Auch hier zeigt sich die Vielfältigkeit der slowenischen Landschaft: felsig und karg, Heidelandschaft, ein Labyrinth an Steinmauern - all das ist hier zu finden.

An Weg nach Štanjel
Die Bora ist hier zu spüren, die die wenige Erde von der felsigen Landschaft wischt und doch ist der der Anblick fast magisch wenn man auf einem der höheren Hügel steht und die Sonne ins Meer versinken sieht. Daneben kann man sich noch mit einem Glas hervorragenden Wein verwöhnen lassen, den luftgetrockneten Schinken probieren (am besten im Proscuitto-Haus Kobjeglav) und auch einiges an Kultur in den alten steinernen Dörfern kennen lernen

Auch hier zeigt sich die Vielfältigkeit der slowenischen Landschaft: felsig und karg, Heidelandschaft, ein Labyrinth an Steinmauern - all das ist hier zu finden.

An Weg nach Štanjel
Die Bora ist hier zu spüren, die die wenige Erde von der felsigen Landschaft wischt und doch ist der der Anblick fast magisch wenn man auf einem der höheren Hügel steht und die Sonne ins Meer versinken sieht. Daneben kann man sich noch mit einem Glas hervorragenden Wein verwöhnen lassen, den luftgetrockneten Schinken probieren (am besten im Proscuitto-Haus Kobjeglav) und auch einiges an Kultur in den alten steinernen Dörfern kennen lernen

Štanjel

Einen Besuch von Štanjel sollte man keinesfalls verpassen. Wenn Sie genügend Zeit haben, lassen Sie sich von einem Fremdenführer die Stadt zeigen und scheuen Sie keinesfalls den Weg zur Vila Fabiani. Zur Einstimmung geben wir hier kurz einen Überblick.

Geschichte

Das Dorf ist eine der ältesten Siedlungen im Karst. Obwohl überall zu lesen ist, dass sein Name vom Schutzheiligen der Kirche, dem Heiligen Daniel stammt, hatte unser Führer eine andere Erklärung. Der Ort wurde im Mittelalter eigentlich nach dem Heiligen Engel benannt. Erst mit dem Bau der neuen Kirche und ihrem Schutzpatron Daniel wurde der Name geändert:



Die Gegend um den Hügel war schon in prähistorischer Zeit besiedelt, schon in der Eisenzeit, vor rund 3000 Jahren lebten Menschen auf dem Hügel von Štanjel. Ausgrabungen haben bestätigt dass die Anfänge bis in die Hallstattzeit zurückreichen. In dieser Zeit entstand auch die erste Festung auf dem Hügel Thurn (castelliere), die später die Römer eroberten und erweiterten. Schon damals schätzen die Bewohner die strategische Lage, die es gestattete die Kontrolle der Passage vom Karst ins Wippachtal auszuüben.

Blick auf Štanjel

Diese Lage führte auch dazu, dass die Festung im Mittelalter zu einem wichtigen Handelsposten heranwuchs. Die Siedlung, die erstmalig 1402 im Görzer Urbar Erwähnung findet erstreckte sich auf den umliegenden Terrassen und unterstand den Grafen von Görz. Diese ließen auch die typische Festungsmauer im 15. Jahrhundert bauen, die die Bewohner vor den Türkeneinfällen schützen sollte. Nach dem Tod des letzten Grafen von Görz, Leonhard, ging auch Štanjel in den Besitz der Habsburger über und verlor mehr und mehr seine Bedeutung als wichtiger Handelsposten. 1508 wurde die Siedlung für kurze Zeit von der Republik Venedig eingenommen. Nach den Görzer Grafen übernahmen die Grafen Cobenzl die Herrschaft. Ihre Familienmitglieder zählten zu den diplomatischen Vertretern des Hauses Habsburg. Sie bauten das Schloss zu einer ihrer Residenzen um und nutzten die Kirche als Familiengrabstätte.

Der Karst war das Hinterland der Isonzo-Front

1906 wurde Štanjel an die Karst-Bahn angeschlossen, der Bahnhof liegt auf dem Karst Plateau.

Der Erste Weltkrieg prägte auch hier den Ort. Obwohl nie in direkte Kämpfe verwickelt, gehörten der Ort und der ganze Karst zum Hinterland der Isonzo-Schlachten. Hier waren die großen Servicezentren des Militärs aufgebaut, hier wurden die Verwundeten versorgt, das Kriegsmaterial ebenso wie die Verpflegung der Soldaten verteilt.

Wilder Spargel

Es findet sich auch in unmittelbarer Umgebung einer der großen Soldatenfriedhöfe und auch bei unserer Wanderung von der Vila Fabiani nach Štanjel kann man die alten Kreuze in den Feldern sehen.

Am Fabianiweg
Während der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen prägte der Architekt Max Fabiani das Aussehen des Ortes. Fabiani hatte in Wien studiert, war ein Schüler Otto Wagners und hatte am Bau der Urania mitgewirkt. Er empfand es als Pflicht nun in seine Heimat zurückzukehren und hier Verantwortung zu übernehmen. Von 1935 bis 1945 war er auch Bürgermeister der Ortschaft. Der Ferrarigarten ist hier vielleicht das größte Werk – neben seiner Vila und des Guts – das man heute noch bewundern kann. Fabiani erwirkte auch bei der italienischen Besatzungsmacht – das Gebiet wurde nach dem Ersten Weltkrieg italienisch – dass er Mittel für die Renovierung des Schlosses zur Verfügung gestellt bekam. Viele seine Mitbürger sahen in ihm allerdings einen Kollaborateur mit der Besatzungsmacht und einen Anhänger der Faschisten, was dazu führte, dass er nach dem Zweiten Weltkrieg die Stadt verlassen musste. Erst heutzutage beginnt seine langsame Wiederentdeckung.

In Štanjel

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf teilweise von jugoslawischen Partisanen niedergebrannt und auch das Schloss schwer beschädigt. Erst in den 1960er Jahren begann die Erneuerung und Renovierung des alten Ortskerns und des Schlosses und dauert heute noch an.

Der Ferrarigarten

Der Garten gehörte zur „Villa Ferrari“. Zu dieser Villa für seinen Schwager, den Triester Arzt Enrico Ferrari, hatte Fabiani eine aus dem Mittelalter stammende Häuserzeile zusammengefasst. Max Fabiani kaufte die meisten in der ersten Reihe gelegenen Gebäude oberhalb des Parks und auch einige in der zweiten Reihe auf und renovierte sie. Ihre Straßenseite blieb aber unverändert. Die dem Park zugewandte Seite der Häuser ist als Landvilla mit Park gestaltet.

Blick auf den Ferrarigarten

Ferrari wollte hier eigentlich ein Gesundheitszentrum für Atemwegsbeschwerden wie Asthma oder der damals gefürchteten Tuberkulose errichten. Štanjel sollte durch seine Lage zum Luftkurort werden. Doch der Zweite Weltkrieg beendete all diese Vorhaben. Danach waren Personen mit italienischer Abstammung ebenso wenig erwünscht, wie Privatbesitz und Privatinitiativen. Ferrari „verkaufte“ daher sein Anwesen zu einem symbolischen Preis. Danach verfiel es viele Jahre. Erst in den letzten 10 – 15 Jahren hat man seinen Wert erkannt und kümmert sich nun wieder darum.

Die venezianische Brücke
Die Parkanlage dazu entstand nach und nach, man nimmt an zwischen 1925 und 1935. Fabiani verwendete dazu traditionelle, für die Karstlandschaft typische Elemente wie Terrassen, Stützmauern aus Stein, Treppen und Pergolen, die er aber auch mit Modeideen der damaligen Zeit ergänzte: so entstanden ein Aussichtspavillon, das ovale Wasserbecken mit den zwei Inselchen und einem „venezianischen“ Brückchen und eine künstliche Grotte mit einer „Botticelli“-Muschel und Wasserfontänen.

Der Aussichtspavillon

Auch in der Materialauswahl ging der Architekt innovativ ans Werk: für einen Großteil der Strukturen wurde Beton eingesetzt, ein Material, das sich in dieser Zeit noch nicht überall durchgesetzt hatte. Die Gestaltung des Gartens wurde auch optimal an die Lage und die Form des Geländes angepasst.

Villa Ferrari

Zur Villa und zum Park führt ein Panoramaweg um den Hügel herum, der sein Ende bei dem schmiedeeisernen Tor mit dem Monogramm des Besitzers hat. Der Ferrarigarten, in dem in der Gegenwart auch Hochzeiten stattfinden, wurde wegen seiner kulturellen, landschaftlichen, künstlerisch-architektonischen, geschichtlichen Eigenschaften 1999 zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.

Das Bewässerungssystem

Eine Besonderheit des Parks ist das Wasserbecken, das mit Wasser aus dem eigens dafür entwickelten Wassersystem versorgt wird, das auch von Fabiani stammt und sich einem der größten Probleme des Karsts annimmt: der Wasserversorgung.

Der Wasserspeicher und Teich

Fabiani schuf in Štanjel ein Wasserleitungssystem, das mit Hilfe eines komplexen Systems von Zisternen, Wasserleitungen, Abfluss- und Bewässerungskanälen das Regenwasser sammelte und verteilte. Damit konnte die Villa und der Park mit seinen Gemüse- und Blumenbeeten bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit fließendem Wasser versorgt werden. Und dies nicht nur für den täglichen Bedarf, sondern auch zur Unterhaltung und Zierde. Allerdings hatte auch das Wasserbecken mit seinen Fontänen praktische Gründe: es diente vor allem als Wasserspeicher, mit dem man den Garten und die Felder in der Doline unterhalb des Parks bewässern konnte.

Im Winter wurde das Eis auf der Wasseroberfläche gebrochen und in der „Eisgrotte“ unterhalb des Aussichtspavillons aufbewahrt.

Leider wurden das System im Zweiten Weltkrieg wie auch einige Häuser und der Turm, der das nordöstliche Ende des Gebäudekomplexes abschloss, zerstört.

Im Gemeindebrunnen wird das Regenwasser gesammelt

Eine Zisterne in der Stadt, in die die steinernen Regenrinnen enden, kann man noch heute beim romanischen Haus bewundern. 15 Meter geht es in die Tiefe, andere Brunnen des Ortes mussten noch tiefer gegraben werden. Ungefähr 100m3 Wasser können in diesem Gemeindebrunnen gespeichert werden, wenn er bis zum Rand gefüllt ist. In der Vergangenheit musste diese Menge an Wasser oft für 500 Menschen in der Trockenheit des Sommers reichen. Hier war früher der Mittelpunkt des Ortes, bei dem sich die Frauen beim Wasser holen trafen.

Auch die Regenrinnen sind hier aus Stein

Schon lange zurück in der Vergangenheit wurde das Regenwasser gesammelt: es gab zwei unterschiedliche Systeme. Das saubere Wasser aus den Dachrinnen wurde zum Duschen etc. verwendet, das Wasser aus den Straßen für die Bewässerung der Felder.

Das Schloss

Kommt man den Weg von der Vila Fabiani über den Ferrari-Garten tritt man durch den Turm in die Stadt und ist wenige Schritte später im Schlosshof. Der alte Ortskern wird vom Schloss dominiert, das die Habsburger als viel kleineres mittelalterliches Gebäude nach dem Aussterben der männlichen Linie der Görzer Grafen erbten. Bis 1810 herrschten dann die Grafen Cobenzl in Štanjel, von einer kurzen venezianischen Unterbrechung abgesehen, danach ging der Ort in den Besitz der Familie Coronini aus Kromberk über. Später wechselte der Besitz ziemlich häufig.

Im Schlosshof

1583 begann die Familie Cobenzl das Schloss umzubauen, 1661 wurde es zu einem Barock- und Renaissanceschloss umgestaltet, so wie wir es heute kennen, acht Jahre danach wurde der Bau der zweiflügeligen Residenz mit einer hohen Mauer und einem monumentalen Renaissanceprotal abgeschlossen.

Im Ersten Weltkrieg diente das Gebäude der österreichischen Armee als Krankenhaus der Offiziere und in der Zwischenkriegszeit begann Max Fabiani als Bürgermeister der Stadt das Schloss zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens aus- und umzubauen: es beherbergte eine Schule, den Gemeindesitz, eine Bibliothek, eine Ambulanz und der Schlosshof wurde im Sommer für zahlreiche Veranstaltungen genutzt.

Durch das Tor geht es in die Stadt zum Schlosshof
Der Zweite Weltkrieg unterbrach diese Entwicklung. Durch einen Partisanenangriff wurde das Gebäude stark zerstört, lange kümmerte sich niemand um seine Erhaltung. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann man mit der Renovierung, die bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

Heute (2017) ist bereits eine Galerie eröffnet, die Werke des slowenischen Malers und Grafikers Lojze Spacal zeigt. Spacal zählt zu den bedeutendsten slowenischen Künstlern der Nachkriegszeit, der vor allem durch seine Grafiken berühmt wurde. Viele seiner Holzschnitte kann man auch in der Galerie besichtigen. Der Künstler wurde in Triest geboren, wo er lebte und arbeitete. Eines seiner Ateliers war auch in Škrbina, dort befindet sich auch seine letzte Ruhestätte.

Im Schlosshof

Bei unserem Besuch war in der Galerie außerdem eine Ausstellung über Bienen und Imkerei zu sehen, die ebenfalls in Slowenien besondere Bedeutung in der Gegenwart und in der Vergangenheit hat.

Im neu renovierten Teil des Schlosses sind auch das Tourismusbüro und ein Café untergebracht. Es lohnt sich im alten, schattigen Schlosshof zu sitzen, seinen Café zu genießen und einen Blick auf den Steinbrunnen aus 1694 anzusehen. Verpassen Sie auch nicht einen Blick auf das Wappen der Grafen von Cobenzl zu werfen, das über dem Barockportal angebracht ist, durch das man den Schlosshof betritt.

Im Schlosshof gibt es immer wieder Veranstaltungen

Im Schlosshof und auch vor dem Tor kann man oft verschiedene kunsthandwerkliche Souvenirs erwerben, die hier von Künstlern aus der Gegend angeboten werden. An manchen Tagen finden im Schlosshof auch die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt.

Die Steintreppen führen ins Dorf

Will man seinen Spaziergang durch das alte Dorf fortsetzen, kann man über die alte Steintreppe gehen, die die beiden unterschiedlichen Hofebenen verbindet.

Das Karsthaus

Das Karsthaus oder romanische Haus ist ein kleines einstöckiges Steinhaus mit der typischen Architektur des Dorfes. Hier wurde, wie bei vielen anderen Häusern des Dorfes, Stein als Baumaterial verwendet. Außerdem sind hier auch noch die steinernen Regenrinnen erhalten, die das Regenwasser vom Steindach in den öffentlichen Steinbrunnen abgeleitet haben.

Im kleinen Museum

Im Inneren des Hauses befindet sich eine ethnologische Sammlung, bei der man auch die unterschiedlichsten Werkzeuge entdecken kann.

Die Kirche des Heiligen Daniel (Sveti Danijel)

Anstelle des alten Kirchengebäudes wurde von 1455 bis 1460 die neue Pfarrkirche des Heiligen Daniel erbaut, die trotz ihres späteren Umbaus in den Barockstil bedeutende Anzeichen gotischer Architektur im Karst zeigt. So sind auf der Außenseite noch zwei gotische Eingänge und zugemauerte Fenster sowie eine Reihe äußerer Stützen bei Presbyterium zu erkennen und auch im Inneren finden wir einen gotischen Spitzbogen auf dem Weg zum Presbyterium.

Im 17. und 18. Jahrhundert erhielt die Kirche dann ihr barockes Erscheinungsbild. Die Steinaltäre, ebenfalls im Barockstil, wurden vermutlich von der Künstlerwerkstatt Lazzarini aus Görz gefertigt. Sehenswert ist auch die Reliefdarstellung des Schlosses Štanjel auf dem Hauptaltar, der auch mit zwei Holzstatuen des steirischen Bildhauers Johann Straub geschmückt ist.

Der außergewöhnliche Kirchturm von Sveti Danijel
Der Kirchturm, der durch seine einzigartige Turmspitze bereits von weitem zu sehen ist und zum Wahrzeichen von Štanjel wurde, stammt aus dem Jahre 1609, wurde allerdings 1944 zerstört. Es war Max Fabiani, der einen Renovierungsplan ausarbeitet und die italienische Militärverwaltung überzeugte, die Renovierung zu finanzieren. Leider gelang es damals nicht mehr das Kircheninnere zu erneuern, 1950 waren die Geldmittel erschöpft, die Fabiani für seine Renovierungsarbeiten zur Verfügung standen.
Außen wie im Inneren befinden sich Grabsteine der Grafen Cobenzl und anderer Familien, an der Fassade der Sakristei ist ein Denkmal für Bischof Anton Mahnič angebracht, das von Evgen Guštin gestaltet wurde.

Die Gässchen von Štanjel

Zeitweise lebten nur mehr 40, fast nur ältere, Menschen in dem kleinen Ort, heute kehren viele wieder hierher zurück. Man hört auch wieder Kinder lachen. Zimmer werden für Touristen angeboten und die neue mobile Arbeitswelt macht es möglich, auch in einem kleinen mittelalterlichen Dorf seiner Arbeit nachzugehen.

Im Sommer finden immer öfter auch Steinmetz-Workshops für Touristen statt. Dann klingen die Schläge der Hobby-Steinmetze anstelle von Handy-Läuten durch die engen Gassen. Die Besucher werfen die Hektik ihres Alltags ab, lauschen ebenfalls den Klängen und beginnen wieder – zu leben.

Weitere Informationen erhalten Sie im Tourismusbüro:
TIC Štanjel
6222 Štanjel, Štanjel 1a
Tel: +386 5 769 00 56 oder +386 41 383 986
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stanjel.eu

Kobdilij

Villa und Gut Fabiani

Max Fabiani war ein international tätiger und berühmter Architekt, der hier in Kobdilij geboren wurde. Über den Fabiani-Weg kann man heute noch von Štanjel nach Kobdilij wandern und das Gut, das nun von Blanka und Andrej Malgaj seit 2014 einer langsamen Renovierung unterzogen wird, und das bereits jetzt schon als eine der schönsten Hochzeitslocation in ganz Slowenien gilt, besuchen.

Villa und Gut Fabiani

Das Gut Fabiani war einst als Weingut sehr erfolgreich. Das könnte unter anderem daran gelegen haben, dass sich sogar zwei Quellen auf dem Gebiet des Guts befinden, und das Gut daher nicht mit der im Karst üblichen Wasserknappheit zu kämpfen hatte. Fabiani richtete sogar eine Tränke für die Tiere des Ortes Kobdilij ein, damit auch seine „Nachbarn“ in den Genuss der „nie versiegenden Quelle“ kommen konnten.

Villa Fabiani

Vor dem Ersten Weltkrieg besaß die Familie Fabiani über 900 Hektar in der Umgebung, dann wurde ein Teil verkauft, ein Teil nationalisiert und nach dem Zweiten Weltkrieg blieb nur mehr dieses Teil des Besitzes mit an die 2,5 Hektar übrig. Im Stil ist es eine toskanische Villa, alle Häuser haben ihren eigenen Namen und auch ihre eigene Seele.

Die Büste von Max Fabiani
Das Gut wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, es gibt sogar Pläne von Max Fabiani wie er gedachte die Gebäude wieder zu renovieren, doch sein Geld war zu Ende und so konnten die Renovierungsarbeiten nicht mehr durchgeführt werden.

Die Pläne von Max Fabiani

Heute ist das Gut denkmalgeschützt und steht bereits teilweise für die Öffentlichkeit offen. So sind Räumlichkeiten wie auch der Garten teilweise schon renoviert und stehen Gruppen, Veranstaltungen und für Hochzeiten zur Verfügung. Auch der Garten mit der Quelle kann an manchen Tagen bereits besichtigt werden und wenn Sie die Möglichkeit dazu haben sollten Sie das unbedingt tun.

Die Wunschbank unter der Pergola bei der Villa Fabiani
Durch eine lange Pergola, vorbei am Weingarten, in dem man die verschiedenen Rebensorten aus Slowenien kennen lernen kann, kommt man dann zur Quelle und zur Tränke. Nehmen Sie aber auf jeden Fall auf der „Wunschbank“ Platz – eine steinerne Bank, die eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung und den Weingarten bietet, aber auch eine historische Geschichte. Bei dieser Bank soll der Vater von Max Fabiani, Anton um die Hand seiner Frau Charlotte angehalten haben. Heute ein beliebter Ort für die Hochzeitsfotos, aber nicht nur: die „Bank“ soll auch Wünsche von allen erfüllen, die auf ihr Platz nehmen.

Die Tränke des Guts

Wenn Sie durch den Garten und das Gut streifen finden Sie in jeder Ecke wieder etwas zu Staunen, ob dies ein alter Traktor aus der Sammlung von Andrej Malgaj ist oder einfach ein Sitzplatz mit einem steinernen Tisch, eine alte steinerne Treppe, die auf eine andere Terrasse führt oder eine schöne Rose, die gerade erblüht ist, man kann sich nicht so richtig satt sehen. Oder es geht in die „Grotte“ zur zweiten Quelle und wenn man etwas Glück hat, zeigt die Gutsherrin ihr neues Projekt: die Seidenraupenzucht.

Die Seidenraupen freuen sich über die Maulbeerbaumblätter

Es ist nicht verwunderlich, dass dieses Projekt gerade hier stattfindet: ist doch ein weiteres Highlight des Guts der riesige, mehrere Jahrhunderte alte Maulbeerbaum vor der Villa. Ein Unikum in Slowenien und ein geschützter Teil des Naturerbes. Dieser Baum ist auch Namensgeber des historischen Liebesromans „Der Maulbeerbaum der Fabianis“ von Renato Ferrari, der damit das Landgut auch literarisch zu einer Legende machte. Auch heute ist es noch wunderschön unter seinen Ästen und Blättern das Frühstück einzunehmen oder am Abend bei einem Glas Wein zu chillen.

Der berühmte Maulbeerbaum vor der Villa

Zu Ehren Max Fabianis hat man im Gedenkjahr 2015 – zu seinem 150. Geburtstag – eine Büste aufgestellt. Gleich daneben entsteht ein Highlight für die Autofans unter den Besuchern – hier soll ein Porsche Museum entstehen. Derzeit schaut man noch ein wenig in die weitere Vergangenheit zurück: im Moment gibt es nicht nur zwei Kutschen zu sehen, sondern auch einiges über die Geschichte des Guts, über Max Fabiani und seine Pläne. Die Porsche Liebhaber müssen also noch ein wenig warten.

Hier entsteht ein kleines Museum

Machen Sie sich also auf – von Štanjel nach Kobdilj. Sie werden es nicht bereuen.

Die Villa Fabiani

Villa Fabiani
6222 Štanjel, Kobdilj 39
Tel: +386 41 315 580 (Blanka Malgaj) oder +386 41 784 674 (Katarina Malgaj)
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
https://www.facebook.com/zavodFabiani/ (Website im Aufbau)

Wer mehr über die Übernachtungsmöglichkeiten in der Villa erfahren möchte, findet dieses hier.

Die Spezialitäten des Karsts

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und so ist es auch hier: Wein und Schinken – was will man mehr.

Prosciutto vom Feinsten
Neben vielen ausgezeichneten Restaurants in der Gegend, auf die wir auf unserer Restaurantseite hinweisen und genauer beschreiben, wollen wir hier kurz jene Speise vorstellen, die Sie im Karst unbedingt verkosten müssen:

den Pršut!

Wer mehr über die Herstellung dieses edlen Schinkens erfahren möchte, macht sich am besten auf ins Prosciutto Haus nach Kobjeglav, wo Simo Komel das Zepter schwingt. Egal, ob Sie nun „nur“ für die Schinkenverkostung oder für ein „normales“ Mittag- oder Abendessen vorbeikommen, es wird Ihnen schmecken.

Für Gruppen gibt es außerdem im „alten Prosciutto-Haus“ eine kleine Ausstellung, die man im Rahmen einer Führung besichtigen kann und so (fast) alles über die Herstellung des Schinkens erfahren kann.

Geräuchert wird im alten Prosciuttohaus
Dann muss man auch unbedingt den Shop besuchen, wo die diversen Schinken schon auf Ihre Käufer warten. Wir waren natürlich auch dort und natürlich wurde auch hier wieder einmal mein Bankkonto geschmälert. Nachdem wir das gute Stück aber dann zu Hause auch noch mal verkostet haben, kann ich nur sagen: jeder Cent ist es wert. Man gönnt sich schließlich ja sonst nichts. Mehr über unsere Schinkenverkostung finden Sie hier.

Wein

Im Karst sind vor allem drei autochthone Sorten zuhause: Teran, ein Rotwein, Picolit, ein Weißwein, dessen kleine Trauben ein besonderes Merkmal darstellen und der oft auch als Dessertwein gekeltert wird und Laški Rizling.

Schöne Farbe, nicht wahr?
Am besten Sie machen eine Weinverkostung und eine Kellertour bei Vino Kras, wo Sie einiges über die kleine Weinregion Karst erfahren können und natürlich auch die Spezialität des Karsts verkosten können: Teran.

Bildershow 

 


Die Reise erfolgte auf Einladung von mgm – Best Press Story

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