Eine kleine Stadt in Westungarn mit großer Geschichte bietet ihren Besuchern heute Kultur, Erholung, Sport und Wellness. Ein idealer Ausgangsort, um sich gemütlich in der Therme zu entspannen, ohne aber sportliche Aktivitäten und kulturelle Interessen zu vergessen. Auch die jüngsten Besucher kommen hier voll auf ihre Rechnung und damit ist auch für Erholung der Eltern bestens gesorgt.

Geschichte

Sárvár - Die Burg NádasdyDas Gebiet um die Stadt ist bereits seit der Neusteinzeit bewohnt und war vor der Eroberung durch die Römer von keltischen Bojern besiedelt. Die Römer bauten an beiden Ufern der Raab Lager für ihre Soldaten, als sie im 1.Jht. n. Chr. das Gebiet der Bernsteinstraße für das Römische Reich eroberten. Der Stadtname leitet sich von „Schlammburg“ oder „Lehmburg“ ab: ob sich die Namensgebung auf eine Sumpf- oder Moorlandschaft bezieht oder eher auf eine Lehmburg mit Palisaden auf einem Erdwall, wie im frühmittelalterlichen Ungarn ist nicht genau bekannt.

Auch in der Karolingerzeit im 9.Jht. war die Gegend besiedelt, wie Ausgrabungen eines Friedhofs bei Végmalom beweisen. Die „Sandburg“ entstand während der Zeit der ungarischen Landnahme – bis in die 1280er Jahre war der König selbst Besitzer der Herrschaft, bis 1327 war die Burg im Besitz der Familie Kőszegi, Sárvár blieb bis 1390 eine königliche Burg. Danach erhielt die Familie Kanizsi Burg und Landgut von Sigismund von Luxemburg.

Sárvár - BurgtorMit der Heirat von Orsolya Kanizsai und Tamás Nádasdy gelangte Sárvár in den Besitz der Familie Nádasdy. Unter seiner Herrschaft wurde die Stadt eines der kulturellen Zentren des Landes: Nádasdy ließ 1534 eine Schule errichten, 1537 gründete er eine Druckerei, in der 1541 das Neue Testament als erstes Buch in Ungarn in ungarischer Sprache gedruckt wurde. An seinem Hof waren Wissenschaftler, Künstler, Humoristen, Ärzte, Architekten.

Sárvár war ein Bollwerk gegen die Osmanen, die im 16.Jht. immer wieder Eroberungszüge starteten. Ferenc Nádasdy schlug 1532 die türkische Belagerung zurück. Auch sein Enkel Ferenc Nádasdy zeichnet sich im Kampf gegen die Türken aus. Wegen seines besonders grausamen Vorgehens gegen seine Feinde erhielt er den Beinamen „Der schwarze Ritter“. Er eroberte die strategisch wichtigen Burgen Esztergom, Vác (Waitzen), Visegrád, Székesfehérvár und Győr zurück. Den Türken gelang es nie, eine von Nádasdy verteidigte Festung einzunehmen. Verheiratet war er mit Elisabeth Báthory, die während seiner Abwesenheit die Besitztümer verwaltete. Um sie rankt sich die Legende der „Blutgräfin“: so soll sie junge Mädchen auf die Burgen gelockt und ermordet haben. Sie wurde 1611 als Serienmörderin verurteilt und in ein Verlies eingemauert.

Sárvár - Im Inneren der Burg NádasdyWar Sárvár während der Zeit der Renaissance ein Zentrum der Reformation, trat Ferenc Nádasdy III. wieder zum Katholizismus über um die Tochter des Fürsten Nikolaus von Esterházy, Anna Juliana, heiraten zu können. Als einer der Hauptbeteiligten der „Ungarischen Magnatenverschwörung“ gegen Kaiser Leopold I. wurde er 1671 in Wien verurteilt und enthauptet. Alle seine Besitzungen und sein Vermögen wurden konfisziert und so gelangte Sárvár in den Besitz der Familie Draskovich, die das Besitztum allerdings verfallen ließen.

Erst zur Zeit des Dualismus blühte die Stadt wieder auf, der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1871 und die Versorgung mit elektrischen Strom 1897 gab der Stadt zusätzlichen Auftrieb und sorgte für Industrieansiedelungen- die Einwohnerzahl nahm wieder zu und unter dem neuen Besitzer Ludwig III. Prinzregent und König von Bayern entwickelte sich das Landgut zu einer Musterwirtschaft. Neue Bildungsinstitute wurden gegründet, 1909 das heutige Krankenhaus eingeweiht, bevor der Erste Weltkrieg wieder einen großen Einschnitt in die positive Entwicklung brachte. Viele Menschen wanderten danach wegen der großen Arbeitslosigkeit nach Frankreich und Belgien aus.

1961 wurde der Grundstein für den heutigen Aufschwung der Stadt gelegt: Bei der Suche nach Erdöl stieß man auf einen ebenfalls sehr wertvollen Stoff - das Thermalwasser. Zwei verschiedene Thermalwasser – eine Seltenheit der Natur – sorgen heute dafür, dass Besucher aller Welt Sárvár besuchen und auch ihre Geschichte und Kultur kennen lernen.

Eine kleine Stadt in Westungarn mit großer Geschichte bietet ihren Besuchern heute Kultur, Erholung, Sport und Wellness. Ein idealer Ausgangsort, um sich gemütlich in der Therme zu entspannen, ohne aber sportliche Aktivitäten und kulturelle Interessen zu vergessen. Auch die jüngsten Besucher kommen hier voll auf ihre Rechnung und damit ist auch für Erholung der Eltern bestens gesorgt.

Geschichte

Sárvár - Die Burg NádasdyDas Gebiet um die Stadt ist bereits seit der Neusteinzeit bewohnt und war vor der Eroberung durch die Römer von keltischen Bojern besiedelt. Die Römer bauten an beiden Ufern der Raab Lager für ihre Soldaten, als sie im 1.Jht. n. Chr. das Gebiet der Bernsteinstraße für das Römische Reich eroberten. Der Stadtname leitet sich von „Schlammburg“ oder „Lehmburg“ ab: ob sich die Namensgebung auf eine Sumpf- oder Moorlandschaft bezieht oder eher auf eine Lehmburg mit Palisaden auf einem Erdwall, wie im frühmittelalterlichen Ungarn ist nicht genau bekannt.

Auch in der Karolingerzeit im 9.Jht. war die Gegend besiedelt, wie Ausgrabungen eines Friedhofs bei Végmalom beweisen. Die „Sandburg“ entstand während der Zeit der ungarischen Landnahme – bis in die 1280er Jahre war der König selbst Besitzer der Herrschaft, bis 1327 war die Burg im Besitz der Familie Kőszegi, Sárvár blieb bis 1390 eine königliche Burg. Danach erhielt die Familie Kanizsi Burg und Landgut von Sigismund von Luxemburg.

Sárvár - BurgtorMit der Heirat von Orsolya Kanizsai und Tamás Nádasdy gelangte Sárvár in den Besitz der Familie Nádasdy. Unter seiner Herrschaft wurde die Stadt eines der kulturellen Zentren des Landes: Nádasdy ließ 1534 eine Schule errichten, 1537 gründete er eine Druckerei, in der 1541 das Neue Testament als erstes Buch in Ungarn in ungarischer Sprache gedruckt wurde. An seinem Hof waren Wissenschaftler, Künstler, Humoristen, Ärzte, Architekten.

Sárvár war ein Bollwerk gegen die Osmanen, die im 16.Jht. immer wieder Eroberungszüge starteten. Ferenc Nádasdy schlug 1532 die türkische Belagerung zurück. Auch sein Enkel Ferenc Nádasdy zeichnet sich im Kampf gegen die Türken aus. Wegen seines besonders grausamen Vorgehens gegen seine Feinde erhielt er den Beinamen „Der schwarze Ritter“. Er eroberte die strategisch wichtigen Burgen Esztergom, Vác (Waitzen), Visegrád, Székesfehérvár und Győr zurück. Den Türken gelang es nie, eine von Nádasdy verteidigte Festung einzunehmen. Verheiratet war er mit Elisabeth Báthory, die während seiner Abwesenheit die Besitztümer verwaltete. Um sie rankt sich die Legende der „Blutgräfin“: so soll sie junge Mädchen auf die Burgen gelockt und ermordet haben. Sie wurde 1611 als Serienmörderin verurteilt und in ein Verlies eingemauert.

Sárvár - Im Inneren der Burg NádasdyWar Sárvár während der Zeit der Renaissance ein Zentrum der Reformation, trat Ferenc Nádasdy III. wieder zum Katholizismus über um die Tochter des Fürsten Nikolaus von Esterházy, Anna Juliana, heiraten zu können. Als einer der Hauptbeteiligten der „Ungarischen Magnatenverschwörung“ gegen Kaiser Leopold I. wurde er 1671 in Wien verurteilt und enthauptet. Alle seine Besitzungen und sein Vermögen wurden konfisziert und so gelangte Sárvár in den Besitz der Familie Draskovich, die das Besitztum allerdings verfallen ließen.

Erst zur Zeit des Dualismus blühte die Stadt wieder auf, der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1871 und die Versorgung mit elektrischen Strom 1897 gab der Stadt zusätzlichen Auftrieb und sorgte für Industrieansiedelungen- die Einwohnerzahl nahm wieder zu und unter dem neuen Besitzer Ludwig III. Prinzregent und König von Bayern entwickelte sich das Landgut zu einer Musterwirtschaft. Neue Bildungsinstitute wurden gegründet, 1909 das heutige Krankenhaus eingeweiht, bevor der Erste Weltkrieg wieder einen großen Einschnitt in die positive Entwicklung brachte. Viele Menschen wanderten danach wegen der großen Arbeitslosigkeit nach Frankreich und Belgien aus.

1961 wurde der Grundstein für den heutigen Aufschwung der Stadt gelegt: Bei der Suche nach Erdöl stieß man auf einen ebenfalls sehr wertvollen Stoff - das Thermalwasser. Zwei verschiedene Thermalwasser – eine Seltenheit der Natur – sorgen heute dafür, dass Besucher aller Welt Sárvár besuchen und auch ihre Geschichte und Kultur kennen lernen.

Die Burganlage Nádasdy

Sehenswürdigkeiten

Die Burganlage Nádasdy

Sárvár - Die Burg Nádasdy (Foto: Sárvár)Sie ist wohl der das Herzstück und Wahrzeichen der Stadt – die Burg. Die ursprüngliche Lehmburg aus dem Frühmittelalter befand sich einige hundert Meter von der derzeitigen Burganlage entfernt. Die Burg wird zum ersten Mal im Jahre 1288 erwähnt, weitere Bauarbeiten folgten in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil. Während der Herrschaft der Familie Kanizsai wurde auf der Stelle des heutigen südlichen Flügels ein dreistöckiges mit repräsentativen Sälen verziertes Wohngebäude errichtet, Ende des 15. Jahrhunderts war der heutige Torturm fertig. Anfang des 16. Jahrhunderts entstand ein großer geschlossener Hof. In die Zeit der Familie Nádasdy zwischen 1534 und 1671 fielen die Bauarbeiten im Renaissancestil  und damit die Form des Burgpalastes wie wir ihn heute kennen, das heute noch sichtbare uritalienische Abwehrsystem mit Basteien wurde zwischen 1588 und 1615 erbaut. Die Festung konnte nie von Feinden eingenommen werden, auch eine Belagerung der Türken im Jahre 1532 wurde erfolglos von den Belagerern abgebrochen.

Sárvár - Burg Nádasdy, PrunksaalEin besonderes Schmuckstück des Schlosses ist der Prunksaal, die Deckenfresken sind mit Bildern des Wiener Malers Hans Rudolf Müller geschmückt ist. Sie stellen die siegreichen Schlachten von Ferenc Nádasdy, des „Schwarzen Ritters“ gegen die Türken dar. 15 Jahre währte der Krieg, aus sieben Schlachten kehrte der Feldherr erfolgreich zurück. Den Auftrag für die künstlerische Ausgestaltung des Prunksaals gab der Enkel des erfolgreichen Verteidigers, Ferenc Nádasdy 1653. Jeweils in den Ecken der Bilder können Sie Abbildungen einiger Städte sehen, deren Vorlage ein Kupferstichbuch aus der damaligen Zeit war. Die Bilder an den Seitenwänden entstanden ungefähr 100 Jahre später und stammen von István Dorffmeister aus dem Jahre 1769. Sie stellen Themen aus dem Alten Testament, wie z.B. Samson und Delila, dar, den ewigen Kampf des Guten gegen das Böse.

Sárvár - Burg Nádasdy, KabinettschrankSehenswert ist auch der Kabinettschrank, den Sie im Prunksaal bewundern können: wunderschön gearbeitet, mit Gold und Marmoreinlagen verziert. Jeweils an der Front der Schubladen befinden sich Verzierungen aus Elfenbein und Kupferstichbilder, die mit farbiger Tinte verziert sind. Unterhalb beider Säulen finden sich Geheimfächer, die für die Aufbewahrung von Schmuck und anderen Pretiosen dienten. Die mythologische Gestalt auf dem Schrank stellt Poseidon dar. Heute wird der Prunksaal auch als Konzertsaal oder für verschiedene Vorträge benutzt.

In der Burg kann man auch viele bemerkenswerte Kachelöfen im Barockstil sehen. Diese wurde von außen, von den Gängen geheizt, um die Herrschaft in ihrer Privatsphäre nicht zu stören und sorgten im Winter für erträgliche Raumtemperaturen. Die Turmstube bietet eine schöne Aussicht auf das Rathaus und die Kirche von Sárvár und ist ebenfalls mit wunderbaren Wandmalereien ausgestattet. Der Turm war früher auch bewohnt und wurde teilweise auch bis zur Ankunft der Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg als Krankenhaus benutzt.

Sárvár - Burg Nádasdy1803 kaufte Erzherzog Ferdinand Estei die Burg, sein Nachfolger renovierte sie und ließ dabei die Arkadenreihe aus der Renaissance im östlichen Flügel zumauern. Der ehemalige Wassergraben wurde trockengelegt und sie auch heut noch stehende Brücke gebaut. Da im 19. und 20. Jahrhundert nur kleinere Umarbeiten erfolgten, wirkt die Burg auch heute noch wie ein befestigtes Spätrenaissance-Burgschloss aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

Die letzten Besitzer der Burg – vor der Verstaatlichung – waren seit 1875 die bayrischen Wittelsbacher. 1921 starb hier Ludwig III., der letzte bayrische König. 1940 bis 1944 lebte die Familie Albrechts von Bayern bis zur Deportation der Familie ins Konzentrationslager im Schloss Nádasdy im Exil.

Sárvár - Burg Nádasdy, PrunksaalIm Schloss sollte man neben dem wunderbaren Prunksaal auch das Ferenc-Nádasdy Museum besuchen, das seit 1951 besteht. Heute wird die Burg überwiegend als Kulturzentrum von Sárvár benutzt, aber man kann die Räumlichkeiten auch z.B. zum Heiraten mieten. Im Ferenc-Nádasdy_Museum können Sie neben vielen anderen Interessantem auch die Geschichte von letzten Nádasdy kennen lernen, der am 30.4.1671 vormittags in Wien im alten Rathaus enthauptet wurde. Nádasdy hatte sich mit einigen anderen ungarischen Adeligen gegen den Kaiser aufgelehnt, da nach der siegreichen Schlacht von 1664 ein äußerst nachteiliger Friedensvertrag für die Ungarn abgeschlossen wurde, die jedoch großen Anteil am Gewinn des Krieges besaßen und sich daher von Wien betrogen fühlten. Zusätzlich zur reichen Sammlung an Geschirr, Porzellan , Ziergegenständen und Glas aus dem 19. Und 20.Jahrhundert bietet das Museum auch Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen.

Sárvár - Burg Nádasdy, BuchpresseInteressant ist auch die Nachbildung einer Druckerpresse, die auf Tamás Nadásdy zurückgeht. Er gründete 1541 eine Druckerei, in der erstmals das Neue Testament in ungarischer Sprache gedruckt wurde. Wer sich schon immer für die Husaren, ihre Religion und Bräuche interessiert hat, wird ebenfalls nicht enttäuscht. Hier befindet sich die größte Sammlung über die Husaren in Ungarn.
 
Ferenc Nádasdy Museum
9600 Sárvár, Várkerület u. 1.
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.museum.hu/museum (E, HU)
www.sarvar.hu (D, E, HU)

Sonnenuhr, Arboretum, Rathaus, Ladislauskirche

Die Sonnenuhr

Sárvár - Die Sonnenuhr (Franz Nádasdy)Ferenc Nádasdy ist wohl der berühmteste Bürger von Sárvár und so findet man auch auf dem Weg vom Park Inn-Hotel in die Stadt ein Denkmal zu seinen Ehren. Stolz verteidigt er auch hier die Stadt – allerdings trifft sein Speer dabei nicht seine Feinde, sondern zeigt den Bewohnern die Zeit ein – das Denkmal ist als Sonnenuhr ausgeführt.

Das Arboretum

Sárvár - ParkGleich neben der Burg befindet sich das Arboretum, ein Park dessen Anlage im 16. Jahrhundert während der Regierungszeit von Ferdinand I. von Habsburg begonnen wurde. Dadurch findet sich hier ein sehr alter Baumbestand – einige der Eschen und Stieleichen sind 300 bis 400 Jahre alt. Sehenswert sind auch die zahlreichen einheimischen wie auch exotischen Pflanzen wie japanische Akazien oder Gleditschien (Lederhülsenbäume). Die Straßenfront verrät kaum etwas über das 10 ha große Naturschutzgebiet, jedoch sind hier mehr als hundert verschiedene Arten an Pflanzen zu finden.

Die künstlichen Teiche, die der Bach Gyöngyös bewässert, sowie die Alleen machen einen Ausflug in die „botanische Welt“ zu einem Ort der Entspannung, Erholung und traumhafter Spaziergänge.

Das Rathaus

Sárvár - Das RathausDas Rathaus von Sárvár wurde zwischen 1878 und 1882 im eklektischen Stil  am Kossuth Platz gebaut und ist schräg gegenüber der Burg zu sehen. Der Bau gehörte zu den wichtigsten Werken des Architekten Lajos Geschrey. Der Balkon auf der Seite des Hauptplatzes wurde erst im 20. Jahrhundert fertig. An der Fassade erfreuen mehr als 20 Glocken die Besucher mit einem angenehmen Glockenspiel. In der Mitte des Platzes zwischen Rathaus und St. Ladislaus Kirche steht ein verspielter Brunnen, der auch auf die enge Beziehung der Stadt mit Wasser hinweisen soll.

Die St. Ladislauskirche

Sárvár - Die LadislauskircheSie ist das bestimmende Gebäude am Kossuth Platz.1645 ließ der Landesrichter Ferenc Nádasdy eine aus dem Mittelalter stammende Dreifaltigkeitskapelle von Pietro Orsolini umbauen. Nádasdy war erst zwei Jahre früher wieder zum katholischen Glauben zurückgekehrt. Die Kirche mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes wurde dem Heiligen Ladislaus geweiht. Zur Zeit des Freiheitskampfes wurde die Stadt zusammen mit ihrer Kirche von Rákóczi vernichtet, Kirche und Turm wurde 1732 wieder aufgebaut. 1830 wurde die barocke Kirche durch zwei Teile so erweitert, dass sie den Grundriss eines lateinischen Kreuzes erhielt, von dieser Zeit stammt auch die westliche klassizistische Fassade. 1926 und 1927 wurde die Kirche renoviert und umgebaut. Teile östlich vom Turm wurden abgerissen und damit der älteste Teil der Kirche zerstört und die Kirche wurde durch zwei neue Seitenschiffe erweitert. Die Glasscheiben erinnern noch heute an die damaligen Bauarbeiten. Im Inneren der Kirche kann man die erste Statue sehen, die in Sárvár auf öffentlichem Grund und Boden errichtet wurde: die Säule des traurigen Christus aus dem Jahre 1701.

Sárvár - Das Innere der LadislauskircheIm zweistöckigen Gebäude hinter der Kirche unterrichtete 1883/1884 Géza Gárdonyi, ein ungarischer Schriftsteller, der vor allem als Erzähler bekannt ist, aber auch Gedichte und Theaterstücke verfasste. Seit Hauptwerk, Sterne von Eger (Originaltitel: Egri csillagok), verfasste er 1899. Der Historienroman spielt in der Zeit der türkischen Besatzung und Kriege im 16. Jahrhundert und schildert die Geschichte eines Knaben und seiner Heldentaten während der Belagerung der Burg Eger im Jahre 1552. Die 1535 von Tamás Nádasdy gegründete Schule war die erste in der Stadt Sárvár. Neben Gárdonyi unterrichteten hier auch der Bibelübersetzer János Sylvester und  Mátyás Dévai Bíró, der auch „ungarischer Luther“ genannt wurde. Das Schulgebäude überstand sogar den Untergang der Stadt im Jahre 1705, 1830 wurde sie um ein Stockwerk erweitert, woran die Fassadenaufschrift „OP.SARVAR 1830“ erinnert.

Kurort und Therme

Der Kurort Sárvár

Sárvár - Der Kurort (Foto: Sárvár)Heute ist Sárvár vor allem als Kurort bekannt, der eine seltene Besonderheit aufweisen kann: Kommen doch aus den Tiefen der Natur zwei verschiedene Thermalwässer. Ursprünglich auf der Ölsuche stieß man bei Probebohrungen 1961 auf das Heilwasser. Die eine Quelle - mit Alkali-Hydrogenkarbonatgehalt - hat 48°C und befindet sich ein einer Tiefe von 1300 Metern. Es enthält vorwiegend Natriumchlorid, Wasserstoffkarbonat und Spurenelemente und eignet sich ausgezeichnet zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Rehabilitation von Sportverletzungen, Muskelzerrungen und zum Muskelentspannungsbad.

Sárvár - SalzgrotteDas andere Heilwasser enthält salzhaltiges Heilwasser von 83°C, dessen wichtigste Komponenten Natriumchlorid, Wasserstoffkarbonat, Jod, Brom, Fluor und zahlreiche Spurenelemente sind und aus denen durch Abdampfen der berühmte Sárvár Thermalkristall gewonnen wird. Dieser hilft bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, gynäkologischen Beschwerden und dermatologischen Erkrankungen. Ende der 60 Jahre entstand über den Quellen das erste Heilbad, das 2002 von einem modernen Heil- und Wellnessbad abgelöst wurde, das nun all seinen Besuchern Vergnügen und Erholung verspricht.

65.000m“ mit einer Wasseroberfläche von über 5.000m2 sorgen für Badespaß, Entspannung, Kur und Badevergnügen, egal ob bei Jung oder Alt. Heilwasserbecken innen und außen, Heilmassage, Schlammpackungen, Gewichtsbäder, Fußreflexzonenmassage, Sauerstofftherapien, Heilgymnastik und vieles mehr erfreuen die eher „klassisch“ orientierten Besucher. Doch auch für Freunde der Wellnessanwendungen findet sich eine große Anzahl an Angeboten, die von Ayurvedischen Behandlungen, Shiatsu, Schokoladen- und Honigmassagen bis zu Klangmassagen, Reiki, Yoga oder Chi Gong einen großen Bogen spannen.

Sárvár - Therme, außenpool im Sommer (Foto: Sárvár)Eine große Saunalandschaft bietet neben einer Finnischen Sauna, Dampfbad, Aromakabinen und einen Kneippgang. Aber auch für die kleinsten Besucher ist gesorgt: Erlebnisbecken innen und außen, Strand- und Wellenbecken, Kopfsprunglagune, Riesenrutschen, Kindererlebnisbecken, Babyplantschbecken und ein Familienzentrum mit Plantschbecken, Kinderspielbecken, Jacuzzi, Kletterwand und 3 Rutschen – alles so angeordnet, dass sowohl Kinder ihren (manchmal lauten) Spaß haben können ohne die Kurgäste zu stören. Eltern kleiner Kinder werden auch über die Babywelt mit Babyküche, Schlafraum und Wickeltisch begeistert sein, und im Kinderspielzimmer beaufsichtigen (auch deutsch sprechende) Kindergärtnerinnen die Kleinen ab 3 Jahre.

Sárvár - Der Kurort (Foto: Sárvár)Ein Hallenbad mit 25 Meter Länge, in dem man ruhig oder schnell seine Bahnen ziehen kann, ein neuer Fitnessraum und eine Bowlingbahn stehen den Besuchern ebenso zur Verfügung wie mehrere Spielplätze für verschiedene Altersgruppen. Selbstverständlich können Sie auch noch Nordic Walking, Wassergymnastik und viele andere Fitness-Angebote in Anspruch nehmen.  Einem entspannten Urlaub und Aufenthalt steht damit nichts mehr im Wege – egal ob Sie ein Kurbesucher oder Wellnessfan sind oder einfach mit ihren Kindern ein paar schöne und entspannte Tage verbringen möchten.

Weitere Infos, Bildershow und Plan

Weitere Informationen

Heil- und Wellnessbad Sárvár (CZ, D, E, HU)
www.sarvarfurdo.hu

Sárvár - Der Kurort (Foto: Sárvár)

Übernachtungstipps Ungarn

Was Sárvár alles für die kleinen Gäste bietet, finden Sie hier.

Und sollten Sie das Glück haben, längere Zeit in Sárvár verbringen zu können, empfehlen wir Ihnen Ausflüge nach Kőszeg, Szombathely, Rennsportfans zum Pannonia-Ring oder besuchen Sie einen der zahlreichen Weinbauern der Gegend und kosten Sie ein Gläschen ungarischen Weins.

Empfehlenswert!

Bildershow Sárvár


Größere Kartenansicht

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Wir freuen uns sehr, wenn Sie unsere Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen. Vielen Dank.

Mein Unterstützungsbeitrag:
Zum Seitenanfang