Edel sei der Brand und wohlschmeckend der Essig. Hier geht es nicht um Schnaps und normalen Essig – beim Gölles geht es um kleine Köstlichkeiten, die jedes Essen verfeinern.

Bei den Edelbänden schmeckt man die Bedeutung des Wortes „edel“, bei der Essigverkostung kann man zwischen klassisch, kreativ und exklusiv wählen, wer das Alter schätzt, dem sei die XL-Serie ans Herz gelegt und kein Besucher sollte die Manufaktur verlassen ohne das Himbeer-Essig-Gelee gekostet zu haben.

In der Steiermark, nahe der Riegersburg, in Stang liegt die Gölles Manufaktur für edlen Brand und feinen Essig, deren Erzeugnisse nicht nur in der österreichischen Gastronomie geschätzt werden.

Alois Gölles

Alois Gölles wuchs mit und im Obstgarten auf. Bereits sein Vater beschäftigte sich mit Obstanbau und der Obstverarbeitung. Der Sohn absolvierte die Grazer Obst- und Weinbauschule und ging schließlich auf Erkundungstour. 1979 kehrte er nach Stang zurück und übernahm das Familienunternehmen. Bereits da wusste er, dass er mit der Erzeugung von Obstsaft und Obstweinen dem väterlichen Betrieb nicht das Überleben sichern konnte. So begann er langsam – eigentlich nebenbei – seine Edelbrände zu entwickeln. Gölles ging allerdings mit einer anderen Sichtweise an die Sache heran: wurden früher für das Brennen eher minderwertige Früchte verwendet, die zu nichts anderem mehr zu gebrauchen waren und stellte das Brennen eigentlich den letzten Schritt in der Verwertungskette des Obstes dar, verarbeitete Gölles von Beginn an nur die besten und am schönsten gereiften Früchte, die vor seiner Haustüre auf dem Familiengut wuchsen.

Das Essig-Lager

Aber auch das Brennen wurde „revolutioniert“: nach seinen Plänen entstand aus Kupfer, Stahl und vielen Ideen die Brennerei, in der man in traditioneller Art, aber mit modernster Technik im doppelten Brennverfahren destillieren konnte und es war gar nicht so einfach ein Unternehmen zu finden, dass seine Ideen technisch umsetzen konnte. Der Erfolg kam nicht über Nacht – es dauerte einige Zeit bis Konsumenten und Spitzengastronomen lernten, dass hier nicht ein einfacher Obstler herkömmlicher Art gebrannt wurde. Die Kultivierung und natürlich Verwendung alter Obstsorten wie Maschansker, Kriecherl, Sau- und Hirschbirnen trugen jedoch mit der Zeit ebenso zum Ruf bei, wie die Lagerung von speziellen Sorten in Eichenfässern, wie z.B. die Alte Zwetschke, womit Gölles bewies, dass ein Edelbrand nicht immer klar sein muss. Gölles erkannte rechtzeitig die Bedeutung der alten Sorten und schritt beim „Ausgangsprodukt“ ebenfalls zu Selbstversorgung: anstatt die Tafelobstplantagen zu erweitern, pflanzte er in nächster Umgebung seines Hofes mehr als tausend Kriecherl-, Hauszwetschken-, Maschansker- und Saubirnenbäume an. Heute ist er bei den meisten Sorten „Selbstversorger“, nur Marillen kommen aus dem Burgenland und aus Ungarn und auch für den Vogelbeerschnaps muss zugekauft werden.

Der Schnapskeller

Im 1993 aus alten Ziegeln erbauten Schnapskeller können Sie im Rahmen einer Führung auch den einen oder anderen Brand oder Likör (auch die gibt es bereits im Sortiment) verkosten. Hier lagern auch die Fässer, in denen der Alte Apfel oder die Alte Zwetschke mindestens acht Jahre reifen und dadurch Farbe und Geschmack verändern, so werden sie eher weich und haben einen Hauch von Vanillearomen.

Hier reifen die edlen Brände

Bedenken Sie, dass Edelbrände immer bei Zimmertemperatur getrunken werden müssen – niemals kalt! Der echte Edelbrand würde dadurch sein Aroma verlieren.

Die Essig Manufaktur

Beim Gölles bekommt man aber nicht nur edel Gebranntes zu Verkosten und in einem traumhaften Shop natürlich auch zum Kaufen, sondern auch viele wunderbare Essigvarianten.

Bei der Essigverkostung

Auch hier gilt das „Gölles-Prinzip“: ausschließlich makellose Früchte, gute Weine, Bier oder Most von hervorragenden Winzern werden verwendet, mit Sorgfalt gemaischt, vergoren und bis zur Geschmacksharmonie gereift. 1984 begann Alois Gölles mit der Essig-Produktion und es war anfänglich ein harter Weg. Obwohl bereits bekannt durch seine hervorragenden Edelbrände dauerte es auch beim Essigsortiment einige Zeit, um am Markt Anerkennung zu erreichen, auch waren einige Lehrjahre für die Herstellungstechniken erforderlich – immerhin produzierte Alois Gölles als erster in Österreich einen Apfel-Balsam. Inzwischen werden pro Jahr ungefähr 60.000 Liter Essig produziert und im Keller lagern ca 1.200 Fässer, während fruchtige Sorten wie Tomaten-, Bier-, Kirsch- oder Quittenessig in Edelstahltanks gelagert werden. Die „Balsam“-sorten brauchen im Fass mindestens neun bis zehn Jahre für ihre Geschmacksentwicklung Apfel-, Rot- und Weißweinessig lagern drei Jahre und die kreativen Sorten verbringen zwei bis drei Jahre im Stahltank.

Hier werden die edlen Tropfen gebrannt
Die richtige Lagerung ist für die hohe Qualität der Balsamessige besonders wichtig: durch die lange Lagerung wird die Säure immer milder und angenehmer, bei den ganz alten Sorten steht eine eigene Süße zu Beginn des Essiggeschmacks und die milde Säure merkt man erst zum Schluss.

Auch Johann Lafer ist hier anwesend ...

Während einer Führung kann man auch die Essige verkosten, die man in drei Gruppen einteilen kann:
Die klassischen Essige aus sortenreinen Weinen sowie steirischen Mostäpfel und –birnen sind mindestens drei Jahre im Eichenfass gelagert und zeichnen sich mit einer elegant-säuerlichen Würze der klassischen Art aus.

Die kreativen Essige, wie Tomaten-, Marille- oder Quittenessig, werden ausschließlich aus dem vergorenen Saft der Früchte gewonnen und schonend gepresst, um den feinen Fruchtgeschmack zu erhalten.

Bei der Schnapsverkostung

Die Balsam Essige erhalten ihre typische Süße ausschließlich aus der Frucht und gewinnen durch eine lange Lagerung von mindestens acht Jahren in kleinen Eichenfässern ihre Ausgewogenheit und Aromakraft.

Kosten Sie sich durch und veredeln Sie ihre Speisen, egal ob Sie gerne asiatisch, mediterran oder deftig kochen. Kaum ein Gericht oder ein simpler Salat, der durch die Beigabe hervorragender Essig und Öle nicht zur Spezialität wird. Einfach einmal ausprobieren …

Was nehmen wir mit - aus dem Shop??

Gölles Manufaktur für edlen Brand und feinen Essig
8333 Riegersburg, Stang 52
Tel: +43 3153 75 55
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.goelles.at

Öffnungszeiten (Abhof-Verkauf): Montag bis Samstag von 8.00 bis 17.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen.

Führungen & Verkostungen: Montag bis Samstag jeweils um 10.00 Uhr und um 14:00 Uhr, Gruppen ab 10 Personen gegen Voranmeldung. Auf der Website ist es möglich online eine Führung zu buchen.




Größere Kartenansicht

Kommentare (0)

There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

Posting comment as a guest.
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location

Event Suche

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Wir freuen uns sehr, wenn Sie unsere Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen. Vielen Dank.

Mein Unterstützungsbeitrag:
Zum Seitenanfang