Retz Sehenswürdigkeiten

Die kleine Stadt Retz, 80 km von Wien entfernt, ist durch ihren Wein, aber auch durch das alljährlich stattfindende Kürbisfest bekannt. Das ist aber noch lange nicht alles! Hier erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadtgemeinde und ihre Sehenswürdigkeiten. Viel passiert hier auch grenzübergreifend mit Znaim, egal ob Festival oder gegenseitiges Kennenlernen. Auf unserer „News aus Österreich“-Seite finden Sie immer die aktuellen Veranstaltungstipps … Aber - ein Besuch lohnt sich aber immer.

Geschichte

Retz - Erlebniskeller (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)Bereits 1180 wird im Bereich des heutigen Angers von Retz ein Dorf „Rezze“ (slawisch rěčica – kleiner Fluss) erwähnt. Schon damals liegt Retz am Kreuzungspunkt zweier wichtiger mittelalterlicher Handelswege: hier trifft der Thayatalweg vom Osten kommend nach Drosendorf, Raabs, Neuhaus/Jindirchüv Hradec und Tabor führend mit dem Rittsteig, der von Krems über das Kamptal und Strassertal nach Norden nach Znaim führte. Wahrscheinlich gehörte Retz seit der Mitte des 12. Jhd. zum Einflussgebiet der Salzburger Grafen von Plain, die sich hier das Mautrecht angeeignet hatten. Beweis dafür könnte das Testament der letzten Grafen von Plain sein, dass – erst vor wenigen Jahren in Prag gefunden – die Maut von Retz als Lehen ausweist.

Nachdem beide Brüder im Kampf gegen die Ungarn fielen, heiratet die Witwe Otto von Plains, Wilbirgis, den Thüringer Grafen Berchthold von Rabenswalde aus dem Geschlecht der Schwarzburger. Damit erklärt sich auch der Schwarzburger Löwe als Wappentier im Retzer Wappen. Er kämpfte an der Seite König Rudolfs I. von Habsburg und baute nach der Entscheidungsschlacht von Dürnkrut-Jedenspeigen unmittelbar neben drei bestehenden Bauernortschaften, die bereits im Mittelalter als „Altstadt Recz“ oder als „Alte Stadt“ bezeichnet wurden, die befestigte Stadt Recze und stiftete das Dominikanerkloster, dessen Kirche bereits im 13. Jhd. fertig gestellt wurde.

Retz - Erlebniskeller (Foto: Gerhard F. Kunz)Die Burg wurde als Nord-West-Ecke in die Stadt integriert (der heutige Althof), der Rittsteig zur Nordsüdachse der Stadt – hier findet man auch die beiden Stadttore: das Kremser- oder Nalbertor im Süden, das Znaimertor im Norden. Die Stadtbefestigung bestand aus einer hohen inneren Stadtmauer mit Wehrgängen, der Stadtgraben war 6 – 8 Meter tief, war aber nie mit Wasser gefüllt. Vier Ecktürme, von denen leider nur Fragmente erhalten geblieben sind, ergänzten seit dem 15. und 16. Jhd. die Befestigung. 1425 erobern die Hussiten durch eine List die Stadt: Sie gruben sich unter der Stadtbefestigung durch, gelangten in den schon damals gebauten Keller und konnten so die Stadt einnehmen und brandschatzen. Berichte über die Weinkeller von Retz findet man in einigen Chroniken – das weist darauf hin, dass schon zur damaligen Zeit ein schwunghafter Handel mit Wein betrieben wurde.

Retz - Znaimer Tor (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)1458 erwirkt der letzte Graf von Hardegg, Michael von Maydburg ein wesentliches Privileg von Kaiser Friedrich III. für die Stadt: die Salzniederlage und den Handel mit Getreide und Wein, was zu einem weiteren Ausbau der Weinkeller führte. Der Graf, obwohl zweimal verheiratet, hatte keine Nachkommenschaft und so verkaufte er Teile der Grafschaft, der Rest wurde – durch Erbverträge gesichert – an die Habsburger und damit an Friedrich übergeben. Dadurch wurde Retz zur landesfürstlichen Stadt, hatte seine eigene volle Gerichtsbarkeit und die freie Wahl der Stadtrichter.

1486 eroberte die ungarischen Truppen unter Mathias Corvinus, König von Ungarn und Böhmen auch Retz. Er erneuerte auch das bestehende Handelsprivileg. Um 1540 wechselte auch in Retz der größte Teil der Bewohner zum protestantischen Glauben, was dazu führte, dass der Um- oder Wiederaufbau der katholischen Marienkapelle vernachlässigt wurde, und sie zunehmend verfiel. Schließlich wurde sie horizontal durch ein Gewölbe geteilt und im ersten Stock entstanden der Ratssaal und der Bürgersaal. Italienische „welsche“ Maurer errichteten unmittelbar danach den gotischen Rathausturm. Um diese Zeit entstanden auch das Verderber Haus und das Sgraffitohaus. 1615 wurde der Rathausturm nochmals erhöht und eine Türmerstube geschaffen.

Retz - Kürbiskernfest1620 schlugen die kaiserlichen, katholischen Truppen das protestantische Heer in Prag bei der Schlacht am Weißen Berg und kamen bei der Rückkehr nach Wien auch durch das protestantische Retz, das sich weigerte die Stadt zu übergeben und daraufhin beschossen wurde. Ein Brand zerstörte einige Häuser und auch das damalige spitze Dach des Rathauses.1645 bedrohte das schwedische Heer die Stadt. Da Retz keine Hilfe der kaiserlichen Truppen erwarten konnte, kapitulierte die Stadt kampflos. Ein halbes Jahr blieben die Schweden in der Stadt und beschlagnahmten nicht nur alles Silber und Gold, sondern auch 43.000 Liter Wein.

Als Dank für Ihren Abzug errichtete man am Abhang des Kalvarienberges 1651 das „Schwedenkreuz“. Während der Napoleonischen Kriege wurde viele Verwundete nach Retz gebracht, besonders nach der zweiten Schlacht von Znaim 1809. Ein Gräberfeld für 2.300 wurde angelegt, an das das Franzosenkreuz an der Wallstraße noch heute erinnert. Am Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945, wurde Retz am letzten Kriegstag der russischen Armee kampflos übergeben.

Die kleine Stadt Retz, 80 km von Wien entfernt, ist durch ihren Wein, aber auch durch das alljährlich stattfindende Kürbisfest bekannt. Das ist aber noch lange nicht alles! Hier erfahren Sie einiges über die Geschichte der Stadtgemeinde und ihre Sehenswürdigkeiten. Viel passiert hier auch grenzübergreifend mit Znaim, egal ob Festival oder gegenseitiges Kennenlernen. Auf unserer „News aus Österreich“-Seite finden Sie immer die aktuellen Veranstaltungstipps … Aber - ein Besuch lohnt sich aber immer.

Geschichte

Retz - Erlebniskeller (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)Bereits 1180 wird im Bereich des heutigen Angers von Retz ein Dorf „Rezze“ (slawisch rěčica – kleiner Fluss) erwähnt. Schon damals liegt Retz am Kreuzungspunkt zweier wichtiger mittelalterlicher Handelswege: hier trifft der Thayatalweg vom Osten kommend nach Drosendorf, Raabs, Neuhaus/Jindirchüv Hradec und Tabor führend mit dem Rittsteig, der von Krems über das Kamptal und Strassertal nach Norden nach Znaim führte. Wahrscheinlich gehörte Retz seit der Mitte des 12. Jhd. zum Einflussgebiet der Salzburger Grafen von Plain, die sich hier das Mautrecht angeeignet hatten. Beweis dafür könnte das Testament der letzten Grafen von Plain sein, dass – erst vor wenigen Jahren in Prag gefunden – die Maut von Retz als Lehen ausweist.

Nachdem beide Brüder im Kampf gegen die Ungarn fielen, heiratet die Witwe Otto von Plains, Wilbirgis, den Thüringer Grafen Berchthold von Rabenswalde aus dem Geschlecht der Schwarzburger. Damit erklärt sich auch der Schwarzburger Löwe als Wappentier im Retzer Wappen. Er kämpfte an der Seite König Rudolfs I. von Habsburg und baute nach der Entscheidungsschlacht von Dürnkrut-Jedenspeigen unmittelbar neben drei bestehenden Bauernortschaften, die bereits im Mittelalter als „Altstadt Recz“ oder als „Alte Stadt“ bezeichnet wurden, die befestigte Stadt Recze und stiftete das Dominikanerkloster, dessen Kirche bereits im 13. Jhd. fertig gestellt wurde.

Retz - Erlebniskeller (Foto: Gerhard F. Kunz)Die Burg wurde als Nord-West-Ecke in die Stadt integriert (der heutige Althof), der Rittsteig zur Nordsüdachse der Stadt – hier findet man auch die beiden Stadttore: das Kremser- oder Nalbertor im Süden, das Znaimertor im Norden. Die Stadtbefestigung bestand aus einer hohen inneren Stadtmauer mit Wehrgängen, der Stadtgraben war 6 – 8 Meter tief, war aber nie mit Wasser gefüllt. Vier Ecktürme, von denen leider nur Fragmente erhalten geblieben sind, ergänzten seit dem 15. und 16. Jhd. die Befestigung. 1425 erobern die Hussiten durch eine List die Stadt: Sie gruben sich unter der Stadtbefestigung durch, gelangten in den schon damals gebauten Keller und konnten so die Stadt einnehmen und brandschatzen. Berichte über die Weinkeller von Retz findet man in einigen Chroniken – das weist darauf hin, dass schon zur damaligen Zeit ein schwunghafter Handel mit Wein betrieben wurde.

Retz - Znaimer Tor (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)1458 erwirkt der letzte Graf von Hardegg, Michael von Maydburg ein wesentliches Privileg von Kaiser Friedrich III. für die Stadt: die Salzniederlage und den Handel mit Getreide und Wein, was zu einem weiteren Ausbau der Weinkeller führte. Der Graf, obwohl zweimal verheiratet, hatte keine Nachkommenschaft und so verkaufte er Teile der Grafschaft, der Rest wurde – durch Erbverträge gesichert – an die Habsburger und damit an Friedrich übergeben. Dadurch wurde Retz zur landesfürstlichen Stadt, hatte seine eigene volle Gerichtsbarkeit und die freie Wahl der Stadtrichter.

1486 eroberte die ungarischen Truppen unter Mathias Corvinus, König von Ungarn und Böhmen auch Retz. Er erneuerte auch das bestehende Handelsprivileg. Um 1540 wechselte auch in Retz der größte Teil der Bewohner zum protestantischen Glauben, was dazu führte, dass der Um- oder Wiederaufbau der katholischen Marienkapelle vernachlässigt wurde, und sie zunehmend verfiel. Schließlich wurde sie horizontal durch ein Gewölbe geteilt und im ersten Stock entstanden der Ratssaal und der Bürgersaal. Italienische „welsche“ Maurer errichteten unmittelbar danach den gotischen Rathausturm. Um diese Zeit entstanden auch das Verderber Haus und das Sgraffitohaus. 1615 wurde der Rathausturm nochmals erhöht und eine Türmerstube geschaffen.

Retz - Kürbiskernfest1620 schlugen die kaiserlichen, katholischen Truppen das protestantische Heer in Prag bei der Schlacht am Weißen Berg und kamen bei der Rückkehr nach Wien auch durch das protestantische Retz, das sich weigerte die Stadt zu übergeben und daraufhin beschossen wurde. Ein Brand zerstörte einige Häuser und auch das damalige spitze Dach des Rathauses.1645 bedrohte das schwedische Heer die Stadt. Da Retz keine Hilfe der kaiserlichen Truppen erwarten konnte, kapitulierte die Stadt kampflos. Ein halbes Jahr blieben die Schweden in der Stadt und beschlagnahmten nicht nur alles Silber und Gold, sondern auch 43.000 Liter Wein.

Als Dank für Ihren Abzug errichtete man am Abhang des Kalvarienberges 1651 das „Schwedenkreuz“. Während der Napoleonischen Kriege wurde viele Verwundete nach Retz gebracht, besonders nach der zweiten Schlacht von Znaim 1809. Ein Gräberfeld für 2.300 wurde angelegt, an das das Franzosenkreuz an der Wallstraße noch heute erinnert. Am Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945, wurde Retz am letzten Kriegstag der russischen Armee kampflos übergeben.

Stadtpfarrkirche, Althof, Rathaus

Sehenswürdigkeiten

Stadtpfarrkirche St. Stephan – Karner

Eine Kirche wird zum ersten Mal im Jahr 1200 im Zwettler Stiftungsbuch erwähnt. Allerdings vermutet man bereits davor eine Kirche, da man Grundmauern eines Karners fand, der im Süden der Kirche angelegt war. Die Ausgrabung zeigte, dass die Fundamente des Rundbaus 5 Meter in die Erde reichten. 1786 wurde die Kapelle St. Michael, die zum Karner bzw. der Kirche gehörte, auf Anordnung Kaiser Josephs II. gesperrt und schließlich abgebrochen.

Nach den Türkenkriegen wurde im kulturellen Aufschwung die gotische Stadtpfarrkirche in der Altstadt barockisiert. Jakob Prandtauer entwarf die Pläne, sein Schwiegersohn Joseph Munggenast übernahm die Durchführung. Im rechten Querschiff schuf ein unbekannter Meister eine herrliche Grablegungskapelle. Der 82jährige Martin Altomonte malte das Altarbild des Hl. Augustinus des schrägstehenden Altars, links vom Presbyterium. Das Bild Maria Himmelfahrt gegenüber der Grablegung ist eine Arbeit eines Schülers von Paul Troger oder des Kremser Schmidt. Leopold Kupelwieser schuf 182 das Hauptaltarbild „Die Steinigung des Hl. Stephanus“.

Die sechs Stationen des Kalvarienbergers wurden von einem Rauchfangkehrer gestiftet, der das Geld dafür aus dem Weinhandel erwirtschaftet hatte, ausgeführt wurden sie nach 1727 vom Eggenburger Steinmetz Jakob Seer und seinen Mitarbeitern aus Zogelsdorfer Sandstein.

Der Althof

Retz ist ein alter Kreuzungspunkt zweier mittelalterlicher Wege, an deren Kreuzpunkt ein Freihof – ein von Steuern befreiter Hof – stand und zu dessen Schutz die Grafen von Hardegg an etwas erhöhter Stelle eine Burg errichteten. 1425 wurde die Burg, wie die ganze Stadt, durch die Hussiten zerstört. Im Westen blieb ein Tor aus Bruchstein erhalten, das allerdings nicht mehr das originale Tor sein dürfte, sondern später dem alten nachgebaut wurde. Der darunter liegende Bogen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Westtor – auch Hofinger Tor – war vermutlich das Tor in die Burg. Das Rondell in der Nordwestecke der Burgmauer vorgebaut, stammt aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert, wurde aber erst in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts fertig gestellt. Im 16. Jhd. wurde der alte Burgbereich zum Wirtschaftshof (Meierei) umgebaut. In der Brüstung der nördlichen Zwingermauer sind noch etliche Schlüsselschießscharten zu sehen, von denen eine unsere besondere Beachtung verdient: sie ist nur als paralleler Schlitz ausgebildet, von dem nach beiden Seiten und in den Graben je ein Guckloch abzweigt. Wahrscheinlich war dies der Standort des Abschnittkommandanten, der hier einen guten Überblick hatte. In den 1980ern erwarb die Stadt Retz den Althof und baute die historischen Gemäuer in ein Hotel mit dazugehörender Öko-Tourismusfachschule um.

Rathaus

Das Rathaus war ursprünglich eine Kapelle, die wahrscheinlich aus der Zeit um 1280 stammt – sie war der „Mittelpunkt“ des Marktplatzes als die Stadt vor 1300 gegründet wurde. Die Kapelle gehört ursprünglich zur Pfarre Unternalb, erst 1378 wurde sie als Filiale der Pfarre Retz überschrieben. Die frühgotische Kapelle war von Anfang an unterkellert. Es führen vom ersten Keller 56 Stufen in einen ausgemauerten zweiten und dann nochmals 15 Stufen in einen, nur aus Sand herausgearbeiteten Raum, dessen Form auf ein Alter von etwa 600 Jahren schließen lässt. Der neben dem Presbyterium stehende Turm ist mit diesem wie aus einem Guss, der Erker im Osten ist gotisch. Die Spitzbögen der gotischen Fenster des Presbyteriums sind am Dachboden des Rathauses noch sichtbar.

Der Protestantismus breitete sich schnell in Retz aus, 1540 lebte kein Mönch mehr im Dominikanerkloster. Die Marien-Kapelle wurde eine Filiale der Pfarre St. Stephan in der Altstadt, sie blieb in katholischer Hand, wurde um 1660 von den Retzer Bürgern mit der Auflage gekauft, dass eine katholische Kapelle erhalten bleibe. So wurden in halber Höhe eine Zischendecke eingezogen, in den oberen Stockwerken ein Ratssaal und ein Bürgersaal eingerichtet. An der Südseite baute man an der Außenseite einen mächtigen Stiegenaufgang, der den Druck der Zwischendecke auffing – ein repräsentatives Rathaus mitten auf dem Marktplatz war entstanden. 1572 wurde der Turm bis zur Galerie erhöht. Während des Kampfes mit den kaiserlichen Truppen 1620 brannten acht Häuser am Hauptplatz und der Dachstuhl des Rathauses, der nicht mehr durch ein spitzes Kirchendach sondern durch ein Grabendach ersetzt wurde. Retz war wieder katholisch. 1729 kauften die Bürger eine kleine Orgel für die Kapelle, zu diesem Anlass wurde auch das Westtor vermauert, dessen Laibung 1987 erst wieder gefunden wurde.

Gottlieb Starmayr aus Dürnstein malte das Fresko mit den Tugenden im Ratssaal, von ihm dürfte der Kriegsgott Mars, der Genius mit dem Bindenschild und der kleine Putto stammen, den Rest stellte ein 22-jähriges Büble her, das auf den Namen Martin Johann Schmidt hörte und später als der große barocke Meister „Kremser Schmidt“ in die Geschichte einging. Er malte auch die Medaillons mit den Abbildungen der deutschen Kaiser. Im Retzer Archiv gibt es auch noch eine Quittung mit der Unterschrift Schmidts über den Erhalt des Lohns.

Das Marienbild des Hauptaltars in der Kapelle stammt von Leopold Daysigner aus Zlabings (Slavonice), der Rahmen stammt vom Retzer Tischlermeister Jakob Barth wie der Altaraufsatz, die Seitenaltäre, die Luster, die Kanzel, die Brüstung des Musikchors und die Kreuzigungsgruppe am Triumphbogen. Das Gestühl war 1767 vollendet, am ersten Stuhl der Frauenseite hat sich Jakob Barth verewigt. Daysigner erhielt den Auftrag den Kirchenraum malerisch zu gestalten.

Im Bürgersaal ist jetzt das Stadtmuseum eingerichtet. In der Waffenkammer sind 18 „Wallbüchsen“ ausgestellt, die Retz bereits vor 500 Jahren angeschafft hat. Der Besuch des Rathauses ist auf jeden Fall lohnenswert, allein der Blick in die Marien-Kapelle zeigt die Wohlhabenheit der Handelsstadt. Der Ratssaal wird heute noch für standesamtliche Trauungen und Gemeinderatssitzungen genutzt.

Dreifaltigkeits-, Pestsäule, Dominikanerkirche, Verderberhaus

Die Dreifaltigkeitssäule

1744 wurde die Dreifaltigkeitssäule nach Entwürfen und Modellen des Retzer Tischlers Jakob Barth geschaffen, die am Hauptplatz steht. Die Steinmetzarbeiten führte der Eggenburger Meister Ferdinand Steinböck aus und die Statuen schuf der Retzer Bildhauer Philipp Sturm. Bemerkenswert ist die Darstellung der Himmelskönigin, der Hl. Maria: erinnert sie  – Krone am Haupt, Zepter in der Hand – sehr an die junge Regentin Kaiserin Maria Theresia.

Es wird hier auch jene Heiligen gehuldigt, die zur Zeit der Befreiung der Heimat bei der Dreifaltigkeit Fürsprache hielten, die göttliche Hilfe erflehten: Johannes Nepomuk für Böhmen, der Hl. Florian für Österreich und der Stadtheilige Placidus für Retz. Der Erzengel Michael, auf der Säule unter der Dreifaltigkeit stehend symbolisiert mit dem Flammenschwert die Gerechtigkeit.

In der ganzen Stadt finden sich noch viele barocke steinerne Heiligenfiguren, Marterl und Säulen – sie alle zeigen von der Wohlhabenheit der Bürger, die ihren Reichtum schon damals dem weltweiten Weinhandel verdankten. Retzer Wein wurde nicht nur nach Mähren oder Böhmen geliefert, sondern auch nach Sachsen, Schlesien und Galizien.

Die Marien- oder Pestsäule

Auch Retz wurde öfter von der Pest heimgesucht – eine der verheerendsten Epidemien traf das Land 1679/80. Noch während die Seuche wütete gab der Stadtrichter Wolfgang Kaltendaler die Mariensäule in Auftrag. Die Pest – so glaubte man damals – war eine Geißel Gottes, die Bestrafung für die Lutherische Reformation. Die Säule ist daher als Fürbitte Mariens bei der Dreifaltigkeit zu verstehen. Der Retzer Löwe überbringt der Hl. Maria die Fürbitte der Retzer Bürgerschaft: „Supplicatio“ (Fürbitte) – Die Pest möge endlich aufhören.

Dominikanerkirche und Kloster

Man vermutet, dass das Kloster im Jahr 1279 gegründet wurde – leider sind alle Urkunden darüber verloren gegangen. Warum der Graf von Hardegg die Dominikaner beauftragte, obwohl das Gebiet zur Pfarre Unternalb und damit zum Benediktinerkloster Göttweig gehörte, ist ebenfalls nicht bekannt. Die kleine neue Stadt hatte möglicherweise nur Platz für die Kirche und ein kleines Kloster eines Bettelordens. Die Kirche und das Kloster werden in die Südwestecke der Stadt gebaut. Zunächst errichtet man eine dreischiffige Halle, wie bei Predigtkirchen üblich. Die Retzer Dominikanerkirche ist die älteste dreischiffige Hallenkirche von Österreich. Auffallend ist, dass es lediglich an der Nordostecke der Halle einen Strebepfeiler gibt. Die schrägen Stützpfeiler wurden erst im 20. Jh. an die Halle angebaut. Allerdings sind im Westen sowohl die innere Stadtmauer und die Zwingermauer Stützen für den hohen Bau. Hier zeigt sich, dass die Kirche auch militärische Aufgaben zu erfüllen hatte: Zwischen den beiden Stadtmauern führte der Aufgang aus der Kirche zum westlichen Zwinger. Heute wird dies durch die gotische Nische angedeutet. Sehenswert ist auch das nördliche Haupttor, das wahrscheinlich mit dem Bau der Halle entstanden ist. Das Relief des Bogenfeldes stellt die Weisheit dar: Maria sitzt am Thron Salomons, umgeben von drei Tugenden. Am rechten Knie Jesus. Rechts unten knien die beiden Stadtgründer und bieten das Modell der Kirche Maria zum Schutz. Eine Frage wirft der Löwe auf, aus dessen Maul eine menschliche Hand ragt. Beachtenswert ist auch die Innenarchitektur: aus den schrägen Flächen der achteckigen Pfeiler wachsen Hohlkehlen in die Arkadenbögen und geben den Arkaden ein zartes aussehen. Diese Hohlkehlprofile sind zu dieser Zeit neu in Österreich. Kreuzrippen und Gurte wachsen aus kleinen Konsolen. Das Sterngewölbe hat keine tragende Funktion mehr und wurde um 1480 unter dem Tonnengewölbe errichtet. Von den ursprünglichen gotischen Fenstern sind im Süden Teile erhalten, aber durch eine Schar Ziegel verblendet, die Nordfenster wurden durch barocke ersetzt.

In der Barockzeit wurde ein neuer Hauptaltar aufgestellt (der 1910 durch einen neugotischen ersetzt wurde), sieben Seitenaltäre, eine prachtvolle barocke Kanzel und ein Orgelprospekt schmückten nun den Innenraum. Vom Kremser Schmidt stammt das Bild „Gang des Hl. Nepomuk zur Richtstätte“, das für den Nepomuk-Altar angekauft wurde. Der Anna-Altar im rechten Seitenschiff schmückt eine Kopie des Bildes von Correggio „Hl. Nacht“. Der Sarg mit den Gebeinen des Stadtheiligen Placidus steht am Placidus-Altar im linken Seitenschiff, die Pater Raimung Ortz aus Rom hierher brachte.

Das Verderber-Haus

Retz - Verderberhaus (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)Das sogenannte Verderber Haus ist eigentlich ein Umbau bzw. Zusammenbau mehrerer gotischer Häuser im venezianischen Renaissancestil. Bereits davor wurde der mittlere Teil 1437 als „Gewelibhaus“ erwähnt. Die Durchfahrt ist durch ihre Breite, Länge und Höhe faszinierend für die Gotik. Der Durchfahrtsbogen (Schwibboden) ist ein Steingewölbe aus Quadern und stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Stadtgründung. Über dem ersten Stock befand sich quer zur Fahrbahn ein Satteldach, die östliche Giebelwand ist noch erhalten. Im mittleren Trakt hat sich auch der Bauherr „Hanns Fierenz von Goerz, 1583“ verewigt, dessen Familie aus Görz (Krain) stammt. Er war Rentmeister des Grafen Julius II. von Hardegg. Fierenz kannte den venezianischen Renaissancestil aus seiner südländischen Heimat. Möglicherweise waren es die gleichen italienischen Handwerker, die bereits das Rathaus umbauten. „Alles mit der Zeit“ lautete der Wahlspruch des Bauherrn, den er um sein Wappen anbringen ließ.

Eine Fratze glotzt zur Straße wie es auf alten Kirchen nach alter keltischer Tradition üblich war. Dieser Fries, auf dem die Fratze, sowie der Hausname „Verderber Haus“ angebracht sind, verlief unmittelbar unter der Dachtraufe des Satteldaches. 1483 glich man den mittleren Trakt in Höhe und mit Zinnenbekrönung dem linken Teil an. Ein kleines rundes Fenster (Oculus), das durch das Hochziehen des östlichen Baues später verbaut wurde, war im mittleren Trakt in der Höhe des Dachbodens angebracht. Die vier (ehemaligen) Handelsgewölbe im Schwibbogen sind aus dem Bestand der Gründungszeit.

Die ursprünglichen Wiegendächer im östlichen Trakt, der als letzter Teil zum Verderber-Haus kam, waren um einige Meter niedriger. Die Jahreszahl „1577“ am Schlussstein des Torbogens stammt noch aus der alten Bausubstanz, ungeklärt ist die Inschrift „Hans Stevsman“. Erst im 17. Jahrhundert wurde der Treppenturm im Ostgebäude erbaut. Im Lichthof kann man nachvollziehen, dass er den Fenstern der Nordfassade aus dem 16. Jahrhundert vorgesetzt wurde.

Vom östlichen Teil des Hauses führt eine gerade Stiege in den Hauskeller, der über weitere 50 Stufen in den Weinkeller führt, dessen Basis etwa 15 Meter unter dem Hauptplatz liegt und bis unter das Sgraffitohaus führt. Der Namensgeber des Hauses, Thomas Verderber, kam aus einer ehemaligen deutschen Sprachinsel im heutigen Slowenien in der ein mittelhochdeutscher Dialekt gesprochen wurde. 1821 gründete er in Retz seine Handelsfirma für gemischte Waren, handelte mit Tuch und vor allem mit Wein.

Erlebniskeller, Schloss, Pranger

Der Keller von Retz

Retz - Erlebniskeller (Foto: Gerhard F. Kunz)Aus den Berichten über die Vernichtung der Stadt durch die Hussiten ist belegt, dass es damals schon ausgedehnte Kelleranlagen unter der Stadt gab. Die Stadt wird damals etwa 500 bis 800 Einwohner gehabt haben, aber sicher weniger als 100 Bürger hatten das privilegierte Recht Wein zu kaufen und zu verkaufen. Sie wussten, dass die gleichbleibende Temperatur im Keller für die Reifung und Qualität des Weines von entscheidender Bedeutung waren. So beträgt die Luftfeuchtigkeit ca. 87% und das ganze Jahr über herrscht eine gleichbleibende Temperatur von etwa 8°C.  Die Keller wurden aus einer Sandschicht herausgekratzt, die aus einer Anschwemmung des „Eggenburger Meeres“ stammt, das sich vor 20 bis 25 Millionen Jahren über das südliche Europa bis zum Schwarzen Meer und der Kaspischen See erstreckte. Die Keller erreichten eine Tiefe bis zu 20 Metern, viele wurden (vor allem im 19. Und 20. Jhd.) mit Ziegeln ausgekleidet, die aber für die Festigkeit des Untergrundes keine Bedeutung hatten, viele sind heute noch im Originalzustand. Die einzelnen Parzellen sind vielfach untereinander verbunden, Retz - Erlebniskeller (Foto: Gerhard F. Kunz)jedes Haus hatte aber trotzdem seinen eigenen Kellerabgang. Die Ausdehnung der Keller muss nicht mit den oberirdischen Grenzen übereinstimmen: oft wurden die Keller nach Bedarf verlängert oder man grub in die Tiefe und schuf so eine 2. oder 3. Etage.

Belüftungsschächte (Dampflöcher) zu den Straßen, Gassen, Höfen und Gärten waren die einzige Orientierungshilfe für den Kellerbau und sind auch für den Feuchtigkeitsgehalt der Kellerluft ungemein wichtig. Die gesamte Längsdimension des Untergrundes ist unbekannt. Man schätzt, wenn man auch die ehemaligen Gemeinden Altstadt Retz, Ober- und Unternalb einschließt, die Gänge auf eine Länge von 16 bis 25 km. Heute sind nur mehr die Keller der Weinbauern in Betrieb. Bei einer Führung durch den Retzer Erlebniskeller lernen sie einen gemauerten Keller kennen, zwischen dessen First und dem Hauptplatz gerade noch 80 cm Erdreich liegt und der 600 Jahre alt ist.

Das Schloss

1279 bei der Stadtgründung wurde der Meierhof als dritter Eckpfeiler der Stadt in den Bereich des heutigen Schlosses verlegt. Nach der Übergabe der Stadt an König Mathias Corvinus 1486 begann man, das „neue“ Schloss anstelle des Meierhofes im spätgotischen Stil zu bauen. 1495 – nach der Trennung der Herrschaft Retz von der Grafschaft Hardegg wurde das Schloss überwiegend von Beamten und Pflegern bewohnt. Spätere Umbau- und Ausbaupläne wurden nicht verwirklicht, das Schloss verfiel zusehends.

1630 kam die Herrschaft Retz in den Besitz der Grafen Hoyos, allerdings waren die Besitzverhältnisse nicht eindeutig, sodass es über 30 Jahre dauerte diesen Anspruch durchzusetzen. Erst dann begann man den Umbau im Stil der Spätrenaissance. 1672 wurde der Bau des Hauptgebäudes fertiggestellt, allerdings dauerte die Ausgestaltung des Hofes noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Die breite Stiege und einige bemerkenswerte Zimmerdecken sind aus dieser Zeit noch erhalten. 1709 wurden das Schloss und die Herrschaft Retz vom kaiserlichen Hof-, Kriegs- und Finanzrat Konstantin Josef. V. Gatterburg gekauft. 1711 ließ er den Schüttkasten bis an die Stadtmauer ausbauen und begann 1712 mit der Barockisierung des Hauptgebäudes. 1793 wurden die Kapelle und der Gang im 1.Stock in Zimmer umgewandelt, die Gänge im 2.Stock und im Erdgeschoß blieben erhalten. Hier befindet sich auch heute noch ein 25 m tiefer Brunnen. Seit der Barockisierung blieb das Schlossgebäude weitgehend unverändert, allerdings wurde es Ende des 2. Weltkrieges von der russischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und auch beschädigt. In letzter Zeit versucht man das Schloss behutsam an die heutige Zeit anzupassen ohne die historische Substanz zu zerstören. So wurde der ehemalige Schüttboden an der Nordseite zu einem Saal für das angrenzende Schlossgasthaus und dient nun als Fahrrad Museum. Das Schloss ist Privatbesitz und bei den Stadtführungen nicht zu besichtigen. Zum Schloss gehört auch ein Weingarten – die Gatterburg’sche Schlosskellerei, die sich seit 1717 im Familienbesitz befindet und damals wie heute fruchtige, bouquetreiche Weine ausgebaut, wie z.B. Grüner Veltliner, Muskat Ottonel oder Rheinriesling, aber auch Zweigelt und St. Laurent.

Der Pranger

Seit 1486 hatten die Bürger von Retz an Markttagen ein Vorkaufsrecht. Das Zeichen dafür, das „fendl“ (Fähnchen), wurde an den Pranger gesteckt. Meistens war der Pranger ein Holzpfahl, an dem die Straftäter mit Halseisen angekettet der Öffentlichkeit präsentiert wurden. 1561 beauftragte die Stadt einen schöneren, aus Zogelsdorfer Sandstein angefertigten Pranger. Am oberen Säulenkranz des unteren Schaftes steht das Datum eingemeisselt: „6. May anno 1561“

Als 1776 Maria Theresia die Tortur abschaffte, wurde der Pranger überflüssig und die Gemeinde verkaufte die Steine. Im Frühherbst 1959 fand man die ersten Teile des Prangers, Stück für Stück tauchten alle Teile wieder auf und so hat Retz seit 1962 wieder seinen alten Pranger stehen.

Sgraffitohaus, Windmühle

Das Sgraffitohaus

Retz - Sgraffitohaus (Foto: Franz Weingartner, Retzerland GmbH)Die Technologie des Sgraffiti kommt aus Italien. Es wird auf den Rohputz ein mit Kohlestaub eingefärbter, grauer bis schwarzer Putz aufgetragen und darüber eine dünne Schicht weißen Putzes gelegt. Noch im feuchten Zustand werden die Konturen der Figuren herausgearbeitet.

Die Malerei wurde entweder von Augustin Resch, einem angesehenen Bürger beauftragt oder von seinem Schwiegersohn Albert Hofman. Auf der Seite der Kremserstrasse sind Darstellungen aus dem Alten Testament, den Büchern Mose zu sehen, die auf den Hauptplatz gerichtete Seite zeigt Szenen aus der griechischen Mythologie. Sie sind den Erzählungen des Ovid entnommen. Das Sgraffitohaus ist eine Komposition der Renaissance. Die Motive gehen auf das Verhalten der Menschen ein und sind eher Mahnungen, keine Vorbilder, aber auch nicht nur naive Darstellungen. Als die kaiserlichen Truppen 1620 Retz beschossen wurde das Sgraffitohaus schwer beschädigt, in der Folge verfiel es und kam schließlich in den Besitz der Stadt.

1928 wurde mit großer Sorgfalt die Malerei wieder freigelegt, 1933 fand man bereits zur Verbrennung freigegebene Schriftstücke und Zeichnungen, die die meisten der Sgraffiti, Motive und Schriften zeigten, die erst 1887 durch die vollkommene Übertünchung des Hauses verschwanden. Während der Übertünchung wurden auch neue Fenster eingesetzt, die viele der Motive „köpften“.

Die Retzer Windmühle

Die Retzer Windmühle (Foto: Tourismus Retz)Weit sichtbar, oberhalb der Stadt, am Ostabfall der Böhmischen Masse steht das Wahrzeichen von Retz: die historische Windmühle. 1772 wird die erste Retzer Windmühle von Ferdinand Zinner als Bockwindmühle errichtet. 1833 kauft sie Johann Bergmann, der im nahe gelegenen Pulkau das Müllerhandwerk gelernt hatte. Durch seine Gesellenzeit in Holland hatte er auch die Art der „Holländischen Mühlen“ kennengelernt und so bauten er und sein Verwandter Franz Czerny aus Liliendorf (Lesná) die Bockwindmühle in eine konische Turmmühle um. Das bedeutet, dass auf der Krone des steinernen Kegelstumpfes ein gusseiserner Rollenkranz liegt, über den sich die Dachhaube mit den vier Flügeln vom Boden aus, mit einer von Hand zu betätigenden Seilwinde in die richtige Windrichtung, drehen lässt. Die Windmühle hat drei Mahlgänge, war bis 1925 zum Getreidemahlen in Betrieb und ist heute, nach ihrer Renovierung die einzig betriebsfähige, vollständig eingerichtete Windmühle Österreichs.

Bereits 1925 lebte der Windmüller Josef Bergmann schon vorwiegend vom Weinbau. Die Mühle wurde 1955 und 2000 einer Generalrenovierung unterzogen: das Schindeldach neu gedeckt, der Außenputz abgeschlagen und erneuert und die Müllerwerkstatt komplett saniert. 2010 war es dann soweit: nach 80 Jahren Stillstand wurde die Mühle nach monatelangen Arbeiten in Holland und vor Ort wieder in Betrieb genommen und zum Drehen gebracht. Einige Teile mussten neu gemacht werden, wie ein Teil der Flügelwelle, die Flügel selbst sowie das große Stirnrad. Ein neuer Mühlstein wurde extra für die Retzer Windmühle in Holland gegossen und eingebaut. Seitdem kann die Retzer Windmühle bei geeignetem Wind wieder in Betrieb genommen werden.

Im Keller der Windmühle ist die Werkstatt des Windmüllers mit den Werkzeugen zur Holzbearbeitung komplett erhalten. Außerdem wurden hier ein Präsentationsraum für die Weine sowie eine Informationsplattform und ein kleiner Shop geschaffen.

Links und Plan

Interessante Links

Tourismusverein Retz
2070 Retz, Hauptplatz 30
Tel: 43 2942 2700
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Retz: www.weinstadt-retz.at, www.retz.at
Erlebniskeller Retz: www.erlebniskeller.at
Retzer Windmühle: www.windmuehle.at
Fahrradmuseum: www.fahrradmuseum.at
Reblaus-Express: www.reblaus-express.at
Wikipaedia : http://de.wikipedia.org/wiki/Retz

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