Auch wenn man in Cres nicht direkt urlaubt, einen Ausflug sollte man aus mehreren Gründen auf die Insel in der Kvarner Bucht machen …

Auf unseren diesjährigen Meerurlaub waren wir wieder ganz in der Nähe – auf einem wunderschönen Campingplatz auf Krk. Und wenn wir diesmal auch nur wenige Tage Urlaub hatten, Cres mussten wir besuchen.

Die Überfahrt von Krk nach Cres mit der Fähre. Mein kleiner Roter mitten drin.
Die Überfahrt von Krk nach Cres mit der Fähre. Mein kleiner Roter mitten drin.


Cres ist die „Verbindungsinsel“ zwischen Krk und Lošinj. Während man seit 1980 auf die gleich große (man glaubt es kaum) Insel Krk über eine – allerdings gebührenpflichtige – Brücke gelangen kann, ist man beim Besuch von Cres auf die Fähre angewiesen. Aber auch das ist kein Problem: Mit der Jadrolinija Linie kann man sich mehrmals täglich einschiffen.

Die dunklen Wolken zogen schnell vorbei ...
Die dunklen Wolken zogen schnell vorbei ...


Ausgangspunkt ist auf Krk der Hafen Valbiska, von wo aus man nach 25 Minuten Schifffahrt nach Merag gelangt. (Wer nicht auf Krk weilt, setzt von Zagorje nach Porozina über). Tickets kann man entweder online oder auch vor Ort kaufen.

Bei der Ankunft auf Cres war es bereits wieder schön.
Bei der Ankunft auf Cres war es bereits wieder schön.


Im Sommer empfiehlt es sich einige Zeit vor der Abfahrt am Hafen zu sein, wenn man allerdings so spät wie wir urlaubt (Ende Oktober) hat man auf den Fähren sicher kein Platz Problem. Am Hafen findet sich in beiden Fällen eine kleine Kaffeebar, in der man die Wartezeit bei einem Espresso oder einem Bier überbrücken kann. Wer sein Auto noch einmal volltanken möchte, kann dies auch noch tun, ansonsten ist in beiden Häfen nicht viel los. Einzig allein, die Einfahrt der Fähren und das Ab- und Zufahren der Autos bringt ein bisschen Abwechslung.

Wir sind auf einer Seefahrerinsel - die Schiffsschraube und der Anker hier haben allerdings ausgedient
Wir sind auf einer Seefahrerinsel - die Schiffsschraube und der Anker hier haben allerdings ausgedient


Als Langschläfer erreichten wir gerade noch die „vormittägliche“ Fähre, aber wer will schon im Urlaub früh raus. Trotz Ende Oktober wartete ein wunderbar sonniger Tag auf uns. Blauer Himmel, blaues Meer – man genießt die Überfahrt so richtig und lässt sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Daher gleich zwei Tipps: In jedem Fall raus aus dem Auto und die Überfahrt hoch oben am Deck genießen, aber unbedingt Jacke oder Weste mitnehmen. Der Wind kann schon recht kühl ausfallen.

Selbst die Kanaldeckel sind sehenswert
Selbst die Kanaldeckel sind sehenswert


An Land geht es dann gleich in die Berge. Ja, richtig gelesen. Die Insel ist ziemlich hügelig und die Straße schlängelt sich zuerst ganz schön hoch. Zumindest zeigen die Warnschilder immer wieder Gefälle zwischen 5 und 10% an. Manchmal warnen die Schilder auch vor Kühen – die wir allerdings nicht gesehen haben. Dafür mussten wir allerdings einer kleinen Herde (5-6 Tiere) Schafe ausweichen, die entlang der Straße allein – also ohne Hirte und/oder Hirtenhund – marschierten und auch vereinzelte Schafe, die sich am Straßenrand genüsslich das eine oder andere Gras oder Kräutlein schmecken ließen waren keine Ausnahme.

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Schon in der Jungsteinzeit soll die Insel bewohnt gewesen sein, die Kroaten kamen im frühen 7. Jahrhundert auf die Insel. Andere Quellen sprechen davon, dass die Insel vom 9. Jahrhundert bis zum Jahr 1409 unter kroatischer Herrschaft stand. Das Creser Statut reicht ins Jahr 1332 zruück.

Ein Überbleibsel von ?
Ein Überbleibsel von ?


Vom 16. Jahrhundert bis 1797 befand sich Cres wie auch die benachbarten Inseln unter venetianischer Herrschaft, wovon nicht nur einige alte Gebäude, sondern auch der venetianische Löwe an den Stadttoren, die an die Stadt umgebende frühere Mauer erinnern zeugt.

Ein Feuerwehr-Spritzwagen aus früheren Zeiten
Ein Feuerwehr-Spritzwagen aus früheren Zeiten


Doch auch hier gab es eine k.k. Zeit: nach dem Fall Venedigs übernahmen die Habsburger die Herrschaft über Cres und die östliche Adriaküste. Verloren diese zwar kurz zwischen 1805 und 1814 an Frankreich, erhielten sie aber später wieder zurück. 1920 kam die Insel dann zu Italien, wurde während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Danach wurde sie ein Teil Kroatiens innerhalb von Jugoslawien und nach der Unabhängigkeit von Kroatien 1991 blieb sie Teil der Republik Kroatien.

Cres Stadt

Schließlich kommen wir in Cres an und ich finde auch gleich wieder den Besuchspunkt unserer Begierde: die Uljara. Die Insel ist bekannt für ihr ausgezeichnetes Olivenöl und bereits bei unserem ersten Besuch haben wir hier reichlich eingekauft.

Hier gibt es eines der besten Olivenöle, die ich kenne - wenn geöffnet ist :-)
Hier gibt es eines der besten Olivenöle, die ich kenne - wenn geöffnet ist :-)


Das wollen wir jetzt wieder. (Mehr darüber findet ihr hier) Allerdings habe ich (oder Google?) mich bei den Öffnungszeiten vertan: die Ölmühle ist nicht von 7:00 bis 15:00 Uhr geöffnet, sondern von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Aber was solls. Diesmal wollten wir uns ja auch die Stadt ein wenig anschauen.
Wir fahren also die Einbahn (ich glaube es ist eine) einfach weiter und kommen gleich an einem der ersten Sehenswürdigkeit vorbei.

Der venezianische Turm

Er steht an der höchsten Stelle der Stadt – man kann ihn auch gut noch vom Hafen sehen – und hat einen runden Grundriss.

Blick auf den Venezianischen Turm vom Hafen aus
Blick auf den Venezianischen Turm vom Hafen aus


Es ist der einzig erhaltene, der ursprünglichen vier Türmen, die einstüber die Stadt wachten und in das Schutzsystem eingebettet waren. Für mich sieht er neu renoviert aus, dennoch fahren wir an ihm vorbei und gelangen zum Hafen hinunter, wo wir das Auto direkt am Meer auf einem bewachten, kostenlosen Parkplatz zurücklassen, um durch die Altstadt zu bummeln.

Der Hafen (Mandrac)

Hier liegt ein Boot an das andere gereiht. Kleine und große. Neue und alte. Von der Ferne sehen wir wie Fischernetze repariert werden und während unserer Mittagspause in einem Restaurant im Hafen (Nono Frane) tuckert das eine oder andere Boot vorbei und sogar ein Piratenschiff läuft im Hafen ein, um nach einem Grillaufenthalt dann wieder das Weite zu suchen.

Viele Boote stehen geschützt im Hafen
Viele Boote stehen geschützt im Hafen


Die geräumige Bucht zeichnet sich durch eine günstige Lage aus und ist gut vor Wind und Sturm geschützt. Im Hafen finden sich noch immer die für Cres typischen Pasara Boote, die einst in der örtlichen Schiffswerft aus Materialresten von alten Schiffen gebaut wurden und zur Beförderung von Waren, landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Tieren und zum Fischfang dienten.

Die Altstadt

Um die Anlegemöglichkeiten der Boote befinden sich Restaurants, Konditoreien und dann gibt schon der Stadtplatz mit seinem Brunnen den Blick auf den Uhrturm und die Stadtloggia frei. Dieses Mal um die Mittagszeit ist das Angebot eingeschränkt: nur ein einzelner Händler wartet auf Kundschaft für seine Mandarinen. Zu anderen Zeiten soll das Angebot größer sein.

Der Uhrturm mit der Stadtloggia
Der Uhrturm mit der Stadtloggia


Auch der Turm scheint neu renoviert zu sein und strahlt mit seiner Uhr über den ganzen Platz. Dahinter ragt ein zweiter Turm versteckt in die Höhe, der sich als freistehender Campanile, der Pfarrkirche zur Heiligen Maria vom Schnee entpuppt. Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert, ihr Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert und ist die größte Kirche der Stadt mit ihrem dreischiffigen Langhaus, das Elemente der Gotik und Renaissance aufweist.

Der Campanile der Pfarrkirche zur Heiligen Maria vom Schnee
Der Campanile der Pfarrkirche zur Heiligen Maria vom Schnee


Im Pfarramt soll sich eine Sammlung der Altmeister befinden, deren wertvollstes Stück ein mehrteiliger Altaraufsatz aus dem 15. Jahrhundert ist. Er zeigt den Heiligen Sebastian und wurde von Alviso Vivarini geschaffen. Leider sind Kirche und Turm verschlossen und wir wandeln weiter durch die engen schmalen Gässchen der Stadt.

Das Eingangstor zur Pfarrkirche
Das Eingangstor zur Pfarrkirche


Am liebsten würde ich jede Tür öffnen und jeden Hinterhof besichtigen. Nicht alle Häuser sind schön renoviert, aber allein die Loggien, Balkone, Fenster, Dachvorsprünge, Treppen und Innenhöfe sind alle sehenswert – auch wenn an manchen der Zahn der Zeit schon sehr genagt hat.

Die Holzdecke ist nicht mehr ganz dicht, aber wunderschön
Die Holzdecke ist nicht mehr ganz dicht, aber wunderschön


An einigen der alten Häuser befinden sich Wappen, wie dieses hier von ? Ob es an die Geierkolonie der Insel erinnern soll? Wir haben es zwar eher in die Kategorie „gerupftes Hendl“ eingeordnet, aber was weiß man schon.

Was ist das für ein Wappentier?
Was ist das für ein Wappentier?


Auffallend sind die vielen kleinen Kirchlein, die überall aus einer Ecke mit ihren Türmchen und Glocken hervorblitzen. Die Insel ist äußerst reich an Kirchen, wie man ihrer Tourismus-Website entnehmen kann. Für die Stadt Cres sei hier noch die Kirche des Heiligen Isidor angeführt, des Schutzheiligen von Cres.

Eines der vielen Kirchlein in der Stadt Cres
Eines der vielen Kirchlein in der Stadt Cres


Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert, hat eine romanische Apside, eine gotische Fassade und einen kleinen Glockenturm mit Spindel. Die Glocke stammt aus dem 14. Jahrhundert und gehört damit zu den ältestend der Insel. Sehenswert ist der Altar mit der spätgotischen Holzskulptur des Heiligen Isidor aus dem 15. Jahrhundert.

Das Franziskanerkloster

Wir laufen ein Stückchen weiter und kommen zum Franziskanerkloster. Vor dem Eingang steht die Statue von Pater Placido Cortese, der 1907 in Cres geboren wurde. Er trat 1920 in den Franziskanerorden ein und wirkte ab 1930 in der Basilica del Santo, 1937 wurde er zum Direktor des Antoniusboten, der Monatsschrift der Franziskaner, ernannt.

Die Kirche des Franziskanerklosters
Die Kirche des Franziskanerklosters


Er betreute unter anderem die Häftlinge des Konzentrationslagers Chiesanova seelsorgerisch. Nach der Kapitulation der Italiener und der Besetzung Paduas durch deutsche Truppen versuchte Pater Placido den von der Deportation bedrohten Kriegsgefangenen und Jüdinnen und Juden die Flucht in die Schweiz zu ermöglichen. Er wurde von faschistischen Spionen verraten, a, 8.10.1944 verhaftet und in das Gestapo Hauptquartier nach Triest gebracht, wo er gefoltert und umgebracht wurde.

Pater Placido Cortese
Pater Placido Cortese


Die moderne Plastik über dem Kirchentor zeigt Hände, die ein Kind schützen und vor dem Eingang kann man ein riesiges, wunderschön bemaltes Ei bewundern. Gebaut wurde das Kloster um 1300 zusammen mit der Kirche des Heiligen Franziskus, die einfach, aber geschmackvoll ausgestattet ist. Auffällig gleich rechts neben dem Eingangstor im Inneren der Kirche ist die große Krippe, die auch jetzt im Sommer noch aufgebaut ist.

Die Plastik über dem Eingangstor zur Kirche
Die Plastik über dem Eingangstor zur Kirche


Zu den weiteren Besonderheiten des Klosters gehört der zweifache Kreuzgang, der äußere stammt aus der Renaissance und beherbergt die Grabstätten berühmter Familien aus Cres. Er wurde bei unserem Besuch gerade einer Renovierung unterzogen. Der ältere – innere Kreuzgang – bietet in seiner Mitte einem Brunnen Platz, auf dem sich das älteste Stadtwappen aus dem 14. Jahrhundert befindet.

Der erste Kreuzgang wird gerade (2019) renoviert
Der erste Kreuzgang wird gerade (2019) renoviert


Ein paar Schritte weiter befindet man sich im Klostergarten, in dem einige Statuen den Gast entgegen schauen und ein Tisch unter einer Laube zum Verweilen einlädt. Ich habe mich auch hier schnell hinein geschwindelt – aber auch schnell wieder verdrückt, da ich nicht sicher war, ob auch dieser Teil für Besucher freigegeben ist.

Im Klostergarten
Im Klostergarten


Dafür habe ich aber wieder verpasst, dem Museum einen Besuch abzustatten, in dem eine Gemälde- und Skulpturen-Sammlung, eine ethnographische Sammlung und liturgische Bücher ausgestellt sind. Darunter soll sich als Highlight ein glagolitisches Messbuch befinden, dass 1494 in Senj gedruckt wurde.

Der zweite Kreuzgang mit Brunnen im Franziskanerkloster
Der zweite Kreuzgang mit Brunnen im Franziskanerkloster


Wer übrigens die Straße von der Ölmühle zum Franziskanerkloster entlang läuft, kommt nicht nur an den Stadttoren vorbei, sondern auch noch an einem Partisanen(?)Denkmal und der Feuerwache mit einem alten Spritzenwagen. Alles sehenswert.

Den alten Spritzwagen haben wir oben bereits gezeigt. Hier die neueren Modelle...
Den alten Spritzwagen haben wir oben bereits gezeigt. Hier die neueren Modelle...

Das Museum von Cres und der Vorplatz

Wir gehen nun aber durch die engen Gassen wieder zum Hafen und zum Hauptplatz zurück und finden auch noch das Creser Museum auf einem kleinen Platz hinter dem Restaurant Nono Frane.

Das Museum von Cres im Palais Arsan mit seinem venezianischen Einschlag
Das Museum von Cres im Palais Arsan mit seinem venezianischen Einschlag


Das Museum befindet sich im Palais Arsan, der mit seinen gotischen und renaissancen Elementen stark an die Zeit des venezianischen Einflusses erinnert. Bischof Antun Marcello Petris ließ das Gebäude am Anfang des 16. Jahrhunderts errichten, in einer Zeit in der sich Cres nach dem Verfall Osors zum wirtschaftlichen, politischen und sakralen Zentrum der Insel entwickelte.
Neben den verschiedenen Ausstellungen, die im Museum untergebracht sind und die das Leben von einst und jetzt in Cres zum Thema haben, ist die ehemalige Renaissance-Toilette im Schlafraum des Bischofs sehenswert. Das Museum befindet sich in der Ribarska 7.

Frane Petrić
Frane Petrić


Vor dem Museum fällt die Statue von Frane Petrić oder Francesco Patrizi da Cherso auf, der am 25. April 1529 in Cres geboren wurde, auf und dessen Leben als Philosoph, Professor, Verwalter einige Höhen und Tiefen für ihn bereithielt. Zumindest wenn man seiner Geschichte auf Wikipaedia glaubt: https://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Patrizi_da_Cherso

Diese Aussicht kann man nur genießen
Diese Aussicht kann man nur genießen


Wir sind allerdings nun vom Herumlaufen hungrig geworden, lassen den Philosophen einfach stehen und genießen Calamari, Scampi, Bier, Cola und Café in der Sonne sitzend mit Blick auf den Hafen im "Vorgarten" des Nono Frane.

Anschließend ging es dann zum Parkplatz und zur Ölmühle zurück, wo wie unseren Großeinkauf von Olivenöl endlich tätigen konnten.

Die Produkte unseres Begehrens: Das Olivenöl aus Cres
Die Produkte unseres Begehrens: Das Olivenöl aus Cres


Zurück in Merag mussten wir zwar noch ein Weilchen auf die Fähre warten bis es wieder nach Krk zurückging, aber den Ausflug nach Cres haben wir dennoch sehr genossen.

Was man sonst noch alles auf Cres machen und sehen kann:

Strände

Allein schon beim Herumfahren um die Stadt Cres sind uns mehrere schöne Strände, zum Teil unter schönen alten Bäumen aufgefallen. Derer gibt es auf der ganzen Insel noch mehr. Wer also mit Kindern den Ausflug macht, die sich vielleicht noch nicht sooo für „alte Steine“ interessieren, sollte ihnen zumindest einen Strandbesuch als Ausgleich anbieten.

Die Pfarrkirche des Heiligen Anton in Orlec

Der Bau wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts begonnen, im 18. Jahrhundert wurde weitergebaut und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde einiges erneuert. Der Hauptaltar ist dem Eremiten und Heiligen Anton gewidmet, einige Gemälde stammen vom slowenischen Maler Tone Kralj.

Die Kirche des Heiligen Anton Eremit in Lubenice

Sie gilt als die schönste und sehenswerteste Kirche in der Stadt Lubenice und ist zusätzlich noch für die außergewöhnlich gute Akustik bekannt. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet und ihr Turm im gleichen Stil dominiert die ganze Umgebung.

Die Kirche des Heiligen Markus in Valun

Die heutige Friedhofskirche wurde 1851 gebaut und beherbergt eine Sehenswürdigkeit der Insel: Die Tafel von Valun, eines der ältesten kroatischen und gladolitischen Denkmäler. Die Tafel ist in zwei Sprachen  und zwei Schriften geschrieben. Die erste Zeile ist in Kroatisch und mit älteren slawischen runden glagolitischen Buchstaben geschrieben, die nächsten zwei Zeilen Latein und in der mittelalterlichen Lateinschrift (Karolina).  Drei Namen sind darauf festgehalten, drei Generationen, die an dieser Stelle beerdigt wurden: Großmutter Teha, Sohn Bratohna und Enkel Juna. Lateinisch: TECHA ET FILIUS EIUS BRATOHNA ET IUNNA NEPUS EIUS.

Martinšćica

Der Ort und die Bucht erhielten ihren Namen von der Kirche der Heiligen Martina, die in diesem Ort zu finden ist. Neben der Kirche sind auch noch das Franziskanerkloster, die Kirche des Heiligen Hieronymus und die Festung aus dem 17. Jahrhundert, der Sommerpalast der Patrizierfamilie Sforza sehenswert.

Vransko Jezera

Der Süßwassersee ist eine Besonderheit der gebirgigen, 66 km langen und zwischen zwei und zwölf Kilometer breiten Insel. Der Boden des Sees befindet sich in einer Tiefe von 74 Meter unter der Meeresoberfläche, die Wasseroberfläche des Sees ist jedoch höher als die des umliegenden Meeres. (Kryptodepression). Alle Berghänge und Ufer rund um den See sind allerdings Sperrgebiet, denn der gesamte Trinkwasserbedarf der Inseln Cres und Lošinj wird vom Vranasee gedeckt. In der jüngsten Vergangenheit gibt es einen Tag im Jahr, an dem der Öffentlichkeit der Zugang zum See gestattet wird und an dem das Fest des Sees gefeiert wird.

Mit und über den See gibt es zahlreiche Geschichten und Legenden.
Der Überlieferung nach entstand der See auf dem Grundstück von zwei Schwestern: die eine war reich und geizig, die andere arm. Die reiche Schwester begann der Armen das Land zu stehlen und war auch anderen gegenüber hartherzig und erbarmungslos. Und so wurde sie von Gott bestraft, der ihr Anwesen und ihr Schloss durch ein Erdbeben und eine Flut zerstörte. Daher kann man heute noch aus den Tiefen des Sees die Glocken ihres Schlosses hören.
Im Süßwasser des Sees leben heute Hechte, Karpfen und Ale, deren Herkunft ebenfalls nicht erklärbar ist.

Die Römische Brücke in Beli

Sie überbrückt die Schlucht am Stadteingang und ist die einzig völlig erhaltene römische Brücke an der östlichen Adriaküste.

Die Olivenmühle (Bejski tos) in Beli

Sie wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts gebaut und nach der Überlieferung von drei Männern gemeinsam gegründet: einer gab das Grundstück, ein zweiter das Werkzeug und ein dritter das Geld. Die alte Olivenmühle war bis vor dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb und wurde dann durch eine neue ersetzt.

Der Wald Tramuntana

Im nördlichen Teil der Insel befindet sich der Eichen-, Hagebuchen- und Kastanienwald mit seinen 5.500 Hektar. Voll von Höhlen und Gräben ist er auch für die Höhlenforschung sehr interessant: so wurden hier vier über 12.000 Jahre alte Skelette von Braunbären gefunden.
Im Wald wurden seit 1997 sieben Ökowege eingerichtet: Steinskulpturen von Ljubo De Karin präsentieren Verse von verschiedenen Dichtern und Philosophen.

Gänsegeier

Mit ein bisschen Glück kann man auch einen oder mehrere Gänsegeier sehen, die in einer Kolonie frei auf der Insel leben.

Drehbrücke in Osor

Wer auf dem Weg zur Insel Lošinj ist, kann sich an einer weiteren Kuriosität erfreuen: Cres ist über eine Drehbrücke mit Osor (es lohnt sich übrigens auch hier einen Stopp zu machen und sich die Stadt anzusehen) und damit mit der Nachbarinsel Lošinj verbunden.

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Stadt Cres:

Weitere Informationen gibt der Tourismusverband der Stadt Cres
51 557 Cres, Cons 10
Tel: +385 51 571 535
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http://www.tzg-cres.hr/