Die Kulturhauptstadt 2010 ist eine der ältesten Städte Ungarns. Nicht von ungefähr wählte sie damals das Motto „Die grenzenlose Stadt“, sollte doch das Verbindende in den Mittelpunkt gestellt werden – und das nicht nur in der Kultur, aber auch mit Kultur. Pécs versteht sich als Tor zum Balkan, die Stadt ist und war immer ein Schmelztiegel an Kulturen, Religionen und Ansichten. Die Weltoffenheit, die hier von den Bürgern gelebt wird, könnte sich manch andere Stadt ebenfalls zum Vorbild nehmen.

Die Kulturhauptstadt 2010 ist eine der ältesten Städte Ungarns. Nicht von ungefähr wählte sie damals das Motto „Die grenzenlose Stadt“, sollte doch das Verbindende in den Mittelpunkt gestellt werden – und das nicht nur in der Kultur, aber auch mit Kultur. Pécs versteht sich als Tor zum Balkan, die Stadt ist und war immer ein Schmelztiegel an Kulturen, Religionen und Ansichten. Die Weltoffenheit, die hier von den Bürgern gelebt wird, könnte sich manch andere Stadt ebenfalls zum Vorbild nehmen.

Die Geschichte

Pécs (Fünfkirchen, Pečuj, Pečuh) zeichnet sich durch eine lange und vielfältige Geschichte aus. Durch das Mecsek-Gebirge ist die Stadt geschützt, wahrscheinlich ist das auch einer der Gründe, dass das Gebiet bereits zur vorchristlichen Zeit von Kelten besiedelt wurde. Funde belegen, dass die Besiedelung aber noch früher begann: von prähistorischen Kulturen, wie der linearen Töpferei, der Urnenfelderkultur aus der Bronzezeit und auch der Hallstattzeit wurden Spuren in und um Pécs entdeckt.

Pécs
Während der Regierung des Augustus (27 v.Chr.-14 n.Chr.) kamen die Römer ins Land. Sopianae entwickelte sich schnell und unter Hadrian wurde sie ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Unter Diokletian am Ende des dritten Jahrhunderts wurde die Provinz Pannonia in vier Teile aufgeteilt und Sopianae wurde die Hauptstadt von Pannonia Valeria. Ihr späterer lateinischer Name Quinque Ecclesia ist Namensgeber für die deutsche Bezeichnung Fünfkirchen.

Die Kathedrale von Pécs
Nach dem Fall des Römischen Reiches zogen zahlreiche kämpfende Stämme durch das Land: Hunnen, Ostgoten, Gepiden, Langobarden und Awaren. Ende des 9. Jahrhundert eroberten das Gebiet um Pécs schließlich die Magyaren.

1009 nach Christus wird der spätere Heilige Stefan der erste König von Ungarn und gründet die Bischöfliche Diözese von Pécs. Sein Thronfolger Peter beginnt mit dem Bau der Kathedrale. 1235 wird die Stadt als Pechut urkundlich erwähnt, 1290 in einer Urkunde Peech genannt. Die Bedeutung dieses Namens ist nicht ganz klar, es gibt dazu mehrere Theorien. Eine davon deutet Pécs als eine Ableitung der slawischen Wurzel für „fünf“ (tschechisch pět, slowakisch päť, serbisch/kroatisch pet).

Dschami des Paschas Gasi Kassim

1367 gründet König Nagy Lajos (Ludwig der Große) in Pécs die erste ungarische Universität, die damit zu den ersten in ganz Mitteleuropa gehört. Als einer der ersten Professoren unterrichtet hier Galvano di Bologna von der Universität Padua.

Während der Regierungszeit von Matthias Corvinus wird Pécs ein Zentrum des Humanismus und ein wichtiges Handelszentrum. Ungarn und Deutsche prägen die befestigte Stadt.
Von 1543 bis 1686 ist die Stadt unter türkischer Herrschaft, diese Zeit ändert zwar die Zusammensetzung ihrer Bewohner, nicht aber ihre Bedeutung: Pécs wird zu einem kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Der Handel wird weiter ausgebaut und es entfaltet sich eine rege Bautätigkeit: Moscheen, Minarette Madrasa, Hamam, Sadirvan und Basare werden gebaut. Am 22. Oktober 1686 wird die Stadt durch Ludwig Wilhelm von Baden-Baden für das Heilige Römische Reich zurück erobert.

In der mittelalterlichen Universität
1780 erlangt Pécs seine Unabhängigkeit durch die bischöfliche Diözese, Maria Theresia ernennt sie zur kaiserlichen Freistadt.
Ende des 18. Jahrhunderts kommen deutsche Auswanderer in das Gebiet um Pécs, das durch die Kriege und verschiedene Plagen viel Blutzoll zahlen musste, die „Schwäbische Türkei“ entsteht und die Stadt wird zum Schmelzpunkt vieler Kulturen, Sprachen und Religionen. Auf diese Vielfalt sind die Einwohner von Pécs, die sich selber „tüke“ (Weinstock) nennen, ebenso stolz wir auf die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, ihre Festivals, die uralten Kastanienbäume, den hervorragenden Wein und ihre Weltoffenheit.

Im 19. Jahrhundert bringt die industrielle Revolution viele technische Neuheiten und Firmengründungen nach Pécs. Die Zsolnay Porzellanmanufaktur, die Angster Orgelfabrik, die Hamerli Handschuhfabrik oder die Littke Weinkellerei sind teilweise weit über die Grenzen von Pécs bekannt.

Zsolnay Porzellan
Der Erste Weltkrieg und die Besetzung durch Serbien behindert allerdings den weiteren Aufstieg der Stadt, dennoch kommt es in den zwanziger Jahren zu einem beträchtlichen Wirtschaftswachstum, die Infrastruktur wird modernisiert, das Wasserleitungssystem wird erweitert, ein neues Abwassersystem wird erschlossen, die Straßenbeleuchtung wird modernisiert.
Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten wird Pécs ein wichtiges Industriezentrum: Fabriken und Steinkohlenbergwerke werden verstaatlicht und Uranbergbauwerke eröffnet, westlich vom Stadtzentrum wird eine ganze Vorstadt mit dem Namen Uránváros (Uranstadt) aufgebaut. Viele Menschen ziehen auf der Suche nach Arbeitsplätzen in die Stadt.

Kodály Center
Heute ist Pécs wieder ein wichtiges kulturelles Zentrum der Region und seine Universität ist eine der bekanntesten des Landes. Auch die Kultur spielt heute wieder eine große Rolle, das Theater und das Ballett erleben wieder Höhepunkte.
Allerdings verliert die Industrie an Bedeutung, Arbeitsplätze gehen verloren, Uran- und Steinkohlebergwerke werden geschlossen, durch die Nähe des jugoslawischen Krieges verschlechtert sich die Arbeitslosigkeit noch weiter.
Mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europa 2010“ wird eine Trendwende in Richtung Tourismus und Kultur eingeschlagen. Pécs sieht sich als Vermittler zwischen Kulturen und als Tor zum Balkan.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim

Wer eine solche reiche Geschichte hat, kann seinen touristischen Besuchern natürlich auch einiges bieten: Pécs ist reich an Denkmälern, Museen, Begegnungsstätten, die man einfach gesehen haben muss. Begeben wir uns auf Entdeckungsreise durch die Stadt….

Der Hauptplatz der Stadt - der Szechenyi-Platz
Am besten beginnen wir am Hauptplatz, dem Széchenyiplatz, der seinen Namen dem "Größten aller Ungarn, István Széchenyi, verdankt und als das Herz der Stadt bezeichnet werden kann. Seit einigen Jahren ist der Platz auch Fußgängerzone, es finden hier verschiedene Veranstaltungen statt, man kann also gemütlich herumspazieren und die Sehenswürdigkeiten auf sich wirken lassen.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim

Dieses Gebäude fällt jedem Besucher sofort auf, zeigt sie doch bereits von ihren Außenmaßen und ihrer Kuppel ein ganz einzigartiges Bild.
Der Platz an dem die – heutige – Kirche steht, ist schon lange besiedelt. So fand man in den 1930ern bei Ausgrabungen zwischen den Grundmauern der Nordwestvorhalle den Votivaltarstein von Cicereius Homunicio, dem konsularischen Benefiziar der römischen Hilfslegion Nr. 1.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
An der Nordseite des Platzes wurden 16 Gräber freigelegt, die zu einem Gräberfeld gehörten, das sich vom 3. bis zum 4. Jahrhundert von hier bis zur späteren Kathedrale erstreckte, die der erste König von Ungarn, als Hauptkirche des Bistums von Pécs bestimmt hatte.

Pécs entwickelte sich zum Handelszentrum und am Fuße der Bischofsburg entstand der Marktplatz, der lange Zeit die Gestalt des Széchenyiplatz bestimmte. Die damaligen Bürger der Stadt waren meistens Franzosen oder Wallonen, die in der Mitte des 13. Jahrhunderts (zur Zeit des Bischofs Bartholomäus aus Frankreich) die erste Pfarrkirche zu Ehren des Apostels Bartholomäus errichteten. Sie wurde auch als Aufbewahrungsort der Handreliquie des Heiligen Bartholomäus berühmt, die König Andreas II von seiner Reise ins Heilige Land nach Ungarn mitbrachte.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Die Kirche überstand zwar den Tatarensturm, war aber ebenso wie die zum Großteil strohbedeckten Häuser niedergebrannt. Pécs wurde, ebenso wie seine Kirche, wieder aufgebaut und gehörte bald zu den zehn wichtigsten Städten des Landes, sodass das Gebäude für die Messfeiern zu klein wurde und nicht mehr alle Gläubigen aufnehmen konnte. Daher wurde sie auch mehrmals umgebaut.
Mitte des 15. Jahrhunderts war sie dennoch wieder zu klein, als viele nach Pécs strömten, um die leidenschaftlichen Predigten von Johannes Kapistran zu hören, der den Beginn eines neuen Kreuzzuges gegen die Türkengefahr ankündigte. Doch der Kreuzzug schlug fehl, Pécs fiel am 22. Juli 1543 in türkische Hand. Auf Befehl Suleimans wurde der Halbmond an der Kirche angebracht und die Wallfahrtskirche in eine mohammedanische Moschee umgebaut.

Im Inneren des Dschami
Als Pascha Gasi Kasim für die Freilassung eines Gefangenen eine hohe Summe Geld erhielt, ließ er die Bartholomäuskirche abtragen und aus ihren Steinen eine prachtvolle Dschami errichten.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Evlia Tschelebi, ein türkischer Weltreisender, den es 1663 nach Pécs verschlug, berichtet in schwärmerischer Übertreibung:
„Sie ist wohlgefällig und schön, deswegen wird sie von großen Mengen besucht. Ihre Kuppel besteht aus blaulichen Steinen. Sie ist hundert Schritte lang und hundert Schritte breit. Sie hat eine künstlerisch bearbeitete Mimbar (Kanzel), ein schönes Mihrab (Gebetsnische), ein Mafil sowie ein mit Edelsteinen belegtes Kürßi (Lesepult), deren Schönheit man weder in Worten erzählen noch mit Schreiben schildern kann. Sie hat eine hohe, runde Kuppel, als ob sie aus den Händen der Drechsler des Himmels herausgekommen wäre. Sie ist so schön und so groß wie die Kuppel der Dschami des Sultans Selim in Istanbul,…. " (zitiert nach Pécs, Innerstädtische Pfarrkirche, Broschüre, ISBN 963 555 774 4)

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Die Innenwände waren früher mit kalligraphischen Malereien verziert, die Kanzel war aus Stein gehauen und die Frauenempore auf der Eingangsseite ruhte ebenfalls auf Steinsäulen.
Am 14.10.1686 wurde Pécs durch Ludwig von Baden von den Türken befreit und die Jesuiten übernahmen das Dschami als Geschenk. Pater Ignác Kék hielt im ausgeräumten türkischen Heiligtum auch einen Dankgottesdienst für die Befreiung der Stadt ab. General Thüngen spendete einen Altar, Gräfin Herberstein schenkte Messgewänder, vom Gutsherr Bischofshausen kamen vergoldete Kelche und General De Vecchi übergab den Jesuiten einen goldenen Kelch.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim

Weitere Schenkungen folgten, das nun bereits als Kirche fungierende Gebäude wurde immer schöner ausgestattet, bald konnten sogar Glocken zum Gebet läuten, von den Jesuiten wurden zusätzliche Altäre für die Heiligen Franz von Xaver und Ignaz aufgestellt. Durch die Umwandlung der die Kuppel haltenden Säulen der Dschamipforte konnten zwei Kapellen gebaut werden. 1703 wurde der Italienische Maler Maretti beauftragt, das Bild der Heiligen Apollonia zu malen, 1712 wurde der neue Hochaltar fertig gestellt. 1754 wurde die Verschalung der Kuppel vom Pécser Zimmermann János Neff erneuert und der Umbau der Dschami in eine Barockkirche nach den Plänen des Jesuitenfraters Prokopius Schlick begann.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim

Die nordwestliche Mauer wurde durchbrochen und durch einen breiten Triumphbogen an die Kirche angeschlossen. Eine Sakristei und die Kapelle für den Heiligen Alois wurden angebaut und ein Turm errichtet. Über der Kapelle und der Sakristei wurde ein Oratorium ausgestaltet, die Kapelle mit einer Hängebrücke mit dem Oratorium verbunden. Nach der Auflösung des Jesuitenordens wurde die Kirche unter das Patronat gelegt, der Domherr Ferenc Faitser, der auch dem Gymnasium vorstand, wurde beauftragt, das Pfarreramt zu bekleiden. 1781 erneuert Joseph II. das Patronat, 1813 übergibt Kaiser Franz I. den Zisterziensern das Gymnasium und auch die Kirche, die diese renovieren lassen.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Der Turm wurde erhöht, neue Glocken gekauft und die Fassade des Gebäudes wurde mit Zsolnay-Majoliken verziert. Das Minarett wurde abgerissen und an der nordwestlichen Seite der Kirche ein Glockenturm gebaut. Die Kuppel wurde mit barocken Deckenfresken geschmückt und unter der Kirche wurde eine Krypta eingerichtet, in der noch heute Bestattungen stattfinden.
Eine weitere Renovierung findet zwischen 1899 und 1906 statt, die Pläne dazu stammten von Ferenc Péter. In der Kirche werden nun neue Altäre von Ede Kálmán aufgestellt, die Bemalung übernimmt Ede Graits, Miklós Ligeti zeichnet für die neuen Glasfenster verantwortlich.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
1933 muss die Kirche wieder erweitert werden: Nándor Körmendy wird nach einem Wettbewerb mit der Ausführung beauftragt, am 8.9.1940 wird die Kirche wieder ihrem Dienst übergeben.

Der zentrale Kern der Moschee, über dem die Kuppel hochragt, mit seiner quadratischen Mauer und den Kielbogenfenstern, ist auch heute noch beinahe im Originalzustand erhalten. Noch heute ist die Kirche eine wunderbare und einzigartige Mischung muslimischer und katholischer Traditionen. Nicht nur die Gebäudeform überrascht, wer auf die Spitze der Kuppel blickt, wird ein Kreuz verbunden mit der türkischen Mondsichel wahrnehmen und im Inneren der Kirche ist sowohl ein katholischer Altar als auch eine muslimische Mihrab zu finden. Der frühere Moscheeraum ist von islamischen Elementen und Motiven geprägt. An beiden Seiten des Mihrab, der islamischen Gebetsnische in der Mitte der Südmauer, sind gemalte Schriftzüge aus der Türkenzeit mit den Namen Allah und Mohamed zu sehen.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Die Orgel mit 3200 Pfeifen wurde 1942 in der Werkstatt des Pécser Orgel- und Harmoniumbauers József Angster gebaut, sie steht im neuzeitlichen Anbau. Die Fresken sind Werke von Ernő Gebauer, die an der westlichen Wand den Heiligen Stephan von Ungarn zeigen, wie er die Heilige Jungfrau Maria um Schutz für Ungarn und die ungarische Krone bittet. Daneben ist die Szene des Sieges bei Nándorfehérvár zu sehen, das Bild über dem Altar zeigt die Bewohner der Stadt, die um Schutz vor der Kriegsgefahr beten.

Die Moschee von Pascha Gazi Kassim
Die Unterkirche ist die letzte Ruhestätte zahlreicher namhafter Persönlichkeiten der Stadt: so liegen hier der Bürgermeister Lajos Esztergár, der Architekt Nándor Körmendy, die Familie Vasváry und der Pfarrer und Schriftsteller Ágoston Mendlik begraben. Das Fresko der Bestattungskapelle in der Unterkirche zeigt Mariä Himmelfahrt und eine rote Marmortafel an der Eingangswand erinnert an die Pfarrer der Kirche.

Weitere Gebäude am Hauptplatz

Der Széchenyi tér wird von einer ganzen Reihe interessanter Häuser eingerahmt, die wir hier noch kurz unter die Lupe nehmen wollen.

Das Hotel Nádor

1846 hatte die Pécser Handelsfamilie Schönherr hier das vornehme Gasthaus zum Palatin (Nádor) errichtet, das 30 Zimmer und ein Kaffeehaus beinhaltete. Eine ganz besondere Attraktion war die Kuppel des Restaurants, die mit einer manuell betriebenen Konstruktion verschoben werden konnte und es so – bei schönem Wetter – den Gästen ermöglichte unter freiem Sternenhimmel zu Abend zu speisen. 1902 wurde das Gasthaus nach Entwürfen von Imre Schlauch umgebaut und das neue zweistöckige, im Sezessionsstil erbaute Hotel Nádor avancierte schnell zu einem Highlight der Pécser High Society, damals wurden das populäre Kaffeehaus und das Restaurant im Untergeschoss untergebracht.

Hotel Nádor
1944 wählten die russischen Truppen dieses Gebäude als ihr Hauptquartier, das Gebäude ging in staatlichen Besitz über. Bis 1989 fungierte das Haus als Hotel, derzeit sind Rekonstruktionsarbeiten im Gange.

Das Rathaus

Am niedrigeren Ende des Platzes steht das große gelbe Rathaus mit seinem neobarocken Uhrenturm, das erst 1907 seine heutige Fassade bekommen hat, doch seine Geschichte geht viel weiter zurück.
So wurde vom Balkon seines Vorgängerbaus am 19.4.1780 verkündet, dass Pécs in den Rang einer königlichen Freistadt aufgestiegen war, in der Zeit der napoleonischen Kriege fungierte das Gebäude als Militärkrankenhaus und als Jószef Piatschek ein klassizistisches Gebäude an Stelle des alten erbaute, erwies sich dieses bald als zu klein dimensioniert.

Das Rathaus von Pécs
Adolf Lang, der auch das Pécser Nationaltheater erbaut hat, wurde mit der Erweiterung beauftragt, aus dieser Zeit stammt auch die Idee für das Glockenspiel am Rathausturm, das zu jeder vollen Stunde schlägt. Es hatte am 30.7.1896 gerade zwölf Uhr geschlagen als einige Herren im Gewürzladen, der in der Ecke des Gebäudes untergebracht war (heute McDonalds), unbekümmert ihre Zigarren rauchten und nicht auf das Feuer und die Glut achteten. Das Feuer breitete sich aus und dann erschütterte eine starke Explosion das Gebäude, sodass keine Fensterscheibe heil blieb. Mehr als zweihundert Menschen wurden dabei verletzt, drei Todesopfer waren zu beklagen.

Das Rathaus von Pécs
Das Blumengitter vor dem Rathaus wurde nach einem Fassadenplan von Marcell Breuer angefertigt, der unter anderem den Unesco-Palast in Paris und das Whitney Museum in New York gestaltet hat.

Das János Hunyadi Denkmal

Etwas oberhalb der Mitte des Platzes befindet sich die Statue von János Hunyadi, die von Pál Pátzay 1956 geschaffen wurde, um dem 500.Todestag von Hunyadi zu gedenken. Hunyadi ist ein ungarischer Nationalheld, er lebte von 1385 bis 1456 und war der Vater des ungarischen Königs Matthias Corvinus. János Hunyadi spielte auch eine große Rolle beim Kampf gegen die Osmanen, die er mehrere Male besiegen konnte, darunter in der berühmten Schlacht 1456 in Nándorfehérvár (das heutige Belgrad).

Das Hunyadi Denkmal am Szechenyi Platz
An diese Schlacht erinnert auch die Glocke, die immer mittags geläutet wird, um des Sieges zu gedenken. Vor der Belagerung ließ der Papst die Kirchenglocken in ganz Europa läuten, um die Christen aufzurufen, für die Verteidiger zu beten. In vielen Teilen kam die Nachricht über den Sieg bereits vor der Verordnung des Papstes an, und so wurde das Läuten der Glocken mit dem Sieg verbunden.
Hunyadi richtet seinen Streitkolben an das Komitatshaus.

Das Komitatshaus

Das Gebäude, in dem ursprünglich eine Sparkasse untergebracht war, wurde im Jahre 1898 gebaut, wie am Datum im Tympanum, der dreieckigen Giebelfläche, in römischen Zahlen geschrieben steht. Die dekorativen Keramiken stammen aus der Zsolnay Fabrik, die fleißigen Beinen und der Bienenstock weisen noch auf die Sparkasse hin. Das Gebäude vereint mehrere architektonische Stile.

Das Komitatshaus von Pécs
Die Dreifaltigkeitssäule

Die ursprüngliche Säule wurde 1710 von Pál Regesz und Henrik Anarth gebaut, um der Pestepidemie zu gedenken, die Pécs am Ende des 17. Jahrhunderts heimgesucht und viele Opfer gefordert hatte. Da das barocke Denkmal allmählich zerfiel wurde sie 1908 durch eine Kopie von György Kiss ersetzt.

Die Dreifaltigkeitssäule
Der Elefantenblock

Um diesen Block so richtig kennen zu lernen, müssen Sie den Széchenyi Platz verlassen und Richtung Jókaiplatz wandern. Obwohl der Gebäudekomplex auch auf den Hauptplatz reicht, den kleinen Elefanten an der Ecke der Häuserwand sieht man erst von dort.

Der kleine Elefant

Der sehr schön wieder hergestellte Block besteht aus einem Komplex von zweistöckigen Häusern, die einen ruhigen Hof umgeben. Das gelbliche Gebäude, Nummer 8, war einst das Heim von József Piatsek, einem bekannten Architekten des 19. Jahrhunderts. Das im eklektischen Stil gebaute Piatsek-Haus und das spätbarocke Hoitsy Haus daneben, beherbergen das „Haus der Künste und der Literatur“ der Stadt, in dem verschiedene Programme und Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte stattfinden. Im zentralen Hof kann man sich im beliebten Café auch mit einem Eis stärken.

Der Elefantenblock
Das Elefantenhaus gilt als ein hervorragendes Beispiel des ungarischen Klassizismus des 19. Jahrhunderts. Die kleine Elefanten-Statue in luftiger Höhe erinnert an das Gasthaus „Zum weißen Elefanten“, das es hier im 19. Jahrhundert gab. Es bot Übernachtungsmöglichkeiten, Gutes zum Essen und auch Unterhaltung: reisende Schauspielergruppen inszenierten hier ihre Stücke. Heute findet man hier ein berühmtes italienisches Restaurant – All’Elefante.

Der Zsolnay-Shop am Jokaiplatz
Am unteren Ende des Jókai-Platzes findet sich auch der Zsolnay Porzellanladen, den Sie unbedingt besuchen sollten. Sie finden darin eine riesige Auswahl der Kunstwerke der Zsolnay-Fabrik, auch mit der berühmten Eosin-Glasur. Man kann sich kaum entscheiden, was man mitnehmen soll.

Die Apotheke zum Sarazenen

Geht man nach dem kleinen Elefanten noch ein Stück weiter, kommt man zur Apotheken zum Sarazenen, über deren Eingang die Statue des Sarazenen thront, die der Apotheke den Namen gab und wo man auch den Namen István Sipőcz lesen kann. Die Geschichte des Gebäudes reicht bis ins Jahr 1897 zurück.

Die Apotheke zum Sarazenen

In diesem Jahr eröffnete Sipőcz hier sein Geschäft, das sein Vorgänger bereits 1697 gegründet hatte. Der „Sarazene“ ist daher die älteste Apotheke der Stadt, auch heute noch ist im Inneren eine Apotheke zu finden, deren Eichenmöbeln in der lokalen Werkstatt von Károly Hoffman hergestellt wurden.

Im Inneren der Apotheke

Und auch hier findet sich wieder ein Hinweis auf Zsolnay: Die Keramikdekoration und die Trinkquelle wurden in der Zsolnay-Fabrik hergestellt. Der Mohrenjunge am Brunnen im Inneren der Apotheke wurde von Gyula Zsolnay, dem Sohn des ersten Fabrikbesitzers Ignác Zsolnay, der später eine Bildhauerkarriere in den USA einschlug, geschaffen.

Apotheke zum Sarazenen
Eine kleine Tür unter dem Ladentisch führt zu einem kleinen pharmazeutischen Museum, das originale Gefäße von Medikamenten, aber auch alte Bücher und Dokumente beinhaltet.

St. Sebastian Kirche

Gegenüber der „Moschee“ befindet sich am Ende des Hauptplatzes die St. Sebastian Kirche. Sie gehört zum Kloster der Barmherzigen Brüder, dessen Gebäudeblock zwischen 1887 und 1891 im eklektischen Stil umgebaut wurde, während die Einrichtung größtenteils barock ist. 1908 schmückte Ede Graits das Kirchengewölbe mit Nachbildungen von Tiepolo-Gemälden, die Fassade teilen Säulen in drei Teile. In der gewölbten Nische in der Mitte steht die Maria-Skulptur von György Kiss. Im Inneren der Kirche ist vor allem der Hauptaltar sehenswert: sein Altarbild stellt das Martyrium des Heiligen Sebastians dar. Die Orgel der Kirche stammt aus der Pécser Angster Orgelfabrik. An den Mauern sieht man mit Aufschriften und Wappen versehene Grabsteine, die auf Pécser Bürger hinweisen.

Die St. Sebastiankirche
Bereits 1698 hatten sich hier Kapuzinermönche niedergelassen, die bald danach mit dem Bau einer Kirche begannen, die 1727 eingeweiht wurde. Später wurde die Kirche um eine Kapelle erweitert. 1744 zerstörte eine große Feuersbrunst Teile des Ordenshauses und der Kirche, beides wurde aber wieder aufgebaut. Nach der Auflösung des Kapuzinerordens wurde das Ordenshaus weltlich genutzt, 1796 stiftete ein Pécser Gerbermeister das Hospital, das die Barmherzigen Brüder leiteten.

Im Inneren der St. Sebastiankirche

1928 wurde die heute noch vorhandene Apothekerfassade im Erdgeschoss fertig gestellt. 1940-41 wurden einige Teile des alten Krankenhauses für das neue zweistöckige Hospital verwendet. Noch heute erinnert ein Relief von Ede Mayer an den Orden der Barmherzigen Brüder, die sich hauptsächlich mit der Krankenpflege beschäftigten.

Der Zsolnay Brunnen

Vor der Kirche steht der Zsolnay-Brunnen, der als Gusto-Macher für den Besuch im Zsolnay Kulturviertel gelten kann. Hier sieht man bereits wie toll die Eosinglasur aussieht, in die ich mich bereits in der Ausstellung der Zsolnay-Kunstwerke verliebt habe.

Der Zsolnay-Brunnen Detail

Miklós Zsolnay spendete der Stadt den Zierbrunnen, der sich in der Nähe des 1892 entfernten türkischen „Sprudel des Kadi“ befindet. Er wurde nach Entwürfen des Pécser Architekten Andor Pilch im Jahr 1912 gebaut, aber erst 1930 aufgestellt. Die Ochsenköpfe des Brunnens sind einem in Wien aufbewahrten ungarischen Goldfund nachgearbeitet. Der Brunnen besteht aus Pyrogranit, vier Wasserbecken zäunen den Ochsenkopf-Sprudel in der Mitte ein, die Köpfe sind mit einer gelblich grünen Eosin-Glasur überzogen.

Der Zsolnay-Brunnen

Das Zsolnay-Kulturviertel

Wenn ich schon so viel über Zsolnay geschwärmt habe, sollten wir doch gleich einen Abstecher ins Zsolnay Kultur-Viertel und zum Zsolnay-Mausoleum machen.

Die Geschichte der Zsolnay Manufaktur

Kaum ein anderes Unternehmen hat die Stadt so geprägt wie dieses – und Zsolnay Porzellan ist auch heute noch weit über die Grenzen von Pécs bekannt. Zsolnay und Pécs – diese zwei Wörter schrieb bzw. stempelte Vilmos Zsolnay von Anfang an auf alle Gegenstände, die seine Manufaktur verließen.

Das Zsolnay-Kulturviertel
1851 ist das eigentliche Gründungsjahr der Manufaktur. In diesem Jahr erwarb Miklós Zsolnay, der Ältere eine Ziegelbrennanlage und eine Tongrube. 1853 begann man mit der Produktion, die sein Sohn, Ignác, führen sollte. Ignác leitete die Fabrik einige Jahre, war jedoch immer wieder in Geldschwierigkeiten und am Rande des Konkurses. Nur mit Hilfe seines Bruders Vilmos, der als Kaufmann erfolgreich tätig war und sich eigentlich mit seinen Einkünften ein schönes Leben machen konnte, kam er über die Runden.

Im Zsolnay-Kulturviertel
Zuerst war Vilmos nur als stiller Teilhaber engagiert, doch als sein Bruder Pécs verließ musste sich Vilmos auch um die Manufaktur kümmern. Er übernahm 1865 im Alter von 37 Jahren ohne jegliche Fachkenntnisse und Fachbildung die Geschäftsführung. Vilmos war in Wien und in deutschen Städten als Kaufmann ausgebildet worden, hatte in seiner Jugend durchaus künstlerische Ambitionen gezeigt, malte und zeichnete geschickt, schlug jedoch auf Geheiß seiner Eltern eine kaufmännische Karriere ein. In dieser Situation wurde seine Mutter, Teréz Ballay, seine wichtigste Vertraute, die ihn in allen Schwierigkeiten unterstützte.

Im Zsolnay-Kulturviertel
Vilmos brauchte die Fachkenntnisse seiner Arbeiter, die oft auch aus dem Ausland nach Pécs kamen, so entstanden früh die ersten Wohnungen auf dem Werksgelände in unmittelbarer Umgebung der Fabrik und er versuchte sich möglichst schnell Wissen über die Welt der Keramik anzueignen.

Im Zsolnay-Kulturviertel
Vilmos arbeitete nach dem Grundsatz: Ganz oder gar nicht. Er wollte nicht nur ein einfacher Töpfer sein, er wollte mehr. Daher begann er zu experimentieren und erwarb sich schnell mit seinen innovativen Lösungen und eigenen Erfindungen Respekt in der Branche. Alle Gewinne wurden sofort wieder reinvestiert, Zsolnay holte Künstler und Handwerksmeister aus ganz Europa in seine Manufaktur. Waren zu Beginn nur 20-25 Mitarbeiter beschäftigt, entwickelte sich die Manufaktur bald zur größten Keramikfabrik Österreich-Ungarns. Kontinuierliche Forschung und eine gleichbleibende hohe Qualität waren oberste Prämisse. Um diese jederzeit sichern zu können, wurde von ihm auch eine Ausbildungsstätte in der Fabrik gegründet. Meistens wurden hier die Söhne der Arbeiter unterrichtet und so kam es vor, dass oft mehrere Generationen in der Zsolnay-Fabrik tätig waren.

Im Zsolnay-Kulturviertel
Ein erster Erfolg zeichnete sich bereits bei der Wiener Weltausstellung 1873 ab, Zsolnay wurde mit der Bronzemedaille ausgezeichnet, erhielt den Franz Josef Orden und damit eröffneten sich ihm auch neue Absatzmärkte. Vilmos richtete nun seine Aufmerksamkeit auf Experimente mit Hochbrandglasuren, war bald erfolgreich und entwickelte die Porzellanfayence-Technik, die sowohl bei Gebrauchs- als auch bei Kunstgegenständen angewandt wurde.

Im Zsolnay-Kulturviertel
Bereits 1878, auf der Pariser Weltausstellung wurden die Produkte vorgestellt. Allerdings bezweifelten die Preisrichter zuerst, dass die Glasur blei- oder boraxfrei sein könne. Um dies zu beweisen, war der damals 19jährige Sohn von Vilmos, Miklós, einen Ausstellungsgegenstand auf den Boden, um den Zweiflern die Bruchstücke für eine chemische Analyse zu überreichen. Erst nach einer gründlichen Untersuchung zeigte man sich überzeugt: Zsolnay wurde die Goldmedaille zuerkannt und er wurde mit dem Französischen Ehrenorden ausgezeichnet.

Zsolnay-Kermaik
Mit der neuen Technik konnte nun das künstlerische Niveau nochmals verbessert werden und ein einzigartiger Zsolnay-Stil entwickelt werden. Dabei spielten auch seine Töchter eine wesentliche Rolle. Während Therese eher Motive aus dem Karpatenbecken liebte, bevorzugte Julia den östlichen Stil, beide jedoch entwarfen hervorragende Arbeiten, die man heute noch in der Ausstellung bewundern kann. Julia Zsolnay entwarf auch das Wahrzeichen der Firma, das ab 1877 für Jahrzehnte für die Werbung eingesetzt wurde: fünf Türme, die auf die deutsche Bezeichnung von Pécs – Fünfkirchen – hinweisen und drei Buchstaben mit den Initialen der Vornamen der drei Zsolnay-Kinder – Teréz, Júlia und Miklós.

Zsolnay Kulturviertel
Ab 1880 lebte und wirkte die ganze Familie am Firmengelände, auch die Ehemänner der beiden Mädchen waren bald in der Firma tätig: Jakab Mattyasovszky, ein Geologe, war mit dem ermitteln und analysieren von Materialien beschäftigt, Julia heiratete Tadeus Skorski, einen polnischen Architekten, der später als Designer und schließlich als künstlerischer Direktor in der Firma arbeitete. Julia entwarf das Dekor, er die Form.

Zsolnay Manufaktur
Aber noch haben wir nicht alle wichtigen Erfindungen von Vilmos Zsolnay vorgestellt. So entstand 1895 durch die kontinuierliche Entwicklung des Baukeramikstoffes das Pyrogranit, dessen körnige Struktur an Sandstein erinnert. Ohne oder mit verschiedenen Glasuren konnte es sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich eingesetzt werden, da es auch niedrigen Temperaturen standhalten kann.
Und dann wäre da noch das Eosin, dem vor allem viele Kunstwerke aus der Jugendstil-Periode ihr wunderschönes Aussehen verdanken. Es basiert auf einer aus Persien stammenden Technik aus dem 7. Jahrhundert, war also keine neue Technik, wurde aber von Vilmos Zsolnay wiederentdeckt und mit Vince Wartha, einem Professor an der Budapester Technischen Universität weiterentwickelt. Beide Freunde stellten die Eosin Technik auf der 1896 veranstalteten Nationalen Millenniumsausstellung als ihre gemeinsame Erfindung vor.

Zsolnay Kunstwerke mit Eosin Glasur
Mit dieser Erfindung erreichte die Zsolnay Manufaktur um die Jahrhundertwende vom 19. auf 20. Jahrhundert, zur Zeit des Jugendstils, ihren Höhepunkt: 700 Arbeiter waren nun beschäftigt. Auf mehreren internationalen Ausstellungen sind die Zsolnay Kunstgegenstände nun vertreten und erhalten zahlreiche Preise. Das Geschäft floriert.

Zsolnay Porzellan-Manufaktur
1900 stirbt Vilmos Zsolnay und sein Sohn Miklós übernimmt die Geschäftsführung. Miklós ist gut ausgebildet, spricht mehrere Fremdsprachen und unterhält hervorragende Beziehungen. 1907 zeichnet sich ein weiterer Höhepunkt bei der Nationalen Gewerbeausstellung ab. Unter seiner Leitung erreicht die Manufaktur in fast allen Bereichen der Keramikindustrie eine führende Position in Österreich-Ungarn: es werden Kachelöfen, Schamotte- und Hartbrandstein, Boden- und Baukeramik, Steintonröhren, Porzellanisolatoren, Gebrauchsgefäße, Gesundheitswaren, künstlerische Porzellanfayence- und Eosin-Gegenstände produziert. Miklós wendet aber auch einen bedeutenden Teil der Einkünfte zu gemeinnützigen Zwecken auf. Um die rückläufige Nachfrage nach Kunstwerken zu kompensieren verlegt er die Produktion verstärkt in Richtung Baukeramik und Isolatoren. Auch die Enkelkinder beginnen in der Fabrik zu arbeiten…

Zsolnay Kulturviertel
Auf dem Hügel neben der Fabrik beginnt Miklós 1901 mit dem Bau des Zsolnay-Mausoleums, die Pläne dazu stammen vom Schwiegersohn von Vilmos, Tadeusz Sikorski. Bis zur Fertigstellung vergehen 12 Jahre, alle Arbeiter in der Fabrik sind am Bau beteiligt, bis ins kleinste Detail wird alles hier angefertigt.
Der Erste Weltkrieg bringt auch die Zsolnay Manufaktur in Schwierigkeiten. Im November 1918 wird Pécs von serbischen Truppen besetzt, Miklós flüchtet nach Budapest, wo er 1922 stirbt. Seine drei Neffen übernehmen die Geschäftsleitung und müssen sowohl mit einem Verlust der Absatzmärkte, wie auch der Rohstofffundorte kämpfen, die Nachfrage nach Kunstgegenständen und Pyrogranit nimmt nach dem Krieg und dem Zerfall der Donaumonarchie dramatisch ab.

Zsolnay Kulturviertel
Die neue Geschäftsführung versucht diese Verluste mit der Hinwendung zur Elektroporzellan und der allgemeinen Porzellanherstellung auszugleichen. 1935 ist die Fabrik am Rande des Bankrotts, 200 Arbeiter werden entlassen, die Herstellung von Kunstgegenständen wird eingestellt.
Am Karfreitag 1948 wird Tibor Mattyasovszky-Zsolnay zum Verlassen des Betriebs aufgefordert. Die Familienmitglieder, von denen manche noch am Fabrikgelände lebten, werden ebenfalls zum Verlassen ihrer Wohnungen innerhalb kürzester Zeit gezwungen und dürfen weder ihre persönlichen Güter noch die in der Fabrik befindliche Kunstsammlung mitnehmen. Kunstgegenstände – als Zeichen der Bourgeoisie – werden nicht mehr produziert. Erst 1956 darf die Arbeit daran wieder fortgesetzt werden, die alten Arbeiter geben ihre Kenntnisse an die Jungen weiter, junge Künstler kommen wieder nach Pécs und entwerfen wieder neue Kunstwerke.

Zsolnay Kulturviertel
Mit Geldern der EU wurde zum Kulturhauptstadtjahr das ganze Viertel saniert und wunderschön wieder hergestellt. Heute wartet auf dem fünf Hektar großem Gelände nicht nur die weltbekannte Keramikfabrik mit ihrer Schaumanufaktur auf Besucher, sondern man kann in den Ausstellungen die Kunstwerke vergangener Zeiten bewundern, sich in gemütlichen Cafés niederlassen, die Handwerksläden besuchen oder die 88 Zsolnay-Statuen bewundern.

Zsolnay Kulturviertel
Im Grünen Haus, das von Tadeusz Sikorski als zukünftiges Hauptquartier geplant wurde, ist heute ein Café, das Puppentheater und ein Puppenmuseum untergebracht.

Das Sikorski-Haus, indem das Puppentheater untergebracht ist


Zwei Ausstellungen sollten Sie unbedingt besuchen:

Am Anfang war das Pink

Es sind Alltagsgegenstände, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, doch die Menge und ihre Ausführung macht es. Kein Krug, und von denen gibt es viele zu sehen, gleicht dem anderen. Alles ist noch in Handarbeit erzeugt.

Am Anfang war das Pink

Sie unterscheiden sich in Form und Farbe und sind doch alle gleich – aus einer Zeit, in der es noch keine verpackte Lebensmittel gab und auch die Milch noch in der Kanne oder im Krug vom Händler oder Bauern abgeholt wurde, Es sind die frühesten Produkte der Zsolnay-Fabrik, an die 1.300 Gegenstände und stammen aus der Sammlung von Barnabás Winkler aus Budapest.

Am Anfang war das Pink

Darunter finden sich aber auch Kuriositäten wie Zahnbürsten-Halter oder Zündholz-Anzünder. Für alle, die Rosa lieben, ist diese Ausstellung das absolute Muss.

Das goldene Zeitalter von Zsolnay

Alle Jugendstil-Liebhaber müssen diese Ausstellung gesehen haben. Sie zeigt die Sammlung von Dr. László Gyugyi, einem Ingenieur, der in jungen Jahren in die USA emigrierte und sich im Laufe der Zeit eine beachtliche Sammlung an Zsolnay-Kunstwerken zulegte. Über 600 Stücke zeigen nicht nur die wunderbaren Eosin-Modelle, sondern auch Teller, deren Design von den beiden Zsolnay-Schwestern entworfen wurden und Vasen und andere Gegenstände im Wabendekor, das heute gar nicht mehr hergestellt wird. Faszinierend wie fein und zerbrechlich die Kunstwerke gefertigt sind.

Das Goldene Zeitalter von Zsolnay

Eine weitere Ausstellung befasst sich mit dem Leben der Familie, außerdem kann man noch einen Blick in die Galerien werfen, die Handwerksgasse besuchen, zur Bibliothek der Uni Pécs, die auch auf dem Gelände untergebracht ist, schauen oder aber man wirft einen Blick in die Handschuhfabrik, die ebenfalls im Zsolnay Kulturviertel untergebracht wurde.

Das Goldene Zeitalter von Zsolnay
Außerdem kann man im Gästehaus ein Zimmer mieten, die Vinothek besuchen, im Restaurant einen schönen Abend verbringen oder sich an einer der vielen Veranstaltungen erfreuen.
Die Kinder freuen sich sicher über die vielen Spielplätze, wo sie herumtoben und jede Menge Spaß haben können.

Das Mausoleum

Während man das Gelände des Zsolnay-Kulturviertels kostenlos besuchen kann, braucht man für die Ausstellungen und auch für den Besuch des Mausoleums eine Eintrittskarte. Diese kann nicht beim Mausoleum direkt, das außerhalb des Viertels auf einem Hügel liegt gekauft werden. Am besten also gleich beim Haupteingang erstehen.

Das Zsolnay Mausoleum

Der Aufstieg zum Mausoleum lohnt sich. 42 Löwen schützen die Familie Zsolnay und damit das Geheimnis des Eosins. Es ist schon faszinierend den Weg hinauf zu schreiten, vom Löwenspalier begleitet. Oben angekommen kann man die Ruhe und den Ausblick genießen, bevor man sich ins Innere der Kapelle wagt.

Das Zsolnay Mausoleum

Wer ein echtes Stück Zsolnay-Porzellan mit nach Hause nehmen möchte, hat entweder hier die Möglichkeit einzukaufen oder in der Innenstadt von Pécs, im Zsolnay-Shop am Jókai-Platz.
Das Zsolnay-Kulturviertel mit all seinen Ausstellungen, den renovierten Häusern, den lebendigen Plätzen, die auch von den Studenten der Universität genutzt werden, die Cafés, die Statuen, die Parks und auch die vielen Veranstaltungen, die hier stattfinden zeigen, wie man ein Jahr der Kulturhauptstadt gelungen für Touristen und Einheimische nutzen kann. Pécs ist es hier gelungen.

Das Zsolnay Mausoleum

Die Museumsstraße

Sollten Sie nach dem Besuch des Zsolnay-Kulturviertels noch nicht genug von Zsolnay und Ausstellungen haben oder sollte Sie einmal das schlechte Wetter in Pécs überraschen, kein Problem. Pécs kann auch mit vielen Museen aufwarten. Am besten Sie begeben sich gleich in die Museumsstraße – hier sind die Museen wie Perlen an einer Kette angereiht und am Ende erwarten Sie noch mehrere Highlights…

Die Káptalanstraße

Die Káptalanstraße ist nicht nur der Heimatort vieler Museen, sie führt ihre Besucher auch zur Kathedrale der Stadt, zum Bischofpalast, zur Alten Universität und zur Cella Septichora. Doch davon später….

Die Vorhangschlösser

Wenn Sie durch die Gasse schlendern, werden Sie auch mit einer weiteren Besonderheit von Pécs konfrontiert. Ob dieser Brauch seinen Ausgangspunkt in Pécs hatte oder nicht, kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, aber bereits meine Mutter erzählte mir von den Vorhangschlössern.

Die Vorhangschlösser
In den 1980er Jahren lebte er wieder stark auf und nun gibt es bereits mehrere Stellen in der Stadt (aber auch in anderen Städten), in denen Menschen ihre Liebe zueinander mit einem Vorhangschloss besiegeln. Selbst der König von Spanien, Felipe VI. und seine Königin Letizia bekräftigten anlässlich ihres Besuches 2004 in Pécs so ihre Liebe und Verbundenheit. Inzwischen gibt es mehrere Stellen in der Stadt (Janus Pannonius Straße und vor der Cella Septichora), die speziell für die Schlösser eingerichtet wurden.

Die Vorhangschlösser

Über die Hintergründe des Brauchs gibt es mehrere Deutungen: Während die eine besagt, dass verheiratete Frauen durch das Anbringen des Schlosses ihren Liebhabern mitteilten, dass nun der richtige Zeitpunkt für einen Besuch wäre, erzählt eine andere Geschichte, dass die Studenten der Stadt nach ihrem Studienabschluss die Schlösser ihrer Studienschränke an den Zaun hängten. Jetzt hat allerdings die Romantik Einzug gehalten: Liebespaare bringen heute die Schlösser an, um die Untrennbarkeit ihrer Liebe zu symbolisieren und werfen dann die Schlüssel weg.

Die Vorhangschlösser

Daher findet man auf vielen der Schlösser auch die Namen und Monogramme der Liebenden. Das Schloss von Felipe und Letizia habe ich leider nicht entdeckt …
Doch zurück zu den Museen.

Die Káptalan-Straße gilt in Pécs als Museumsmeile. Früher nannte man sie Obere Domkapitel Straße, Der Name weist darauf hin, dass hier die Mitglieder des Bischofsrates von Pécs, die Kanoniker, hier lebten. In ihren ehemaligen Wohnhäusern sind heute die Museen untergebracht.

Zsolnay Museum

Gleich zu Beginn, auf Nr. 2 steht das älteste Wohngebäude der Stadt, das im 14. Jahrhundert erbaut wurde, man nimmt an im Jahre 1324. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus mehrmals umgebaut, sodass es heute gotische, Renaissance und barocke Elemente aufweist. Wenn man durch das Bogentor eintritt kann man auf der linken Seite schöne gotische Nischen sehen, im kleinen Garten kann man bereits einige Skulpturen begutachten und ein wenig in der Sonne verweilen.

Das Zsolnay Museum
Seit dem Jahr 1955 beherbergt es eine Zsolnay Dauerausstellung des Janus Pannonius Museums.
Das Zsolnay Museum beinhaltet mehr als 10.000 Ausstellungsstücke aus Porzellan, Dokumente, Urkunden, Fotos, Briefe und persönliche Gegenstände der Familie Zsolnay. Auch hier wird an die, vielleicht berühmteste, Familie von Pécs und ihr Lebenswerk und Wirken vorgestellt.

Zsolnay Museum
Der erste Stock des Museums konzentriert sich auf die Gebäudedekorationen aus Keramik – hier sollte man auf jeden Fall das Touch-Screen-Fotoarchiv durchstöbern. Auch der wunderschöne Entenbrunnen ist hier ausgestellt.

Zsolnay Museum
Im oberen Stock findet man Ziergegenstände und Tischgeschirr. Natürlich kann man auch hier die von mir so geschätzten Meisterwerke des Jugendstils aus Eosin bewundern. Außerdem sind Fotos der Familie Zsolnay, der Fabrikarbeiter, aber auch von Künstlern und Designern zu sehen. Der komplett eingerichtete Gedenkraum gilt als eines der Highlights des Museums.

Zsolnay Múzeum (Zsolnay Museum)
7621 Pécs, Káptalan u. 2
Tel: +36 72 514 045
www.zsolnay.hu

Vasarely Museum

Victor Vasarely ist einer der großen Söhne der Stadt Pécs. Er wurde 1906 hier geboren, verbrachte aber seine Jugend in Piešťany und Budapest. Er beginnt Medizin zu studieren, bricht das Studium aber ab. Mit 21 Jahren trat er in die Podolini Volkmann Akademie ein, später besuchte er die von Sándor Bortnyik in der Tradition des Bauhauses geleitete Mühely Schule für Grafik.

Victor Vasarely

1930 zog er nach Paris, wo er anfänglich als Werbegrafiker arbeitete. Er entwickelte dabei Interesse an augentäuschenden Trompe-l’œl, grafischen Mustern und Illusionen des Raumes. Ab 1944 widmete er sich ausschließlich dem Malen. Seine erste Periode kann als figurativ bezeichnet werden, aber bald wandte er sich der Abstraktion zu. Seine „Zebras“-Periode (1937-1950) zeigt seine Wandlung von der figurativen zur abstrakten Kunst. In den 1950 Jahren entwickelte er sein Programm der kinetischen Kunst.

Victor Vasarely

In seinem Gelben Manifest zur Gruppenausstellung Le Mouvement (1955) bei Denise René, der in ab 1940 als Sammler und Galerie-Besitzer unterstützte, forderte er das Kunstwerk als Prototyp – mit den Eigenschaften Wiederholbarkeit als serielle Vervielfältigbarkeit und eine über die Kunst hinausreichende Anwendbarkeit seiner Formen. Weitere Experimente folgten und ab den 1968er Jahren erfolgte eine Art Aufstand der Farben, das Element der Dreidimensionalität kam hinzu, seine Kreise, Dreiecke und Quadrate werden nun vor den Augen des Betrachters lebendig. Victor Vasarely schuf die Illusion, dass sich die flache Oberfläche bewegt und verändert.

Ein Schachspiel von Victor Vasarely
Vasarelys Arbeiten wurden und werden nicht nur international ausgestellt, einige seiner Drucke wurden sogar von französischen und sowjetischen Astronauten mit ins All genommen. Vasarely erhielt auch zahlreiche Auszeichnungen, darunter den „Grand Officier de l’Ordre du Merite“.
1976 wurde nicht nur das Museum seiner Stiftung in Aix-en-Provence eröffnet, sondern auch in Pécs wurde das Vasarely Museum eingerichtet. 1987 folgt das zweite Vasarely Museum in Ungarn, in Budapest. Victor Vasarely starb 91jährig am 15.3.1997 in Paris.

Schachspiel von Victor Vasarely
Im Nebengebäude des klassizistischen Gebäudes, in dem das Museum eingerichtet ist, lebte die Familie Vásárhelyi, und hier wurde angeblich Győző Vasarely geboren, der später einer der berühmtesten Vertreter der Op-Arts werden sollte.

Ein berühmter Sohn der Stadt: Victor Vasarely

Vasarely Múzeum (Vasarely Musem)
7621 Pécs, Káptalan u. 3
Tel: +36 30 934 6127
www.pecsimuzeumok.hu

Das Bergbaumuseum

Im Hof des Vasarely Museums befindet sich auch der Eingang zum Bergbaumuseum, das 1981 eröffnet wurde. Hier findet der Besucher eine umfangreiche Sammlung von Bergbaumaschinen, Geräten, Mineralien und Fossilien und wer mag kann sich auf ein unterirdisches Abenteuer begeben. Da es in den unteren Gängen immer um die 12°C hat, sollte man vielleicht auch im Sommer bei einem Besuch eine leichte Weste oder einen Pullover mitnehmen.

Gezeigt wird hier die Geschichte des Bergbaus in Pécs, die 1782 mit dem Abbau von Steinkohle in der Nähe der Stadt begann. 1852 begann die Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft ihr Bergbauimperium aufzubauen und dadurch wurde der Bergbau zu einem der wichtigsten Industriezweige.

Eingang ins Vasarely Museum, daneben ist das Bergbaumuseum untergebracht
Nach 1945 wurden auch die Bergwerke verstaatlicht. In den 1950ern stand vor allem der Uranabbau im Focus der Machthaber, es wurden hohe Löhne gezahlt und so zogen die Bergwerke viele Arbeitskräfte aus allen Teilen des Landes an. Für Sie wurde sogar eine neue Wohnsiedlung, die Uranstadt – Uránváros – westlich der Innenstadt aufgebaut.

Galerie der Modernen Ungarischen Kunst

Nur ein Haus weiter, allerdings auf der anderen Straßenseite befindet sich die Galerie der Modernen Ungarischen Kunst. Hier im ehemaligen Kleinpropst-Haus ist derzeit eine internationale Sammlung der Modernen Ungarischen Galerie beheimatet, die aus Spenden der im Ausland lebenden und schaffenden Künstler besteht.

Der

Im Museumsgarten begrüßt der monumentale L’Homme Libre von Pierre Székely die Eintretenden. Das Gebäude auf der linken Seite mit mittelalterlichen Elementen beherbergt eine Sammlung der ungarischen Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter Werke von Victor Vasarely, Amerigo Tot, Zlatko Prica, Endre Nemes, Pierre Székely und Béla Bán.

Renaissance Lapidarium (Reneszánsz Kőtar)
7621 Pécs, Káptalan u. 4
Tel: +36 72 312 719

Erzsébet Schaar: Straße

Auf dem Platz des im 18. Jahrhundert errichteten Haus der Kanoniker wurde in einem postmodernen Gebäude nach den Entwürfen von István Janáky das Werk von Erzébet Schaar untergebracht, ein monumentales Beispiel für Umwelt-Kunst. Schaár (1908-1975) ist eine der wenigen weiblichen Bildhauerinnen ihrer Zeit.

Eingang zur Schaar Straße

1974 schuf sie die erste Version der „Straße“, als eine ungewöhnliche Galerie von Porträts des renommierten Ungarns, 1975 wurde in Luzern eine modifizierte, kosmopolitischere Ausstellung vorgestellt. Obwohl sie einige Büsten aus dem ursprünglichen Konzept der Hall of Fame behielt, stellte sie dieses Mal Frauen in den Mittelpunkt ihres Werkes: die spukenden Gestalten sind an alltäglichen Situationen beteiligt und entlang eines 33 Meter langen Weges – der Straße – angeordnet.

Schaár Erzsébet: "The Street"  (Schaár Erzsébet: "Utca" )
7621 Pécs, Káptalan u. 5
Tel: +36 72 514 040

Weitere Museen in der Káptalanstraße:

Janus Pannonius Museum
7621 Pécs, Káptalan u. 5
Tel: +36 72 514 040
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www.jpm.hu
www.pecsimuzeumok.hu

Baranya County Museum (Baranya Megyei Múzezmok Igazgatósága)
7621 Pécs, Káptalan u. 5
Tel: +36 72 514 040
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jpm.hu

Sammlungen für die angewandte Kunst und Bilder (Képző- és Iparművészeti gyűjtemények)
7621 Pécs, Káptalan u. 5
Tel: +36 72 514 040
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Cella Septichora

Pécs kann eine 2000jährige Geschichte vorweisen. In dieser Zeit war die Stadt durchgängig besiedelt. Eine ganz spezielle Sehenswürdigkeit ist die Cella Septichora, deren Besucherzentrum nun die außergewöhnlichen Ausgrabungen zugänglich macht. Die christlichen Begräbnisplätze von Sopianae, dem römischen Vorgänger von Pécs, wurden auch in 2000 in die Liste des Unesco Welterbes aufgenommen.

Eingang zur Cella Septichora
Die Grabstätten gehen auf das 4. Jahrhundert zurück; in dieser Zeit stieg Sopianae zum kulturellen und religiösen Zentrum der neu geschaffenen Provinz Pannonia Valeria auf. 313 beendete Kaiser Konstantin die Verfolgung der Christen und so verbreitete sich die Religion schnell in der ganzen Provinz. Die lokale christliche Gemeinde in Sopianae wuchs schnell und baute daher mehrere Gräber. Grabkammern und Kapellen.

Cella Septichora
Damals wie heute war der Mittelpunkt der Stadt besiedelt, ein ca. 400x400m2 großes Zentrum war spätestens zu Beginn des 4. Jahrhunderts mit Stadtmauern geschützt. Drei verschiedene Friedhöfe aus dieser Zeit sind heute bekannt: einer im Südosten der Stadt unter dem heutigen Àrkád Einkaufszentrum, ein zweiter unter dem heutigen Kossuth Platz und der dritte und größte wurde nun durch das Besucherzentrum Cella Septichora für Besucher zugänglich gemacht. Der Friedhof hatte eine Ausdehnung von eineinhalb Hektar und wurde drei Jahrhunderte (vom 2.-5.Jahrhundert) benutzt. Es sind an die 50 Gebäude bekannt, die meisten zeigen Fresken oder die Wände sind zumindest mit christlichen Symbolen geschmückt. Das war auch einer der Gründe, diese Funde auf die Liste des Weltkulturerbes zu setzten.
Cella Septichora
Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches wurde die Gegend von paganischen Stämmen besetzt, die Beerdigungen hörten auf, Gräber wurden zerstört, manche wurden von den Überlebenden als Unterkunft benutzt. Steine wurden für neue Bauten benutzt. So sind nur jene Teile bis heute erhalten blieben, die unter der Erde lagen.
So geriet der Friedhof mehr und mehr in Vergessenheit und allmählich bedeckte Erde und anderes Material in einem Ausmaß von 4-6 Metern die ehemalige römischen Straßen und damit auch die Gräber. 1716 entdeckte man beim Bau eines Schulgebäudes am Széchenyiplatz die ersten Grabkammern wieder. Leider wurde damals den Ruinen wenig Bedeutung beigemessen, aber immerhin wurden Hunderte von Grabsteinen in den vergangenen 200 Jahren von Archäologen entdeckt und aufbewahrt.

Cella Septichora
Man ist bereits beeindruckt, wenn man durch das Eingangstor kommt. Moderne und tausendjährige Geschichte sind hier vermengt.
Einzigartig ist gleich der erste Besuchspunkt. Der siebenchörige spätrömische Grabbau mit dem Namen Cella Septichora weist einen im ganzen Donaugebiet einzigartigen Grundriss auf. Vermutlich wurde es in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Mausoleum entweder für einen sehr reichen Bürger und seine Familie oder vielleicht sogar für das Stadtoberhaupt gebaut. Tote wurden zu dieser Zeit in einem Sarkophag gelegt und dieser in einer Apsis allein oder mit anderen aufgestellt.

Cella Septichora
Die Wände der Cella sind nicht fertig gebaut – sie sind alle zwar bis zu einer bestimmten Höhe hochgezogen, aber man nimmt an, dass die Cella Septichora nie ihre Bestimmung aufgenommen hat. Es gab auch nie ein Dach. Möglicherweise sind der Erbauer und seine Familie in eine andere Provinz übersiedelt, da Ende des 4. Jahrhunderts häufige Barbareneinfälle das Leben in der Stadt gefährlich machten.

Die Grabkammer Peter und Paul

Das zweistöckige Gebäude wurde Ende des 4. Jahrhunderts erbaut und besteht aus einer oberen Kapelle, in der die Totenfeiern abgehalten wurden und einer unterirdischen Grabkammer, in die man durch eine kleine Vorhalle eintreten kann. Das erhalten gebliebene Deckengewölbe ist mit Wandgemälden verziert. Gegenüber dem Eingang sind die Apostel Petrus und Paulus zu sehen, die auf das Christus-Symbol zeigen. An der östlichen Seite sieht man Noah mit der Taube, die einen Olivenbaumzweig bringt, die Gottesmutter mit Jesus als Kind und die drei Jünglinge im Feuerofen. Auf der Westwand kann man Jonas, der ins Meer geworfen wird, Daniel in der Löwengrube sowie Adam und Eva im Paradies erkennen. Außerdem ist die Grabkammer reich mit Blumenornamenten geschmückt. Sie wurde bereits 1782 entdeckt, als das Fundament für das Domkapitelarchiv gelegt wurde.

Cella Septichora

Die Krugkammer

Auch diese Kammer ist zweistöckig gebaut. Ein Gemälde in einer Nische über dem Sarg, das einen Weinkrug und ein Glas zeigt, gab dieser Begräbnisstätte ihren Namen. Die Darstellung könnte die himmlischen Erfrischungen symbolisiert haben.
Eigentlich waren Teile der Grabkammer schon seit dem 18.Jahrhundert bekannt, doch erst 1964 wurde sie freigelegt. Die Grabkammer war ausgeraubt worden und befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Wie in der Peter und Paul Grabkammer wurde auch hier das obere Gebäude für die Totenfeier gebaut, damals wurde hier wahrscheinlich auch am Jahrestag des Todes der Verstorbenen gedacht. Die Kammer ist aus Kalkstein gebaut, die Bemalung der Innenseite imitiert Marmor. Außerdem ist sie mit einem Gittermuster versehen, das den Zaun des Garten Edens symbolisieren soll, dazwischen findet man reiche Blumenmuster.

Cella Septichora

Weiters zu sehen sind

die Grabkammer III, eine einstöckige, ungeschmückte Grabkammer deren Sarkophag von Grabräubern zerstört wurde,
die Grabkammer XIX, die 2004 ausgegraben wurde und zwei Sarkophage enthält und die
Grabkammer XX, die drei „Begräbniskästen“ enthält, von denen einer verputzt und mit Fresken geschmückt ist und weitere.

Cella Septichora

Das Christuszeichen

Das erste Symbol des Christentums wurde auch in der Peter und Paul Grabkammer gefunden. Die Legende erzählt, dass vor der Schlacht an der Milvischen Brücke 312 Kaiser Konstantin in einer Vision dieses Zeichen sah und folgende Worte hörte: „In diesem Zeichen wirst du siegen!“

Das Christuszeichen
Neben den griechischen Anfangsbuchstaben des Namens von Christi (X=Chi, P=Rho) weisen auch die zwei anderen Buchstaben (A=Alpha, ω=Omega) auf Christi hin: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.“
Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch in der Cella Septichora. Es gibt viel zu sehen und zu staunen und auch viele gute Videopräsentationen. Am besten ist es natürlich mit einer Führung durch die Ausgrabungen zu gehen.

Die Kathedrale und der Domplatz

Wenn man nun ein paar Schritte weitergeht (oder sich vorher noch im Park ein wenig Ruhe gönnt), sieht man bereits den Bischofspalast und die Basilika von Pécs.

Die Kathedrale von Pécs

Ihre Geschichte geht bis zur Zeit der Römischen Besiedelung zurück, schließlich war hier ja das Gelände des frühchristlichen Friedhofs der Stadt Sopianae im 4. Jahrhundert. Die Kenntnisse über die Anfänge der Kathedrale sind allerdings ziemlich spärlich. Bei der Gründung des Bistums Pécs 1009 dürfte es in Pécs schon eine größere christliche Gemeinde gegeben haben und man nimmt an, dass eines der frühchristlichen Friedhofsgebäude als erste bischöfliche Kathedrale gedient haben könnte. Über welches besteht allerdings Uneinigkeit. Es könnte sich dabei entweder um die dreikantige Kapelle in direkter Nachbarschaft der heutigen Kathedrale gehandelt haben, manche meinen aber auch, dass es die Cella Septichora gewesen sein könnte, die mit einer Länge von 22,7 Meter und einer Breite von 17,45 Meter das größte Bauwerk des Friedhofs und damit auch das repräsentativere gewesen wäre.

Der Dom zu Pécs
Peter Orseolo, Venezianer, Neffe und Thronfolger des Heiligen Stefans, beendete in jedem Fall das Provisorium und erteilte den Auftrag eine neue Kathedrale zu bauen. 1046 wurde er in dieser auch beigesetzt. Die Kirche wurde dem Heiligen Petrus geweiht, brannte jedoch 1064 nieder.
Danach baute man eine Basilika mit drei Apsiden ohne Querschiff, ein Bautyp der erst im letzten Quartal des 11. Jahrhunderts in Ungarn bekannt wurde. Die Pécser Kathedrale war allerdings monumentaler als vergleichbaren Bauten ihrer Art. Unter dem östlichen Chor befand sich eine riesige fünfschiffige Unterkirche, die sehr wahrscheinlich auf einen spätrömischen Sakralbau zurückging und in dieser Form eine richtige Besonderheit darstellte.

Die Kathedrale von Pécs (Detail)
Im Mittelalter wurde die Kirche dann um zwei Türme und die Kapellen erweitert.
1543 bis 1686 war Pécs von den Osmanen besetzt und die Kathedrale wie auch die Unterkirche wurden während dieser Zeit zwar auch zu liturgischen Zwecken, aber auch als Getreidespeicher benutzt, was natürlich Spuren am Bauwerk hinterließ.

Das Schmiedeeisentor des Doms von Pécs
Nach dem Ende der Osmanischen Herrschaft erneuerten die Pécser Bischöfe die Kathedrale immer wieder und so wurde sie auch ständig nach den jeweils vorherrschenden künstlerischen und ästhetischen Stilrichtungen umgestaltet. Im 18. Jahrhundert dominierten dann bereits die barocken Stilelemente im Inneren der Kirche, den äußeren Umbau in Richtung Barock verhinderte jedoch der Tod des damaligen Bischofs György Klimó. 1807 wurde nach den Plänen von Mihály Pollack , einem der größten Architekten seiner Zeit, im klassizistischen Stil umgebaut.

Die Rückseite des Doms
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wollte man dann den eklektischen Charakter der Kirche eliminieren und diese in den – angeblich romanischen – Originalzustand wieder herstellen. Im Zuge des Umbaus von 1882 bis 1891 nahm die Kirche unter der Leitung des österreichischen Architekten Friedrich von Schmidt ihre heutige Gestalt an. Die Länge der Kirche beträgt 70 Meter, die Breite 22 Meter, die Türme sind 60 Meter hoch. An der südlichen Fassade stehen die im Jahre 1968 von Károly Antal neu geschaffenen Figuren der zwölf Apostel und im Hauptfeld über dem südlichen Haupteingang ist das von György Kis geformte Halbrelief angebracht, das die Huldigung der Heiligen Maria, der Schutzheiligen von Ungarn durch die ungarischen Heiligen zeigt. Darunter kann man das dreieinhalb Tonnen schwere bronzene Millenniumstor sehen, das der Pécser Bildhauer Sándor Rétfalvi im Jahr 2000 schuf.

Im Inneren

Das Innere der Kirche ist reichlich ausgestattet, darunter befinden sich Gemälde von berühmten ungarischen Künstlern wie Bertalan Székely und Károly Lotz. Beeindruckend ist auch das Sacrarium aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Fresken in der Sakristei zeigen Bilder des Alten Testaments, im darauf folgenden Teil des Schiffes sind die Hauptereignisse des Neuen Testaments abgebildet, wobei an den Wänden der Seitenschiffe Szenen aus dem Leben von Petrus und Paulus zu sehen sind. In 13 Kassetten an der Decke, die jeweils eine Größe von 4x4 Meter aufweisen, sind Johannes der Täufer und die zwölf Apostel dargestellt. Die restlichen 54 Deckenfelder zeigen weitere Heilige.

Im Inneren des Doms
In der Orgelempore steht eine zwischen 2005 und 2007 renovierte Pécser Angster Orgel mit vier Manualen und 6.101 Pfeifen.
Die fünfschiffige romanische Unterkirche weist eine Innenhöhe von 5 Meter auf. Sie ist 25 Meter lang und 21 Meter breit und der älteste Teil der Kirche. Hier befindet sich die von György Kis aus weißem Carrara-Marmor gefertigte Büste von Bischof Nándor Dulánszky, der die letzten Umbauarbeiten beauftragte und auch finanzierte.

Wunderschöne Fresken im Dom zu Pécs
Die Wände der beiden Stufengänge, die zu ihr hinabführen sind mit Reliefs von György Zala verziert und vermutlich Nachbildungen von Darstellungen aus dem 11. Jahrhundert. Die Originale sind im Domlapidarium zu sehen.

Die Unterkirche der Kathedrale in Pécs
Zur Basilika gehören vier Kapellen. Die Wände der Herz Jesu und Corpus Christi Kapelle werden von Wandgemälden des Károly Lotz‘ geziert, in der Marienkapelle und in der Heiligen Mauritius Kapelle sind Ereignisse aus der ungarischen Geschichte, sowie Szenen aus dem Leben des Pécser Bischofs und Heiligen Mauritius und die weltberühmten Wandbilder von Bertalan Székely zu sehen.
Bei seinem Besuch in Pécs 1991 verlieh Papst Johannes Paul II. der Kathedrale den Titel „Basilika Minor“.

Der Bischofspalast

Der Ursprung des Palastes reicht bis ins 12.Jahrhundert zurück. Sein erster Bewohner war Bonipert, hier lebte auch der ungarische Bischof Mauritius. Auch im Bischofspalast vereinen sich mehrere Baustile: die Fassade aus Neorenaissance mit gotischen Fenstern steht auf einem Grundriss aus der Romanik. Auch der Bischofspalast kann besucht werden: im großzügigen Inneren sind besonders die antike Einrichtung, die Stauen und die Gemälde – einschließlich der Porträts der früheren Bischöfe sehenswert. Im riesengroßen Speisezimmer sind venezianische Spiegel zusammen mit dem Zsolnay-Porzellangeschirr zu sehen, dass der Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch 1991 in Pécs benutzte.

Franz Liszt blickt aus dem Bischofspalast
An der südwestlichen Ecke des Palastes ist eine zeitgenössische Skulptur von Ferenc Liszt zu sehen. Diese soll an den Besuch des Meisterpianisten und Komponisten in Pécs im Jahre 1864 erinnern, als er Gast des Bischofs von Pécs war und sich auch im Bischofspalast aufhielt.
Vielleicht machen sie noch einen Abstecher in den Innenhof und von dort in den Bischofskeller, der mit dem Hof durch einen unterirdischen Geheimgang verbunden ist. Im Keller kann man sowohl Wein probieren als auch käuflich erwerben.

Domkapitelarchiv und Pfarramt

Beide Gebäude wurden in der Zeit von Bischof Klimó nach den Plänen des berühmten Architekten Sartory erbaut. Hier befinden sich der wertvolle Dokumentenbestand des Domarchivs, das Zeichnungsarchiv und das Nachlassmaterial der Domherren.

Das Domkapitelarchiv und Pfarramt

Sehenswert ist das Schmiedeeisentor der bischöflichen Gruft unter dem Archiv, das 1747 errichtet wurde. Das anschließende Lapidarium beherbergt eine der bedeutendsten Skulpturensammlung des ungarischen Mittelalters.

Die Mittelalterliche Universität

Hinter dem Dom kann man eine weitere Sehenswürdigkeit von Pécs entdecken: Die mittelalterliche Universität mit ihrer Ausstellung, die den Besuchern die reiche Vergangenheit der Stadt näher bringt und mit den Zeugnissen des Mittelalters und der Türkenzeit bekannt macht.

Blick auf die
Die Gründungsurkunde der ersten Universität Ungarns, und das ist die Universität von Pécs, wurde von Papst Urban V. am 1.September 1367 ausgestellt. Die päpstliche Bulle betonte auch die besondere Eignung von Pécs zum Kultivieren der Wissenschaften: schließlich gab es hier bereits eine Domschule und vier Klöster, die sich mit der Erziehung und Bildung befassten. Außerdem war das Gebiet um Pécs zu dieser Zeit eine der am dichtesten bewohnten Regionen des Königreichs Ungarn. In der Gründungsinitiative muss auch der Bischof von Pécs eine besondere Rolle gespielt haben, schließlich war er einer der Diplomaten und Vertrauensmänner von Ludwig I. von Anjou.

In der Ausstellung über die Mittelalterliche Universität
In Pécs sollte mit der Universität ein Studium Generale eingerichtet werden, „wo beide Rechte, also das Kirchenrecht und das Römische Recht auf ewig gelehrt werden“ sollte. An der Universität lehrte unter anderem auch Galvano di Bologna.
Bei den Ausgrabungen wurde der etwa 19 Meter lange und 6 Meter breite große Saal im Erdgeschoss freigelegt, von dem östlich und westlich je ein kleiner Saal angeschlossen ist. Auf der nördlichen Seite befindet sich längs des ganzen Gebäudes ein Korridor.

Die Mittelalterliche Universität von Pécs
Es ist nicht sicher, ob nach der Universitätsgründung ausschließlich in diesem Gebäude unterrichtet wurde. Die Ausstellung zeigt das freigelegte und restaurierte Universitätsgebäude und die Goldene Marienkapelle sowie die Befestigungsanlagen der Bischofsburg. 3D-Rekonstruktionen führen durch verschiedene Zeitalter und Trickfilme helfen zum Verständnis des mittelalterlichen Pécs.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Was es sonst noch zu sehen gibt:

Schlendern Sie doch vom Szèchenyi Platz Richtung stadtauswärts die Promenade oder Királystraße entlang. Hier finden Sie nicht nur zahlreiche Restaurants und Cafés zum Rasten und Verweilen, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten.

Hotel Palatinus

Es gehört zu den Hotels der Stadt: das Grand Hotel Palatinus. Seine Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts mit Imre Hamerli, einem Pécser Industriellen, der hier das Pannonia Grand Hotel eröffnet. Hamerli stammte ursprünglich aus der Schweiz und verdiente sein Geld in der Leder- und Handschuhindustrie. Das Hotel wurde auf dem ursprünglichen Gelände seines alten Wohnhauses und der Produktionsstätte gebaut.

Hotel Palatinus

Allerdings war es im Gegensatz zu seinen erfolgreichen Ledergeschäften kein lukrativer Geschäftszweig und so verkaufte er das Haus 1924. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht, erreichte es aber nicht mehr die alte Pracht. 1976 wurde es geschlossen und verfiel bis in die 1980 in einen Dornröschenschlaf. Heute hat es als Dreisternhotel wieder geöffnet und bezaubert seine Gäste vor allem durch die ausgezeichnete Lage und das Jugendstilambiente.

Sehenswert ist auch der große Festsaal, der nach Béla Bartók benannt ist, der hier 1923 ein Konzert gab.

Das Nationaltheater

Geht man weiter, nähert man sich dem Nationaltheater mit seinen beiden Brunnen, die vor allem an heißen Tagen für ein bisschen Kühlung sorgen und deren Skulpturen die Aspekte der Schauspielkunst darstellen und vom Pécser Bildhauer Sándor Rétfalvi gefertigt wurden.

Das Nationaltheater von Pécs
Das Gebäude des Nationaltheaters, das 1895 von Adolf Land und Antal Steinhardt im Neorenaissance-Stil entworfen wurde, dominiert aber ganz klar den Platz (Színháztér – Theaterplatz). Auf der Spitze der mittleren Kuppel steht eine bronzene Genius-Statue von György Kiss. Die Büsten der Fassade stammen von Erkel, Csiky und Szigligeti, die Reihe im Osten von Vörösmarty und im Westen war Kisfaludy tätig. Die Pyrogranit-Ornamente wurden natürlich in der Zsolnay-Fabrik gefertigt.

Der Brunnen vor dem Nationaltheater in Pécs
Im Nationaltheater finden sowohl Theater- und Opernaufführungen statt, es ist auch die Heimstätte des weltberühmten Pécser Balletts.
Die Pflastersteine des Platzes sind rund um die Brunnen und eine schwarze Gedenktafel angeordnet, die an das zweite Kloster der Dominikaner erinnert, das zwischen 1238 und 1688 hier gestanden hat.

Nationaltheater von Pécs (Detail)

Die Türken verwandelten dieses Gebäude in eine Moschee und auch ein muslimischer Friedhof wurde hier eingerichtet. Später, Ende des 17. Jahrhunderts kehren die Dominikaner wieder zurück, dann wurde das Gebäude in ein Lazarett umgewandelt und schließlich Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen um Platz für das Theater zu schaffen.

Das Vasváry Haus

Dieses Gebäude beeindruckt durch seine wunderschöne Fassade, die natürlich auch mit Zsolnay-Pyrogranitstuckaturen verziert ist. Es gehörte im 19. Jahrhundert einer der vornehmsten Familien in Pécs, den Vasvárys.

Das Vasváry Haus

Das Relief der oberen Etage zeigt mittels einem allegorischen, eine Frauengestalt darstellenden Ornament die Wappen der Familie und damit die Werkzeuge ihres Handwerks: Vorhangschlösser, Schere und zahlreiche Gegenstände aus Metall.

Das Vasváryhaus (Detail)

György Vasváry war ein wohlhabender Eisenhändler, der eigentlich aus Bayern stammte und Traiber hieß und sein Laden war – wie früher so üblich – auf der Straßenebene, seine luxuriöse Wohnung befand sich im Obergeschoss. Die Vasváry-Salons können in einer ständigen Ausstellung besichtigt werden.

Das Lyzeumkirche und das Gymnasium

Die spätbarocke Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von den Paulanern aus den Steinen eines türkischen Gebetshauses errichtet. Die Pläne stammten von einem Ordensbruder namens Máté Vépi. Benedek Virág, ein Dichter der Aufklärung hat hier im angeschlossenen Lyzeum seine Studien absolviert.

Die Lyzeumskirche in Pécs

1786 wurde der Paulanerorden aufgelöst und Bischof Ignác Szepesy ließ das Gebäude zum Lyzeum umbauen, in der Kirche fanden Gottesdienste für die Jugendlichen statt. 1923, als die Pressburger Elisabeth Universität nach Pécs verlegt wurde, wurde die Kirche zur Universitätskirche. Der Innenraum wurde neu vom Pécser Ernő Gebauer ausgemalt.

Das Lyzeum

1997 wurden die kirchlichen Grundstücke zusammen mit dem barocken Kirchengebäude und dem damit verbundenem Kloster den Paulaner Orden zurückerstattet. Heute ist im ehemaligen Klostergebäude das Széchenyi Gymnasium untergebracht.

Kossuth Platz

Wenn Sie den Széchenyi-Platz in südlicher Richtung, vorbei am Zsolnay Brunnen verlassen, gelangen Sie nach wenigen Minuten auf den Kossuth Platz, der ebenfalls nach einem großen ungarischen Politiker Lajos Kossuth, einem Zeitgenossen von Széchenyi benannt ist.

Der Kossuthplatz mit dem Kossuth-Denkmal

Der große Platz wurde im 19.Jahrhundert als Markt, in der Mitte des 20.Jahrhunderts als Busstation und darauf als Parkplatz verwendet. Heute ist es ein modern angelegter Platz mit einer geräumigen Tiefgarage darunter. Das große weiße Gebäude auf der rechten Seite stammt aus den Beginn der 1980er Jahre, beherbergt ein beliebtes Einkaufszentrum und besaß die erste Rolltreppe der Stadt.

Die Deak-Statue am Kossuth-Platz
Vis à vis des Einkaufszentrum wacht die Statue von Lajos Kossuth über dem Platz, links und rechts von einer Reihe Büsten flankiert, die alle an berühmte Ungarn, wie Ferenc Deak, Lajos Batthyány, István Széchenyi und andere erinnern.

Die Synagoge

Am Ende des Kossuth-Platzes findet man das wunderschöne Gebäude der Synagoge, die in den 1860ern von Frigyes Feszl, Károly Gerster und Lipót Kauser im romantischen Stil erbaut wurde. Zur dieser Zeit zählte die jüdische Gemeinschaft in Pécs rund 4.000 Mitglieder.
Schon vor der Türkenherrschaft hatten in Pécs schon Bürger jüdischen Glaubens gelebt, doch auch nachdem die Türken vertrieben wurden, dauerte es lange Zeit, bis sie sich wieder in Pécs niederlassen konnten, hatten die Pécser Bürger doch 1692 geschworen, allen nicht katholischen Menschen den Zugang zur Stadt zur verweigern. Dennoch stieg die Anzahl der Juden weiter und ihre Kultur pflanzte sich weiter fort. 1827 kauften sie einen Friedhof, 1843 wurde ein Bethaus im Engel-Haus in der Zrínyi Straße eingerichtet, 1843 erfolgte die Synagoge in der Citrom Straße, wo auch die berühmte Pécser jüdische Schule errichtet wurde.

Die Synagoge von Pécs
Am 22. Juli 1869 wurde die große Synagoge am heutige Kossuth Platz eingeweiht.
Während der deutschen Besatzung begann auch hier eine schwere Zeit für die jüdische Bevölkerung. Fast alle wurden 1944 nach Auschwitz deportiert, die meisten von ihnen starben in Arbeitslagern, nur wenige kehrten nach dem Krieg in die Stadt zurück.

Obwohl die Synagoge heute nicht mehr benutzt wird, ist sie zu bestimmten Zeiten für Besucher zugänglich. Zwischen 1980 und 1983 wurde die Außenfassade rekonstruiert, das Innere im Original bewahrt. Am 18.5.1981 wurde sie wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Die Hauptfassade ist in drei Teile geteilt, in deren Mittelteil findet sich in hebräischer Sprache ein Zitat von Jesaja (56,7): „Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden für alle Völker der Erde.“ Dementsprechend können die Gottesdienste von Gläubigen aller Religionen auch immer besucht werden.

Beachtenswert sind auch die sogenannten mosaischen Steintafeln, die am höchsten Punkt der Fassade angebracht sind und die Zahlen der Zehn Gebote zeigen, daneben sieht man an beiden Seiten Kolbenornamente.

Das Innere ist ebenfalls dreigeteilt und mit gezeichneten geometrischen Formen, sowie Blumen- und Obstornamenten geschmückt. Das Sanktuarium, dessen Mauer gegen Jerusalem gerichtet ist und dessen Decke Sterne und Sonnenaugen überziehen, wird mit einer verzierten Bronzerüstung vom Schiff getrennt. Hier befindet sich die Bundeslade, die aus vier Marmorsäulen und einer riesigen Kuppel besteht. Davor steht ein Lesetisch, auf dem das „Buch der Bücher“ liegt, in dem die Namen der in den Konzentrationslagern umgekommenen 3022 Märtyrer aufgelistet wurden. An den Seitenwänden vor dem Sanktuarium sind mit Trauerbinden umrahmte Tafel zu sehen, deren hebräische Aufschriften auf den letzten Gottesdienst aus 1944 erinnern, an dem auch noch jene Gemeindemitglieder teilnahmen, die später in den Konzentrationslagern starben.
Ein einzigartiges Merkmal der Synagoge ist auch ihre Orgel: sie ist die erste gebaute Orgel der lokalen Manufaktur „Angster“. Sie wurde 1869 gebaut und brachte den ersten großen Erfolg für den jungen Meister.

Die Granittafeln in der Vorhalle zeigen die Namen der ehemaligen Amtsträger wie die der Stifter des Heiligenvereins. Die Fingerschale in der linke Ecke symbolisiert die rituellen Waschungen der alten Zeiten, die darüber angebrachten Miniuhren zeigten die Gebetsordnung während der Gottesdienste an den Samstagen und den Feiertagen.
Neben der Kirche steht ein kleines Gebäude das einst die Schule der jüdischen Gemeinde war. In deren Hof steht eine kleine Synagoge, die die Mitglieder der derzeitigen kleinen Pécser jüdischen Gemeinde an den Wochentagen besuchen.

Die Post

Nicht weit entfernt vom Kossuth Platz kann man schon das Dach der Post durch die Baukronen blitzen sehen. 1901 wurde ein Wettbewerb für die Errichtung des Postpalais durchgeführt, der die verschiedenen Funktionen der Post an einer Stelle zusammenführen sollte.

Das Post- und Telegrafenamt von Pécs

Ernő Balász gewann den ersten Preis und wurde mit dem Bau beauftragt. Es ist sicher eines der schönsten Gebäude in Pécs. Fenster mit Baldachinen, die an die Gotik erinnern, französische Renaissancemotiv und ganz viel Jugendstil. Natürlich sind das Wappen an der Spitze der Fassade, die Reliefarbeiten und die Dachziegel aus der Zsolnay-Manufaktur. Auch heute noch ist in dem Gebäude, das zwischen 1902 und 1904 gebaut wurde, die Post untergebracht. Auch wenn Sie keinen Brief aufgeben möchten, schauen Sie auch ins Innere des Gebäudes: hier ist auch ein kleines Postmuseum beheimatet.

Im Inneren des Postamts

Tüke Zierbrunnen

Unweit vom Postpalais entfernt sorgt der Tüke Zierbrunnen in heißen Tagen für Abkühlung. Pécser Bürger hatten eine Stiftung zum Ziel der Stärkung des Selbstbewusstseins und des Zusammengehörigkeitsgefühls, sowie zur Pflege der Traditionen der Stadt.

Der Tüke Zierbrunnen mit Blick auf die Post

Auch dieser Brunnen wurde in der Zsolnay-Porzellanfabrik hergestellt, er besteht aus Pyrogranit und hat Einlagen, die mit einer Eosin-Glasur überzogen wurden. Weintrauben und Knospen sollen reiche Ernte und ewige Jugend symbolisieren. Aufgestellt wurde der Brunnen 1998, um gleich zwei Jubiläen zu feiern: den Geburtstag von Vilmos Zsolnay 170 Jahre zuvor und den 145. Jahrestag der Gründung der Zsolnay Porzellanfabrik.

Das Vilmos Zsolnay Denkmal

Dieses Denkmal liegt ein bisschen außerhalb der Touristenströme, wenn Sie aber noch nicht müde sind, lohnt es sich aber vom Postpalais noch ein bisschen südwärts zu wandern.

Das Zsolnay Denkmal
Das Denkmal ist der Mittelpunkt eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Szabadság- und Rákóczistraße. Es wurde zu Ehren des großen Töpfers - Vilmos Zsolnay – 1907 errichtet, sieben Jahre nach dem Tod des Meisters. Der Sockel ist fünfeckig, die Statue von Zsolnay, ein Werk von János Horvay, überragt die fünf sitzenden Figuren, die die Kunst der Töpferei, Bildhauerei, Architektur, Malerei und der Chemie zeigen und ein Werk von Sándor Apáti Abt sind.

Das Kodály-Zentrum

Es ist wahrscheinlich das modernste Gebäude, das wir hier diesmal vorstellen. Es war eine der wichtigsten und spektakulärsten Investition zum Kulturhauptstadtjahr Pécs 2010.
Am 16.Dezember wurde mit dem Konzertsaal eine der besten und inzwischen anerkanntesten musikalischen Einrichtungen Ungarns eröffnet. Maxim Vengerov, der Dirigent des Eröffnungskonzerts, nannte ihn gar eine Stradivari der Architektur.

Das Kodály-Zentrum
Das Angebot des Kodály-Zentrums ist einmalig, es wurden beim Entwurf des Konzertsaals nicht nur auf die Anforderungen moderner Akustik beachtet, sondern man achtete auch darauf, dass das Gebäude nicht nur für klassische oder moderne Konzerte geeignet ist, sondern wirklich multifunktional für Veranstaltungen eingesetzt werden kann. Egal ob es sich um große Konferenzen oder um Ballett oder Opern handelt, im Kodaly Zentrum kann all dies unter qualitativ hohen Bedingungen aufgeführt werden.

Beim Konzert im Kodály-Zentrum
Das Kódaly Center ist auch die Heimstätte der Pannonischen Philharmonie. Wenn Sie klassische Musik schätzen, sollten Sie auf jeden Fall das Programm des Centers studieren: www.kodalykozpont.hu. Derzeit ist es zwar nur in Ungarisch im Netz, aber ich denke, dass Sie ihre klassischen Lieblingsstücke auch in Ungarisch erkennen werden.

Weitere Museen und Veranstaltungsorte

Museen

Csontváry Museum (Csontváry Múzeum)
7621 Pécs, Janus Pannonius u. 11
Tel: +36 72 310 544 

Ethnographisches Museum (Néprajzi Múzeum)
7621 Pécs, Rákóczi u. 15
Tel: +36 72 315 629
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Archäologisches Museum (Régészeti Múzeum)
7621 Pécs, Széchenyi tér 1
Tel: +36 72 312 719
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Museum für Stadtgeschichte (Várostörténeti Múzeum)
7621 Pécs, Felsőmalom u. 9
Tel: +36 72 310 165
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Moderne Ungarische Galerie (Modern Magyar Képtár)
7623 Pécs, Papnövelde u. 5
Tel: +36 72 315 222

Naturhistorisches Museum (Természettudományi Múzeum)
7623 Pécs, Szabadság u. 2
Tel: +36 72 213 419
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kanizsai Dorottya Museum (Kanizsai Dorottya Múzeum)
7700 Mohács, Városház u. 1
Tel: +36 69 311 536
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bóbita Puppentheater und Puppenmuseum (Bóbita Bábszínház és Bábmúzeum)
7626 Pécs, Felsővámház u. 50
Tel: +36 72 210 301
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.bobita.hu

Veranstaltungsorte

Nationaltheater Pécs (Pécsi Nemzeti Színház) 
7621 Pécs, Perczel Miklós 17
Tel: +36 72 512 660
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pnsz.hu

Ballett Pécs (Pécsi Balett)
7621 Pécs, Színház tér 1
Tel: +36 72 525 697
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pecsibalett.hu

Kroatisches Theater Pécs (Pécsi Horvát Szinház)
7621 Pécs, Anna u. 17
Tel: 36 72 514 305 oder +36 72 210 197
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.horvatszinhaz.hu

Janus Theateruniversität (Janus Egyetemi Színház)
7630 Pécs, Zsolnay Vilmos utca 16
Tel: +36 72 501 500
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jesz.pte.hu

Haus für Kunst und Literatur (Művészetek és Irodalom Háza)
7621 Pécs, Szèchenyi István tér 7-8
Tel: +36 72 510 628 oder +36 72 510 629
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pmh.hu

Pannonische Philharmonie (The Pannon Filharmonikusok)
7622 Pécs, Breuer Marcell sétány 4
Kodály Zentrum Ticketbüro
Tel: +36 72 500 300 (englisch)
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kodalykozpont.hu oder www.pfz.hu

Ungarische Philharmonie (Filharmónia Magyarország)
7626 Pécs, Felsővámház u. 52
Tel: +36 72 891 400
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.filharmonia.hu

Freizeitmöglichkeiten mit Kindern:

Tiergarten von Pécs (Pécsi Zoo)
7635 Pécs, Ángyán János u.
Tel: +36 20 266 1908
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pecszoo.hu

Erlebnispark für die ganze Familie (MecseXtrém Park)
7628 Pécs, Árpádtető
Tel: +36 72 515 927
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.mecsextrem.hu

Central Wakeboard Park
7632 Pécs, Faiskola u.
Tel: +36 30 468 4490
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.centralwake.hu und www.facebook.com/centralwake

Fernsehturm und Aussichtsrestaurant (Pécsi Tv-torony és Kilátó Étterem)
7635 Pécs, Misina tető
Tel: +36 72 336 900 oder +36 30 300 5673
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.tvtoronypecs.hu

Weitere Infos, Bildershow und Plan

Weitere Informationen über Pécs finden Sie auch hier:

www.budapest.com/ungarn/stadte/pecs/sehenswurdigkeiten.de.html
www.iranypecs.hu
www.tedeempecs.hu
www.zsolnayviertel.hu/
http://www.zsolnaynegyed.hu/csaladtortenet
http://www.kodalykozpont.hu

Die Touristeninformation Pécs finden Sie hier

Tourinform Pécs
7621 Pécs, Széchenyi tér 1
Tel: +36 72 213 315  oder +36 72 511 232
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.iranypecs.hu

Mehr über einen Tag im Zsolnay-Kulturviertel finden Sie hier auf www.enricosreisenotizen.eu und hier finden Sie unseren Hotel-Tipp für Pécs.

Der Pécser Bummelzug  (Pécsi városnéző kisvonat)

Mit dem Bummelzug kann man in 45 Minuten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der 2000 Jahre alten Stadt kennenlernen. Abfahrt/Ankunft ist der Széchenyi tér (Hauptplatz - gegenüber dem Rathaus).'
Von Montag bis Sonntag ist der Bummelzug von 10:00 bis 17:00 Uhr in Betrieb, zu jeder vollen Stunde. Bitte erkundigen Sie sich trotzdem bei der Touristeninformation über die aktuellen Betriebszeiten.

Bildershow Pécs

Plan von Pécs: 

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