Sie gelten als die Spezialität unseres südlichsten Bundeslandes, wo man auch noch der Kunst des Krendeln frönt.

Kärntner Kasnudel
Krendeln ist eine eigene Kunst und bezeichnet die Art wie man die Nudeln kunstvoll verschließt – was gar nicht so einfach ist. Ich habe es zwar probiert, bin aber dann doch zu meinen „Formen“ zurückgekehrt, womit es schneller ging und die Fülle auch besser verschlossen war.
Doch nun zum Rezept.

Zutaten Teig:

300g glattes Mehl, 1 Ei, 1 TL Öl, eine Prise Salz und 160ml Wasser (Achtung: das Wasser langsam dazugeben. Der Teig soll nicht kleben bleiben, sondern sich aus der Schlüssel lösen lassen)

Zutaten Fülle:

250g mehlige Kartoffel, 2 kleine Zwiebel (feingehackt), ½ Lauchstange (fein geschnitten), 250g Topfen (Quark), Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig vermischen zu einem festen, geschmeidigen Teig verkneten. Diesen mit einer Frischhaltefolie umwickeln und dann im Kühlschrank eine Stunde rasten lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffel in der Schale kochen. Die Zwiebel fein hacken und den Lauch fein schneiden. Die Zwiebel in Butter oder Butterschmalz anrösten und den Lauch kurz mitschwitzen. Die noch heißen Erdäpfel schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen. Die Zwiebel-Lauchmasse dazugeben und den Topfen unterheben. Mit Salz und Pfeffer gut würzen. Am besten kalt stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Unterlage dünn (Messerrücken) ausrollen und runde Scheiben ausstechen. Die Fülle mit einem Löffel in die Mitte der Scheiben legen und die Ränder ein wenig mit Wasser bepinseln. Teig über die Fülle klappen und Rand zusammendrücken. Entweder krendeln oder einfach wie Ravioli mit der Gabel zusammendrücken. Es gibt im Handel auch Formen für Ravioli, die braucht man dann nur zusammenklappen – das geht am besten.

Die gefüllten Nudeln in reichlich gesalzenes kochendes Wasser geben und je nach Größe ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei aufpassen, dass sie nicht am Boden des Topfes kleben bleiben. Dann rausnehmen und auf einem Tuch abtropfen lassen.

Ich habe dann noch einige Salbeiblätter in Butter ausgebraten, die Kärntner Nudeln darin kurz angebraten, mit der Butter übergossen (ein paar Speckstücke waren auch dabei) und mit ein wenig Mohn bestreut. Das ist aber meine ganz persönliche Variante. Statt dem Mohn ist Schnittlauch eine frische Variante. Und ja – das Krendeln muss ich noch sehr üben…

Dazu passt grüner Salat.