – die Stadt der Springbrunnen

Auch für diesen Beinamen kann die Stadt jederzeit den Beweis antreten, schließlich befinden sich 24 Springbrunnen und 9 Trinkbrunnen auf dem Gebiet der Stadt. Auch wenn der große Brunnen am Hauptplatz bei meinem Besuch nur halb im Einsatz war: Es sprudelt und spritzt an allen Ecken und Ende, in der Nacht manchmal wunderschön bunt beleuchtet, manchmal einfach nur strahlend schön …

Der Springbrunnen am Hauptplatz von Kaposvár

Die vielen Blumen, Parks und die Springbrunnen haben aber auch noch einen ganz anderen positiven Nebeneffekt: als Besucher hat man den Eindruck, dass sich dadurch die Stadt – vor allem an heißen Tagen, nicht so sehr mit Hitze „aufladet“. Irgendwie scheinen auch heiße Tage in Kaposvár einfach erträglicher…

Der Springbrunnen am Hauptplatz
Am besten Sie beginnen Ihren Rundgang am Hauptplatz der Stadt. Hier – und ein paar Schritte davon entfernt – finden Sie bereits viele Sehenswürdigkeiten, die lohnen genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Der Hauptplatz von Kaposvár

Die Kathedrale St. Maria – Nagyboldogasszony székesgyház

Die römisch-katholische Kirche aus dem Jahre 1886 dominiert den Kossuth tér, dem Hauptplatz der Stadt, auf dem auch ein Denkmal zu Ehren von Lajos Kossuth aufgestellt ist.

Die Kathedrale der Stadt

Die im neoromanischen Stil errichtete Kirche war einst die größte Kirche Ungarns. Ihre Vorgängerin wurde zu Teil mit Steinen aus der alten Burg aufgebaut.

Das Rathaus

Das Rathaus am Kossuth tér, das zwischen 1902 und 1904 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde, steht an derselben Stelle, an der auch das alte Rathaus stand. Die Pläne dafür stammen von den Budapester Architekten Georg Kopeczek und Róbert Kertész. Baumeister waren Leopold Graner und sein Sohn, sowie Samu Fuchs – Unternehmer aus Zalaeszeg. Am 15.3.1904 wurde das Gebäude eingeweiht. Der Turm des Rathauses ist – ebenso wie der Kirchenturm – 40 Meter hoch.

Der Hauptplatz von Kaposvár mit Blick auf das Rathaus

Versuchen Sie unbedingt einen Blick ins Innere zu werfen, auch der Komitatssaal kann – gegen Voranmeldung bei der Tourinfo und natürlich wenn gerade keine Sitzungen stattfinden – ebenfalls besichtigt werden. Die wunderschönen Glasfenster, aber auch die Decke ist sehenswert. Während die Glasfenster aus der Werkstatt des Künstlers Max Roth stammen, sind die Holzverkleidungen Arbeiten von Gábor Horváth und der Tischlerei Pintér.

Die wunderschönen Glasmalereien an der Decke

Keinesfalls verpassen sollten Sie die Treppe im alten Teil des Rathauses. Diese führt nicht nur zur ältesten Statue der Stadt aus dem Jahre 1721 – einer Christusfigur. Diese Figur hat eine wechselhafte Vergangenheit: nicht nur, dass sie in schwierigen Zeiten geschaffen wurde, wurde sie gestohlen. Eine Kopie wurde angefertigt, aber diese wurde auch wieder gestohlen.
Nach einem Blick auf die Statue, die ursprünglich zu einem Betstock gehörte, ist ein Blick zur Decke angesagt.

Das Treppenhaus im Rathaus
Verpassen Sie aber auch nicht die verschiedenen Wände genauer zu betrachten, auch hier ist Sehenswertes zu entdecken und auch ein Blick in die Vitrinen, in denen die Geschenke der Partnerstädte aufbewahrt werden, kann Interessantes zu Tage fördern. Die Wandmalereien stammen von Géza Udvary.

Der Komitatssaal im Rathaus

Mit der Zeit und den erweiterten Aufgabenkreis der Stadtverwaltung wurde das Gebäude allerdings zu klein, sodass dieses von 1994-1996 durch einen fünfstöckigen Südflügel nach Entwürfen von Gábor Borbás erweitert wurde.
Seit 2002 grüßt ein Glockenspiel unter der Terrasse die Besucher fünf Minuten vor der vollen Stunde mit seiner Melodie.

Kulturhaus, Statuen, Springbrunnen

Das Regenbogen-Kulturhaus

Eigentlich war dieses, um 1920 herum gebaute Gebäude, ursprünglich als Kino gedacht. Bis ins Jahr 2000 wurden hier auch Filme gezeigt, doch dann entstanden die Multiplexkinosäle und wie viele schöne alte Kinos war auch dieses zum „Sterben“ verurteilt.

Das Kulturhaus

Schließlich wurde es geschlossen, renoviert und als Konzert- und Veranstaltungssaal wieder eröffnet. Da man den Zuschauerraum auf das Niveau der Bühne anheben kann, wird es auch als Ausstellungsraum benutzt.

Das wunderschöne Glasfenster des Kulturhauses
Heute beeindruckt es durch die wunderschönen Jugendstilfenster, die wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen, die griechischen Säulen und die ägyptische Dekorationen des Zuschauerraums und der Bühne.

Der Zuschauersaal im Kulturhaus von Kaposvár

Die Malereien im ägyptischen Stil erinnern an die zunehmende Begeisterung der damaligen Zeit für das alte Ägypten: Die Gräber im Tal der Könige wurden zunehmend erforscht – später auch das Grab Tutanchamuns gefunden, dass sich als archäologische Sensation herausstellte.

Die Statuen

Wer durch Kaposvár schlendert, wird auch von den vielen Statuen begegnen, die im ganzen Stadtgebiet aufgestellt sind und über deren Standplätze die Bürger der Stadt abstimmen können.
So findet man nun vor dem Kulturhaus die „Lauschende“ der Künstlerin Klara Weeber, die vorher an einen anderen Platz der Stadt aufgestellt worden war. Nun wartet sie hier auf die Zuschauer und hört sich an, was diese über die verschiedenen Veranstaltungen berichten.

Die Lauschende vor dem Kulturhaus

Ein paar Schritte weiter findet sich ein weiterer kleiner Park und ein „Ringelspiel mit Hirschen“ und natürlich eine weitere Statue – der Clown. Berühren Sie unbedingt seinen Ball – das bringt Glück!
Vis à vis von der Tourinfo findet der Besucher eine Damenbüste, die ebenfalls von Klara Weeber geschaffen wurde.

Die Damenbüste von Klara Weeber

Die Inschrift darunter fordert den Betrachter auf die Brüste der Dame zu betrachten und dann zu träumen …

Die Statue des Malers József Rippl-Rónai
In Erinnerung an einen großen Bürger der Stadt – den Maler József Rippl-Rónai – gibt es auch eine Statue, die ihn beim Besuch der Stadt auf einem Wagen zeigt, der von einem Esel gezogen wird. Angeblich ist er so wirklich durch die Stadt gefahren.

Die Springbrunnen

Auch wenn Sie nur einen kurzen Rundgang durch Kaposvár machen, ist es fast unmöglich an keinem der vielen Springbrunnen vorbei zu kommen. Schon am Hauptplatz plätschert es gemütlich in der Sonne dahin.

Springbrunnen, die Vivaldi spielen
Aber auch vor dem Kulturhaus die Noszlopy-Gáspár-Straße hinunter finden sich die nächsten Springbrunnen, die eine ganz besondere Attraktion vorweisen: sie spielen jede zweite Stunde eine Melodie der Vier Jahreszeiten von Vivaldi – Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Das Berühren der Kugel des Clowns bringt Glück.
Auch bei der Narren-Statue hört man das Plätschern eines Brunnen.

Hotel Erszebét, Villa Rippl-Rónai, Blumenbad, Kemény Palast

Hotel Erszébet

Auch in Kaposvár war die Verehrung für Sisi, die Gemahlin von Franz Joseph und wesentlich am Österreich-Ungarischen Ausgleich beteiligt, groß.

Das Hotel Elisabeth am Hauptplatz

Viele Hotels, Plätze, Brücken wurden nach Elisabeth benannt, so auch das ehemalige Hotel Elisabeth am Hauptplatz, dessen Dach mit Zsolnay-Keramik ausgestattet ist.

Die Villa Rippl-Rónai

Hier lebte der Maler Rippl-Rónai, der als einer der Begründer der ungarischen Moderne gilt und der die barocke Villa in seinem Stil umbauen ließ. Rippl-Rónai wurde 1861 in Kaposvár geboren, studierte zunächst Pharmazie in Budapest und ging dann nach München, wo er akademische Malerei studierte. Rippl-Rónai verbrachte lange Jahre in Paris bevor er nach Kaposvár zurückkehrte. Er malte jedoch nicht nur, sondern widmete sich auch der angewandten Kunst und entwarf Alltagsgegenstände. Rippl-Rónai gilt als Vertreter des Symbolismus und des Spätimpressionismus.

Ein berühmter Bürger der Stadt - Rippl-Rónai

2012 wurde das neue Besucherzentrum eröffnet, auch für Rollstuhlbesucher geeignet und der –mittels Fotografien – wieder hergestellt Andrassy Speisesaal erstrahlt wieder im alten Glanz und gilt als eines der besten Beispiele des ungarischen Jugendstils. Der Raum stammt ursprünglich aus dem Haus von Andrassy in Tiszadob und wurde 1918 komplett zerstört. Damit verbunden war die erste Sammlung bedeutender ungarischer Kunstobjekte.

Das Bild zeigt nicht die Villa Roma, sondern das Stadtmuseum
Das Museum ist am Montag geschlossen. Bitte erfragen Sie die aktuellen Öffnungszeiten im Tourinfo Büro.

Villa Roma – Besucherzentrum Rippl-Rónai
7400 Kaposvár, Fodor Jósef u. 35
Tel: +36 82 510 049

Das Blumenbad – Virágfürdő Kaposvár

2006 wurde das Blumenbad eröffnet, das über die größte gemeinsame Wasserfläche von 3.462m2 in ganz Transdanubien verfügt. Hier können sich aktive Sportler ebenso einfinden, wie Ruhesuchende oder Wellnessurlauber. Das Thermalwasser wird zur Behandlung von neuronalen Erkrankungen, inaktiven Stadien chronischer Gelenksbeschwerden, Entzündungen des Bewegungsapparates sowie bei gynäkologischen Erkrankungen, aber auch zur Nachbehandlung von Unfällen und Knochenoperationen empfohlen.

Mit dem Erlebnisbad und einer großen Saunalandschaft und dem Wellnessbereich kommen aber auch Kinder und Wellnessurlauber auf ihre Rechnung. Warum sollte man nach einem anstrengenden Sightseeingtag, diesen nicht bei Sauna und Wellness ausklingen lassen?

Virágfürdő
7400 Kaposvár, Csík Ferenc stny. 1
Tel: +36 82 321 044
www.xn--virgfrd-jwa9vm4a.hu/

Kemény Palast

Das schöne Gebäude im Stil der Neorenaissance wurde 1904 errichtet und war früher die Heimat der ersten Musikschule der Stadt. Heute ist darin die Tourinfo untergebracht, wo Sie neben einem Stadtplan, einen Audioguide und vielen anderen Informationen auch kleine Souvenirs aus Kaposvár erwerben können. Ein Spaziergang durch die Fö ut lohnt sich, gilt sie doch als eine der schönsten Straßen von Kaposvár zum Chillen und herum flanieren.

Blick zum Kemény Palast, dem Heim der Tourinform
Kemény Palast
7400 Kaposvár, Fö u.8

Ausflüge: Stausee Deseda

Ausflüge

Deseda und das István Fekete Besucherzentrum

Nicht weit von der Stadtmitte entfernt im Stadtteil Taponár befindet sich ein Stausee, der von Einheimischen wie auch Touristen gerne besucht wird.

Deseda Stausee
1974 wurde mit dem Dammbau begonnen, der längste künstliche Stausee von Ungarn mit 8,5 km Länge entstand. Damit ist hier ein Paradies für Angler, Ruderer, aber auch Wanderer und Radfahrer entstanden. Am nördlichen Ufer wird der See durch zwei Bäche gespeist, dazwischen wurde ein Arboretum angelegt, dessen Besuch sich ebenfalls lohnt.

Das István Fekete Besucherzentrum am Deseda Stausee
Wer mehr über den See und die Fauna und Flora der Umgebung wissen möchte, beginnt seinen Rundgang am besten im István Fekete Besucherzentrum. Das neu erbaute Gebäude soll einem Schiff ähneln und bietet eine wunderbare Ausstellung über zwei Stockwerke der Tiere und auch der Pflanzen der Umgebung.

Der Frosch im István Fekete Zentrum am Deseda Stausee

In einem großen Aquarium können prächtige Exemplare der Fische des Sees betrachtet werden, dessen Fischreichtum auch während unserer Bootsfahrt am See (unbedingt buchen!) auch eindrucksvoll unterstrichen wird: So ist von 60 und 64kg schweren Welsen die Rede, die allerdings wieder in den See zurückgegeben werden müssen, aber auch von einem 214 cm langen und 96kg schweren Fisch, dem größten und schwersten Fisch, der hier je ins „Netz“ ging.

Im István Fekete Besucherzentrum

Bei den jährlich im September stattfindenden Karpfenfangmeisterschaften sollen Karpfen mit 8-10kg ebenfalls keine Seltenheit darstellen.
Aber auch die anderen Ausstellungsgegenstände sind mehr als einen Blick wert: so findet sich im Center ein Baum, der über die zwei Ausstellungsetagen ragt und mit all seinen Bewohnern „bestückt“ ist. Nicht nur Kinder können hier lange Zeit stehen und immer wieder neue Tiere entdecken.

Weg um den See Deseda

In Vitrinen kann man die verschiedenen Bewohner von morschen Baumstämmen kennenlernen oder aber auch bei einer Tafel verschiedene Felle der Waldbewohner (Reh, Fuchs, Wildschwein …) berühren und testen, wie unterschiedlich sie sich anfühlen. Zusätzlich gibt es bei den weiteren interaktiven Stationen einiges zu entdecken.
Eine durchaus sehens- und besuchenswerte Ausstellung.

Zur Belohnung unternimmt man anschließend eine Bootsfahrt am See, die man gleich im Besucherzentrum buchen kann. Sportliche Besucher können sich hier auch Ruderboote oder Räder ausborgen und eine Tour rund um den See beginnen. Mit etwas Glück kann man den die Enten am Seeufer beobachten, manchmal freuen sich auch die Libellen über Besucher, nehmen Platz auf ihrer Schulter und begleiten sie auf der Bootsfahrt.

Ausflüge: Zselic und der Sternenpark

Zselic und der Sternenpark

Die Hügellandschaft Zselic erstreckt sich südlich von Kaposvár und liegt 250 Meter über dem Meeresspiegel. Charakteristisch für die Landschaft sind kleine Ortschaften, Bäche, kleine Teiche, der Lösboden der in der Eiszeit entstand und viele Wälder, in denen Hagebuchen, Eichen, Buchen und Silberlinden wachsen. Das Naturschutzgebiet ist 9.042 Hektar groß und beeindruckt durch die Vielfalt der Fauna und Flora.

Diese Voraussetzungen hat man sich bei der Errichtung des Sternenparks Zselic zu Nutze gemacht. Durch die geringe Lichtverschmutzung in diesem Gebiet kann man bei guten Bedingungen sogar mit freiem Auge die Milchstraße und um die 2.000 verschiedene Sterne sehen.

Auch hier wird an Menschen mit Sehschwäche gedacht
Zselic bietet bei Tag und Nacht viele interessante Möglichkeiten, egal ob man tagsüber das Szennaer völkerkundliche Freilichtmuseum oder die Hirschfarm von Bőszénfa (davon später) besucht. Ein Besuch der Sternenwarte ist für „Himmelsinteressierte“ aber auch jeden Fall angesagt und die ganz Kleinen freuen sich sicher auch über den Spielplatz vor dem Observatorium. Wer hoch hinaus will kann den Aussichtsturm vis à vis erklettern, wer ein bisschen mehr Action liebt, sollte eine der beliebten Nachtwanderungen buchen.

Die Scheiben des Nachthimmels

Wir sind nach einer kleinen Einführung in das Problem der Lichtverschmutzung (siehe mehr darüber auf enricosreisenotizen.eu – Wo sind die Sterne denn geblieben) und einigen Informationen über die Fauna und Flora von Zselic vom Hotel Kardosfa aus Richtung Sternwarte gestartet. Auch hier wird an Blinde und Sehschwache gedacht: Scheiben lassen sie den Nachthimmel ertasten.

Unsere Nachtwanderung zur Sternenwarte startet

Mehr über unsere Nachtwanderung können Sie hier auf unserem Blog erfahren.

SEFAG Zrt. Zselici Csillagpark
7477 Zselickisfalud 064/hrsz
Tel: +36 82 505 180
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.zselicicsillagpark.hu

Ausflüge: Die Hirschfarm Bőszénfa

Die Hirschfarm Bőszénfa

Die Hirschfarm ist eigentlich ein Teil der Universität Kaposvár und widmet sich nicht nur der Hirsch- und Rehzucht, sondern auch der Erhaltung alter ungarischer Pferderassen. Auch Esel, ungarische Graurinder und Muffons sind auf der Farm anzutreffen. Im „Streichelzoo“ sind nicht nur Schafe und Ziegen anzutreffen, sondern auch das eine oder andere Reh oder eine Hirschkuh.

Auch mit dem Traktor geht's durch die Hirschfarm

Auf einer Fläche von 1300 Hektar sind mehr als 1500 Rothirsche, 300 Wildschweine, 200 Damwilder, 150 Mufflons und 50 Rehe zu Hause, neben dem Hochwild beschäftigt sich das Wildwirtschaftszentrum aber auch mit der Zucht der bereits erwähnten ungarischen Graurindern, Zackelschafen, Pferden, Eseln, Ziegen und Wasserbüffeln. Die Aufgabenstellung umfasst den kompletten Produktionsprozess: Futterproduktion, Forst- und Wildwirtschaft, Wildfleischverarbeitung und Tourismus.

Ein Hirschrudel

Das Gebiet um die Hirschfarm mit ihren Wäldern gilt schon seit Jahrhunderten als Jagdgebiet. Hier haben einst auch Sigismund von Luxemburg und König Matthias gejagt und auch heute kann man im 1.200 Hektar großen Jagdrevier der Universität Kaposvár auf die Pirsch gehen.

Auch Esel gibt es auf der Farm

Wer einen Ausflug auf die Hirschfarm macht, sollte nicht nur die ausgezeichneten Wildgerichte im Restaurant probieren, sondern sich vielleicht mit der einen oder anderen Spezialität wie Würste, Salami oder geräucherten Wildschinken eindecken. Wir haben einiges bei unserem Besuch probiert – ausgezeichnet.

Auch verschiedene Rinderarten sind auf der Farm beiheimatet
Die Fahrt mit der Pferdekutsche oder mit dem Traktor durch die Farm kann ich ebenfalls empfehlen. Es geht vorbei an den Eseln und Graurinder zu den Hirschen und Rehen. Mit viel Glück kann man ein ganzes Rudel ganz nah am Zaun entdecken.

Hier ist Streicheln angesagt
Haben Sie schon mal ein Reh oder eine Hirschkuh gestreichelt? Nein? Hier auf der Hirschfarm ist auch das möglich – kaum hat man den „Streichelzoo“ erreicht und ist eingetreten, kommen auch schon die ersten neugierigen Bewohner heran und schauen, ob man nicht vielleicht doch etwas Essbares mitgebracht hat. Immerhin ist es mir gelungen mit meinen 58 Jahren zum ersten Mal ein Reh (oder war es eine Hirschkuh?) zu streicheln.

Mit dieser Kutsche geht es durch die Farm
Reitbegeisterte oder solche, die es lernen wollen, sind hier auch an der richtigen Adresse, denn auch diese Möglichkeiten werden hier geboten.

Wildspezialitäten auf dem Teller
Der Besuch ist wirklich ein einmaliges Erlebnis, wenn es auch ein bisschen nachdenklich macht, dass man danach bei der Verkostung vielleicht die nahen Verwandten des Tieres auf dem Teller hat, das man Minuten zuvor gestreichelt hat. Trotzdem: eine tolle Ausflugsmöglichkeit, vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist…

Hirschfarm Bőszénfa
7475 Bőszénfa, Malom u. 3
Tel: +36 20 977 6289
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.szarvasfarm.ke.hu/de/

Bildershow, Videos, Plan

Bildershow

Video


Plan

Adressen und Links

Wichtige Links und Adressen:

https://kph.kaposvar.hu/index.php?page=varostortenet&width=800&F=5&T=1&lang=3&newsite=1 (deutsch)

Tourinfo Kaposvár
7400 Kaposvár, Fő utca 8
Tel: +36 82 512 921
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.tourinformkaposvar.hu

Café Restaurant Kapos

Hotel Kardosfa