Primošten Sehenswürdigkeiten

Der einstige Fischerort auf der kleinen Insel, die mit der von weitem sichtbaren Kirche an der höchsten Stelle ein wenig an Rovinj erinnert, hat sich zu einer kleinen, aber feinen Perle in Dalmatien entwickelt. Unweit von Šibenik gelegen, bietet der Ort alles was man so sehr an Kroatien schätzt: kristallklares Meer, viele kleine Buchten, eine verträumte Altstadt mit winkeligen Gässchen, lokale Spezialitäten und dazu noch eine autochthone Rotweinsorte - den Babic.

Geschichte

PrimoštenDas Gebiet um Primošten ist bereits seit langer Zeit besiedelt wie Funde aus der Zeit der Illyrer und Griechen belegen. Zur Zeit der Türkenkriege im 15. Jahrhundert befand sich der Ort auf der kleinen vorgelagerten Insel, die um 1542 mit Türmen und einer Wehrmauer umgeben wurde und nur durch eine mobile Brücke mit dem Festland verbunden war. Nach dem Rückzug der Türken wurde der schmale Kanal zwischen der Insel und dem Festland zugeschüttet und der Ort bekam 1564 seinen heutigen Namen nach dem Wort „primostiti“ – überbrücken.

Sehenswürdigkeiten

Die Pfarrkirche Sv. Juraj (St. Georg ) wurde 1485 auf dem höchsten Hügel der Insel gebaut, 1760 von Grund auf renoviert und umgebaut und bietet auch heute noch einen wunderbaren Blick auf das Meer und die Umgebung der Stadt. Sehenswert ist die silberne Ikone der Jungfrau Maria mit der Darstellung der Muttergottes mit dem Heiligen Lukas und Georg, die von Meister Cusio aus dem Jahr 1719 stammt. Um die Madonna von Loreta (Gospa od Loreta), die ebenfalls in der Kirche von Sv. Juraj aufbewahrt wird, ranken sich besondere Geschichten: Marko Prgin sah in einem Traum das Bild der Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem Arm und er wurde nach Loreto in PrimoštenItalien gesandt um dieses Bild zu suchen. Dort fand er ein Bild der Jungfrau Maria, das er schließlich kaufte. Um dem Bild einen schönen Rahmen geben zu können, spendeten viele Bewohner von Primošten Gold und so konnte ein vergoldeter Rahmen hergestellt werden. Als eine verheerende Cholera-Epidemie in der Umgebung wütete, beteten die Bewohner zu ihrer „Gospa“ und da die meisten von der Krankheit verschont blieben, führten sie dies auf deren wundertätige Hilfe zurück. Ebenso glauben die Einwohner von Primošten, dass die Madonna von Loreto sie im Zweiten Weltkrieg vor einem Angriff der italienischen Truppen bewahrt hat. Aus diesem Grund finden auch jedes Jahr am 10. Mai und am 10. Dezember feierliche Messen statt. Alle fünfzig Jahre wird das Bild der „Gospa od Loreta“ am 8. Mai in einer großen Prozession nach Prhovo getragen und dort in der alten Pfarrkirche für zwei Tage ausgestellt, um dann wieder in einem feierlichen Festzug nach Primošten zurückzukehren.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kirche „Madonna der Barmherzigkeit aus dem Jahre 1553 und die kleine Rochuskirche aus 1680. Gleich bei der Orteinfahrt findet man eine barocke Kapelle aus dem Jahr 1790 und in der Siedlung Kruševo ist die mittelalterliche Martinskirche erhalten, auf deren Friedhof Grabsteine der Bogumilen zu finden sind.

PrimoštenRegen fällt in dieser Gegend äußerst selten: außer Weinreben, Olivenbäume und Feigen kann hier kaum etwas angebaut werden, daher wurde Primošten von Seeleuten auch gerne als das „trockene Kap“ bezeichnet. Obwohl heute die Touristen über die geringe Niederschlagsmenge erfreut sind, haben die langen Trockenzeiten schon so manche Ernte vernichtet. Deswegen wird auch heute noch am Festtag der „Muttergottes von dem Tor“ (Gospa od Porta) am 27. Juli um Regen gebetet.

Urlauber finden in Primošten zahlreiche Restaurants und kleine Beisel oder Kneipen, es ist wunderbar über den Markt und die Uferpromenade zum kleinen Hafen zu schlendern und Obst, Gemüse oder den bereits erwähnten Babic einzukaufen. Oder in einer der Bars und Kaffeehäuser eine Rast einzulegen, einfach nur auf das Meer zu schauen, die Ruhe zu genießen und einen Kaffee oder Cocktail zu schlürfen. Auf jeden Fall sollten Sie sich auch den Hummer Primoštener Art nicht entgehen lassen!

PrimoštenWährend des Sommers gibt es auch immer wieder Konzerte, Feste und Folkloredarbietungen. Jugendliche werden sich in der größten Disco Dalmatiens „Aurora“, die sich ungefähr einen Kilometer vom Stadtkern entfernt befindet, die Nacht um die Ohren schlagen. Kunstinteressierte sollten sich die Arbeiten der Künstlerkolonie „Meer – Menschen – Küste“ anschauen, die alljährlich im Sommer ebenso hier ausstellt und arbeitet. Außerdem gibt es noch eine Sommerschule für Barockmusik und die Musikschule „Primo primores“.

Für alle, die nicht nur am Strand liegen möchten, sondern auch die Umgebung gerne erkunden wollen, bieten sich Ausflüge in die Nationalparks Krka oder Kornati an, oder reisen Sie ins Hinterland und kosten Sie die Spezialitäten wie Räucherschinken, in Öl eingelegten Käse, Lammfleisch oder unter der Backhaube gegarte Gerichte…

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