Der Ort Rajhrad ist seit ältester Zeit besiedelt, bekannt und geprägt vor allem durch das Benediktinerstift, das sich nach schwierigen Zeiten nun langsam wieder erholt. Neben der wunderschönen, barocken Klosterkirche befindet sich seit der Neueröffnung 2005 das Literaturmuseum von Mähren in den neu renovierten Räumen, das neben den alten Schriften noch Einiges andere zum Staunen bietet.

Die Stadt

Rajhrad BenediktinerstiftDie ältesten Funde in der Gegend stammen aus der jüngeren Steinzeit und wurden in der Nähe des heutigen Bahnhofs entdeckt. Wahrscheinlich kann man den Namen aus der Zusammensetzung zweier Wörter „rajati“ (Kulttanz) und „hrad“ (Kultstätte) herleiten. P.J. Safarik meint dass das Wort „Rajhrad“ im Altslawischen befestigte Siedlung und Kultstätte zugleich bedeutete. Später entstand anstelle der altslawischen Siedlung eine großmährische befestigte Siedlung. Aus dieser Zeit stammt eine Steinskulptur des Sonnengottes Svarog. 863 kommen die Brüder Constantius und Methodius in Land und bringen das Christentum nach Mähren – der heidnische Kult wird durch den christlichen Glauben ersetzt. Möglicherweise entstand bereits zu dieser Zeit eine kleine Kirche. Da die ursprüngliche befestigte Siedlung auf einem Sumpf errichtet wurde und immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen hatte, verließen die Bewohner den Ort, auf dem nur ein kleines Kloster zurück blieb. Die eigentliche Ortschaft Rajhrad entstand Ende 10. Jh., Anfang 11.Jh. zwischen Pavlov und Menin, wo sich heute der Marktplatz (Mestecko) befindet.

Das Benediktinerkloster

Rajhrad BenediktinerstiftFürst Bretislav I., er regierte von 1034 bis 1055, gilt als Stifter des Klosters. Als er sich um 1028 nach dem Sieg über die Ungarn zurückzog fand er in der Umgebung Gefallen an der slawischen Liturgie und unterstützte sie zuerst durch die Gründung einer kleinen Zelle, 1045 widmete er Rajhrad dem Stift Břevnov in Prag. 1048 brachte er einige Mönche von Břevnov nach Rajhrad und gründete für sie ein eigenes Benediktinerstift – damit ist Rajhrad das älteste Benediktinerstift in Mähren.

Die Urkunden, die über diese Gründung vorliegen – eine vom 18. Oktober 1045 und die zweite, die sogenannte Begründungsurkunde vom 26. November 1048 sind allerdings Fälschungen, die erst aus dem 13. Jh. stammen. Zu dieser Zeit wird die Gemeinde eine Kleinstadt, die das Recht auf Abhaltung von Jahrmärkten erhält.

Rajhrad BenediktinerstiftDas Stift übersteht die Hussitenkriege ohne große Schäden und wird zum Zufluchtsort der Mönche aus Břevnov. Das Kloster erhält mehr und mehr Gestaltungsmöglichkeiten: Markgraf Přemysl erteilt ihm 1234 weitgehende Freiheiten und Johann von Luxemburg verleiht dem Stift 1327 die Gerichtsbarkeit. Karl IV. bestätigt alle Privilegien. Schwere Zeiten brechen über das Kloster herein: 1241 fallen die Tataren und 1253 die Ungarn in die Gegend ein. Die Kirche wird jedes Mal mit Schwierigkeiten wieder renoviert und dreimal neu geweiht. Eine wahre Katastrophe war für das Stift die Niederlage Přemysl Ottokars II. am Marchfeld 1278 gegen Rudolf von Habsburg. Dessen Heer zog durch Rajhrad, zerstörte das Stift, das zur Ruine wurde, in die sich 1281 der Raubritter Gerhard von Obrany niederließ und sich erst König Wenzel II. ergab. Danach lebte das Stift wieder auf.

Rajhrad BenediktinerstiftMitte des 14.Jh. wird mit dem Bier brauen begonnen und 1465 beschäftigt sich Abt Havel mit dem Weinbau. 1554 werden die Weinberge als Symbol in das Rajhradwappen aufgenommen. Ab 1540 waren die Pröpste von Rajhrad Mitglieder des mährischen Landtages. Am 1.Oktober 1678 erhalten sie von Papst Innozenz IX. das Recht die Pontifikalien Mitra, Kreuz, Ring und Stab zu tragen. Die Benediktiner errichten Kranken-, Armen- und Waisenhäuser und errichten Schulen.

Ende des 17.Jh. beginnt der damalige Propst Placid Novotný das romanische Kloster auf Grund seines schlechten Zustandes umzubauen. Er beabsichtigt, das alte Stift abzutragen. Allerdings werden nur zwei Türme fertig gestellt, dann stirbt der Propst.

Rajhrad Benediktinerstift1721 beginnt der Umbau des Stiftes in die heutige Form nach Plänen von Giovanni Santini-Aichel. Der Brünner Baumeister František Klíčnik verwirklicht das Kirchenprojekt innerhalb von vier Jahren. Die Fresken im Kirchenschiff und im Stift stammen vom Brünner Maler Jan Jiří Etgens. Im Presbyterium, das nach einem Erdbeben 1763 umgebaut wurde, malte Josef Winterhalter 1770 ein neues Fresko. Die Statuen sind Werke von Ignaz Lengelacher, Andreas Schweigel, Josef Břenek, Benedikt Edele und dem Rajhrader Holzschnitzer Ignaz Bergman. Der Hochaltar, von dem die Stuckkomposition „Verherrlichung der Mutter Gottes“ erhalten geblieben ist, stammt auch von Ignatius Lengelacher, ebenso wie die Holzplastiken auf dem Orgelgehäuse, an der Kanzel und auf einigen Seitenaltären. Den Marmoraltar schuf 1898 der Bildhauer Jan Eduard Tomola. In der Marienkapelle sehen Sie einen Altar mit der Staue der Mutter Gottes von Rajhrad aus 1480. Ihr jetziges Aussehen verlieh ihr 1891 Ignatius Bergman. Die Marmorstatue am Kapelleneingang zeigt den Gründer des Stiftes, Fürst Bretislav I. und stammt von Emanuel Max. Bemerkenswert ist auch das wertvolle Taufbecken aus 1550 vom Glockengießer Jan Benesovsky. Die Westfassade der Kirche ist seit Mitte des 19.Jh. mit Statuen der Benediktinerheiligen geschmückt: der Hl. Albert und der Hl. Günther wurden vom Bildhauer Josef Brenek geschaffen. Seit 1895 schmückt die Fassade das Mosaikbild „Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria.“

Rajhrad Benediktinerstift, KanzelDie Kirche war im Jahr 1730 fertig gestellt und wurde neun Jahre später geweiht.1728 mussten die beiden Türme durch Stützpfeiler abgesichert werden. Nach und nach wird auch das Stiftgebäude erneuert, vollständig fertig wird man hier aber erst im Jahre 1840. Im Ostflügel – in der Bibliothek malte Jan Jiří Etgens 1735 ein weiteres Fresko, das die Bedeutung der Benediktiner in der Wissenschaft, Kunst und Lehre zeigt.

Alleen und wunderschöne Gärten werden in den 70er Jahren des 18.Jh. angelegt, ein Französischer Garten entstand auf der östlichen Seite. 1950 liquidierte die Kommunistische Partei („Aktion K“) tschechische Klöster und kirchliche Orden, so auch Rajhrad. Das Kloster wurde besetzt, der Abt und die Mönchsgemeinschaft wurden in ein Gefangenenlager für Ordensbrüder transportiert. Das wertvolle Mobiliar und die Kunstsammlungen wurden entwendet und teilweise sinnlos vernichtet – nur die Bibliothek konnte gerettet werden. Dann diente der Konvent als Lager für Werkzeuge und Waffen und wurde dem Verfall preisgegeben. Auch die Kirche sollte geschlossen werden, was aber verhindert werden konnte.

Rajhrad Benediktinerstift, Klostergarten1990 wurde das Kloster dem Benediktiner Orden zurückgegeben. Seither versuchen die Benediktiner mit Hilfe von Österreichischen, Deutschen und Schweizer Mitbrüdern und der Tschechischen Republik die Renovierungsarbeiten voran zu treiben. Inzwischen ist die Restaurierung der Bibliothek abgeschlossen, 65.000 Bücher wurden konserviert und können heute wieder in einer wunderbaren Ausstellung besichtigt werden. Dennoch ist noch viel zu tun, wie einige Bilder hier beweisen. Spenden werden gerne entgegen genommen.

Der Ort Rajhrad ist seit ältester Zeit besiedelt, bekannt und geprägt vor allem durch das Benediktinerstift, das sich nach schwierigen Zeiten nun langsam wieder erholt. Neben der wunderschönen, barocken Klosterkirche befindet sich seit der Neueröffnung 2005 das Literaturmuseum von Mähren in den neu renovierten Räumen, das neben den alten Schriften noch Einiges andere zum Staunen bietet.

Die Stadt

Rajhrad BenediktinerstiftDie ältesten Funde in der Gegend stammen aus der jüngeren Steinzeit und wurden in der Nähe des heutigen Bahnhofs entdeckt. Wahrscheinlich kann man den Namen aus der Zusammensetzung zweier Wörter „rajati“ (Kulttanz) und „hrad“ (Kultstätte) herleiten. P.J. Safarik meint dass das Wort „Rajhrad“ im Altslawischen befestigte Siedlung und Kultstätte zugleich bedeutete. Später entstand anstelle der altslawischen Siedlung eine großmährische befestigte Siedlung. Aus dieser Zeit stammt eine Steinskulptur des Sonnengottes Svarog. 863 kommen die Brüder Constantius und Methodius in Land und bringen das Christentum nach Mähren – der heidnische Kult wird durch den christlichen Glauben ersetzt. Möglicherweise entstand bereits zu dieser Zeit eine kleine Kirche. Da die ursprüngliche befestigte Siedlung auf einem Sumpf errichtet wurde und immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen hatte, verließen die Bewohner den Ort, auf dem nur ein kleines Kloster zurück blieb. Die eigentliche Ortschaft Rajhrad entstand Ende 10. Jh., Anfang 11.Jh. zwischen Pavlov und Menin, wo sich heute der Marktplatz (Mestecko) befindet.

Das Benediktinerkloster

Rajhrad BenediktinerstiftFürst Bretislav I., er regierte von 1034 bis 1055, gilt als Stifter des Klosters. Als er sich um 1028 nach dem Sieg über die Ungarn zurückzog fand er in der Umgebung Gefallen an der slawischen Liturgie und unterstützte sie zuerst durch die Gründung einer kleinen Zelle, 1045 widmete er Rajhrad dem Stift Břevnov in Prag. 1048 brachte er einige Mönche von Břevnov nach Rajhrad und gründete für sie ein eigenes Benediktinerstift – damit ist Rajhrad das älteste Benediktinerstift in Mähren.

Die Urkunden, die über diese Gründung vorliegen – eine vom 18. Oktober 1045 und die zweite, die sogenannte Begründungsurkunde vom 26. November 1048 sind allerdings Fälschungen, die erst aus dem 13. Jh. stammen. Zu dieser Zeit wird die Gemeinde eine Kleinstadt, die das Recht auf Abhaltung von Jahrmärkten erhält.

Rajhrad BenediktinerstiftDas Stift übersteht die Hussitenkriege ohne große Schäden und wird zum Zufluchtsort der Mönche aus Břevnov. Das Kloster erhält mehr und mehr Gestaltungsmöglichkeiten: Markgraf Přemysl erteilt ihm 1234 weitgehende Freiheiten und Johann von Luxemburg verleiht dem Stift 1327 die Gerichtsbarkeit. Karl IV. bestätigt alle Privilegien. Schwere Zeiten brechen über das Kloster herein: 1241 fallen die Tataren und 1253 die Ungarn in die Gegend ein. Die Kirche wird jedes Mal mit Schwierigkeiten wieder renoviert und dreimal neu geweiht. Eine wahre Katastrophe war für das Stift die Niederlage Přemysl Ottokars II. am Marchfeld 1278 gegen Rudolf von Habsburg. Dessen Heer zog durch Rajhrad, zerstörte das Stift, das zur Ruine wurde, in die sich 1281 der Raubritter Gerhard von Obrany niederließ und sich erst König Wenzel II. ergab. Danach lebte das Stift wieder auf.

Rajhrad BenediktinerstiftMitte des 14.Jh. wird mit dem Bier brauen begonnen und 1465 beschäftigt sich Abt Havel mit dem Weinbau. 1554 werden die Weinberge als Symbol in das Rajhradwappen aufgenommen. Ab 1540 waren die Pröpste von Rajhrad Mitglieder des mährischen Landtages. Am 1.Oktober 1678 erhalten sie von Papst Innozenz IX. das Recht die Pontifikalien Mitra, Kreuz, Ring und Stab zu tragen. Die Benediktiner errichten Kranken-, Armen- und Waisenhäuser und errichten Schulen.

Ende des 17.Jh. beginnt der damalige Propst Placid Novotný das romanische Kloster auf Grund seines schlechten Zustandes umzubauen. Er beabsichtigt, das alte Stift abzutragen. Allerdings werden nur zwei Türme fertig gestellt, dann stirbt der Propst.

Rajhrad Benediktinerstift1721 beginnt der Umbau des Stiftes in die heutige Form nach Plänen von Giovanni Santini-Aichel. Der Brünner Baumeister František Klíčnik verwirklicht das Kirchenprojekt innerhalb von vier Jahren. Die Fresken im Kirchenschiff und im Stift stammen vom Brünner Maler Jan Jiří Etgens. Im Presbyterium, das nach einem Erdbeben 1763 umgebaut wurde, malte Josef Winterhalter 1770 ein neues Fresko. Die Statuen sind Werke von Ignaz Lengelacher, Andreas Schweigel, Josef Břenek, Benedikt Edele und dem Rajhrader Holzschnitzer Ignaz Bergman. Der Hochaltar, von dem die Stuckkomposition „Verherrlichung der Mutter Gottes“ erhalten geblieben ist, stammt auch von Ignatius Lengelacher, ebenso wie die Holzplastiken auf dem Orgelgehäuse, an der Kanzel und auf einigen Seitenaltären. Den Marmoraltar schuf 1898 der Bildhauer Jan Eduard Tomola. In der Marienkapelle sehen Sie einen Altar mit der Staue der Mutter Gottes von Rajhrad aus 1480. Ihr jetziges Aussehen verlieh ihr 1891 Ignatius Bergman. Die Marmorstatue am Kapelleneingang zeigt den Gründer des Stiftes, Fürst Bretislav I. und stammt von Emanuel Max. Bemerkenswert ist auch das wertvolle Taufbecken aus 1550 vom Glockengießer Jan Benesovsky. Die Westfassade der Kirche ist seit Mitte des 19.Jh. mit Statuen der Benediktinerheiligen geschmückt: der Hl. Albert und der Hl. Günther wurden vom Bildhauer Josef Brenek geschaffen. Seit 1895 schmückt die Fassade das Mosaikbild „Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria.“

Rajhrad Benediktinerstift, KanzelDie Kirche war im Jahr 1730 fertig gestellt und wurde neun Jahre später geweiht.1728 mussten die beiden Türme durch Stützpfeiler abgesichert werden. Nach und nach wird auch das Stiftgebäude erneuert, vollständig fertig wird man hier aber erst im Jahre 1840. Im Ostflügel – in der Bibliothek malte Jan Jiří Etgens 1735 ein weiteres Fresko, das die Bedeutung der Benediktiner in der Wissenschaft, Kunst und Lehre zeigt.

Alleen und wunderschöne Gärten werden in den 70er Jahren des 18.Jh. angelegt, ein Französischer Garten entstand auf der östlichen Seite. 1950 liquidierte die Kommunistische Partei („Aktion K“) tschechische Klöster und kirchliche Orden, so auch Rajhrad. Das Kloster wurde besetzt, der Abt und die Mönchsgemeinschaft wurden in ein Gefangenenlager für Ordensbrüder transportiert. Das wertvolle Mobiliar und die Kunstsammlungen wurden entwendet und teilweise sinnlos vernichtet – nur die Bibliothek konnte gerettet werden. Dann diente der Konvent als Lager für Werkzeuge und Waffen und wurde dem Verfall preisgegeben. Auch die Kirche sollte geschlossen werden, was aber verhindert werden konnte.

Rajhrad Benediktinerstift, Klostergarten1990 wurde das Kloster dem Benediktiner Orden zurückgegeben. Seither versuchen die Benediktiner mit Hilfe von Österreichischen, Deutschen und Schweizer Mitbrüdern und der Tschechischen Republik die Renovierungsarbeiten voran zu treiben. Inzwischen ist die Restaurierung der Bibliothek abgeschlossen, 65.000 Bücher wurden konserviert und können heute wieder in einer wunderbaren Ausstellung besichtigt werden. Dennoch ist noch viel zu tun, wie einige Bilder hier beweisen. Spenden werden gerne entgegen genommen.

Die Benediktiner in Rajhrad

Die Benediktiner in Rajhrad

Rajhrad Benediktinerkloster, Klosterkeller„Ora et labora“ – bete und arbeite lautet eine Ordensregel der Benediktiner – und die ersten Klosterbrüder hatten sich den zweiten Teil zu Herzen genommen: sie rodeten Wälder, gingen dem Tischler-, Buchbinder- und Schmiedehandwerk nach. Außerdem wurden auch Bücher für die Gottesdienste kopiert, aber auch historische und wissenschaftliche Forschung betrieben und Lehrtätigkeiten wahrgenommen.

P. Vojtěch Slouk z.B. hat nicht nur den selbstbewegenden Globus mit den ausführlichen und durchgezeichneten Landkarten in der Stiftsbibliothek geschaffen, sondern auch die „Weltuhr“, die die unterschiedliche Zeit an verschiedenen Orten der Erde angibt, aber auch die Mondphasen und das Datum anzeigt.

Rajhrad Benediktinerkloster, Die schwarze MadonnaDer Historiker Řehoř Volný verfasste im 18.Jh. fünfzehn Bände über die mährische Topografie – seine Arbeit wurde zum Ausgangspunkt für mährische heimatkundliche Wissenschaftler. Dr. Beda Dudík war ein bedeutender Landeshistograph und hat über 70 wissenschaftliche Arbeiten in Druck gegeben. Auch die literarische Tätigkeit der Ordensbrüder ist sehr bedeutsam: Dr. Pavel Vychodil war Übersetzer und Herausgeber der Werke von Aristoteles. P. Augustin hat die klassische russische Literatur übersetzt.

Viele Prälaten waren Kunstliebhaber und Sammler, vor allem Bildern wurde große Aufmerksamkeit gewidmet. Lesevereine wurden gegründet und die Gemeinschaft widmete sich auch dem Chorgesang, der Kirchenmusik und Vortragstätigkeiten.

Die Stiftsbibliothek

Die StiftsbibliothekDa das Stift bis 1813 der Abteil Břevnov unterstand, gestaltet sich die Forschung über die ältesten Bestände schwierig. Jedoch gab es bereits nach der Gründung des Stifts eine Bibliothek, da Bücher wie Lektionare, Evangeliare, Graduale, Missale, Breviere, Heiligenbücher und Martyrologien. Viele Bücher wurden bei den Verwüstungen im 13. Jh. zerstört: das älteste Buch des Stiftes Rajhrad – das sogenannte Martyrologium Adonis – stammt aus dem 9. Jh.

Die Bibliothek beherbergt auch viele Bücher aus der Hussitenzeit, wie die Chronik von Tabor des Mikuláš von Pelhřimov oder zwei Postillen über Heilige von Jan Hus. Im 19.Jh. besaß die Stiftsbibliothek fast 100.000 Bände, heute gibt es noch 65.000 Bücher.

Die Abteikirche der Hl. Peter und Paul

Rajhrad - Benediktinerstift, KlosterkircheDie Abteilkirche wurde an Stelle des romanischen Gotteshauses errichtet. Einzig das Säulenkapitell, das sich heute im Klostermuseum befindet erinnert noch an den romanischen Bau. Eingeweiht am 7. Juni 1739 durch den Erzbischof von Olmütz, Jakob Ernst von Liechtenstein, wurde mit ihrem Bau 1722 nach Plänen von Giovanni Santini Aichel begonnen, und gilt heute als eines der schönsten Juwel barocker Architektur in Mähren.

In den Nischen der Stirnseite der Kirche stehen die Statuen des Hl. Bischofs Adalbert und des Hl. Einsiedlers Vintíř (Günther). Das Portal wird durch Gruppen von korinthischen Säulen gebildet, die einen Balkon tragen, der zum Kirchenchor führt.

Die einschiffige Kirche ist im Barockstil geschmückt, beachtenswert ist der Hochaltar aus Marmor mit zwei Engeln, den Statuen der Hl. Cyrill und Method und dem Baldachin über dem Tabernakel. Im Langhaus befinden sich acht Seitenaltäre. Neben dem wunderschönen Freskenschmuck der Kuppeln ist auch die Orgel aus dem Jahr 1733 beachtenswert. Sie wurde 1990 modernisiert.

Weitere Informationen, Bildershow und Plan

Interessante Links

www.kloesterreich.at (Deutsch)
www.rajhrad.cz (Tschechisch)
www.muzeumbrnenska.cz (Tschechisch, teilweise in Deutsch und Englisch)

Übernachtungstipps Tschechien

Bildershow Rajhrad

 
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